Dieses beschauliche Städtchen liegt an der Südwestküste der Insel, eingebettet zwischen mächtigen Klippen und dem tiefblauen Atlantik. Enge Gassen, pastellfarbene Häuser und das angenehm mediterrane Flair machen Ponta do Sol zu einem echten Geheimtipp für alle, die das authentische Madeira abseits des Trubels erleben möchten.
Überblick
Das schöne Städtchen Ponta do Sol an der südlichen Küste Madeiras ist für alle, die die Insel von ihrer ruhigeren, ursprünglicheren Seite kennenlernen wollen. Hier bekommt ihr das volle Programm: schwarze Lavastrandabschnitte mit kristallklarem Atlantikwasser, ein malerisches Zentrum mit Kopfsteinpflaster und bunten Kacheln, und eine atemberaubende Landschaft, die sich links und rechts des Ortes in riesige Steilklippen erhebt.
Aktive Urlauber schnappen sich ein Mountainbike, wandern durch üppige grüne Vegetation und bestaunen eindrucksvolle Wasserfälle. Genießer flanieren durch die Gassen, kosten Poncha und frischen Thunfisch und lassen sich von der Sonne verwöhnen, die an diesem Ort häufiger scheint als anderswo auf der Insel.

Strände
Ob dunkler Lavakiesstrand, sandige Abschnitte oder ruhige Buchten – auf Madeira lässt es sich herrlich entspannen und dem Wellenrauschen des Atlantiks lauschen. So gibt es auch in Ponta do Sol und Umgebung vielfältige Möglichkeiten zum Baden.
Praia de Ponta do Sol
Wer einen entspannten Tag am Meer verbringen möchte, muss nicht weit fahren. Der Strand von Ponta do Sol befindet sich in einer kleinen Bucht direkt am Stadtzentrum, eingebettet zwischen den imposanten Klippen, die den Ort auf beiden Seiten flankieren. Er hat eine Länge von 160 Metern und besteht aus dunklem Lavasand und Kieseln. Besonders schön ist die Stimmung, wenn der Sonnenuntergang das Gestein in warmes Gold taucht – ein Anblick, der sich ins Gedächtnis brennt.
Sonnenschirme, Umkleideräume und sanitäre Anlagen stehen für euch bereit, sodass einem entspannten Badetag nichts im Wege steht. Die umliegenden Cafés und Restaurants sorgen dafür, dass ihr auch kulinarisch rundum versorgt seid. Und wer es etwas sportlicher mag, kann sich auf dem nahegelegenen Volleyballfeld austoben.

Madalena do Mar
Westlich von Ponta do Sol, in nur sechs Minuten mit dem Auto erreichbar, wartet Madalena do Mar mit einer weiteren reizvollen Bademöglichkeit auf euch. Das Meer an diesem Kiesstrand ist oft etwas ruhiger als andernorts, was ihn zu einem angenehmen Ort zum Planschen und Entspannen macht. Dank des milden Mikroklimas in diesem Teil der Insel ist er auch außerhalb der Sommermonate ein lohnenswertes Ziel.
Auch die Infrastruktur kann sich sehen lassen: Es gibt Toiletten sowie Umkleideräume und die Kleinsten finden Beschäftigung auf einem Spielplatz. Während der Hauptsaison wird der Strand zudem von Rettungsschwimmern überwacht. Nach einem ereignisreichen Tag laden ein Restaurant und eine Bar zum Verweilen und Schlemmen mit Meerblick ein.

