Einreisebestimmungen Spanien

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Einreisebestimmungen für Spanien

Das südeuropäische Land ist ein EU-Mitgliedstaat und ermöglicht daher allen EU-Bürgern eine vereinfachte Einreise. Besonderheiten sind jedoch für die Kanarischen Inseln zu beachten.

Für deutsche Urlauber genügt ein Personalausweis oder ein Reisepass, um das Land betreten zu dürfen. Beides darf höchstens seit einem Jahr abgelaufen sein. Kinder benötigen einen eigenen Kinderreisepass. Wenn sie alleine unterwegs sind, sollten sie außerdem eine beglaubigte Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten bei sich haben. Neben Flugzeug und Schiff wird von manchen Urlaubern auch gerne das Auto zur Einreise genutzt. Um in Spanien weiterfahren zu dürfen, genügt der deutsche Führerschein. Vor Ort wird für die Nutzung von Autobahnen eine Maut-Gebühr erhoben. Wer nicht immer beim dortigen Personal oder am Automaten halten möchte, dem empfiehlt sich vor Einreise die Registrierung bei „Via T“. Das elektronische System zieht die Gebühren automatisch anhand eines Sensors an der Windschutzscheibe ein und ermöglicht so eine flüssige Durchfahrt. Zudem ist das Mitführen von zwei Warndreiecken Pflicht. In Spanien kann bequem in der gewohnten Währung bezahlt werden, denn seit 2002 ist der Euro Landeswährung. Das Umtauschen von Bargeld vor oder während des Urlaubs entfällt somit. Geld abheben ist in allen größeren Orten an zahlreichen Automaten möglich und auch Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert. Bargeld sollte bei der Einreise möglichst nicht in großen Mengen mitgeführt werden, da das Risiko eines Taschendiebstahls relativ hoch ist. In den touristisch geprägten Gebieten kann man sich sehr gut auf Englisch verständigen, teilweise wird auch Deutsch gesprochen. Vor allem bei einem Urlaub auf Mallorca braucht man sich vorab keine Sprachkenntnisse anzueignen. Auf der beliebtesten Ferieninsel der Deutschen trifft man immer jemanden, der gut bis sehr gut Deutsch spricht. Gesundheitliche Bedenken gibt es für Spanien kaum. Der in Deutschland übliche Impfschutz deckt auch alle Risiken in Spanien ab. Je nach Art der Reise kann aber eventuell eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfehlenswert sein. Da Spanien äußerst sonnenverwöhnt ist, sollte ausreichend Sonnenschutz im Gepäck sein. Auch ein Mückenschutz wird gute Dienste leisten.

Zoll- und Einfuhrbestimmungen

Wer vor Ort nicht auf gewohnte Lebens- oder Genussmittel verzichten will, sollte sich vorab über die gültigen Einfuhrbestimmungen informieren. Allgemein gilt, dass Mengen zollfrei eingeführt werden dürfen, die dem eigenen Gebrauch zugeordnet werden können. Die Höchstmengen hierfür betragen beispielsweise 800 Zigaretten oder 10 Liter Spirituosen. Für Geldmittel gilt wie in allen EU-Ländern eine Grenze von 10.000 Euro zur Deklaration. Wird mehr als dieser Betrag mitgeführt, muss er auf Nachfrage angegeben werden. Zudem wird verlangt, dass Herkunft und Verwendungszweck des eingeführten Geldbetrages angegeben werden. Eine vorherige Anmeldung ist allerdings nicht nötig. Haustiere dürfen mitgebracht werden, wenn sie einen gültigen EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung besitzen und gechipt sind. Wer nach Ceuta oder Melilla reisen möchte, sollte beachten, dass die beiden Orte auf dem afrikanischen Kontinent liegen, daher nicht zum Zollgebiet der EU gehören und abweichende Einfuhrbestimmungen haben.

Besonderheiten für eine Einreise auf die Kanaren

Die kanarischen Inseln gehören politisch zu Spanien, liegen jedoch weiter südlich im Atlantik vor der nordafrikanischen Küste. Die meisten Einreisebedingungen sind mit denen für das spanische Festland identisch, jedoch gibt es für die Kanaren auch ein paar Besonderheiten. Da die Inseln nicht zum Steuergebiet der EU gehören, gelten hier eigene Zollbestimmungen. Diese wirken sich aber nicht auf die Einreise aus. Lediglich für die Ausreise sollten man sich bereits vor dem Urlaub über die Grenzwerte zur Ausfuhr informieren. Geldbeträge sind auf den Kanaren bereits ab etwa 6.000 Euro deklarationspflichtig. Außerdem besteht zu den Kanaren ein Zeitunterschied. Reisende aus Deutschland müssen ihre Uhren nach der Einreise um eine Stunde zurückstellen.

