Wenn ihr durch die lebhaften Straßen von Santiago schlendert, an der Küste von Valparaíso entlangspaziert oder die idyllischen Weinregionen des Zentraltals erkundet, werdet ihr überall auf köstliche Überraschungen stoßen. Chilenische Küche ist eine wunderbare Mischung aus indigenen Mapuche-Traditionen, spanischen Kolonialeinflüssen und der Kreativität moderner Köche.
Überblick
Hier verschmelzen frische Meeresfrüchte aus dem Pazifik mit herzhaften Fleischgerichten aus dem Landesinneren zu einer einzigartigen gastronomischen Erfahrung. Chilenisches Essen erzählt Geschichten. Von Fischern, die in den frühen Morgenstunden aufs Meer hinausfahren. Von Bauern, die in fruchtbaren Tälern arbeiten, und von Familien, die seit Generationen ihre Rezepte weitergeben. Was diese Küche so einzigartig macht, ist ihre tiefe Verwurzelung in der Natur.
Chile verfügt über eine der längsten Küstenlinien der Welt, und das spiegelt sich deutlich in der Esskultur wider. Frischer Fisch spielt eine zentrale Rolle und wird oft noch am selben Tag gefangen und zubereitet. Gleichzeitig bringen die fruchtbaren Täler eine Fülle von Obst und Gemüse hervor, während die ausgedehnten Weideflächen für hochwertiges Rindfleisch und Lamm sorgen.

Geschichte der chilenischen Küche
- Indigene Wurzeln (Mapuche): Die Mapuche, das größte indigene Volk Chiles, legten den Grundstein für viele kulinarische Traditionen. Sie kultivierten bereits Kartoffeln (Chile ist eine der Ursprungsregionen), Quinoa, Mais und verschiedene Bohnenarten. Besonders wichtig ist der Merkén, ein geräuchertes Chilipulver, das bis heute verwendet wird.
- Spanische Kolonialzeit (ab 1540): Mit den Spaniern kamen Weizen, Rinder, Schweine, Hühner, Wein und Olivenöl nach Chile. Die Verschmelzung spanischer Kochtechniken mit lokalen Zutaten prägte die Grundlage der heutigen Küche.
- Deutsche Einwanderung (19. Jahrhundert): Im Süden Chiles, besonders in der Region um Valdivia und Puerto Montt, siedelten sich viele deutsche Einwanderer an. Sie brachten ihre Backtradition mit: Kuchen (ja, das Wort wird auf Spanisch verwendet!), Strudel, Hefeteige und die Liebe zu Wurst und geräuchertem Fleisch.
- Weitere europäische Einflüsse: Italienische, französische und britische Einwanderer hinterließen ebenfalls Spuren. Der „Once“ (Nachmittagstee) hat britische Wurzeln, während italienische Einflüsse sich in Pasta-Gerichten und der Verwendung von Basilikum zeigen.
- Moderner Twist: Heute erlebt Chile eine kulinarische Renaissance. Junge Köche kombinieren traditionelle Rezepte mit modernen Techniken und wiederentdecken vergessene indigene Zutaten wie verschiedene Kartoffelsorten und jede Menge frische, einheimische Kräuter.
Traditionen
Das gemeinsame Essen hat in Chile einen besonderen Stellenwert. Der „Once“, ursprünglich ein nachmittäglicher Tee, ähnlich dem britischen Afternoon Tea, ist für viele Familien ein heiliges Ritual. Dabei kommen alle zusammen, um bei frischem Brot und süßen Leckereien den Tag ausklingen zu lassen. Diese Tradition zeigt, wie wichtig den Chilenen das Miteinander am Tisch ist. Wenn ihr also Chile besucht, werdet ihr schnell merken, dass Essen hier weit mehr ist als bloße Nahrungsaufnahme. Es ist ein Ausdruck von Liebe, Familie und Gemeinschaft. Und es gibt noch weitere Traditionen:
- Fiestas Patrias (18. September): Der Nationalfeiertag ist DAS kulinarische Ereignis des Jahres. Überall werden „Fondas“ (Festzelte) aufgebaut, wo Empanadas, Anticuchos (Fleischspieße), Choripán und natürlich reichlich Wein und Chicha (fermentierter Traubensaft) serviert werden.
- Sonntags-Cazuela: In vielen chilenischen Familien ist der Sonntag der Tag der Cazuela. Die Großmutter oder Mutter bereitet den großen Eintopf zu, und die ganze Familie kommt zusammen. Es ist ein Moment der Verbundenheit, bei dem Geschichten erzählt und Neuigkeiten ausgetauscht werden.
- Das Asado als soziales Ereignis: Anders als schnelles Grillen ist das chilenische Asado ein stundenlanges Ritual. Der Grillmeister hat die Ehrenrolle. Man trifft sich mittags und bleibt bis in den Abend. Es geht weniger ums Essen selbst als um Gemeinschaft, Gespräche und das gemeinsame Genießen der Zeit.
- Mariscos am Meer: An der Küste ist es Tradition, sonntags in eine „Picada“ (ein einfaches Lokal) zu gehen und frische Meeresfrüchte zu essen. Direkt am Hafen, wo die Fischer ihren Fang anlanden. Besonders beliebt sind die Fischmärkte in Valparaíso und der Mercado Central in Santiago.

