Einreisebestimmungen Ungarn

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Einreisebestimmungen für Ungarn

Da Ungarn ein Mitglied der Europäischen Union ist und damit das Schengen Abkommen unterzeichnet hat, ist die Einreise für alle EU-Bürger, also auch für deutsche Staatsangehörige, sehr einfach.

Für die Einreise wird lediglich ein Reisepass, ein vorläufiger Reisepass, ein Personalausweis oder ein vorläufiger Personalausweis benötigt. Kinder benötigen einen Kinderausweis oder Kinderreisepass. Die Dokumente müssen für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein. Bei einem Aufenthalt, der länger als 90 Tage dauern soll, müssen sich Reisende ihr Aufenthaltsrecht innerhalb von 15 Tagen nach der Einreise bei einer Polizeidienststelle genehmigen lassen. Wer seinen Hund mit in den Urlaub nehmen möchte, benötigt für diesen einen Heimtierausweis, mit dem nachgewiesen werden kann, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Da einige der Nachbarländer von Ungarn nicht zum Schengener Raum gehören, kann es an den Grenzen zu Kroatien, der Ukraine und Serbien zu erheblichen Wartezeiten an den Grenzstationen der größeren Autobahnen kommen. Wer jedoch weniger frequentierte Nebenrouten wählt, kommt oft zügig voran. Mit längeren Wartezeiten ist auch bei der Ausreise von Ungarn nach Österreich zu rechnen. Das Land hat die Grenzkontrollen aufgrund der Flüchtlingskrise stark verstärkt.

Für die Einreise nach Ungarn gelten Höchstmengen für Zigaretten, Tabak und alkoholische Getränke, die zollfrei eingeführt werden. Auf dem Landweg sind diese Mitnahmegrenzen geringer als bei der Einreise mit dem Flugzeug. Generell sollten Reisende jedoch keine größeren Mengen dieser Produkte mit sich führen, um Unklarheiten und Konflikte zu vermeiden. Auf dem Luft- oder Seeweg darf der Wert eingeführter Waren 430 € nicht übersteigen, bei der Einreise mit Bahn oder Auto liegt die Grenze bei 300 €. Die Einfuhr tierischer Produkte, die nicht in Dosen eingeschlossen konserviert sind, ist verboten.

Sicher unterwegs in Ungarn

Aufgrund der guten Erreichbarkeit und praktischen Flexibilität vor Ort reisen viele Deutsche mit dem Auto nach Ungarn. Der EU-Führerschein ist hierbei als Nachweis über die Fahrkenntnisse völlig ausreichend. Beachten sollten Autofahrer, dass zu schnelles Fahren und das Missachten von Verkehrsregeln in Ungarn sehr hart geahndet werden. Außerhalb von Ortschaften muss auch tagsüber immer das Abblendlicht eingeschaltet sein. Außerdem gilt die Null-Promille-Grenze. Für die Benutzung von Autobahnen sowie einiger weiterer Straßen wird in Ungarn eine Maut erhoben - wer mit dem Auto reist, benötigt eine elektronische Vignette, die an fast jeder Tankstelle erworben werden kann. Beim Kauf erhält man zwar einen Beleg, den man auch auf jeden Fall aufbewahren sollte, die eigentliche Erfassung erfolgt aber über das Kfz-Kennzeichen. Die Vignette kann wahlweise für eine Woche, einen Monat oder ein Jahr erworben werden. Wer mit dem eigenen Auto durch Ungarn reist, sollte, vor allem, wenn es sich um ein neues, teures Modell handelt, vor Autodieben auf der Hut sein. Es wird geraten, das Fahrzeug nur auf bewachten Parkplätzen abzustellen und keine Wertgegenstände oder Fahrzeugpapiere im Auto zu lassen. Beim Besuch beliebter touristischer Attraktionen sollte man gut auf seine Taschen und Geldbörsen achten, denn dort sind häufig Taschendiebe unterwegs.

Die Landeswährung ist der Forint, abgekürzt mit Ft. Er ist in Banknoten im Wert von 20.000, 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 sowie Münzen mit den Werten 200, 100, 50, 20, 10 und 5 Ft erhältlich. Als EU-Mitglied strebt Ungarn die Euroeinführung ein, diese wird jedoch voraussichtlich frühestens 2020 erfolgen. Übliche Kreditkarten werden fast überall als Zahlungsmittel akzeptiert und man kann mit ihnen auf den zahlreichen Postämtern im Land Bargeld in der Landeswährung abheben. Das Wechseln von Euro zu Forint ist ebenfalls in offiziellen Wechselstuben möglich. Vom Geldtausch auf der Straße oder in nicht zertifizierten Lokalitäten wird dagegen abgeraten.