Praia da Ribeira Brava
Wer die Küste östlich von Ponta do Sol entlangfährt, stößt nach etwa sechs Minuten auf das kleine Städtchen Ribeira Rave und den dazugehörigen Strand. Dieser besteht aus dunklem Sand und Kieselsteinen. Dank eines Wellenbrechers ist das Wasser hier angenehm ruhig und lädt zum ausgiebigen Baden ein. Sonnenschirme und Palmen sorgen an heißen Tagen für schattige Plätze. Wer nicht im Meer planschen möchte, kann den angrenzenden Freiluftpool nutzen.
Entlang der Promenade reihen sich Geschäfte, Cafés und Restaurants aneinander, sodass ihr euren Badetag entspannt mit Blick aufs Meer ausklingen lassen könnt. Toiletten und mehrere Supermärkte befinden sich ebenfalls in fußläufiger Nähe. Ribeira Brava hat außerdem einen hübschen historischen Ortskern mit einer sehenswerten Kirche, was den Strandbesuch wunderbar mit einem kulturellen Spaziergang verbinden lässt.
Praia da Calheta
Wenn ihr auf Madeira auf der Suche nach einem Abschnitt mit feinem, hellem Sand seid, werdet ihr in Calheta, rund zehn Kilometer westlich von Ponta do Sol, fündig. Das goldgelbe Material für diesen Badeort stammt aus Marokko. Zwei Wellenbrecher sorgen für ruhige Bedingungen, was das Schwimmen auch für weniger Geübte angenehm macht. Daher ist dieser Strand besonders bei Familien mit Kindern beliebt.
Eine gut ausgestattete Promenade mit Restaurants, Duschen, Umkleidekabinen und Liegen bietet viel Komfort. Während der Hauptsaison sorgen Rettungsschwimmer für zusätzliche Sicherheit. Alle Wassersportler kommen beim Schnorcheln, Kajakfahren oder Stand-up-Paddling auf ihre Kosten. Für alle kleinen Besucher steht zudem ein Spielplatz zum Austoben zur Verfügung.

Sehenswürdigkeiten
Obwohl das Stadtgebiet überschaubar ist, gibt es in Ponta do Sol viel zu sehen. Historische Bauten, faszinierende Kunstprojekte und die atemberaubende Naturkulisse der Umgebung an der Südküste machen jeden Erkundungsgang zu einem Erlebnis.
Igreja de Nossa Senhora da Luz
Eine der Sehenswürdigkeiten von Ponta do Sol ist schon von Weitem sichtbar: Die Kirche Nossa Senhora da Luz thront mit ihrem charakteristischen Glockenturm über den Dächern der Stadt. Sie wurde im 15. Jahrhundert errichtet und beeindruckt von außen durch ihre schlichte, aber würdevolle Fassade, die 1708 überarbeitet wurde.
Im Inneren erwartet euch ein reich geschmücktes Kirchenschiff mit vergoldeten Holzschnitzereien sowie einer prachtvollen Deckenbemalung. Daneben könnt ihr zahlreiche Gemälde, Skulpturen und ein Taufbecken, dekoriert mit grüner Keramik, bewundern. Das Gotteshaus ist ein lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde und Schauplatz wichtiger Feste im Kirchenjahr. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für religiös Interessierte, sondern auch für Kunstliebhaber.

Cais da Ponta do Sol
Wer in Ponta do Sol am Meer entlangschlendert, kommt an diesem markanten Pier nicht vorbei. Er erstreckt sich ins tiefblaue Atlantikwasser hinaus und ist eines der charakteristischsten Wahrzeichen des Orts – gleichzeitig Treffpunkt für Einheimische, beliebtes Fotomotiv und stiller Aussichtspunkt in einem. Von hier habt ihr einen wunderschönen Blick zurück auf das Städtchen selbst: Die Klippen, die bunten Fassaden der Häuser und die Silhouette der alten Kirche verschmelzen zu einem unvergesslichen Panorama.
Der Kai wurde im 19. Jahrhundert aus regionalen Materialien wie Basalt und Kieselsteinen errichtet. Eine Besonderheit ist der charakteristische Rundbogen, der die Küste mit dem Pier verbindet. Nach eurem Rundgang könnt ihr in das Restaurant einkehren, das direkt an dem Bauwerk liegt und auf seiner Terrasse einen atemberaubenden Blick über das Meer und den Strand von Ponta do Sol bietet.

Banana Museum of Madeira (BAM)
Madeira und Bananen – das ist eine Verbindung, die tiefer geht, als man zunächst vermuten würde. Das Banana Museum of Madeira, kurz BAM, widmet sich in Calheta ganz dieser besonderen Beziehung zwischen der Insel und ihrer bekanntesten Frucht. Diese ist kleiner und süßer als die importierten Sorten, die ihr aus dem Supermarkt kennt, und hat eine jahrhundertelange Tradition.
Das Museum führt euch unterhaltsam und informativ durch die Geschichte der Bananenzucht auf Madeira, von den ersten Plantagen über die wirtschaftliche Bedeutung bis hin zu modernen Anbaumethoden. Interaktive Stationen, anschauliche Exponate und Gewächshäuser machen das BAM zu einem Erlebnis für die ganze Familie. Am Ende des Rundgangs wartet natürlich eine Kostprobe, bei der ihr unter anderem Bier und Chips aus der gelben Frucht probieren könnt. Ein herrlich ungewöhnlicher Stopp, der euren Blick auf die Landschaft der Insel nachhaltig verändert.

