266 Thermalbäder in Deutschland, Österreich & Schweiz im Preis-Leistungs-Check: Viele nur Mittelklasse, wenige bieten Luxus

Thermalbäder werden seit Jahrtausenden für Bade- und Heilzwecke genutzt. Bereits seit dem 5. Jahrhundert vor Christus sind antike Badeeinrichtungen zur Nutzung von Thermalquellen nachweisbar. Unter den Römern entwickelte sich gar eine regelrechte Thermenkultur. Heutzutage werden immer mehr Thermalbäder wahre Wellness-Oasen, die teils in Luxusausstattung und Design höchsten Ansprüchen gerecht werden. Manche Anlagen bieten auf bis zu 13.000 Quadratmetern in- und outdoor Spaß und Erholung. Als Zielgruppen sind längst nicht mehr die Alten und Gebrechlichen im Visier, sondern vor allem auch die Jungen, Aktiven & Schönen, die Spaß und Erholung vom Arbeitsalltag oder Studium suchen. Auch ist der Begriff „Therme“ nicht mehr nur auf jene Bäder beschränkt, die tatsächlich natürliches Thermalwasser zu bieten haben. Vielmehr umschließt der Begriff mittlerweile meist all jene Einrichtungen, die neben Aqua-Spaß auch Sauna-Genuss offerieren. Wellness ist, schlicht formuliert, in. Dabei checken die einen nur für wenige Stunden ein, andere bleiben in den häufig angeschlossenen Hotels gleich für ein paar Tage. Grund genug für das internationale Online-Reisebüro ab-in-den-urlaub.de – bekannt beispielsweise aus der TV-Werbung mit Fußballstar Michael Ballack – sich in den drei deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz den Markt einmal näher anzuschauen. Ein Team von rund sechs Mitarbeitern recherchierte für ab-in-den-urlaub.de in einem Zeitraum von gut sechs Monaten Hunderte von Zahlen und Fakten rund um 266 Thermal- und Wellnessbäder. Zusätzlich wurden einige Bäder persönlich inspiziert.

Die Ergebnisse einer der größten Thermalbad- und Wellnessbad-Studien, die jemals zum Thema vorgelegt wurden, stellen wir Ihnen folgend dar. Bitte berücksichtigen Sie auch die umfangreichen Tabellen im Anhang. Geklärt werden sollen alle wichtigen Aspekte, so zum Beispiel: Wo bekommt man die beste Erholung und Entspannung? Wo gibt es das beste Preis- Leistungs-Verhältnis? Wer bietet Luxus, wer ist eher Holzklasse? Wer ist zu teuer und bietet zu wenig? Wer ist familienfreundlich? Wer besticht durch ausgefallenes Design und Wellness-Vielfalt? Wer liegt strategisch in guter Lage zur nächstgrößeren Stadt? Und: Wer ist in den jeweiligen Kategorien so gut, dass er sich einen Award verdient hat. Für Top-Leistungen gibt es erstmals entweder den Wellness-Gold-Award, den Silber-Award oder den Bronze-Award. Grund: Den Wellness-Hungrigen soll damit auch ein Barometer in dem keinesfalls leicht zu durchschauenden, immer üppiger vorhandenen Wellness-Bereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz an die Hand gegeben werden. Denn: Nicht alles, was mit Wellness prahlt, bietet dies auch. Dieses und vieles mehr stellen wir Ihnen vor.