Währung in Spanien

Auch wenn seit der Einführung des Euros für eine Reise nach Spanien kein Geldwechsel mehr nötig ist, gibt es doch einige Unterschiede in den Zahlungsgewohnheiten. Wer über die Gepflogenheiten im Urlaubsland Bescheid weiß, muss sich weniger Sorgen um den angemessenen Umgang mit Geld machen und hat mehr Zeit zur Erholung.

Auch wenn die Währung die gleiche ist, so hat doch jedes Land der Währungsunion bei den Münzen einen gewissen Gestaltungsfreiraum. Während die Banknoten überall exakt gleich gestaltet sind, ist dies bei den Münzen nur für die Vorderseite der Fall. Die Rückseite kann jedes Land selbst gestalten. Dementsprechend ist die rückseitige Prägung der meisten Münzen, die man in Spanien als Wechselgeld erhält, eine andere als die in Deutschland. Auf der 1-, 2- und 5-Cent-Münze ist die Kathedrale von Santiago de Compostela zu sehen, die das Ziel des Jakobswegs ist. Die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen ziert das Antlitz von Miguel de Cervantes. Der Schriftsteller verfasste unter anderem „Don Quijote“ und ist der spanische Nationaldichter schlechthin. Auf der Rückseite der 1- und 2-Euro-Münzen ist König Juan Carlos I. zu sehen, der zur Einführung des Euros amtierender König Spaniens war. Seit 2015 prangt auf der Rückseite der 1- und 2-Euro-Münzen das Porträt seines Nachfolgers König Felipe VI. Die anderen Münzen behalten jedoch ihre Gültigkeit.

Geld abheben und bezahlen in Spanien

Geld abheben funktioniert in Spanien nach dem gleichen Prinzip wie in Deutschland. Geldautomaten findet man gewöhnlich bei Banken, in großen Einkaufscentern, an Bahnhöfen oder am Flughafen. Dort kann man in der Regel problemlos mit seiner EC- oder Kreditkarte Geld abheben. Meist fallen dafür Gebühren an, die man vor Antritt der Reise bei der Bank, welche die Karte ausgegeben hat, erfragen kann. Viele Banken berechnen Gebühren pro Abhebung, andere verrechnen einen gewissen Prozentsatz des Abhebungsbetrages. Je nachdem, auf welche Art und Weise die Gebühren erhoben werden, ist es lohnender, wenige große Beträge abzuheben anstatt mehrmals kleine.
Auch als Zahlungsmittel sind sowohl die EC-Karte als auch VISA und Mastercard weit verbreitet. Vor allem in großen Städten und Touristenzentren wird die bargeldlose Zahlungsweise fast überall akzeptiert. In kleineren Läden und auf lokalen Märkten sollte man allerdings stets genug Bargeld bei sich haben. Dort sollte man außerdem darauf achten, genug Kleingeld zur Verfügung zu haben, da große Scheine nicht immer gewechselt werden können.

Tipps zum Bezahlen in Spanien

Prinzipiell muss man Kellnern, Zimmermädchen oder Taxifahrern in Spanien kein Trinkgeld geben, da im Preis eine Servicegebühr enthalten ist. Ein kleiner Obolus von etwa 5 % des Gesamtbetrags wird jedoch gerne angenommen. Wenn man mit dem Service wirklich sehr zufrieden war, kann man auch etwas mehr geben.
Insgesamt hängen die Preise in Spanien stark von der Saison und dem Ort ab. Gerade an belebten Touristenstraßen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten sind Souvenirs und Restaurants oft sehr viel teurer als ein paar Ecken weiter in einer ruhigen Seitenstraße. Das Preisniveau ist dem Deutschlands sehr ähnlich, sodass man sich recht gut auf seine Intuition verlassen kann. Wenn einem etwas als zu teuer erscheint, lohnt es sich oft, noch einmal woanders nachzusehen, um ein besseres Angebot zu bekommen.
Aufpassen muss man mit der spanischen Mehrwertsteuer. Diese ist in den Preisen auf Speisekarten häufig nicht einberechnet. Dann steht irgendwo der Vermerk „IVA no incluido“. In Restaurants und Hotels beträgt die Mehrwertsteuer im Jahr 2018 sieben Prozent, die zusätzlich auf den angegebenen Preis angerechnet werden. Für sonstige Waren und Dienstleistungen liegt sie 2018 bei 16 Prozent.