Studie: 532.557 Kleingärten in den 131 größten Städten Deutschlands / Spitzenreiter ist Berlin; Leipzig, Hamburg und Dresden folgen / Fast jede zweite Parzelle in Ostdeutschland zu finden

Vielen Deutschen ist es ihr liebstes Kind: der eigene Kleingarten. Besonders für Städter oder jene, die in den Sommerferien daheimgeblieben sind, ist der Schrebergarten ein kleines Erholungsgebiet. Doch wie viele Parzellen und Kleingartenvereine gibt es eigentlich in den 131 größten deutschen Städten Deutschlands? Dem ist das Reisebuchungsportal ab-in-den-urlaub.de (3,74 Mio. Nutzer im Monat)* in einer umfangreichen Studie nachgegangen. Das beeindruckende Ergebnis: Rund 532.557 Parzellen in 5.871 Vereinen stehen den Städtern zum Kurzurlaub vor der eigenen Haustür zur Verfügung. Schätzungsweise nehmen die Kleingärten in Deutschland eine Fläche von 300 Quadratkilometern ein. Nach Hochrechnungen gibt es rund 1,5 Millionen Parzellen in der Republik.

Geahnt haben es die Gartenfreunde schon immer – die Studie belegt jetzt: Die deutsche Gartenzwerge-Hochburg ist Berlin! Mit 67.961 Parzellen und 808 Kleingarten-Vereinen ist die Bundeshauptstadt auch die Hauptstadt der Kleingärtner: In keiner anderen deutschen Stadt gibt es mehr Parzellen oder mehr Kleingarten-Vereine. Platz 2 bei der Anzahl an Parzellen belegt Leipzig mit 40.000 Gärten (aufgeteilt in 290 Vereine), gefolgt von Hamburg (33.000 Parzellen in 312 Vereinen) und Dresden mit 23.400 Parzellen. Gemessen an der Anzahl an Vereinen im Stadtgebiet liegt die sächsische Landeshauptstadt mit 366 sogar auf Platz zwei hinter Berlin.

Berlin, Hamburg und Köln zählen zu den größten deutschen Städten (alle mit mehr als eine Million Einwohnern) und haben jeweils mehr als 10.000 Kleingärten. Die vierte deutsche Millionenstadt ist München; in der bayerischen Landeshauptstadt gibt es mit 8.686 Parzellen allerdings weniger Gärten als beispielsweise in den deutlich kleineren Städten Chemnitz (15.100 Gärten), Halle an der Saale (11.847) oder Kiel (11.500). Insgesamt haben 13 deutsche Städte mehr als 10.000 Parzellen – hinter den Spitzenreitern Berlin, Leipzig, Hamburg und Dresden folgen Hannover (19.000), Frankfurt am Main (16.000), Magdeburg (16.000), Rostock (15.559), Chemnitz, Bremen (13.900) und Köln (13.000). Bitte die Deutschlandkarte und die Tabellen im Anhang beachten

Viele Parzellen und Vereine in ostdeutschen Städten / Große Vereine im Norden und Süden

Von den untersuchten Städten liegen zwar nur 24 (inklusive Berlin) in Ostdeutschland, doch betreuen diese Vereine allein 259.159 Gärten – fast jede zweite Parzelle liegt also in den neuen Bundesländern. Insgesamt gibt es allen untersuchten Städten 5.871 Kleingartenvereine. Besonders viele pro Stadt sind hier ebenfalls vor allem in Ostdeutschland zu finden: Neben Berlin und Dresden auch Leipzig (290), Magdeburg (236), Chemnitz (181), Rostock (155), Gera (141), Halle an der Saale (132), Plauen (128) und Erfurt (121).

Besonders viel zu tun haben jeweils zwei Vereine aus Nord- und Süddeutschland: In Flensburg gibt es insgesamt zwei Kleingartenvereine – jeder von ihnen kümmert sich durchschnittlich um 1.371 Parzellen. Nirgendwo sonst kommen im Durchschnitt mehr Parzellen auf einen Verein. Auch in Aschaffenburg (1.100 Gärten in einem Verein), Ulm (900 Gärten pro Verein) und Neumünster (850 Gärten pro Verein) gibt es für die Vereine viel zu tun. Hingegen geht es in Schwäbisch-Hall (durchschnittlich 32 Parzellen pro Verein), Passau (33), Eisenach (40) und Suhl (42) etwas ruhiger zu.

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Kleingarten-Wüste: Verden, Balingen, Passau und Rosenheim / Keine organisierten Kleingärten in Garmisch-Partenkirchen

35 der untersuchten 131 Städte haben weniger als 1.000 Kleingärten in ihrem Stadtgebiet. Schlusslicht ist Verden, zugleich die kleinste aller 131 Städte: Hier stehen den Gartenfreunden insgesamt nur 57
Parzellen zur Verfügung, die alle in einem Verein organisiert sind. Auch in Balingen (78 Parzellen), Passau und Rosenheim (beide 100) ist das Angebot sehr gering. In Garmisch-Partenkirchen finden sich sogar überhaupt keine organisierten Kleingärten. Alle weiteren Details zu den 131 Städten entnehmen Sie bitte der beigefügten Übersicht.

Immer mehr Familien pachten einen Kleingarten / Beste Chancen auf eine Parzelle in Neubrandenburg

Das Kleingartenwesen wird in Deutschland immer beliebter. Doch was macht die Attraktivität der Gärten aus? „Kleingärten schaffen einen hohen Freizeitwert und stellen einen Ort der Ruhe und der Erholung dar. Deshalb sind sie vor allem bei Städtern und jungen Leuten mit Kindern eine beliebte Rückzugsmöglichkeit fernab des Alltagsstresses“, weiß Hans Jelen, 51, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbands der Kleingärtner in Kiel und Sprecher der AG Kiel der Kleingärtner im Landesverband Schleswig-Holstein. Als Argumente für einen Kleingarten nennt er zudem das Erleben von Natur.