Vom Luxusbad zur Holzklasse

Die meisten Thermal- und Wellness-Bäder versuchen mittlerweile, ihren Wellnessanspruch nicht nur durch Badebecken, Saunen und Whirlpools zu unterstreichen, sondern auch durch die Ergänzung von Restaurants (97%) oder Hotels (30%). Hier steht den Gästen also eine Art „Rundum-Service“ zur Verfügung. Zum Standard gehören mittlerweile auch teils künstlich gestaltete Außenbereiche wie Terrassen und Gärten, die von Ur-Deutsch (z.B. Oranienburger Therme bei Berlin, Deutschland) bis hin zu asiatischen Einflüssen (Taunus Therme Bad Homburg, Deutschland,) oder futuristischen (Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld, Österreich) variieren. Wenngleich wirklich ausgefallene Außenbereiche immer noch eher die Ausnahme sind, so verfügen doch 96% der Thermal- und Wellnessbäder mindestens über eine Terrasse oder Grünfläche (Tabelle 10 im Anhang).

Einfallsreich sind die Bäder mittlerweile auch beim Studien-Kriterium „Ruheraum“. Längst vorbei sind die Zeiten, als diese sich häufig in unangenehmer Krankenhausatmosphäre präsentierten. Heute wird man mit Entspannungsmusik per Dolby-Surround-System umspült, das Licht ist angenehm gedimmt und die Liegen verfügen häufig über allen erdenklichen Komfort. Das variiert von einfachen Gartenlauben-Liegen bis hin zu aufgewärmten Steinliegen beispielsweise in der Titus Therme in Frankfurt am Main (D) oder der Sieben-Welten-Therme & Spa in Künzell, gelegen zwischen den deutschen Städten Fulda und Karlsruhe. Insgesamt verfügen 98% der 266 untersuchten Bäder über solche Oasen der Entspannung (Tabelle 10 im Anhang).

Ebenfalls ein schöner Trend: Immer mehr Bäder verfügen über Whirlpools (73%). Im „alpamare“ in Bad Tölz (D) bieten sich dem Besucher zum Beispiel unterschiedlichste Whirlpoolbecken in Größe und Wassertemperatur. Besonders die Whirlpools sind häufig Hot-Spots der jungen Szene. Die jungen Einflüsse spiegeln sich auch in der großen Anzahl an Wasserrutschen wider. 52% der 266 untersuchten Thermen und Wellnessbäder haben solche, manchmal duzende Meter lange, Ungetüme für ihre Besucher aufgebaut. Häufig rutschen hier nicht nur die Kleinsten herunter. Sparsam gehen die Bäder noch mit den beliebten Solarien um, die eigentlich zum Standard-Repertoire gehören sollten. Nur 6% stellen den Besuchern Sonnenliegen kostenlos zur Verfügung – so zum Beispiel die Taunus Therme in Bad Homburg in Deutschland.

Zurückhaltend sind die Thermen auch mit den in skandinavischen Ländern beliebten Eiskammern. Die häufig als Grotte angelegten kalten Räumlichkeiten sind lediglich in 25 der 266 untersuchten Bäder vorhanden (9%). Dabei sind gerade Eiskammern in Zeiten zunehmender Herz- und Kreislauferkrankungen sehr gesundheitsfördernd. Ebenfalls zum Standard gehören mittlerweile in Thermal- und Wellnessbädern die immer beliebteren Saunen. Gut 96 % verfügen über Trocken- und Dampfsaunen. Alle Angaben sind der Tabelle 10 entnommen.

Nur 13 % der Thermen und Wellness-Bäder sind Luxus, 60% Mittel und 28% Holz-Klasse / Bäder in Österreich und Bayern am besten ausgestattet

Als kein einfaches Unterfangen stellte es sich während der ab-in-den-urlaub.de-Studie heraus, die unterschiedlichsten Thermen und Wellness-Bäder zu kategorisieren. Die drei Klassifizierungen Luxus, Mittel und Holz (das für eine eher einfache Grundausstattung steht), wurden schließlich mit einer statistischen Formel errechnet, die primär die Anzahl unterschiedlich angebotener Wellness-Kategorien berücksichtigt. Insgesamt waren 12 abgefragt worden: Badebecken (BB), Schwimmbecken (SB), Trockensauna (TS), Dampfsauna (DS), Ruheraum (RR), Terrasse/Grünfläche (TrGr), Eiskammer (EK), Whirlpool (WP), Solarium im Eintrittspreis (Sol), Rutschen (Rut), Restaurant (Rest) sowie Hotelzimmer angeschlossen (Hot). Wer mindestens 10 der 12 abgefragten Kategorien anbietet und dabei augenscheinlich einen guten bis sehr guten Standard in der Ausstattung wahrte, wurde der Kategorie Luxus zugeordnet (Tabelle 11). Lediglich 33 (13 %) von 266 Einrichtungen schafften diese Auszeichnung (Tabelle 15).

