Seen Leipzig

Die schönsten Seen der sächsischen Metropole entdecken.

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Seen in der Region Leipzig

Kaum eine Landschaft in den neuen Bundesländern hat sich seit der Wende so sehr verändert wie das Gebiet südlich von Leipzig. Wo sich zu Zeiten der DDR eines der größten Braunkohlereviere Deutschlands befand und haushohe Bagger tiefe Löcher in die Erde gruben, erstrecken sich heute zahlreiche Badeseen mit hohem Freizeitwert.

Das mitteldeutsche Braunkohlerevier zwischen Leipzig und Borna hatte eine entscheidende Bedeutung für die Energieversorgung der DDR. Allerdings hatte der Tagebau weitreichende negative Folgen für die Region, da ganze Dörfer umgesiedelt werden mussten und die natürliche Landschaft zerstört wurde. Deshalb wurden nach der Wiedervereinigung aus Gründen der Sozialpolitik und des Umweltschutzes die meisten Tagebaubetriebe geschlossen. Die Restlöcher des Braunkohleabbaus wurden systematisch geflutet, wobei nicht nur das Grund- und Regenwasser genutzt wurde, sondern teilweise auch Flüsse abgezweigt oder mittels Rohrleitungen zusätzliches Wasser hineingepumpt wurde. Zudem konnte in den Bereichen rund um die Restlöcher mit weitreichenden Renaturierungsmaßnahmen begonnen werden. Auf diese Weise entstand in den vergangenen Jahrzehnten unter der Bezeichnung Neuseenland ein Naherholungsgebiet mit mehr als 20 Seen, die über einen hohen Freizeitwert verfügen.

Gewitter über dem Cospudener See, Leipzig

Erholung im Leipziger Neuseenland

Einer der ersten Seen, die in der Region entstanden, ist der unmittelbar südlich von Leipzig gelegene Cospudener See. Dank der hervorragenden Verkehrsanbindung ist er rasch zum beliebtesten Badesee der Leipziger geworden. Neben flachen Sandstränden und Liegewiesen zum Sonnen sind rund um den mehr als 400 ha großen See auch zahlreiche Freizeitangebote zu finden. Dazu gehören ein asphaltierter Rundweg für Fahrradfahrer und Skater, eine Minigolf-Anlage, ein Aussichtsturm, eine Marina mit etwa 200 Liegeplätzen für Segelboote und ein Wassersportzentrum mit Tauchschule. Auch verschiedene Boote können ausgeliehen werden, und zahlreiche Restaurants und Cafés sorgen für das leibliche Wohl. Bei vielen Urlaubern besonders beliebt ist der Inselbriefkasten mitten im See, der nur schwimmend oder mit dem Boot erreicht werden kann und einmal wöchentlich geleert wird. Ganz in der Nähe des Cospudener Sees liegt der Zwenkauer See, das mit etwa 10 km² größte Gewässer der Region. Hier befinden sich ausgedehnte Hafenanlagen, die Seglern und anderen Wassersportlern beste Bedingungen bieten und für eine maritime Atmosphäre sorgen. Erholungssuchende finden auch in den ausgedehnten Grünanlagen rund um den See Ruhe und Entspannung.

Kanupark Markkleeberg am Abend

Mehr als nur Badeseen

Der unweit des Leipziger Szeneviertels gelegene Markkleeberger See ist dagegen etwas für Wassersportler, die die Abwechslung und das Abenteuer suchen. In dem Kanupark, der über zwei Wildwasserstrecken verfügt, kann es hoch hergehen, und auch wer neue Sportarten erlernen möchte, ist hier richtig. Neben Segel- und Windsurfkursen können auch Katamarankurse belegt werden. Der Markkleeberger See ist durch einen 800 m langen Kanal mit dem Störmthaler See verbunden, wo mit Vineta ein einzigartiges Kunstprojekt zu finden ist. Es ist mit einer Höhe von 15 m das höchste schwimmende Bauwerk in Deutschland und wird für zahlreiche Veranstaltungen genutzt. Auch der in unmittelbarer Nähe des Störmthaler Sees gelegene Bergbautechnikpark ist ein faszinierendes Ausflugsziel. Am Gremminer See können ebenfalls Zeugen der Vergangenheit bewundert werden, denn auf einer Halbinsel befinden sich noch heute fünf gigantische Bergbaumaschinen, die vor der Verschrottung bewahrt wurden. Unter dem Namen Ferropolis wird diese Halbinsel auch für zahlreiche Open-Air-Konzerte genutzt. Sehr viel geruhsamer geht es dagegen an dem Hainer See zu, der über eine künstliche Lagune und einen hervorragenden Campingplatz verfügt. Außerdem grenzt der kleine Ort Kahnsdorf direkt an den See und vermittelt mit seinen alten Bauernhöfen und dem Rittergut einen Eindruck davon, wie die Region in der Zeit vor dem Braunkohletagebau ausgesehen haben muss.