Die Währung Ungarns

Der ungarische Forint ist eine Währung mit langer Tradition. Die Geschichte dieser Währung ist eng mit dem ungarischen Staat verbunden und erzählt auch heute noch eine spannende Historie.

Jedes Mal, wenn man vor einer Reise seine Heimwährung tauschen muss, ist man einer Phase der Gewöhnung unterworfen. Bei Währungen, die annähernd gleich sind, wie zum Beispiel der Dollar und der Euro, mag diese Umstellung leicht fallen. Beim ungarischen Forint sieht das schon anders aus. Der Wechselkurs des Euro zum Forint hat sich so eingependelt, dass ein Euro in etwa so viel wie 320 Forint wert ist. Für Urlauber, die nach Ungarn reisen wollen, kann es sinnvoll sein, sich eine kleine Merkhilfe in den Geldbeutel zu stecken. So fällt einem das Umrechnen wesentlich leichter. Ob man sich den ungarischen Forint schon im Heimatland besorgt, in Ungarn Euro zu Forint wechseln lässt oder vor Ort Geld aus dem Automaten zieht, macht keinen großen Unterschied aus. Es macht hingegen Sinn, wenn man sich eine Kreditkarte besorgt, die kostenloses Abheben im Ausland zulässt.

Benannt ist der Forint nach einer der berühmtesten Münzen der europäischen Geschichte, dem florentinischen Florin. 1325 war es der König Karl Robert von Anjou, der den Forint in ganz Ungarn eingeführt hat. Da Ungarn während des Mittelalters der größte Goldproduzent in Europa war, war auch der Forint bis zum 17. Jahrhundert eine der stärksten Währungen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, während der kaiserlichen Regentschaft der Habsburger, kam es zu einer Hyperinflation, in deren Folge der Forint vorübergehend abgeschafft wurde. Seit dem Jahr 1946 ist der Forint wieder die offizielle Währung, die bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion ziemlich stabil war. Als sich Ungarn nach der Öffnung der Grenzen auf dem freien Markt behaupten musste, stiegen die Inflationsraten kontinuierlich an. Erst im Jahr 2001 wurde der Forint wieder für voll konvertierbar erklärt und das Vertrauen in die Währung stieg.

Der Forint - typisch ungarisch und voller Geschichte

Ausgegeben wird der Forint von der Magyar Nemzeti Bank. Ein Forint unterteilt sich in 100 Filler. Dieser Name ist eine Anlehnung an den berühmten Heller. Ungefähr seit dem Jahrtausendwechsel hat der Filler keine Bedeutung mehr und existiert nur noch im Rechnungswesen. Münzen werden in den Werten 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Forint ausgegeben. Im Jahr 2008 wurden die bis dahin gebräuchlichen 1- und 2-Forint-Münzen eingezogen, da man wegen des geringen Werts keine Verwendung mehr dafür fand. Seitdem werden die Preise auf den nächsten durch fünf teilbaren Betrag auf- oder abgerundet. Zu sehen sind auf den Münzen entweder das Staatswappen, heimische Vögel oder die weltberühmte Kettenbrücke. Auch die Scheine des Forints können sich sehen lassen. In ihrer aktuellen Ausführung, die seit 1997 im Umlauf ist, zeigen sie berühmte Persönlichkeiten aus der langen ungarischen Geschichte, so zum Beispiel den König Matthias Corvinus auf der 1000 Forint Note. Scheine gibt es in den Werten 500, 1000, 2000, 5000, 10000 und 20000 Forint. Der 200-Forint-Schein war bis zum Jahr 2010 im Umlauf, bevor er von der 200-Forint-Münze ersetzt worden ist. Das angestrebte Ziel der Europäischen Union und des ungarischen Staates ist, dass der Euro bis zum Jahr 2020 den Forint ersetzt. Dafür muss aber Ungarn den von der EU vorgegebenen Wechselkursmechanismus erfüllen. Erst wenn das Land so stabil ist, darf es auf den Euro als Währung umsteigen. Obwohl die Wirtschaft Ungarns sehr stabil zu sein scheint, ist die Einführung des Euros doch noch in die Ferne gerückt. So darf man als Tourist weiterhin mit dem altbekannten und geschätzten Forint bezahlen.