Luxus-Thermen

Aus Deutschland wurden lediglich 21 Thermen mit dem Luxus-Label von ab-in-den-urlaub.de ausgezeichnet. Es sind dies im Jahr 2011: Adelindis Therme (Bad Buchau), alpamare (Bad Tölz), aquaLaatzium (Laatzen), BadeLand Wolfsburg, Dünen-Therme (St. Peter-Ording), FrankenTherme (Bad Königshofen), Freizeitbad Thyragrotte (Stolberg), Gumbala Bade- und Saunaland (Gummersbach), HanseDom (Stralsund), HellensteinBad AQUARENA (Heidenheim), HolstenTherme (Kaltenkirchen), Ishara (Bielefeld), Jordanbad (Biberach), Kur- und Freizeitbad RIFF (Bad Lausick), monte mare (Kaiserslautern), Müritz-Therme (Röbel / Müritz), Ostsee Therme & Hotel (Scharbeutz), Rebstockbad (Frankfurt a. Main), SaarowTherme (Bad Saarow), Sieben Welten Therme & Spa Resort (Künzell / Fulda) sowie die Westfalen-Therme (Bad Lippspringe).

Mit dem Luxus-Label konnten auch neun Thermen aus Österreich versehen werden: Aqua Dome – Tirol Therme Längenfeld, Familientherme Stegersbach (Stegersbach), H2O Hotel-Therme-Resort (Sebersdorf), life medicine RESORT (Bad Gleichenberg), NOVA Therme (Köflach), Sole-Felsen-Bad (Gmünd), St. Martins Therme & Lodge (Frauenkirchen), Therme Geinberg (Geinberg) und die Therme Loipersdorf (Loipersdorf). Zudem schafften drei Thermen aus der Schweiz den Sprung in die Luxus-Kategorie: aquabasile (Pratteln), AQUARENA (Schinznach-Bad) und die Burgerbad Therme (Leukerbad). Auffallend ist die im Verhältnis zum wesentlich größeren Deutschland starke Präsenz von Österreich, das sich zweifelsohne neben Bayern der größten und schönsten Thermen und Wellness-Bäder rühmen darf, so die Tester.

Mittelklasse-Thermen

160 Thermen und Wellnessbäder entfallen auf die Kategorie „Mittel“ (60%; Tabelle 15). Sie bieten ihren Besuchern zwischen 8 bis 9 der 12 abgefragten Wellness-Angebote. Weitere 73 müssen sich mit der ab-in-den-urlaub.de-Kategorie „Holzklasse“ zufrieden geben (28%; ebenfalls Tabelle 15). Obwohl sie lediglich vier bis maximal sieben der insgesamt 12 abgefragten Wellness-Angebote ihren Kunden offerieren, sind sie nicht immer preiswert. Dies wird in einem der folgenden Kapitel noch besprochen.