Vorspeisen
Sie sind perfekt, um euren Gaumen auf das kommende Festmahl vorzubereiten. Chilenische Vorspeisen sind oft leicht, frisch und voller intensiver Aromen. Besonders die Nähe zum Meer macht sich hier bemerkbar: Meeresfrüchte in verschiedensten Variationen dominieren die Karten der Restaurants. Aber auch herzhafte Teigwaren und frische Salsas gehören zum Repertoire.
Empanadas de Pino
Beginnen wir gleich mit dem Star unter den chilenischen Vorspeisen. Ihr werdet sie überall im Land finden: Diese goldbraun gebackenen Teigtaschen sind gefüllt mit „Pino“, einer würzigen Mischung aus gehacktem Rindfleisch, Zwiebeln, Rosinen, schwarzen Oliven und einem hart gekochten Ei. Der Teig wird aus Weizenmehl, Schmalz und warmem Wasser hergestellt und muss ruhen, bevor er dünn ausgerollt wird.
Die Füllung wird zunächst in der Pfanne angebraten und mit Kreuzkümmel, Paprika und einer Prise Zucker gewürzt. Anschließend formt man die Teigtaschen sorgfältig, bestreicht sie mit Eigelb und bäckt das Ganze im Ofen goldbraun. Traditionell werden sie zu Nationalfeiertagen serviert, aber ihr könnt sie das ganze Jahr über in Bäckereien und auf Märkten genießen.
Machas a la Parmesana
Die frischen Muscheln werden zunächst vorsichtig geöffnet und auf einer Hälfte der Schale belassen. Dann bedeckt man sie großzügig mit einer Mischung aus geriebenem Parmesankäse, Butter, gehacktem Knoblauch und einem Spritzer Weißwein. Unter dem heißen Grill gratiniert, bis der Käse goldbraun und leicht knusprig ist, entfalten sie ihr volles Aroma. Serviert werden Machas a la Parmesana auf einem Bett aus grobem Meersalz, das sie schön heiß hält. Dazu reicht man frisches Brot und Zitronenspalten zum Beträufeln.

Ceviche Chileno
Anders als sein berühmter peruanischer Cousin hat der chilenische Ceviche seinen ganz eigenen Charakter, den ihr unbedingt probieren solltet. Frischer weißer Fisch (meist Corvina oder Reineta) wird in kleine Würfel geschnitten und in reichlich Zitronensaft mariniert, bis das Fleisch durch die Säure „gegart“ wird. Was den chilenischen Ceviche besonders macht, ist die Zugabe von fein gehackten Zwiebeln, frischem Koriander und fein gewürfelten grünen Chilis.
Manchmal kommen auch kleine Stücke von Meeresfrüchten wie Garnelen oder Tintenfisch hinzu. Das Ganze muss mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ziehen, damit sich alle Aromen verbinden können. Serviert wird der Ceviche eiskalt in einer Glasschale, begleitet von geröstetem Maisbrot oder knusprigen Chips und einer halbierten Avocado.
Pebre
Die chilenische Esskultur ist schier undenkbar ohne Pebre. Eine würzige Salsa, die zu fast allem gereicht wird. Diese frische Soße besteht aus fein gehackten Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, frischem Koriander und scharfen grünen Chilis (Ají Verde). Alles wird mit Olivenöl, Rotweinessig, Salz und manchmal einem Spritzer Zitronensaft vermischt. Das Besondere am Pebre ist, dass es nicht gekocht wird. Die Frische der rohen Zutaten macht seinen einzigartigen Geschmack aus. Es muss etwa eine Stunde durchziehen, damit sich die Aromen verbinden.