Die Nachfrage hängt unter anderem von der Lage der einzelnen Parzelle und den Kosten ab. Doch werden schon heute in vielen Vereinen Wartelisten geführt. Die Wartezeit kann dabei mitunter recht lang sein, so können in Leverkusen und Nürnberg Wartezeiten von bis zu 12 Monaten entstehen, während der Neuinteressent in Ingolstadt bis zu 24 Monate und in Fürth gar bis zu 36 Monate auf eine freie Parzelle warten kann. Oftmals können die Vereine allerdings keine detaillierten Angaben zur exakten Dauer der Wartezeit machen –  einige Gärten werden auch kurzfristig frei. Eine Bewerbung um einen Garten kann also auch schnell zum Erfolg führen.

Bezogen auf die Anzahl an Haushalten pro Parzelle in einer Stadt ist Neubrandenburg die deutsche Kleingarten-Hochburg! Auf eine Parzelle kommen hier durchschnittlich nur fünf Haushalte – in keiner anderen Stadt ist die Zahl so gering, Test-Note 1. Auch in Stralsund und Plauen (jeweils sechs Haushalte pro Parzelle) und in Görlitz, Dessau und Rostock (je sieben Haushalte) stehen die Chancen auf einen Garten ebenfalls sehr gut. Auch hier Note 1. Weitere Hochburgen für Kleingarten-Interessenten sind mit acht Haushalten pro Parzelle Zwickau, Magdeburg, Leipzig, Brandenburg an der Havel und Gera sowie Chemnitz (neun Haushalte), Eisenach (zehn), Stendal und Halle (Saale) mit je elf Haushalten. Auch Berlin bekommt mit 30 Haushalten pro Garten noch den Titel Kleingarten-Hochburg.

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Viele weitere deutsche Großstädte finden sich im Kleingarten-Mittelfeld wieder. Während in Hamburg und Essen 30 bzw. 32 Haushalte auf eine Parzelle kommen, sind es in Dortmund schon 38, in Köln 43 und in Düsseldorf 44. In München kommen sogar 87 Haushalte auf einen Kleingarten, gefolgt von Minden (88) und Heilbronn (90).

Kleingarten-Schlusslicht ist Bergisch Gladbach: 319 Haushalte konkurrieren hier um eine Parzelle – Note 6. Ebenfalls die Note 6 erhalten Tübingen (299 Haushalte pro Garten) und Rosenheim (287). Weitere Schlusslichter sind: Passau (269 Haushalte pro Parzelle) und Reutlingen (242), für beide Note 5, sowie Verden, Balingen und Bonn mit 222, 212 und 195 Haushalten. Es folgen Erlangen (180), Koblenz (147), Aalen (129), Offenburg (126), Marburg (121), Paderborn (121), Stuttgart (120), Moers (117), Pforzheim (110) und Kempten (98); auch diese Städte zählen zu den Kleingarten-Schlusslichtern. Alle Daten samt Benotung der Städte entnehmen Sie bitte der beigefügten Übersicht!

Unterhaltsames aus deutschen Gärten:

Viele Gärten werden von Gartenzwergen geschmückt. Die Zwerge gibt es in den unterschiedlichsten Größen und in verschiedenen Posen. Doch Vorsicht: Nicht alle Zwerge dürfen jederzeit im Garten aufgestellt werden. In einem Nachbarschaftsstreit positionierte einer der beiden Streithähne verschiedene „Frustzwerge“ in seinem Garten – die zeigten dem Betrachter bei herausgestreckter Zunge den erhobenen Mittelfinger oder entblößten ihr Hinterteil. Vor Gericht klagte der zweite Nachbar auf Beseitigung dieser Zwerge, durch die er sich beleidigt sah. Die Richter gaben ihm Recht. (Amtsgericht Grünstadt, Urteil vom 11.02.1994, -2a C 334/93 -)

Zur Erhebung:

In der Studie wurden die 131 größten deutschen Städte untersucht. Quelle für die Anzahl der Vereine und Parzellen in einer Stadt sind die Auskünfte der örtlichen Stadt-, Kreis-, Bezirksverbände der Kleingärtner, der Landesverbände oder, sofern kein regionaler Verband vorhanden, der einzelnen Vereine. In 18 Städten konnte der befragte Verband/Verein keine Angaben zur Anzahl der Parzellen im Stadtgebiet machen bzw. verweigerte die Auskunft oder konnte für eine Auskunft wiederholt nicht erreicht werden. In 15 dieser 18 Städte konnte zudem keine Auskunft über die Anzahl der im Stadtgebiet vorhandenen Vereine gewonnen werden. Die Daten zu Freiburg stammen von der Stadt Freiburg. Abgefragt wurde die Anzahl der Kleingarten-Vereine sowie die Anzahl der Parzellen im Stadtgebiet im Zeitraum 2011-2013. Variiert die Anzahl der Parzellen in diesen 3 Jahren, wurde der Durchschnittswert gebildet. Gezählt wurden ausschließlich organisierte Vereine und nur Kleingärten laut Bundeskleingartengesetz. Grabeland, Parzellen der Bahn-Landwirtschaft oder Parzellen, die von einer Stadt direkt an einen Interessenten verpachtet werden, sind nicht berücksichtigt. Die Benotung der Städte folgt eigenen Berechnungen und wurde für jede Stadt durch das Verhältnis der Anzahl an Haushalten zu einer Parzelle ermittelt. Alle Angaben sind ca.-Werte und ohne Gewähr.

Medienkontakt

Tina Kämpf
Pressereferentin/Press referent
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