Sehenswürdigkeiten Amrum

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Sehenswürdigkeiten auf Amrum

Auf der schönen nordfriesischen Insel lassen sich nicht nur Strand und Natur genießen. Beim Streifzug durch Dörfer und Landschaft winken interessante Entdeckungen.

Das Wahrzeichen Amrums, den Kniepsand, wird kaum ein Urlauber übersehen. Diese sich über die ganze Länge der Insel erstreckende und anderthalb Kilometer breite Sandbank wird nur von Sturmfluten überspült. Hier ist genug Platz, damit Badegäste und Jogger, Wanderer und spielende Kinder einträchtig nebeneinander den weiten „Sandspielplatz“ am Rande der Nordsee genießen können. Beim Spazierengehen kann man noch dazu ganz spontan zum Künstler werden. Im Sommer finden sich hier die sogenannten Strandburgen, deren erste der Amrumer Künstler Otfried Schwarz vor Jahren aus Strandgut errichtet hat. Andere nahmen sich ein Beispiel und bauten ähnlich farbenfrohe Unterstände aus den unterschiedlichsten Materialien. Im Herbst allerdings werden die fragilen Bauwerke entfernt, damit die heftigen winterlichen Stürme und Fluten sie nicht zurück ins Meer reißen.
Amrum Strand

Ein Spaziergang durch die Vergangenheit

Schon seit etwa 5000 Jahren leben Menschen auf Amrum. Die Vergangenheit der Insel lässt sich an verschiedenen Orten erleben und nachvollziehen. In Nebel wurde in der Jungsteinzeit ein Hünenbett angelegt, dessen große Steine den Besucher weit in die Vergangenheit zurückversetzen. Ganz in der Nähe am Esenhugh bei Steenodde lässt sich sehen, wie man in der Bronzezeit Grabhügel angelegt hat. Nicht weit davon haben die Wikinger ein Gräberfeld hinterlassen; an anderen Stellen finden sich Reste ihrer Wohnstätten.

Wer sich für hübsche Bauwerke interessiert, sollte die weiß getünchte Kirche St. Clemens in Nebel besuchen. Ihre Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Unter anderem kann man hier eine frühgotische Apostelgruppe aus Holz, einen romanischen Taufstein und den Flügelaltar von 1634 besichtigen. Der Friedhof von St. Clemens ist eine Sehenswürdigkeit für sich: Hier erzählen 152 „Sprechende Grabsteine“ mit ausführlichen eingemeißelten Inschriften vom Leben der zwischen 1678 und 1858 Verstorbenen. Ebenfalls in Nebel zeigt das Öömrang Hüs, wie die Amrumer ums 18. Jahrhundert herum lebten. Das „Kapitänszimmer“ dieses Friesenhauses wurde früher nicht nur als Wohn- und Schlafraum, sondern auch als Küche genutzt. Dem ehemaligen Besitzer, Kapitän Harck Nickelsen, ist eine kleine Ausstellung gewidmet.

In Nebel bleibend, kann man die Vogelkoje Meeram besichtigen. Sie hat die Insulaner für etliche Jahre mit Entenfleisch versorgt. Ein künstlicher Teich mit anschließender Falle und zahmen Enten als Lockvögel füllte die Töpfe der Amrumer ab 1866 mit mehr als 400.000 Wildenten. Nachdem die Anlage 1937 den Betrieb eingestellt hatte, sorgte die Gemeinde dafür, dass der Bau erhalten blieb. Spätere Generationen sollten sehen, wie man sich früher auf der Insel mit Nahrung versorgt hatte. Ab 2011 wurde die Umgebung der Vogelkoje zum Naturerlebnisraum umgestaltet. Heute können Touristen und Einheimische auf Bohlenwegen das Gebiet erkunden. Hinweistafeln erklären vieles Wissenswerte, und der Besucher begegnet nicht nur Wasservögeln, sondern in einem Wildgehege auch Rehen und Hirschen.

Um 1770 wurde die Windmühle im Süden des Orts errichtet. In Ermangelung eines Leuchtturms diente sie lange Zeit als Seezeichen. Heute beheimatet das alte Gebäude ein Museum zur Mühlengeschichte und zum Leben auf Amrum.

Erst 1875 bekam die Insel dann einen wirklichen Leuchtturm. Wer den hübschen, rot-weiß-gestreiften Turm besteigt, muss fast 300 Stufen erklimmen, bis er von der Aussichtsplattform den Blick über die Insel genießen kann. Gewünscht hätten sich die Seeleute dieses Leuchtfeuer sicher schon viel früher, denn die Vorbeifahrt an Amrum galt der Strömungen und der wandernden Sandbänke wegen als besonders gefährlich. Viele Wracks vermodern im Wasser rund um die Insel. Die Reste eines der gestrandeten Schiffe allerdings kann man bei einer Wattwanderung bestaunen: Die „City of Bedford“ sank im Jahr 1825 während eines Orkans, und Teile des Schiffs ragen noch heute aus dem Sand heraus. Ein kleiner Verwandter des Leuchtturms, das Quermarkenfeuer, steht übrigens seit 1906 auf einer Düne in Norddorf.