Suppen und Eintöpfe
Euch erwartet ein Land mit kühlen Nächten und langen Wintern, besonders im Süden. Da verwundert es nicht, dass wärmende Suppen und herzhafte Eintöpfe einen festen Platz in der chilenischen Gastronomie haben. Diese Gerichte sind wahre Seelenwärmer und werden oft in großen Töpfen zubereitet, aus denen sich die ganze Familie bedient.
Cazuela
Dieser herzhafte Eintopf wird traditionell mit Rindfleisch oder Huhn zubereitet, zusammen mit großen Stücken Kürbis, Kartoffeln, Maiskolben und grünen Bohnen. Das Fleisch wird zunächst mit Zwiebeln angebraten und dann mit reichlich Wasser aufgegossen. Nach und nach kommen die Gemüsesorten hinzu, je nach ihrer Garzeit. Das Ganze köchelt langsam vor sich hin, bis eine reichhaltige, goldene Brühe entsteht und das Gemüse butterzart ist. Gewürzt wird mit Oregano, Kreuzkümmel und Koriander.
Caldillo de Congrio
Der chilenische Dichter Pablo Neruda machte dieses Gericht weltberühmt und widmete ihm sogar ein Gedicht. Der Caldillo de Congrio ist eine cremige Suppe, die mit Congrio, einem aalähnlichen Fisch aus dem Pazifik, zubereitet wird. Dieser wird in große Stücke geschnitten und zusammen mit Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten in einem Tontopf langsam gegart. Weißwein und Fischfond bilden die Basis der samtigen Brühe.
Sahne wird am Ende hinzugefügt, um dem Gericht seine charakteristische Cremigkeit zu verleihen. Gewürzt wird mit Paprika, Oregano und einem Hauch Safran. Der Caldillo de Congrio wird traditionell sehr heiß in einem Tontopf serviert, bestreut mit frischer Petersilie und begleitet von knusprigem Brot zum Eintunken.

Hauptspeisen
Kommen wir nun zum Herzstück beim typisch chilenischen Essen. Hier zeigt sich die ganze Vielfalt und Kreativität der regionalen Köche. Von üppigen Fleischgerichten über frische Meeresfrüchte bis hin zu einzigartigen Kombinationen aus einheimischen Zutaten ist alles dabei. Diese Leckereien sind oft reichhaltig und sättigend, perfekt für hungrige Reisende nach einem langen Tag voller Abenteuer.
Pastel de Choclo
Hierbei handelt es sich um einen herzhaften Auflauf mit einer Basis aus gewürztem Rindfleisch (Pino), hart gekochten Eiern, Hühnerstücken und schwarzen Oliven, bedeckt von einer dicken Schicht süßlichem Püree. Der frische Mais wird zu einem cremigen Brei verarbeitet und mit Basilikum und etwas Zucker verfeinert. Die Füllung und das Maispüree werden in traditionellen Tonschalen geschichtet und im Ofen gebacken, bis die Oberfläche goldbraun und leicht karamellisiert ist. Vor dem Servieren wird eine Prise Zucker auf die Oberfläche gestreut und mit einem heißen Löffel karamellisiert. Vorsicht, sehr heiß!
Curanto
Das Curanto ist ein spektakuläres Festmahl von der Insel Chiloé und ein unvergessliches Erlebnis. Traditionell wird es in einem Erdloch zubereitet: Heiße Steine werden hineingelegt, darauf schichtet man Mies- oder Venusmuscheln, Fleisch (Huhn, Schwein, Chorizo), Kartoffeln und Chapaleles (Kartoffelteigklöße). Alles wird mit großen Nalca-Blättern bedeckt und stundenlang gedämpft.
Der Dampf der Steine gart alles gleichzeitig und vermischt die Aromen zu etwas Magischem. In Restaurants wird oft Curanto en Olla angeboten, die Topf-Version, die ähnlich schmeckt. Das fertige Curanto wird auf großen Platten serviert, von denen sich alle bedienen. Dazu gibt es typischerweise Pebre und einen kräftigen chilenischen Rotwein.