Deutschland ist am familienfeindlichsten / Österreich & Schweiz familienfreundlicher

Gerade für Familien kann der Thermen- oder Wellnessbad-Besuch zu einem teuren Vergnügen werden. Umso wichtiger ist es deshalb, hier genau auf Preise zu achten. Grund: Immerhin 63% bieten Familienkarten an. Auffallend: Während in Österreich und der Schweiz viele Thermen und Wellnessbäder Familien-Nachlässe gewähren, geizen die Deutschen hier fast in allen Bundesländern (Tabellen 13). Am schlimmsten sieht es in Deutschland in Rheinland-Pfalz aus. Hier bieten unter 14 getesteten Thermen und Wellnessbädern lediglich 43% Nachlässe für Familien. Es folgen unter anderem das österreichische Burgenland (33%), die Steiermark (33) oder Aargau in der Schweiz (25%). Geizig ist man auch in Bayern. Hier bieten lediglich 55% der Thermen Familien-Nachlass. Das ist der vorletzte Platz in Deutschland. Auf dem drittschlechtesten Platz landet Schleswig-Holstein. Hier gewähren nur 56% der getesteten Bäder Nachlässe für Familien.

Wer gerne nach Feierabend noch Entspannung sucht, für den badet es sich im deutschen Bayern  sehr gut. Dort gewähren immerhin 59% der 29 getesteten Bäder Feierabendtarife. Auch in Bremen erhalten Kunden in zwei von drei Thermen und Wellnessbädern Rabatt zum Feierabend. Im Schnitt erhalten die Verbraucher in 46,5% aller 266 getesteten Bäder und Thermen Feierabend-Nachlässe.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis in den Ticketkategorien

Recht einmalig in dieser Studie ist die detaillierte statistisch Benotung des Preis-Leistungs-Verhältnisses. Dabei wurde der Versuch unternommen die Anzahl unterschiedlich vorhandener Wellness-Einrichtungen ins Verhältnis zu dem verlangten Eintrittspreis zu setzen und daraus eine Benotung herbeizuführen. Hierfür wurde ein Punktesystem eingeführt. 15 Punkte gab es für das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. 0 Punkte für das schlechteste. Um es fair zu gestalten, wurden diese Punkte selbstverständlich innerhalb der drei klassifizierten Gruppen Luxus-Thermen, Mittelklasse-Thermen, Holzklasse-Thermen vergeben.

Tagestickets: Luxusthermen

Die Preisunterschiede zwischen den Wochentagen und dem Wochenende sind bei den Tagestickets mit 6% weniger eklatant, als in einigen anderen Ticket-Arten. Im Schnitt bezahlen die Kunden für diese Ticketform zwischen 13,72 € (Mo-Fr) und 14,59 € (Sa, So, Feiertag).

Bei der Benotung der Ausstattungsmerkmale in Relation zu den Tagestickets erreichte in der „Luxusklasse“ (also den Bädern, welche über mindestens zehn der zwölf untersuchten Ausstattungsmerkmale verfügen), das „H2O Hotel-Therme-Resort“ aus Sebersdorf bei Graz (AT) den ersten Platz. Die Therme konnte glatte 15 Punkte auf sich vereinen (entspricht der Note 1+). Wenngleich sie weder eine Sonnenbank im Eintrittspreis bietet, noch eine Eiskammer, überzeugte die „H2O Hotel-Therme-Resort“ die Tester doch durch eine beeindruckende Fülle anderer Wellness-Einrichtungen. Keiner bietet für verhältnismäßig wenig Geld pro Tag (17,90 €) so viel.

Es folgen das „Badeland Wolfsburg“ in Niedersachsen mit 14,32 Punkten bei einem Eintrittspreis von 9,20 € und das „HellensteinBad Aquarena“ in Heidenheim bei Ulm (D) mit 13,64 Punkten. Die gleiche Puntkzahl wurde auch an das „Ishara-Bad“ in Bielefeld (D) vergeben, sowie an die „Ostsee Therme & Hotel“  in Scharbeutz bei Lübeck (D). Sehr gut schnitten auch die Thermen „monte mare“ in Kaiserslautern (D) mit 13,30 Punkten sowie die „NOVA Therme“ in Graz (AT) mit ebenfalls 13,30 Punkten ab. Weitere Thermen mit einem Top-Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie auf der Tabelle 19 im Anhang. Gute Nachricht: Keine der Top-20-Thermen rutschte beim Preis-Leistungs-Verhältnis unter die 10,91-Punkte-Marke. Das heißt: Die Verbraucher können in der Luxus-Kategorie fast nichts falsch machen. Der Durchschnittspreis für ein Tagesticket liegt hier bei 17,33 €. Eine Übersicht mit allen anderen getesteten und benoteten Bädern bietet Tabelle 19 im Anhang.

