Für diese Parkgebühren reichen Münzen nicht aus

Das wird ein teurer Aufenthalt! In Mallorcas Inselhauptstadt Palma hat eine Frau ihr Auto seit nunmehr acht Jahren im Parkhaus stehen. Die Kosten für das Unterstellen gehen mittlerweile in einen mittleren fünfstelligen Bereich.

Parkgebühren sind den meisten Fahrzeughaltern ein Gräuel. Auf normalen Parkplätzen und vor allem in Parkhäusern am Flughafen kann es teuer werden. Besonders hart trifft es Langzeitparker. Wie im aktuellen Fall einer Spanierin, die ihr Auto seit sage und schreibe acht Jahren in einem Parkhaus in Palma stehen hat, wie die Tageszeitung „Ultima Hora“ berichtet. Warum weiß niemand. Doch die Kosten belaufen sich mittlerweile auf ganze 27.900 Euro.

Parkgebühren im fünfstelligen Bereich

Bekannt geworden ist der teure Dauerparkplatz durch ein Gerichtsverfahren, das bereits seit 2012 in der Sache läuft. Demnach hat der Parkhausbesitzer die Halterin des Volvo verklagt, damit sie die bis dahin 21.600 Euro begleicht. Die Beklagte stellt sich seither jedoch stur und lässt sich lediglich von ihrem Anwalt vertreten. Kein einziger Cent aus der Summe ist bisher in das Portemonnaie des Parkhausbetreibers geflossen. Mittlerweile sind es sogar 27.900 Euro, die seit dem 24. März 2009 aufgelaufen sind. Und jeden Tag steigt diese Summe um einige Euro. Weshalb die Frau ihren Wagen nirgendwo anders abstellen will oder kann, ist nicht bekannt. Kaum vorstellbar, dass es selbst in Palma keinen anderen Platz für den Volvo geben soll, zumal die Beklagten offenbar nicht daran denkt, die Parkgebühren zu begleichen. In der Inselhauptstadt selbst ist der Fall ein Kuriosum. Doch gerade am Flughafen von Palma müssen immer wieder Autos aus dem Parkhaus abgeschleppt werden, weil ihre Besitzer sie einfach stehen lassen.

Bild Teure Parkgebühren

Legt euch schon mal etwas Geld beiseite

Auch an anderen Orten zeigt sich, dass Fahrzeughalter ihr Auto wohl manchmal einfach nicht benötigen. In München etwa hatte ein Mann seinen Mitsubishi Colt von 2003 bis 2013 in einer Parkgarage untergestellt und ihn in dieser Zeit nicht bewegt. Die Parkgebühren beliefen sich unterdessen auf 69.500 Euro. Der Parkhausbetreiber klagte mit Erfolg gegen den Halter, der den Kleinwagen auslösen und zumindest eine symbolische Gebühr von 7.500 Euro bezahlen musste. Auch hier wurde nicht bekannt, weshalb der Wagen so lange im Parkhaus untergestellt war.

Rekordsumme an Parkgebühren

Dass der Wert des Wagens dabei nicht unbedingt eine Rolle spielt, zeigt ein Fall von der französischen Küste, wo seit mehr als vier Jahren ein Maybach 57 stehen soll. Wer einen solchen Luxuswagen sein Eigen nennen will, muss mindestens 400.000 Euro ausgeben. Doch niemand scheint sich dafür zu interessieren, dass das teure Wägelchen seit Jahren ungenutzt untergestellt ist. Genauso wenig, wer für die inzwischen angefallenen Parkhausgebühren zuständig ist. Die Summen, wie sie aus den Parkhäusern in Palma und München bekannt sind, werden jedoch locker getoppt, wenn man einmal den Blick über den großen Teich wirft. Sagenhafte 470.000 Euro waren in einem New Yorker Parkhaus aufgelaufen, weil Schauspieler Richard Harris seinen Rolls-Royce 25 Jahre dort abgestellt hatte. Der Betreiber setzte dabei eine durchaus ansehnliche Summe von 360 Euro pro Woche an. Nach dem Tod des Schauspielers sollte seine Witwe zumindest einen Teil der Parkgebühren begleichen, indem das Fahrzeug beim bekannten Auktionshaus Christie‘s versteigert wird. Ob diese Absprache so durchgesetzt wurde, ist jedoch nicht bekannt.

So geht‘s günstiger

Für alle, die hohe Kosten durch Parkgebühren am Flughafen und im Urlaub vermeiden wollen, empfehlen wir, einerseits die anfallenden Summen schon im Voraus zu vergleichen und den Parkplatz online zu buchen. So bleibt der Preis-Schock am Flughafen aus und manchmal ist für Frühbucher auch ein Sonderangebot drin. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, mit anderen Verkehrsmitteln an den Airport zu reisen und im Urlaubsort bei individuellem Bedarf einen Mietwagen zu nutzen. Schon von Zuhause aus kann der passende Mietwagen ausgesucht und angemietet werden.

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