Einreisebestimmungen Türkei

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Einreisebestimmungen in der Türkei

Die Türkei bietet für Urlauber beste Voraussetzungen, um einen entspannten Badeurlaub und ausgedehnte Sightseeingtouren zu erleben. Relativ einfach gestaltet sind die Bestimmungen für die Einreise, jedoch bei den Freimengen an Bargeld und Waren, die mitgeführt werden dürfen, sollte man Acht geben.

Wichtige Zollvorschriften und andere Bestimmungen

Bei der Einfuhr von Devisen in die Türkei gibt es keine Begrenzungen. Zu beachten ist jedoch, dass die Ausfuhr von Devisen auf 5000,00 US-Dollar oder dem entsprechenden Gegenwert in Türkischer Lira begrenzt ist. Tauscht man in der Türkei Geld um, sollte die Quittung für den Wechsel auf jeden Fall aufbewahrt werden. Diese muss beim Rückumtausch in Fremdwährung bei der Ausreise vorgelegt werden. Schmuck darf bis zu einem Gegenwert von 15.000,00 US-Dollar in die Türkei ein- und ausgeführt werden. Höhere Werte müssen bei der Einreise angegeben werden. Wer Schmuck in der Türkei kauft, sollte dies bei der Ausreise mit entsprechenden Belegen nachweisen können. Zollfrei eingeführt werden dürfen folgende Waren: Gegenstände, des persönlichen Bedarfs, Medikamente, 600 ml Parfüm, 1 kg Kaffee, 1 kg Tee, 1 kg Schokolade und Geschenke bis zu einem Wert von 300,00 Euro. Personen über 18 Jahren dürfen zusätzlich mitführen: 600 Zigaretten, 1 Liter Getränke mit einem Alkoholanteil höher 22% und 1 Liter Getränke mit einem Alkoholgehalt bis zu 22%.
Eine besondere Genehmigung wird für die Einfuhr von Waffen (dazu zählen auch Messer) benötigt.
Für Personen, die aus Deutschland in die Türkei einreisen, gibt es keine Vorschriften zu Pflichtimpfungen. Die Standardimpfungen sollten jedoch überprüft und aufgefrischt werden. Empfohlen sind zusätzlich die Reiseimpfungen gegen Hepatitis A, Hepatits B und Tollwut.
Sein Haustier sollte man nicht mit in den Urlaub in die Türkei nehmen. Die Einreisebestimmungen für Tiere in das Land sind zwar relativ einfach gehalten, jedoch kann die Ausreise nach Deutschland bis zu drei Monate in Anspruch nehmen. Hier ist die Wiedereinreise erschwert, da die Türkei nicht der Europäischen Union angehört.

Visum für die Türkei

Die im vorderasiatischen Anatolien liegende Türkei erfreut sich jedes Jahr an einer Vielzahl von Urlaubern, welche einen Badeurlaub hier machen möchte. Für die Einreise in die Türkei gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten, sodass man sich am besten schon vor der Reise hinsichtlich der Regelungen erkundigt.

Vorteile bei der Einreise als Deutscher Staatsangehöriger

Als Deutscher Staatsbürger hat man den Vorteil, dass die Einreise in die Türkei sehr einfach von Statten geht. Es reicht aus, wenn man entweder einen Reisepass, Personalausweis oder vorläufigen Reisepass vorlegen kann. Es ist nur darauf zu achten, dass die Ausweisdokumente bis nach der Urlaubsreise noch gültig sind. Sowohl als Staatsangehöriger Deutschlands als auch der Schweiz hat man den Vorteil, dass man sich innerhalb eines Halbjahres bis zu 90 Tage ohne Visum in der Türkei aufhalten darf. Sollte man sich mehrmals für eine kurze Zeit in der Türkei aufhalten, wird darauf hingewiesen, dass diese Aufenthaltszeiten zusammengerechnet werden. Als Österreicher muss man zusätzlich ein Online-Visum beantragen oder am Ankunftsflughafen ein Visum erwerben. Des Weiteren darf man als Österreicher nur mit einem gültigen Reisepass in die Türkei einreisen.

