Friedensburg Schlaining

Idyllisch von Hügeln umgeben, steht die Burg Schlaining in der kleinsten Stadt des Burgenlandes. Die nahezu vollständig erhaltenen Gebäude aus dem Mittelalter laden mit ihren anschaulichen Informationstafeln zum Entdecken der Stadt ein. Euer Weg führt euch vorbei an den beiden Kirchen des Dorfes sowie an der ehemaligen Synagoge, die heute eine Friedensbibliothek beinhaltet.

Auf diesen Tafeln lernt ihr, dass Schlaining erstmals 1271 als castrum Zloynuk urkundlich erwähnt wurde und über die Jahrhunderte im Besitz unterschiedlicher österreichischer und ungarischer Adelsfamilien war, bis Kaiser Friedrich III. mitte des 15. Jahrhunderts den Ort an den Söldner und die mittlerweile prominenteste Figur der Stadtgeschichte, Andreas Baumkirchner, verschenkte. Wegen einer Fehde mit dem Kaiser wurde Baumkirchner hingerichtet und so gingen Schloss und Ortschaft in den Besitz seiner Söhne und später in den der ungarischen Familie Batthyány über. Ludwig Batthyány wurde am 17. März 1848 der erste ungarische Ministerpräsident, aber nach der Niederschlagung der Revolution 1848 wurde er von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 6. Oktober 1849 erschossen. Nachdem die Burg bis zum Zweiten Weltkrieg durch diverse Hände ging und in den Weltkriegen unterschiedlichste Funktionen erfüllte, erwarb der ehemalige Minister Udo Illig die Anlage und restaurierte sie. Im Jahre 1980 wurde die Burg dann vom Land Burgenland erworben. Heute steht sie für Besucher offen und kann während eines Urlaubs in Österreich umfassend besichtigt werden.

Besichtigung der Friedensburg

Der Rundgang beginnt mit dem Beschreiten der Burgbrücke. Diese wird umsäumt vom Burggraben mit seinen alten Baumbeständen. Darin befindet sich auch die Burgarena, in der im Sommer diverse Kunst- und Musikveranstaltungen stattfinden. Schließlich kommt ihr in den mit Kastanien bepflanzten Innenhof der Burg.

Die Burg Schlaining im Burgenland

Die Friedensburg Schlaining steht Besuchern fast immer offen

Hier kann in der Burg, je nach Präferenz, Nahrung für Körper und Geist zu sich genommen werden. Im burgeigenen Heurigen könnt ihr euch mit burgenländischen Schmankerln und Brotzeiten verwöhnen lassen. Das Friedensmuseum bietet auf mehreren hundert Quadratmetern anschaulich aufbereitetes Wissen zu Gewalt, Konfliktbewältigung und Frieden sowie eine volkskundliche Sammlung. Die Krönung der Ausstellung erfolgt auf dem Burgturm, von dem aus ihr einen herrlichen Blick über die Gegend genießen könnt.

Bei eurem Weg aus der Burg fällt euch sicherlich die große dunkle Holztür mit dem Schild „ÖSFK“ auf. Diese Räume beherbergen das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, das sich mit seiner Forschungsarbeit und den angebotenen Kursen auf Konfliktmanagement, zivile Krisenprävention und Frieden spezialisiert hat. Von Kursen für Schüler, über Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für UN, EU und OSZE Mitarbeiter ist ein breites Spektrum geboten.

Aktivitäten rund um die Burg

Wer sich in Stadtschlaining sportlich betätigen möchte ist in der Lauf- und Walking Arena genau richtig. Unterschiedlichste Touren laden zum gemütlichen Spazieren oder auch Auspowern ein. Einer dieser Pfade führt von Stadtschlaining in den Thermenort Bad Tatzmannsdorf, wo man sich nach der Anstrengung des Marsches in der modernen Avita Therme mit seinem „Sauna Garten Eden“ verwöhnen lassen kann.

Nach einem langen Tag freut man sich auf ein gemütliches Bett. Das findet ihr im Hotel Burg Schlaining, dem ehemaligen Zeughaus der Burg. Leckeres Essen, die Hotelbar, Sauna, Dampfbad und ein Billardraum sowie ein schöner Garten laden zum Verweilen ein. Bei einer Reise ins Burgenland ist man dort gut aufgehoben.

Wenn es euch in Schlaining gut gefallen hat, gibt es diverse Gründe, um wieder zu kommen. Der Rittersaal, die Burgkapelle und der Innenhof bieten ein ganz besonderes Ambiente für Hochzeiten. Das Granarium, der ehemalige Getreidespeicher des Ortes, wurde zum Konferenz- und Festsaal umgebaut und kann für die verschiedenste Veranstaltungen wie Hochzeitsfeiern oder große Tagungen genutzt werden. Neben diesem Saal gibt es auch noch andere Seminarräume, die für die unterschiedlichsten Kurse verwendet werden können.

Weitere Informationen erhaltet ihr unter:  www.aspr.friedensburg.at & www.friedensburg.at