Tagestickets: Mittelklasse-Thermen

In der „Mittelklasse“ (mindestens acht der zwölf abgefragten Ausstattungsmerkmale) konnte sich das „Kristall Palm Beach“ bei Nürnberg (D) vor den Konkurrenten durchsetzen. Mit insgesamt 15 Trockensaunen und 10 Badebecken erreichte das Bad satte 15 Punkte. Ebenfalls auf Platz 1 mit 15 erreichten Punkten in der Mittelklasse konnte sich die „Therme 1“ im bayrischen Bad Füssing (D) positionieren. Es folgt die vor längerer Zeit komplett sanierte „Therme Wien“ (AT, 13,67 Notenpunkte). Sehr gut schnitten auch das „Aqualand“ in Köln (13,67 Punkte; D), die „BAHIA“ in Bocholt (D; 13 Punkte) oder das H20 in Herford (D) mit der gleichen Punktzahl ab. Eine genaue Übersicht mit allen anderen getesteten und benoteten Bädern bietet Tabelle 19 im Anhang.

Tagestickets: Holzklasse-Thermen

In der „Holzklasse“ (Bäder mit null bis sieben der abgefragten zwölf Ausstattungsmerkmale) können sich gleich drei Thermen Platz 1 mit hervorragenden 15 Notenpunkten teilen. Unter anderem verhalfen der „Weser Therme“ in Göttingen (D) sechs Badebecken und acht Trockensaunen zu diesem Erfolg. Die anderen beiden Gewinner sind das „Wellness- und Gesundheitszentrum Solemar“ bei Freiburg (D) und die „Ahr Thermen“ bei Bonn. In allen drei Erholungs-Einrichtungen bezahlen die Verbraucher unter der Woche für ein Tagesticket jeweils zwischen 13,50 € und 15 €. Eine Übersicht mit allen Test-Bädern bietet Tabelle 19 im Anhang.

Zwei-Stunden-Tickets: Luxus-Thermen

Nicht günstig sind Zwei-Stunden-Tickets. Durchschnittlich müssen Besucher in Thermen und Wellness-Bädern für diesen überschaubar kurzen Zeitraum 8,59 € bezahlen. Am günstigsten waren 3 € (Bad Wildung, D), am teuersten 20 € (Tamina Therme, Bad Ragaz, CH). Im Schnitt ist es dabei von Montag bis Freitag um 5% billiger als am Wochenende oder an Feiertagen. Am stärksten macht sich dieser Unterschied übrigens beim Kauf einer 10er-Karte bemerkbar (sofern vorhanden). Hier können die Verbraucher unter der Woche 11% gegenüber dem Wochenende sparen. Details können der Tabelle 12 im Anhang entnommen werden.

Interessant ist, dass jene Thermen und Wellnessbäder, die bei den Tagestickets auf den besten Plätzen landeten, nicht unbedingt auch in anderen Preis-Kategorien sehr gut abschnitten. Beispielsweise bietet in der Luxus-Kategorie das „HellensteinBad AQUARENA“ in Heidenheim (D) das beste Preis-Leistungs-Verhälntnis für Zwei-Stunden-Tickets mit einem Eintrittspreis von lediglich 4,50 € (Tabelle 20). Darin enthalten sind sowohl eine Eiskammer als auch ein Solarium. Zudem stehen den Gästen fünf Badebecken und zwei verschiedene Rutschen zur Verfügung. Dafür gab es glatte 15 Punkte oder die Note „sehr gut“. Es folgen die „Westfalen-Therme“ in Bad Lippspringe (D) bei Paderborn (14,29 Punkte), die „SaarowTherme“ bei Berlin (D) sowie das „Rebstockbad“ in Frankfurt a.M. (D). In diesen Thermen erhalten die Kunden teils recht gute Leistungen für einen Eintrittspreis der zwischen günstigen fünf und happigen zehn Euro liegt. Eine Übersicht mit allen anderen getesteten und benoteten Bädern bietet Tabelle 20 im Anhang.

