Cristina Bröcher

Finderin der leisen Pfade

Ich bin Cristina und statt Stempel im Pass sammle ich lieber Marmeladenglas-Momente mit echten Erinnerungen. Auf Solo-Trips habe ich mich früher gerne in großen Metropolen wie Tokio und Peking treiben lassen. Heute zieht es mich mit dem Hund in der Bahn zum Entschleunigen eher Richtung Küste. Mein Kompass? Die Neugier! Ich bin am liebsten ohne Plan unterwegs, um meine Urlaubsorte so zu erleben, wie sie wirklich sind.

Es sind die kleinen Abenteuer im Alltag, die für mich eine Reise unvergesslich machen. Ein Schreibfestival auf Bali gehört für mich genauso dazu wie ein Besuch im Pilates-Studio in Dublin oder ein Winterspaziergang in klirrender Kälte an der Ostsee. Fernab vom großen Trubel sind es am Ende genau diese leisen Augenblicke, in denen ich zur Ruhe komme.

3 Fragen an unsere Relax Queen

Meine schönste Reise?

Mein Kurztrip nach Helsinki. Ich erinnere mich an lange Spaziergänge zum Meer, die abendliche Sauna-Session und einen kleinen Schreckensmoment im Wald, als mein Handy-Akku plötzlich leer war. Für den Rückweg musste ich mich ganz allein auf meine Orientierung verlassen. Seitdem mache ich nie wieder Ausflüge ohne eine Powerbank!

Kurz vor meinem Rückflug habe ich beim Schlendern durch die Altstadt noch ein ganz zauberhaftes kleines Café entdeckt. Dort gab es einen sehr leckeren veganen Sanddorn-Lakritz-Kuchen, von dem ich noch heute träume.

Ein persönlicher Geheimtipp?

Ich liebe es, eine Stadt wie eine Einheimische zu erleben und mir Zeit für Dinge zu nehmen, die nicht im Reiseführer stehen. In Dublin habe ich mir zum Beispiel mein erstes Tattoo stechen lassen oder viele Stunden in Secondhand-Läden verbracht.

Ich glaube, man bekommt erst ein Gefühl für die Seele einer Stadt, wenn man aufhört, nur die großen Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Wer sich stattdessen einfach treiben lässt, entdeckt die kleinen Details, die einen Ort wirklich ausmachen.

Urlaub bedeutet für mich?

Den Alltag gegen das Ungeplante zu tauschen. Es ist die Freiheit, mit dem Hund im Zug zu sitzen und einfach aus dem Fenster zu schauen. Ohne Termine im Nacken.

Mir ist es wichtig, auf Reisen möglichst viel zu spüren, statt möglichst viel zu sehen. Das kann der erste Kaffee in einer noch schlafenden Stadt sein oder der stille Blick aufs weite Meer. Einfach sein zu dürfen, ohne irgendwo ankommen zu müssen: Das ist für mich wahrer Luxus.