Asado Chileno
Wenn Chilenen feiern, dann gibt es Asado. Und ihr seid herzlich eingeladen. Das landestypische Grillfest unterscheidet sich etwas vom argentinischen Pendant und hat seinen ganz eigenen Charakter. Bevorzugt werden Rindfleischstücke wie Entrañas (Skirt Steak), Lomo (Filet) und Costillar (Rippchen), aber auch Chorizo und Blutwurst dürfen nicht fehlen. Das Fleisch wird nur mit grobem Salz gewürzt und langsam über Holzkohle gegrillt. Die Kunst bei diesem Nationalgericht liegt in der Geduld. Gutes Asado braucht Zeit. Dazu werden gegrillte Provolone-Käse-Scheiben, frische Salate und natürlich reichlich Pebre gereicht. Das Asado ist mehr als ein Essen. Es ist ein soziales Ereignis, bei dem Familie und Freunde zusammenkommen, Geschichten erzählen und den Moment genießen.
Lomo a lo Pobre
Trotz seines Namens (Filet nach Arme-Leute-Art) ist dieses Gericht alles andere als bescheiden. Ein saftiges Rinderfilet wird perfekt gebraten und serviert mit einem Berg goldener Pommes frites, karamellisierten Zwiebeln und gekrönt von zwei Spiegeleiern mit fließendem Eigelb. Das Filet wird nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und in heißer Butter angebraten, um eine köstliche Kruste zu bekommen. Die Zwiebeln werden langsam in derselben Pfanne geschmort, bis sie süß und karamellfarben sind. Das fließende Gelb der Spiegeleier vermischt sich mit dem Fleischsaft zu einer natürlichen Soße. Dazu werden oft ein frischer grüner Salat und natürlich Pebre gereicht. Ein wahres Festmahl.

Reineta a la Plancha
Die Reineta ist ein beliebter Speisefisch aus dem chilenischen Pazifik mit zartem, weißem Fleisch. Sie wird als ganzes Filet oder in Stücken auf einer heißen Plancha (Grillplatte) mit Olivenöl, Knoblauch und Zitrone zubereitet. Die Kunst liegt darin, den Fisch außen knusprig und innen saftig zu halten. Gewürzt wird nur dezent mit Meersalz, Pfeffer und frischen Kräutern wie Petersilie. Traditionell wird Reineta a la Plancha mit einer großzügigen Portion Reis, einem frischen Salat und gedämpftem Gemüse serviert. Dazu kommen Zitronenspalten und eine kleine Schale mit Knoblauch-Butter zum Beträufeln. Frisch, leicht und unglaublich lecker.
Nachspeisen
Nach all den herzhaften Köstlichkeiten wird es Zeit für etwas Süßes. Die chilenischen Desserts sind geprägt von der Liebe zu Dulce de Leche (Manjar genannt), frischen Früchten und europäischen Einflüssen. Besonders die der deutschen Einwanderer, die im 19. Jahrhundert ihre Backtraditionen mitbrachten. Ob ihr nun cremige Puddings, knusprige Kekse oder erfrischende Fruchtdesserts bevorzugt: Chile hat auch für Naschkatzen etwas zu bieten.
Alfajores
Diese zarten Doppelkekse sind die perfekte Begleitung zu einer Tasse Kaffee oder Tee. Alfajores bestehen aus zwei mürben, buttrigen Keksen aus Mais- und Weizenmehl, die mit einer großzügigen Schicht Manjar (Dulce de Leche) zusammengefügt werden. Der Teig wird mit Puderzucker, Eigelb und etwas Pisco oder Rum verfeinert, was ihm sein einzigartiges Aroma verleiht. Nach dem Backen werden die Kekse abgekühlt und die cremige Manjar-Füllung aufgetragen. Traditionell werden sie dann in Puderzucker gewälzt oder mit Schokolade überzogen.

