Lilian Fotopoulou

Roadtrip Seele mit Umweg-Liebe

Ein Jahr im Voraus buchen? Monatelang eine Reise bis ins kleinste Detail planen? Nicht für mich. Mein Motto lautet eher: „Ab ins Auto, fertig, los!“ Ich habe es wirklich schon oft mit Planung versucht – aber irgendwie hat es einfach nie so funktioniert, wie ich es mir vorgenommen hatte. Viel lieber lasse ich mich treiben und entscheide spontan, wohin es als Nächstes geht.

Und egal, ob Hochsommer oder längst außerhalb der Badesaison: Zum Meer zieht es mich zu jeder Jahreszeit. Dort fühle ich mich einfach wohl, selbst wenn es nur ein Spaziergang am winterlichen Strand ist.

3 Fragen an unsere Beach Queen

Meine schönste Reise?

Die war eigentlich als ganz einfache Rückfahrt geplant: mit dem Auto von Griechenland nach Igoumenitsa, rüber nach Ancona und von dort zwölf Stunden bis nach Hause. Maximal zwei Tage, ganz entspannt. Stattdessen wurden aus dem „kurzen“ Trip plötzlich zwei Wochen voller spontaner Stopps: vier Tage Belgrad, vier Tage Kranjska Gora, zwei Tage Prag und zum Schluss noch vier Tage Karlsbad. Während der Fahrt habe ich mir in jedem Ort schnell die wichtigsten Spots herausgesucht.

War ich vorbereitet? Nein. Habe ich unterwegs sogar meine Schuhe verloren? Ja! Aber das passt zu mir: flexibel bleiben und das Chaos genießen. Und ganz ehrlich, was gibt es Schöneres, als barfuß durch die Straßen von Kranjska Gora zu schlendern? Auch wenn kein Strand dabei war, war das meine bisher schönste und definitiv chaotischste Reise.

Ein persönlicher Geheimtipp?

Ihr müsst nicht immer alles bis ins Detail planen. Ein bisschen Spontanität tut jeder Reise gut. Und manchmal wird genau daraus das Beste. Ohne spontane Abzweigungen hätte ich zum Beispiel nie diese kleine Cocktailbar in Budapest entdeckt: keine Karte, keine Menüs. Stattdessen fragt der Barkeeper nach Vorlieben oder Vibe und mixt jedem genau das Getränk, das zu Charakter und Stimmung passt. Genau solche Zufallsfunde machen eine Reise für mich besonders.

Und wenn ich einen Ort nennen muss, der mich komplett überzeugt hat, dann ist es Milos. Für mich ist das die schönste Insel, auf der ich bisher war, weil sie einfach alles hat: Schwefelstrände, Katakomben, Piratengeschichten, kleine Fischerdörfer, richtig gutes Essen mit regionalen Spezialitäten und Buchten mit glasklarem Wasser. Viele in Griechenland sagen sogar, dass man sich Milos am besten bis zum Schluss aufhebt, wenn man schon ein paar andere Inseln gesehen hat. Denn mit Milos kann keine so richtig mithalten.

Urlaub bedeutet für mich?

Genau das zu tun, was meine Seele gerade braucht. Manchmal ist das City-Hopping, zum Beispiel von Hamburg nach Berlin und weiter nach Dresden bis nach Prag. Manchmal ist es Abenteuer, wie mit dem Kajak über den stürmischen Acheron. Und manchmal ist es ganz schlicht: am Strand auf Lefkada sitzen, aufs Meer schauen und einfach die Seele baumeln lassen.