Surfen München

Der etwas andere Urlaub in der bayerischen Hauptstadt.

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Surfen in München

Bei München denkt man an Lederhosen, Tradition und vielleicht das Oktoberfest, aber ganz bestimmt nicht an Surfen. Erstaunlicherweise ist die Tradition des städtischen Surfens in der bayerischen Hauptstadt schon über 40 Jahre alt.

Zum Surfen braucht es einen Strand, Wind und exotisches Flair. Wer das glaubt, der hat die Stadt München noch nicht gut genug kennen gelernt. Hier kann man nämlich mitten in der Stadt surfen. Was sich anfangs unglaublich anhört, erklärt sich sehr schnell, wenn man eine stehende Welle erst einmal zu Gesicht bekommen hat. Die berühmteste stehende Welle findet sich am Anfang des Englischen Gartens. Der sogenannte Eisbach wird an dieser Stelle so aufgestaut, dass es zu einer beeindruckenden Welle kommt. Das Beste an dieser ist, dass sie niemals bricht oder abflaut. Die Stadtsurfer von München sind mittlerweile so berühmt, dass sich sogar ein großer und weltweit aktiver Kamerahersteller dieses Themas angenommen hat und eine Werbekampagne mit den Surfern gestartet hat. Wer nun glaubt, dass Surfen in München nur eine Attraktion zum Bestaunen ist, der irrt. Schnell kann man Kontakte zu den Eisbachsurfern schließen und es selbst einmal ausprobieren. Dazu bieten sich natürlich die warmen Monate im Sommer an. Nach dem Ritt auf den Wellen des kühlen Eisbachs kann man im englischen Garten die Seele unter bayerischer Sonne genießen.

Eisbach Surfer warten auf die Welle, München, Englischer GartenSurfer auf den Wellen, München, Englischer Garten

Der Wellenritt in der Innenstadt

München liegt 500 Kilometer von der nächsten Mittelmeerküste entfernt und sogar 800 Kilometer von der Nordsee. Dennoch muss man in der bayerischen Landeshauptstadt nicht unbedingt ins Auto steigen und lange Fahrten auf sich nehmen, wenn einen plötzlich die Lust zum Surfen überkommt. Neben der berühmten stehenden Welle des Eisbachs im englischen Garten gibt es noch weitere Spots, wo man sich mit seinem eigenen Board austoben kann. Vorher muss aber ganz klar gesagt werden, dass das Surfen auf den stehenden Wellen nur etwas für sehr geübte Surfer ist. Auf Grund der hohen Fließgeschwindigkeit kann es schnell zu Verletzungen kommen. Aber nicht umsonst wurden auf den stehenden Wellen Münchens schon Größen wie Jack Johnson und Garett McNamara gesichtet. Wer auf Nummer sicher gehen will, der trägt einen guten Neoprenanzug, auch wenn es im Sommer die Temperaturen ohne zulassen würden. Im Winter ist dieser natürlich ein Muss. Was vor allem viele Touristen nicht über die stehende Eisbachwelle wissen, ist, dass diese eine kleine Schwester hat, die sich etwa 200 Meter hinter der berühmten Welle befindet. Diese zweite Welle ist etwas kleiner, aber dennoch nur bedingt für Anfänger geeignet. Eine Anfängerwelle hingegen ist die bei der Floßlände. Hier kann sich jeder einmal versuchen und seine ersten Gehversuche auf dem Brett wagen. Die Floßlände ist auch der Ursprung des Münchner Stadtsurfens und ein Muss für alle Surftraditionalisten. Die Königsdisziplin des städtischen Surfens ist der Ritt auf den Wellen der Isar. Das ist aber nur wirklich hervorragenden Surfern vorbehalten, da es mitunter sogar lebensgefährlich werden kann. Versteckt lauern Konstruktionen unter Wasser oder oftmals droht ein Zusammenstoß mit schwerem Treibgut. Prinzipiell kann die Isar bei Hochwasser an jeder Brücke besurft werden. Alleine sollte man sich aber niemals ins Wasser begeben und schon im Vorhinein genau die Ausstiegsstellen prüfen. Nur so ist man bei einem möglichen Notfall gut vorbereitet. Wer also nach München kommt und genug Erfahrung mitbringt, der kann schnell Kontakte zu den Stadtsurfern schließen. Dann ist es kein weiter Weg mehr bis zum ersten eigenen Ritt auf einer der berühmten innerstädtischen Wellen.

Surfer reitet Wellen im Eisbach in richtung Brücke, MünchenSurfer am rand des Eisbachs mit Surfbrett unter dem Arm, München