Sollte man vergessen haben, dass das Ausweisdokument abgelaufen ist, kann es sein, dass es am Ankunftsflughafen zu Schwierigkeiten hinsichtlich der Einreise kommt. Es empfiehlt sich deshalb, immer vor Reiseantritt genauestens zu prüfen, ob die Ausweisdokumente noch gültig sind.
Reisepass auf Karte mit miniatur Flugzeug
Wenn es vor Reiseantritt schon absehbar ist, dass man sich länger als 90 Tage in der Türkei aufhalten möchte, muss rechtzeitig vorher eine entsprechende Aufenthaltsgenehmigung beim türkischen Konsulat beantragt werden. Sollte erst nach Ankunft in der Türkei die Entscheidung getroffen werden, dass man sich dort länger als 90 Tage aufhalten möchte, ist dies kein Problem. Die Aufenthaltsgenehmigung kann man nämlich auch noch vor Ort beantragen. Damit der Antrag seitens der türkischen Botschaft auch angenommen wird, ist darauf zu achten, dass der Reisepass noch mindestens 90 Tage nach der geplanten Rückreise gültig ist.

Von Kindern bis 12 Jahren muss ein gesonderter Kinderreisepass, welcher mit einem Lichtbild ausgestattet ist, vorgelegt werden. Kinder türkischer Eltern, die sowohl die türkische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft aufweisen, benötigen für die Rückreise nach Deutschland einen gültigen deutschen Kinderreisepass, Kinderausweis oder Personalausweis. Es ist darauf zu achten, dass diese Dokumente vor der Abreise bei einer deutschen Behörde, die für den Wohnort zuständig ist, ausgestellt worden sind.

Da es während der gesamten Dauer des Urlaubs immer wieder zu Identitätskontrollen kommen kann, empfiehlt es sich, dass man seine Ausweisdokumente auch bei Ausflügen und einem Stadtbummel immer mitnimmt.

Sollte die Einreise per Kreuzfahrt- oder Segelschiff stattfinden, hat man auch den Vorteil, dass man von der Visapflicht befreit ist. Die Höchstaufenthaltsdauer beträgt dann allerdings 72 Stunden. Bei einem längeren Aufenthalt muss dann auch eine spezielle Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden.

Wenn der geliebte Vierbeiner, wie beispielsweise die Katze oder der Hund, mit in die Türkei einreisen soll, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Da die Türkei nicht zur EU gehört, gibt es hier auch noch spezielle Regelungen, an die man sich unbedingt halten muss. Zunächst einmal muss das Haustier über eine Mikrochip-Kennzeichnung sowie einen speziellen EU-Heimtierausweis verfügen. Die gültige Tollwut-Impfung muss auch schon mindestens 21 Tage alt sein. Kurz vor Reiseantritt ist vom Tierarzt des Vertrauens auch noch ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis über das Haustier zu erstellen. Es darf allerdings nicht älter als 10 Tage sein.

In der Türkei ist die Türkische Lira amtliches Zahlungsmittel. Wenn man keinen Stress mit dem Umtausch des Geldes vor der Reise haben möchte, kann man in der Türkei auch ganz bequem mit der Kreditkarte zahlen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass sich das Geld vor Ort noch in einer Wechselstube umtauschen zu lassen.

Impfungen für die Türkei

Seit jeher schon ist die Türkei eines der beliebtesten Reiseländer. Trotz der Nähe zu Europa ist eine Vorbereitung mittels Schutzimpfungen unerlässlich, wenn man keine bösen Überraschungen haben möchte.