Leche Asada
Das cremige Dessert ist Chiles Antwort auf Crème Caramel und schmeckt einfach himmlisch. Leche Asada wird aus Milch, Eiern, Zucker und Vanille zubereitet. Die Zutaten werden zu einer samtigen Masse verrührt und in einer karamellisierten Form langsam im Wasserbad gebacken, bis die Oberfläche goldbraun und leicht karamellisiert ist. Das Besondere an der chilenischen Version ist die charakteristische gebackene Oberfläche, die ihr einen leicht nussigen Geschmack verleiht. Nach dem Abkühlen wird die Leche Asada gestürzt, sodass das flüssige Karamell über den Pudding fließt.
Mote con Huesillo
Ein Dessert, das gleichzeitig auch ein erfrischendes Getränk ist? Perfekt für heiße Sommertage an Chiles schönsten Stränden. Mote con Huesillo besteht aus geschältem Weizen (Mote) und getrockneten Pfirsichen (Huesillos), die in einem süßen Sirup aus Wasser, Zucker und Zimt eingelegt werden. Die Früchte werden zunächst eingeweicht und dann langsam im Sirup gekocht, bis sie weich und vollgesogen sind.
Der Mote wird separat gekocht und dann zum Sirup gegeben. Das Ganze wird kalt serviert, traditionell in hohen Gläsern, sodass man die hübschen Schichten sehen kann. An heißen Tagen findet ihr Mote con Huesillo an Straßenständen überall in Chile. Es ist süß, erfrischend und absolut einzigartig. So etwas findet ihr nirgendwo sonst auf der Welt.

Getränke
Was wäre ein fantastisches Essen aus Chile ohne die passenden Getränke? Das Land ist weltberühmt für seine exzellenten Weinanbaugebiete. Die einzigartige Geografie mit den Anden im Osten und dem Pazifik im Westen schafft perfekte Bedingungen für den Anbau. Unbedingt probieren solltet ihr den Carménère, eine Rebsorte, die in Chile ihre neue Heimat gefunden hat.
Kein Urlaub in eurem Traumhotel in Chile ist komplett ohne einen Pisco Sour! Dieser erfrischende Cocktail aus Pisco (Traubenschnaps), Zitronensaft, Zuckersirup und Eiweiß ist das Nationalgetränk und schmeckt an warmen Abenden einfach perfekt. Für Mutige gibt es den „Terremoto“ (Erdbeben), eine Mischung aus Weißwein, Ananaseis und Grenadine, die es in sich hat. Bei den heißen Getränken dominiert der Kaffee. Tee ist ebenfalls beliebt, besonders zur bereits erwähnten Once.

Vegetarisch und vegan essen
Gute Nachrichten für alle pflanzlichen Esser unter euch: Die vegetarische und vegane Szene in Chile wächst rasant. Besonders in Santiago, Valparaíso und anderen größeren Städten findet ihr mittlerweile zahlreiche rein vegane Restaurants und Cafés, die extrem leckere und vor allem kreative Interpretationen traditioneller Gerichte anbieten.
Von den vorgestellten Spezialitäten lassen sich einige wunderbar vegetarisch oder vegan anpassen. Porotos Granados sind bereits von Natur aus vegetarisch und können leicht vegan zubereitet werden. Empanadas gibt es oft auch mit Käsefüllung (vegetarisch) oder mit Gemüse und Pilzen (vegan). Pebre ist ohnehin vegan und begleitet euch durch eure gesamte Reise. Pastel de Choclo kann in einigen Restaurants als vegetarische Version bestellt werden, mit Gemüse statt Fleisch unter der köstlichen Maisdecke. Fragt in Restaurants nach „sin carne“ (ohne Fleisch) oder „vegano“. Die Chilenen sind zunehmend vertraut mit diesen Wünschen.









