Darf ich streunende Katzen im Urlaub füttern?

Es ist ein Bild, das uns im Urlaub nur zu oft das Herz zerreißt: streunende Katzen, die nach Futter betteln. Vor allem im südlichen Europa gibt es viele Tiere, die von Urlaubern versorgt werden wollen. Viele fragen sich deshalb zurecht: füttern oder lieber bleiben lassen?

Katzen, die im Park und am Hafen um die Beine streichen, am Strand um die Reste Ihres Picknicks betteln oder zu festen Zeiten auf der Terrasse Ihrer Ferienwohnung erscheinen. Ob in Spanien, Italien oder Griechenland: Streunende Katzen sind in vielen Urlaubsländern an der Tagesordnung.

Katzen suchen Kontakt zu Urlaubern

Sie sind so niedlich, die kleinen flauschigen Streuner, die uns aus ihren treuen Augen ansehen. Wenn uns dann immer noch die gleichen Katzen zu einer bestimmten Tageszeit an einem bestimmten Ort begegnen, fällt der Gang in den nächsten Supermarkt nicht schwer, Katzenfutter kaufen. Doch Tierschützer und Ärzte raten davon ab, Streunerkatzen im Urlaub zu füttern. Auch wenn der Zustand der Tiere meist herzzerreißend schlecht ist, hilft es den Vierbeinern oft nur kurzfristig, wenn sie im Bereich der Hotels gefüttert werden. Man selbst ist nach spätestens zwei Wochen wieder abgereist, die Katzen jedoch verbleiben am Urlaubsort, genauso wie die Probleme.

Bild Katzen im Urlaub

Ich will doch nur kuscheln

So helft ihr den Streunern wirklich

Wer den heimatlosen Tieren wirklich helfen will, sollte den nächstgelegenen Tierschutzverein über die kleinen Streuner informieren. Diese können die Katzen an festen Futterplätzen versorgen und sie kastrieren lassen, um die Streunerpopulation einzudämmen. Nur so kann die Zahl der oft leidenden Straßenkatzen in südlichen Ländern dauerhaft verringert werden. Statt selbst zu füttern, spendet lieber Geld oder Sachwerte an lokale Tierschutzvereine um die Versorgung vor Ort zu unterstützen. Wer sich schwer in ein bestimmtes Tier verliebt hat und dieses aus seinem Elend „retten“ will, sollte sich zunächst um die Bestimmungen für die Mitnahme Gedanken machen. Zunächst muss feststehen, dass es wirklich keinen Besitzer gibt. Weiterhin muss die Katze gesund sein, was mit hohen Tierarztrechnungen einhergehen kann. Nicht zuletzt besteht immer die Gefahr, dass der Vierbeiner wochenlang in Quarantäne bleiben muss, bis er zu Ihnen nach Hause darf – ein traumatisches Erlebnis, das nicht zu unterschätzen ist.

Deshalb können Katzen auch krank machen

Auch aus medizinischer Sicht ist vom Katzenfüttern im Urlaub eher abzusehen, denn jährlich stecken sich viele Urlauber beim Streicheln von freilaufenden Katzen (und auch Hunden) mit aggressiven Pilzen an, vor denen auch der ADAC warnt. Besonders weit verbreitet ist etwa der Microsporum canis, der zu schweren Infektionen an Händen und Armen führen kann. Neben Pilzen sind es aber auch Viren, Bakterien und Parasiten, die das Fell der Streuner bevölkern.

Unser Tipp für Tierfreunde im Urlaub: Hände weg von Streunern und Kontaktaufnahme mit dem Tierschutzverein!

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2 Kommentare zum Thema
  1. Uschi Hofner

    So ein Blödsinn!!!
    Welcher Mediziner hat denn so einen Schmarrn verzapft.
    Den Tierschutzverein vor Ort interessieren doch die unzähligen hungrigen Katzen nicht.
    Bischen besser recherchieren oder sich den dummen Beitrag sparen.

    1. Bauer michael

      Kein Blödsinn, ich verbringe jedes Jahr ein Monat in Griechenland auch außerhalb der hauptsaison. Ich kenne den lokalen Tierschutzverein und habe in vielen Gesprächen mit ihnen erkannt dass das was in dem Beitrag geschrieben steht wahr ist. Wegen Geldmangels haben sie durch jahrelange Arbeit und mit viel Geld leider nur die Anzahl der streunenden Hunde drastisch reduzieren können. Statt hier seinen Frust abzulassen währe es besser mit den Menschen vor Ort zu sprechen.