Auch wenn eine Reise bis ins kleinste Detail geplant ist, kommen einem oftmals Dinge dazwischen, über die man keine Kontrolle hat. Ein kompletter Urlaub kann zu einer Tortur werden, wenn man während einer Reise krank wird. Was viele Reisende scheinbar immer noch nicht vollständig realisiert haben, ist die Tatsache, dass mittels Schutzimpfungen die meisten Infektionen und Beschwerden verhindert werden können. Indem man sich frühzeitig zum Arzt des Vertrauens begibt und die empfohlenen Impfungen des Auswärtigen Amtes und des Robert-Koch-Instituts wahrnimmt, kann man weitaus sorgenfreier in den wohlverdienten Urlaub starten. Aus vielerlei unterschiedlichen Gründen kann bei einer Reise in die Türkei die Prophylaxe durch Schutzimpfungen wichtig werden. Zum einen ist in vielen Gebieten der Hygienestandard schlechter als in europäischen Ländern, zum anderen besteht nicht überall der schnelle Zugang zu guter medizinischer Erstversorgung. Die beste Möglichkeit, um seine Reise in vollen Zügen genießen zu können, ist folglich die, dass man Infektion erst gar nicht zulässt. Es reicht, wenn man sich spätestens vier Wochen vor dem Abflug in die Türkei um seine Impfungen kümmert. Dabei geht es nicht nur um die speziellen Impfungen, die für dieses Reiseland empfohlen werden, sondern auch um die herkömmlichen Basisimpfungen, die jeder Reisende haben soll, um sich eines vollständigen Impfschutzes sicher sein zu können.

Diese Schutzimpfungen werden für eine Reise in die Türkei empfohlenen

Generell kann man für Fernreisen keine Empfehlungen aussprechen, sondern immer nur spezifisch für ein Land. Der Grund dafür ist natürlich der, dass sich Länder hinsichtlich ihrer Infrastruktur, ihres Klimas und auch bei der Flora und Fauna unterscheiden. Auch die Türkei ist mit ihrer Größe ein sehr diverses Land. Von daher muss man sich als Reisender selber die Frage stellen, welchen Risiken man während seiner Reise ausgesetzt sein wird. Bei der Einreise in die Türkei besteht grundsätzlich keine Impfpflicht, dennoch sollte man als Reisender die Basisimpfungen vorweisen können. Zur Not können diese auch noch bis zu zehn Tage vor der Abreise aufgefrischt werden. Unbedingt ergänzen sollte man die Basisimpfungen mit Impfungen gegen Hepatitis A und wahlweise auch gegen Hepatitis B. Die Impfung gegen den Erreger des Typs B kann vor allem dann entscheidend sein, wenn man sich länger in der Türkei aufhalten will und enge soziale Kontakte zu der Bevölkerung pflegt. Da in der Türkei immer wieder die Vogelgrippe grassiert, sollte man sich auch gegen diese seltene Form der Grippe schützen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Infektion gering ist, ist man mit einer Schutzimpfung auf der sicheren Seite. Eine weitere Impfung, die bei einer Reise in die Türkei auf gar keinen Fall fehlen darf, ist die gegen Tollwut. Die Tollwut wird durch Wildtiere übertragen und schon ein kleiner Kratzer oder ein leichter Biss können manchmal ausreichen, um die Krankheit zu übertragen. Obwohl man bei der Impfung bis zu vier Sitzungen über sich ergehen lassen muss, ist diese Impfung wichtig, da die Tollwut in den allermeisten Fällen mit dem Tod endet. Eine letzte Impfung, auf deren Schutz man bei einer Türkeireise setzen soll, ist die gegen Typhus. Diese Krankheit wird oftmals durch verunreinigtes Essen oder kontaminiertes Wasser übertragen. Die Krankheit mag vielleicht in vielen Fällen glimpflich verlaufen, ist dennoch besonders im Urlaub nicht zu unterschätzen.

Sicherheit in der Türkei

Die Türkei ist seit dem Putschversuch 2016 und den daraus resultierenden Notstandsgesetzen und Unruhen vermehrt in negative Schlagzeilen gekommen. Wie sicher ist nun weiterhin eine Urlaubsreise in das Land?

