Mit Stulle im Flieger


Wer viel fliegt, weiß: An Bord eines Flugzeugs ist meist mehr erlaubt, als viele Passagiere denken. Das gilt auch für selbst mitgebrachtes Essen. Denn in Zeiten, in denen viele Airlines immer seltener und immer teurer verpflegen, bringen sich Reisende ihren Proviant zunehmend selbst mit.

Im Auto und in der Bahn ist es ganz normal, nach einer gewissen Zeit, sein selbst mitgebrachtes Essen auszupacken und zu verzehren. Doch wie reagiert ihr, wenn euer Sitznachbar im Flugzeug plötzlich sein belegtes Brot, kleine Frikadellen und die Schokoladenkekse auspackt? Zumindest irritiert! Dabei gilt jedoch, dass Flugreisende sich durchaus selbst verpflegen dürfen, wenn sie einige Regeln beachten.

Mitgebrachtes oft besser als Verpflegung an Bord

Gerade auf Billigflügen der Kurz- und Mittelstrecke gibt es oft keine Verpflegung durch die Airline mehr, vielleicht gerade noch ein Getränk. Snacks werden nur noch selten oder zu erheblichem Aufpreis gereicht. Da liegt der Gedanke nah, sich einfach zuhause etwas zuzubereiten, das nicht nur günstiger ist, sondern meist auch besser schmeckt. Grundsätzlich haben Fluggesellschaften kaum Möglichkeiten, den Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke auszuschließen.

Für Passagiere gibt es schließlich verschiedene Gründe, sich im Flugzeug selbst zu verpflegen. Insbesondere die Zufuhr von Flüssigkeiten ist für viele Reisende unerlässlich. Wer zu wenig trinkt, kann auch in der Maschine gesundheitliche Probleme, wie etwa Kreislaufbeschwerden, bekommen. Andere Passagiere stehen schlicht vor der Herausforderung, dass sie auch die angebotenen Snacks im Flugzeug wegen einer Allergie nicht verzehren können. Auch bestimmte Ernährungsweisen wie bei Vegetariern oder Veganern werden an Bord nicht immer entsprechend bedient.

Bild Mit Stulle in den Flieger

Mit Stulle in den Flieger

Zum Teil ist er auch nur eine bestimmte Anzahl an vegetarischen Gerichten vorhanden. Wer ungünstig sitzt, hat unter Umständen keine Chance mehr auf das gewünschte Mahl. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt sich daher am besten seine eigenen Speisen mit in den Flieger.

Geeigneter Proviant für die Flugreise

Je nach Flugdauer eignen sich hierfür die klassischen belegten Brote, Brötchen oder Sandwiches, genauso wie wenig tropfendes Obst, etwa Äpfel und Bananen. Ein Salat ist ebenfalls möglich, jedoch ist dieser schwieriger zu essen und erfordert Besteck, das sie zumeist nur in Form von Plastik in der Kabine mitführen dürfen. Suppen sind aufgrund der begrenzten Flüssigkeitsmenge von maximal 100 Millilitern auch nicht für unterwegs geeignet. Wer keine ganze Mahlzeit, sondern nur kleinere Snacks mitführen möchte, ist mit Müsliriegeln, Keksen und klein geschnittenem Obst gut bedient. Auch Kinder im Flugzeug  mögen diese Art der Verpflegung gerne, besonders wenn sie schon mundgerecht zubereitet ist.

Bei Getränken, die mit ins Flugzeug genommen werden, müssen Reisende jedoch mehr beachten. Flüssigkeiten mit mehr als 100 Millilitern kommen nicht durch die Sicherheitskontrolle. Doch im Duty-Free-Shop kann man sich mit größeren Mengen eindecken. Das ist zwar teurer als zuhause, jedoch wesentlich günstiger, als die Getränke an Bord zu kaufen.

Erlaubte Lebensmittel im Flieger

Wichtig ist, dass der Proviant auch im Flugzeug verspeist wird und nicht etwa ins Zielland eingeführt wird. Denn für die Einfuhr und Ausfuhr von Lebensmitteln in den EU-Raum und aus ihm heraus gibt es durchaus Beschränkungen, die sich jedoch je nach Land unterscheiden. Informationen dazu, welche Vorschriften gelten, finden Reisende etwa beim Zoll, dem Auswärtigen Amt sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Nicht zuletzt sollten Passagiere auch an ihre Mitreisenden denken: Für das gute Klima im Flieger darf gerne auf geruchsintensiven Käse, Zwiebeln oder Knoblauch verzichtet werden.

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