Museu de Arte Contemporânea da Madeira
Das MUDAS in Calheta ist ein absolutes Muss für Kulturbegeisterte. Das Gebäude selbst ist bereits ein Kunstwerk: Der spektakuläre Bau des Architekten Paulo David schmiegt sich terrassenförmig in die Steilküste und verschmilzt aus bestimmten Blickwinkeln fast mit dem Fels. Ein meisterhaftes Beispiel zeitgenössischer Architektur im Dialog mit der Natur, das bereits mit internationalen Auszeichnungen prämiert wurde.

Im Inneren zeigt das Museum Werke internationaler und portugiesischer Gegenwartskunst von den 1960er Jahren bis heute. Daneben gehören Theater- und Tanzveranstaltungen, Filme und Workshops zum Repertoire. Nach eurem Rundgang laden eine Buchhandlung zum Stöbern sowie eine Cafeteria und ein Restaurant zum Verweilen ein. Die weitläufigen Dachterrassen des Baus bieten einen schönen Panoramablick auf den Atlantik.
Aktivitäten
In Ponta do Sol und der Umgebung kann man viel machen: Die wilde Natur Madeiras bietet die perfekte Kulisse für sportliche Aktivitäten aller Art – von Wanderungen entlang der Levadas über imposante Wasserfälle bis hin zu Radtouren entlang der Küste.
Wandern auf der Levada do Moinho
Eine der schönsten und zugänglichsten Wanderungen direkt vor der Haustür der Stadt ist die Levada do Moinho. Diese Route führt euch entlang eines der historischen Bewässerungskanäle, die das Innere Madeiras durchziehen, und bietet dabei eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften auf vergleichsweise kurzer Strecke. Der Weg startet in Ponta do Sol selbst und schlängelt sich sanft durch üppige Bananenplantagen und durch schattige Lorbeerwaldabschnitte.
Die rund zehn Kilometer lange Strecke gilt als moderat und ist auch für Wanderer ohne große Erfahrung gut geeignet, solange ihr festes Schuhwerk tragt. Als Weg zurück nach Ponta do Sol bietet sich die Levada Nova an, die euch durch einen Tunnel und an einem Wasserfall vorbeiführt. Besonders reizvoll ist der Ausflug im Frühling, wenn die Vegetation grün leuchtet und die Kanäle gut gefüllt sind.

Mountainbike-Tour entlang der Küste
Die Küstenstraße rund um die Stadt ist ein Traum für Mountainbike-Enthusiasten. Auf zwei Rädern erkundet ihr Strände, Dörfer und Aussichtspunkte, die mit dem Auto kaum zu erreichen sind. Verleihe auf der Insel bieten gut gewartete Bikes sowie GPS-Tracks für unterschiedliche Streckenprofile an. Eine besonders schöne Route führt von Ponta do Sol ostwärts in Richtung Ribeira Brava und bietet dabei wechselnde Panoramen zwischen Meeresblick und Bergkulisse.
Für sportlich ambitionierte Fahrer gibt es auch Uphill-Varianten ins Landesinnere, die mit anspruchsvollen Anstiegen und atemberaubenden Downhills belohnt werden. Wer es ruhiger angehen möchte, folgt einfach der flachen Küstenroute und macht an den schönsten Stellen Halt für ein Foto oder eine kurze Erfrischung. Das milde Klima Madeiras macht Biken das ganze Jahr über möglich.
Cascata dos Anjos
Wer in seinem Madeira-Urlaub die wilde, unberührte Seite der Insel hautnah erleben möchte, sollte sich unbedingt auf den Weg zur Cascata dos Anjos machen. Dieser liegt im Hinterland von Ponta do Sol und ist eines jener verborgenen Naturwunder, die man auf dem Eiland immer wieder entdeckt, wenn man bereit ist, ein wenig abseits der ausgetretenen Pfade zu wandern. Der Weg dorthin führt durch dichtes Grün, vorbei an Farnwedeln und moosbedeckten Felsen, und wird von dem leisen Rauschen des Wassers begleitet, das euch schon lange vor dem Ziel ankündigt, was euch erwartet.
Am Ende des Pfades stürzt das Wasser aus beachtlicher Höhe auf die darunter liegende Straße, ein Anblick, der jeden Aufwand sofort vergessen lässt. An warmen Tagen lädt der Strahl zu einem erfrischenden Bad ein, das sich nach einer schweißtreibenden Wanderung umso mehr lohnt. Zieht robuste Schuhe an, denn der Unterweg kann feucht und rutschig sein.