Aufgrund des verhängten Notstandes können jederzeit Ausgangssperren angesetzt sowie Durchsuchungen und Personenkontrollen vorgenommen werden. Festnahmen geschehen teilweise willkürlich oder bei geringsten Verdachtsmomenten, daher hat sich deren Zahl auch deutlich erhöht. Inhaftierten Personen kann in den ersten 24 Stunden jeder Kontakt nach außen verboten werden, zusätzlich kann bei strafrechtlichen Ermittlungsverfahren ein Ausreiseverbot verhängt werden. Vor allem kritische Äußerungen gegen den türkischen Staat und Politiker sowie Sympathiebekundungen für von der Türkei verfolgte Gruppen werden streng geahndet. Eine Folge dessen sind vermehrt Unruhen und terroristische Anschläge, vor allem in den großen Metropolen Istanbul und Ankara. Unter anderem verüben die PKK sowie der IS diverse Anschläge, die auch bewusst gegen Touristen gerichtet sein können. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Urlaubsparadiese entlang der türkischen Riviera und Ägäis von diesen Terrorakten bisher ausgenommen wurden. Dort herrschen, wie mittlerweile überall im Land, hohe Sicherheitsvorkehrungen. Trotz alledem rät das auswärtige Amt davor, Menschenansammlungen, insbesondere Demonstrationen, zu meiden.
Blick in den Basar in Istanbul, Türkei
Ebenfalls wird empfohlen, bestimmte Landesteile vor allem im Osten und im Grenzgebiet zu Syrien zu meiden. Darunter fallen die Städte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell die Provinzen Mardin, Şırnak und Hakkâri. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, Şanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muş, Tunceli, Şırnak, Hakkâri und Van wird zur besonderen Vorsicht gemahnt. Reisen in diese Gegenden sollten nur mit zwingenden Gründen durchgeführt werden. Dort werden auch immer wieder zeitweilige Sicherheitszonen eingerichtet, deren Betreten streng verboten ist. Dies ist jedoch nicht immer in allen Fällen leicht zu erkennen und kann daher auch schnell zu bösen Überraschungen führen. In diesen Sperrzonen herrscht auch ein striktes Fotografier- und Filmverbot, was generell für alle Grenzanlagen der Türkei gilt. Im Zweifelsfall sollte man auf Fotoaufnahmen verzichten. Ist man dennoch gezwungen, in Gebiete, die in einer Sperrzone liegen, zu reisen, sollte man im Vorfeld das zuständige türkische Generalkonsulat oder die türkische Botschaft in Berlin kontaktieren.

Kriminalität

Allgemein ist die Türkei kein Land mit einer größeren Kriminalität. Gewaltverbrechen sind eher selten. Häufiger sind die klassischen Taschendiebstähle, vor allem in Istanbul, Izmir oder Antalya. Größtenteils finden diese auf Basaren statt, oft in Verbindung mit Ablenkung durch bettelnde Kinder. Deswegen sollte man nie eine größere Menge Bargeld mit sich führen und von den Personaldokumenten stets eine Kopie anfertigen, die man im Hotelsafe deponiert. Das Benutzen der heimischen Geldautomaten ist in fast allen Fällen risikolos.

Taxifahrten sind in der Türkei relativ sicher. Teilweise kann es jedoch dazu kommen, dass über den genauen Preis nochmals verhandelt werden muss. Wer selbst mit dem Auto in der Türkei fährt, wird ein gut ausgebautes Straßennetz vorfinden. Dennoch ist die Fahrt in den Großstädten, insbesondere Istanbul, nicht ungefährlich, da der Verkehr sehr dicht ist und Verkehrsregeln oft nicht eingehalten werden.
Das auswärtige Amt rät des Weiteren vor einer Bahnreise auf der Strecke zwischen Istanbul und Ankara ab, da Abschnitte noch nicht vollkommen fertig gestellt wurden, die Bahnstrecke jedoch schon freigegeben wurde.

Grundsätzlich ist die Türkei ein gastfreundliches Land, das die Touristen herzlich empfängt und sich sehr um deren Sicherheit bemüht. In den touristischen Hotspots ist die Sicherheitslage ähnlich vergleichbar wie im Rest Europas. Auch von der politischen Lage ist in den Ferienressorts wenig zu spüren. Dennoch ist abschließend eine gewisse Aufmerksamkeit ratsam, um einen sicheren und freudvollen Aufenthalt in der Türkei erleben zu können.

