Verkehr Italien

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Verkehr in Italien

Italien verfügt nicht nur über ein hervorragend ausgebautes Straßennetz, sondern ist auch das Land mit der höchsten Autodichte in Europa. Auch wenn sich die italienischen Verkehrsregeln kaum von den deutschen unterscheiden, sollten bei einem Italien-Urlaub dennoch einige Details beachtet werden, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Der auffälligste Unterschied zu Deutschland ist die Gebührenpflicht auf den privat betriebenen Autobahnen. Die Höhe der Maut ist jeweils von der Fahrzeugklasse und der gefahrenen Strecke abhängig. Bei der Auffahrt auf die Autobahn muss an einem Automaten ein Coupon entnommen und bei der Ausfahrt bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden. Mit einem Telepass, den Reisende bereits vor dem Urlaub erwerben können, ist auch eine automatische Abrechnung möglich. Da die Fahrspuren bei den Zahlstellen bestimmten Zahlungsweisen zugeordnet sind, ist es von enormer Wichtigkeit, sich bereits vorab richtig einzuordnen. Die Farben der Verkehrsschilder unterscheiden sich ebenfalls von den in Deutschland üblichen: Während die Hinweisschilder für die Autobahnen grün sind, weisen blaue Schilder auf Staatsstraßen hin. Weiße Schilder finden innerhalb von Städten Verwendung, und braune Schilder werden für Sehenswürdigkeiten genutzt. In einigen Regionen Norditaliens sind auch zweisprachige Verkehrsschilder üblich.

Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere wichtige Verkehrsbestimmungen

Auch wenn italienische Autofahrer einen schlechten Ruf besitzen, was das Einhalten von Verkehrsregeln angeht, sollten sich Reisende nicht leichtfertig über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegsetzen. Bei Nichtbeachtung können Bußgelder fällig werden, die erheblich höher als in Deutschland und bis zu fünf Jahre vollstreckbar sind. Wie in Deutschland gilt in Italien bei Ortsdurchfahrten Tempo 50. Auf Staatsstraßen sind dagegen 90 km/h erlaubt und auf den Autobahnen beträgt die Höchstgeschwindigkeit 130 km/h. Auf Autobahnen kommt dabei gelegentlich ein computergestütztes Kontrollsystem zum Einsatz, das automatisch die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs ermittelt. Am Straßenrand aufgestellte Schilder, die als erlaubte Geschwindigkeit 30 oder sogar nur 20 km/h vorgeben, müssen dagegen meist nicht beachtet werden, da sie lediglich ein Hinweis auf eine Baustelle sind. Hier genügt es, die Geschwindigkeit an den vorhandenen Verkehr anzupassen. Außerdem gibt es in Italien nur drei Ampelphasen, bei denen jeweils ausschließlich Rot, Gelb und Grün angezeigt werden. Diese werden aber insbesondere in den südlichen Landesteilen von vielen Autofahrern ignoriert. Ungewohnt für deutsche Reisende ist auch, dass auf allen Straßen außerhalb von Ortschaften und auf Autobahnen tagsüber unabhängig von den Witterungsbedingungen das Abblend- oder ein Tagfahrlicht vorgeschrieben ist. Die Winterreifen- und Schneekettenpflicht ist in Italien regional geregelt. Es ist allerdings landesweit verboten, in dem Zeitraum zwischen dem 16. Mai und dem 14. Oktober Winterreifen mit einer M+S-Kennzeichnung und erhöhtem Geschwindigkeitsindex zu benutzen. Außerdem muss im Fahrzeug stets eine gelbe Warnweste mitgeführt werden.

Alternativen zum Auto

Da gerade in den historischen Bezirken vieler italienischer Städte der Verkehr sehr dicht ist und die Parkplatzsuche sehr nervenaufreibend sein kann, ist es sinnvoll, bei einem Aufenthalt in einer Großstadt den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. In den Innenstädten gibt es ein engmaschiges Netz von Busverbindungen, die unkompliziert und preiswert zu nutzen sind. Allerdings sind die Fahrscheine meist nicht im Bus selbst, sondern in Tabakläden erhältlich. Auch die Vorort- und Regionalzüge sind sehr preisgünstig, wobei die Fahrscheine auch online gebucht oder an Automaten mit der EC-Karte bezahlt werden können. Bei Reisen zwischen größeren Städten kann ebenfalls auf das Auto verzichtet werden, da alle wichtigen Regionen durch moderne Hochgeschwindigkeitszüge miteinander verbunden sind. Zu beachten ist dabei, dass Fahrscheine, die am Automaten oder am Schalter gekauft wurden, vor der Fahrt noch am Bahnhof entwertet werden müssen. Auch für Autofahrer interessant sind die Fähren, die Sizilien, Sardinien und verschiedene kleinere Inseln mit dem italienischen Festland verbinden.

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