Reise-Infos
Ihr seht euch bereits am Strand von Ponta do Sol und würdet am liebsten sofort eure Koffer packen? Bevor ihr in euer Abenteuer startet, findet ihr im Folgenden die wichtigsten Infos zur Vorbereitung eures Madeira-Urlaubs.
Ideale Reisezeit und Reisedauer
Das portugiesische Eiland gilt als „Insel des ewigen Frühlings“, denn das Klima ist das ganze Jahr über mild und angenehm. Daher lohnt sich ein Besuch in Ponta do Sol auf Madeira zu jeder Saison: Die Hauptreisezeit liegt zwischen Mai und Oktober, wenn die Temperaturen am höchsten sind und das Meer zum Baden einlädt. Wer den Trubel meiden möchte, reist besser außerhalb der Sommermonate, denn auch der Herbst und der Frühling bieten hervorragende Bedingungen für Wanderungen und Kulturerlebnisse.
Für euren Aufenthalt solltet ihr mindestens sieben Tage einplanen, um sowohl Ponta do Sol als auch die nähere Umgebung ausgiebig erkunden zu können. Wer auch den Rest des Eilands entdecken möchte, sollte besser zwei Wochen einkalkulieren.
Anreise und Fortbewegung vor Ort
Madeira ist am bequemsten aus der Luft zu erreichen. Der Flughafen in Funchal wird von zahlreichen deutschen Städten, beispielsweise Frankfurt, München, Düsseldorf und Hamburg, direkt angesteuert. Danach gelangt ihr mit dem Mietwagen in gut 30 bis 40 Minuten an euer Ziel in Ponta do Sol.
Vor Ort ist das Auto die empfehlenswerteste Fortbewegungsart, denn so seid ihr flexibel und könnt Sehenswürdigkeiten und Strände spontan ansteuern. Alternativ steht euch aber auch ein Busnetz zur Verfügung, das unter anderem Ribeira Brava, Madalena do Mar und Calheta ansteuert. Innerhalb von Ponta do Sol sind die wichtigsten Punkte gut zu Fuß erreichbar, da das Zentrum überschaubar ist.
Essen und Spezialitäten
Die Küche Madeiras ist bodenständig und aromatisch zugleich. In Ponta do Sol und Umgebung solltet ihr unbedingt den frischen Thunfisch probieren. Ein weiterer Klassiker ist der Schwarze Degenfisch, der traditionell mit Bananenscheiben gereicht wird. Als Beilage trefft ihr überall auf Milho Frito, knusprig gebratene Maiskuchen, die wunderbar zu Meeresfrüchten und Fleisch passen.
Zum Dessert empfehlen sich die lokalen Puddings mit Maracuja oder Kokos und das bekannte Bolo de Mel, ein Kuchen mit Gewürzen und Nüssen. Natürlich gehört der Madeira-Wein ebenfalls auf den Tisch, aber auch der Poncha, ein traditioneller Aguardente-Cocktail mit Zitrone und Honig, ist ein Muss für alle, die die Insel wirklich auf der Zunge schmecken möchten.

Hotels und Unterkünfte
Das Angebot an Unterkünften in Ponta do Sol ist überschaubar, dafür aber charmant und persönlich. Im Ort gibt es komfortable Hotels, die ihr im historischen Zentrum oder direkt an der Küste mit Meerblick findet. Diese bieten euch viele Services für einen rundum gelungenen Aufenthalt, wie Pools, Wellnessbereiche, eine hauseigene Gastronomie oder Flughafentransfers.
Wer ein authentisches Erlebnis bevorzugt, übernachtet in einer Pension oder einer Quinta, einem traditionellen madeirischen Landgut mit Garten und regionaler Gastfreundschaft. In der weiteren Umgebung, etwa in Calheta oder Ribeira Brava, gibt es ebenfalls eine gute Auswahl an Unterkünften unterschiedlicher Kategorien.