Die Währung in der Türkei

Die türkische Lira, die unter dem internationalen Kürzel TYE geführt wird, ist die Währung der Republik Türkei. Sie wird von der Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası, der türkischen Zentralbank, ausgegeben, die ihren Hauptsitz in Ankara hat.
Türkische Lire, Münzen und Scheine
Eine türkische Lira (TL) ist in 100 Kuruş (YK) unterteilt. Es werden Münzen mit den Nennwerten von 1 TL sowie 1, 5, 10, 25 und 50 Kuruş geprägt. Auf ihrer Vorderseite wird ihr Wert angezeigt, auf der Rückseite ist der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk abgebildet. Geldscheine gibt es im Wert von 1, 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Lira, auf deren Vorderseite ebenfalls der Nationalheld Atatürk prangt, allerdings in verschiedenen Altersstufen. Auf der Rückseite der Banknoten sind weitere berühmte Staatsmänner sowie nationale Wahrzeichen aus Natur und Kultur zu sehen. Obwohl die türkische Lira immer wieder mit der Inflation zu kämpfen hatte, sank sie im Mai 2018 auf ein Rekordtief, als ein Euro einem Wert von über 5 Lira entsprach. Dieser schwache Wechselkurs ist für Touristen extrem vorteilhaft, denn so bekommen Urlauber aus der EU in der Türkei wesentlich mehr für ihr Geld.

Eine neue alte Währung

Die türkische Lira wurde am Neujahrstag 2005 unter dem Namen „neue türkische Lira“ eingeführt und ersetzte die alte türkische Lira. Grund dafür war die Inflation. Denn auch wenn die Währungsumstellung auf dem internationalen Markt keine Auswirkungen hatte, erlaubte sie den Einheimischen eine einfachere Handhabung mit dem Zahlungsmittel, denn 1 neue türkische Lira entsprach damals 1 Million alter Lira. Abgesehen davon, dass Geld bei kleinen Alltagskäufen nicht mehr Bündelweise den Besitzer wechselte, hatte das neue Zahlungsmittel auch einen weiteren Vorteil: die neuen Geldscheine waren um ein Vielfaches fälschungssicherer. Ein Jahr lang konnten die Türken beide Währungen parallel verwenden, danach war nur noch die neue gültig. Eine weitere Änderung erfolgte mit Anfang des Jahres 2009: der Name des türkischen Geldes wurde gekürzt und aus der neuen türkischen Lira wurde wieder auf die alte Bezeichnung türkische Lira zurückgegriffen. Diese Namensänderung hatte wiederum zur Folge, dass neues Bargeld hergestellt werden musste, das dem neuen alten Namen entsprach. Seit 2010 sind Münzen und Banknoten, die den Namen neue türkische Lira tragen, wertlos. Wer dennoch auf einen solchen Geldschein stößt, kann diesen bis zum 31.12. 2019 in den Filialen der türkischen Zentralbank eintauschen. Münzen können jedoch nicht mehr eingetauscht werden und dienen lediglich als Souvenir.

Wie man ans Geld kommt

Die türkische Lira ist eine frei konvertible Währung. Das bedeutet, dass sie nach Belieben importiert oder exportiert werden darf. Wer die Reise nicht mit leeren Händen antreten will, kann also schon im Voraus bei Bankinstituten Geld wechseln. Die einfachste Art, an die Lira zu kommen, ist allerdings, gleich nach der Ankunft Geld bei einem der Geldautomaten am Flughafen abzuheben. Bankomaten sind im ganzen Land weit verbreitet und akzeptieren die gängigen Kreditkarten wie Visa und MasterCard, aber auch EC-Karten. In vielen Hotels, Restaurants und Geschäften ist es außerdem möglich, seine Rechnung bargeldlos mit der Kreditkarte zu bezahlen. Wer am Ende des Urlaubs noch Lira übrig hat, kann diese natürlich mit nach Hause nehmen. Bei größeren Summen wird davon aber abgeraten, da durch die steigende Inflation mit einem Wertverlust zu rechnen ist. Findet man daheim angekommen dennoch Münzen und Banknoten im Gepäck, kann man das zum Anlass nehmen, um im nächsten Jahr an einem neuen Urlaubsziel davon Gebrauch zu machen. Denn die türkische Lira ist nicht nur die Währung der Türkei, sondern auch die der Türkischen Republik Nordzypern.

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