Sehenswürdigkeiten Lago Maggiore

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Sehenswürdigkeiten am Lago Maggiore

Dank seines milden Klimas und seiner verkehrstechnisch günstigen Lage zwischen dem Piemont, der Lombardei und der Schweiz ist der Lago Maggiore ein beliebtes Ziel für Badeurlauber und Erholungssuchende. Doch auch Naturliebhaber und historisch Interessierte finden rund um den oberitalienischen See zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnenswert machen.

Der lang gezogene Lago Maggiore, dessen Nordende zur Schweiz gehört, ist nach dem Gardasee der zweitgrößte See Italiens. Da das Gewässer sehr geschützt in einem eiszeitlichen Gletschertal liegt, das im Norden von hohen Alpengipfeln begrenzt wird und sich nach Süden hin zur Poebene öffnet, konnte sich hier ein einzigartiges subtropisches Lokalklima herausbilden, das die Menschen bereits in vorgeschichtlichen Zeiten zu schätzen wussten. Rund um das zerklüftete Ufer des Lago Maggiore reihen sich zahlreiche größere und kleinere Ortschaften auf, deren historische Gebäude von der bewegten Geschichte der Region zeugen. Außerdem laden mehrere Inseln zu einem Kurzausflug mit dem Schiff ein.

Blick auf die Isola Bella, Lago Maggiore, Italien

Zwischen Palmen und Burgen

An der Südspitze des Lago Maggiore befindet sich die terrassenförmig angelegte Stadt Arona, die bereits von den Römern gegründet wurde und von dem Park auf dem Gelände der früheren Burg aus einen wunderbaren Ausblick über den unteren Teil des Sees bietet. Nicht weit von der Stadt entfernt steht die im 17. Jahrhundert errichtete Bronzestatue des Heiligen Karl Borromäus. Mit einer Gesamthöhe von 35 Metern ist sie die zweitgrößte Kolossalstatue der Welt, die von innen begehbar ist. Der Adelsfamilie Borromeo, der der Lokalheilige entstammte, verdanken auch die Borromäischen Inseln vor dem Kurort Stresa ihren Namen. Besonders sehenswert ist die Isola Madre, die größte der Inseln, dank ihres im englischen Stil gehaltenen Parks und des Palastes, der heute ein Museum beherbergt. Auf der Isola Bella, der „schönen Insel“, erwartet die Besucher dagegen neben dem prächtigen Palazzo Borromeo und geheimnisvollen Grotten eine Gartenanlage mit zahlreichen exotischen Pflanzen, die sich an antiken Vorbildern orientiert. Auch an der gesamten Westseite des Lago Maggiore gedeihen Palmen, Zitrusbäume und andere Pflanzen, die eigentlich aus südlicheren Gefilden stammen. Sie umrahmen das Städtchen Cannobio, dessen mittelalterlicher Ortskern mit seinen verwinkelten Gässchen für den Autoverkehr gesperrt ist. In dem botanischen Garten in Verbania finden Naturfreunde sogar Pflanzen aus anderen Teilen der Welt, die den Park in ein üppiges Blütenmeer verwandeln. Am nördlichen Ende des Lago Maggiore liegt das frühere Fischerdorf Ascona, das sich zunächst als Treffpunkt von Schriftstellern, Exilpolitikern und Lebenskünstlern einen Namen machte und heute für seine Kulturfestivals bekannt ist. Ascona befindet sich wie der Nachbarort Locarno auf dem Gebiet des schweizerischen Kantons Tessin. Auch Locarno ist vor allem durch sein Filmfestival über die Grenzen hinaus berühmt. Am sehenswertesten ist in der seit der Zeit der Kelten bestehenden Stadt die hervorragend erhaltene Burg der Mailänder Herrscherfamilie Visconti. Bei einem Abstecher an das Ostufer des Sees ist ein Besuch des Klosters Santa Catarina del Sasso ein absolutes Muss. Die im 14. Jahrhundert erbaute Anlage, die nur zu Fuß zu erreichen ist, schmiegt sich in luftiger Höhe in eine Felswand und bietet einen unvergleichlichen Blick über die umliegende Landschaft. Das bezaubernde Städtchen Luino, das ebenfalls am Ostufer des Lago Maggiore liegt, zieht mit seinem Wochenmarkt jeden Mittwoch unzählige Besucher aus Norditalien und der Schweiz an. Zwischen den Ständen, die neben Lebensmitteln auch Schuhe, Lederwaren und Kleider anbieten, können Besucher das quirlige Marktleben genießen. Etwas kleinere Märkte sind auch in Cannobio, Verbania, Arona und anderen Orten rund um den Lago Maggiore zu finden. Das leibliche Wohl kommt in der norditalienischen Region ebenfalls nicht zu kurz, da hier hervorragender Wein produziert wird und in den Restaurants zahlreiche regionale Spezialitäten serviert werden. Mit Polenta und Risotto gestärkt können Wanderfreunde einen Abstecher zum Toce-Wasserfall oder in den Nationalpark Val Grande machen.