Preis-Leistungs-Verhältnis Zwei-Stunden-Tickets: Mittelklasse-Thermen

In der mittleren Thermen-Klasse schneidet das „Kristall Palm Beach“ bei Nürnberg wieder hervorragend ab. 15 Trockensaunen und 10 Badebecken verhelfen zu Platz 1 mit 15 Punkten. Platz zwei sichert sich die „Therme Wien“ in Wien (AT) mit 14,3 Notenpunkten. Die Wiener Therme verwöhnt seine zahlreichen Gäste mit 25 Badebecken und 20 Trockensaunen. Eine genaue Übersicht mit allen anderen getesteten und benoteten Bädern bietet Tabelle 20 im Anhang.

Fazit Preis-Leistungs-Verhältnis

Im Großen und Ganzen bieten viele Thermen ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das heißt: Der Kunde erhält relativ viel für sein Geld. Dennoch sind die Preise teils gepfeffert. So bezahlt der Kunde beispielsweise im Schweizer Bad „aquabasilea“, das zwar immerhin auf 13.000 Quadratmetern in- und outdoor Erholung sowie Spaß bietet, saftige 35 € Eintritt pro Tag. Das macht für zwei Personen 70 €. Oder für jene, die noch gerne in den guten alten Deutsche-Mark-Zeiten denken, umgerechnet 140 Mark! Essen und Trinken sind da noch nicht enthalten. Auch die Sieben Welten Therme im deutschen Örtchen Künzell bei Fulda ist mit einem Eintrittspreis von 25 € pro Person nicht gerade das, was man unter günstig versteht. Allerdings findet sich in Deutschland auch keine Therme, die so hochwertige internationale Bauelemente integriert, wie diese. Zudem bietet sie die wohl einzige echte Poolbar Deutschlands. Das hat natürlich seinen Preis.

Bei den Tagestickets ist jede fünfte Holzklassen-Therme (Tabelle 18) eindeutig zu teuer. Ab-in-den-urlaub.de hat hier zwar die Note „befriedigend“ vergeben, das ist allerdings die schlechteste Note, die überhaupt vergeben wurde. Die Mittelklasse-Thermen bieten in zehn Prozent der Fälle ebenfalls zu teure Zwei-Stunden-Tickets an. Ähnlich sieht es wieder bei den Holzklasse-Thermen aus. Jede 10. ist da zu teuer. Das gleiche gilt für die beliebten Drei-Stunden-Tickets: acht Prozent der Mittelklasse-Thermen sind da zu teuer und 13 Prozent der Holzklasse-Thermen. Übrigens spart der Kunde bei Drei-Stunden-Tickets unter der Woche (Mo-Fr) im Schnitt um 9 Prozent zu den Wochenend-Tarifen. Am schlechtesten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Vier-Stunden-Tickets. In der Holzklasse verlangt da jede 6. Therme zu viel.

