Wie viel Urlaub steht Arbeitnehmern wann zu?

Das Jahr startet in die vierte Woche, da stehen schon die Winterferien vor der Tür. Kann man jetzt auf Arbeit Urlaub nehmen, obwohl man im Sommer auch nochmal verreisen will? Wie viel Urlaub steht mir überhaupt zu und wie darf ich ihn nehmen?

Ab 1. Januar maximaler Anspruch auf Urlaub?

Wer sich in einem laufenden Arbeitsverhältnis befindet, hat ab dem 1. Januar das Recht, seinen Urlaub zu nehmen. Theoretisch kann man also schon am Anfang des Jahres alle Urlaubstage verbraten. Es dürfen jedoch keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen, lange Urlaub zu nehmen. – Hängt natürlich auch davon ab, wie viel Urlaubstage man überhaupt hat? Übrigens: Wer den Job wechselt oder einsteigt, hat meist erst nach sechs Monaten Anspruch auf Urlaub.

Wie ist Mindesturlaub im Urlaubsgesetz geregelt?

Das Bundesurlaubsgesetz (BurlG) gewährt in Deutschland einen Mindesturlaub von 24 Werktagen pro Jahr (6-Tage-Woche) bzw. 20 Werktage pro Jahr (5-Tage-Woche). Dabei sagt der Gesetzgeber auch ganz klar: Der Urlaub dient dazu, sich zu erholen. Sich die Urlaubstage auszahlen zu lassen ist ebenso falsch, wie sie als Ersatz für einen Krankenschein zu verwenden. Davon Urlaub tatsächlich für die Freizeit und Erholung einzusetzen, profitiert schließlich auch der Arbeitgeber, indem er eine belastbare, zufriedenere und gesündere Arbeitskraft hat.

Steht Lohn während des Urlaubs zu?

Dass es während des Urlaubs weiterhin Lohn gibt, ist Sinn der Sache. Es muss der volle Lohn bezahlt werden. Das Bundesurlaubsgesetz macht es nämlich per Definition zur Eigenschaft von “Urlaub”, dass das Arbeitsentgelt weiterhin gezahlt wird, ohne das der Arbeitnehmer auf Arbeit kommt. Davon abzugrenzen ist eine Freistellung. Eine Freistellung kann unbezahlt erfolgen oder für ein individuelles “Urlaubsentgelt”.

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