Ohne ausgiebig Thermen hier konkret beim Namen zu nennen: Viele sind trotz relativ moderater Preise zu teuer für das was sie bieten. Viele Thermen und Wellnessbäder sind mächtig in die Jahre gekommen und werden zu selten saniert. Hier klafft mittlerweile in vielen Fällen eine riesen Lücke in der Qualität. Erstaunlich: Selbst Kurorte verschlafen dramatisch den Anschluss an den neuen Luxus-Trend, der sich beispielsweise bei Städtereisen der Deutschen sehr bemerkbar macht. Laut einer Untersuchung buchen die meisten Deutschen mittlerweile in 4 bis 4,5-Sterne-Hotels international am liebsten ein. Als Beispiel für eine eindeutig nicht mehr akzeptable Therme kann jene im deutschen Kurort Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) gelten. Ihr Niveau ist so jämmerlich, altbacken und provinziell, dass sich ein Besuch kaum mehr lohnt. Beschämend ist auch, dass eine Weltstadt wie Berlin gerade einmal zwei eher dürftig ausgestattete Thermen vorzuweisen hat. Das ist weder für die Einheimischen der Reißer, noch für die immer mehr werdenden Touristen. Beide Berliner Thermen (Thermen am Pichelsee und Thermen am Europacenter) sind zudem heftig in die Jahre gekommen. Da reißt es auch die angepriesene „500 m² große begrünte Dachterrasse“ im Europacenter nicht mehr raus. In ganz Deutschland sind in Berlin Wellness-Hungrige am schlechtesten aufgehoben. Für viele bleibt da nur noch das Ausweichen auf die Spa-Anlagen in den Hotels. Mit klassischen Thermen hat das aber nicht mehr viel zu tun. Dabei hätte gerade Berlin sogar in zentralsten Lagen, besonders auch in Ostberlin, ausreichend (obendrein bezahlbaren!) Platz für Thermen-Neubauten. Die Wiener Therme machte vor, dass mit Investitionen und neuen Konzepten auch nach Jahren des Niedergangs Boden gewonnen werden kann.

Awards

Auf Grund der Ergebnisse dieser Thermen & Wellness-Studie erhalten erstmals folgende Thermen & Wellnessbäder einen Award von ab-in-den-urlaub.de für besonders ausgefallene Leistungen.

Kategorie „Meiste unterschiedliche Wellness-Angebote“:

Gold-Award geht an Aqua Dome (AT, Tirol, Längenfeld,), Silber-Award geht an monte mare (D, Rheinland-Pfalz, Kaiserslautern), Bronze-Award geht an NOVA Therme (AT, Steiermark, Köflach).

Kategorie „Meiste Wellness-Angebote“:

Gold-Award geht an Therme Loipersdorf (AT, Steiermark,), Silber-Award geht an Therme Wien (AT), Bronze-Award geht an Rottal Terme (D, Bayern, Bad Birnbach).

Kategorie „Höchstes Angebot in einer Wellness-Kategorie“ – hier wurde nur Gold vergeben:

Therme Loipersdorf (AT, Steiermark) erhält den Gold-Award für die meisten Badebecken in allen 266 getesteten Thermen (35). Die Therme Wien (AT) erhält Gold für die meisten Trockensaunen (20), das Solebad Wischlingen (D, Nordrhein-Westfalen) erhält Gold für die meisten Dampfsaunen (14). Die Heiltherme Bad Waltersdorf (AT, Steiermark) erhält Gold für die meisten Ruheräume (15). Das alpamare (CH, Schwyz, Pfäffikon) erhält Gold für die meisten Rutschen (10). Das alpamare (D, Bayern, Bad Tölz) erhält Gold für die meisten Whirlepools (8). Die FrankenTherme Bad Windsheim (D, Bayern) erhält Gold für die meisten Terrassen/Grünflächen (8). Aus dem gleichen Grund erhält die erst seit einem Jahr eröffnete  Sieben Welten Therme & Spa Resort (D, Hessen, Künzell bei Fulda) Gold.

Kategorie: Ausgefallenstes Design:

Der Design-Award geht an die Taunus Therme (D, Hessen, Bad Homburg), das Aqua Dome (AT, Tirol, Längenfeld) sowie die Sieben Welten Therme & Spa Resort (D, Hessen, Künzell & Fulda).

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Tina Kämpf
Pressereferentin/Press referent
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