Reisenews 29: Hurrikan, Highlights in Deutschland und Handgepäck

Bild Reisenews mit HurrikanDie Reisewoche geht mit Naturgewalten zu Ende, wie wir sie lange nicht erlebt haben. Während in der Karibik Wirbelsturm „Irma“ tobt, hat in der Nacht zu Freitag ein schweres Erdbeben Mexiko erschüttert. Das und mehr in den aktuellen Reisenews.

Neues aus aller Welt

„Irma“: Menschen auf der Flucht vor Wirbelsturm

Hurrikan „Irma“ tobt seit Mitte der Woche über bewohnte Gebiete der Karibik und könnte am Wochenende auf Florida treffen, wo gerade die Massenevakuierung läuft. Die Stadt Miami könnte laut aktuellen Wettermodellen voll vom Hurrikan getroffen werden. Tausende Menschen suchen daher ihren Weg nach Norden, um sich vor der Bedrohung zu schützen. Auf den Highways bildeten sich lange Schlangen, die US-Fluggesellschaften haben teilweise größere und zusätzliche Flugzeuge in Betrieb, um möglichst viele Personen bist Freitagabend aus dem Gebiet fliegen zu können. Fast eine Million Menschen hatten zuvor die Anordnung erhalten, ihre Häuser zu verlassen. Wer nicht meilenweit in den Norden reisen kann oder will, findet in Notunterkünften Schutz. Zudem sorgen viele Bewohner Floridas für ausreichend Vorräte in den eigenen vier Wänden. Touristen auf den Florida Keys wurden bereits vor Tagen dazu aufgefordert, den Süden des Bundesstaats zu verlassen.

Mexiko: Schwerstes Erdbeben seit mehr als 30 Jahren

Und auch die andere Seite Nordamerikas kämpft mit Naturgewalten: Ein Erdbeben der Stärke 8 hat die Südküste von Mexiko schwer erschüttert. Selbst im 1000 Kilometer entfernten Mexiko City waren die Ausläufer des Bebens zu spüren, welches damit als das stärkste seit 1985 gilt. Nach dem Erdbeben rechnet man jetzt mit Flutwellen am sogenannten Pazifischen Feuerring, wo es immer wieder zu heftigen Beben kommt. Aktuell gibt es Tsunami-Warnungen für die Küsten von Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und Ecuador. Urlauber, die sich in der Region aufhalten, sollten unbedingt den Anweisungen der Behörden Folge leisten.

Deutschland: Die beliebteste Sehenswürdigkeit ist winzig

Ein schöneres Thema sind dagegen die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Laut einer aktuellen Auswertung unter ausländischen Besuchern ist das Miniatur Wunderland in Hamburg das Highlight schlechthin. Die weltweit größte unter den Modelleisenbahnanlagen nimmt ihre Gäste mit auf eine Reise in eine geschrumpfte Welt, in der es viele Details zu entdecken gibt. Auf dem zweiten Platz der deutschen Sehenswürdigkeiten liegt der Europa-Park in Rust, der vor allem von abenteuerlustigen Deutschland-Urlaubern besucht wird. Mit Schloss Neuschwanstein liegt das vielleicht bekannteste Postkartenmotiv aus unseren Landen auf dem dritten Rang.

Wissenswertes für Urlauber

Ökotaxe auf Mallorca wird teurer

Mallorca-Urlauber müssen ab 2018 noch mehr Geld für ihre Reise einplanen. Obwohl für das kommende Jahr wegen der anhaltend guten Auslastung schon jetzt mit steigenden Hotelpreisen zu rechnen ist, kommt es für die Fans der Baleareninsel noch dicker. Die sogenannte „Ecotasa“ soll demnach ab dem kommenden Jahr verdoppelt werden. Wie viel der einzelne Reisende zahlen muss, hängt vor allem von der Unterkunft ab. Wer bisher einen Euro pro Nacht berappen musste, für den sind es ab 2018 dann zwei. Der Tagessatz von vier Euro soll allerdings nicht überschritten werden.

Ryanair spart jetzt beim Handgepäck

Und noch eine Preissteigerung: Flugreisende mit Ryanair müssen sich ab 1. November überlegen, ob sie ihr zweites, größeres Handgepäckstück aufgeben oder für die Mitnahme an Bord eine Gebühr entrichten. Verursacher sind laut Airline die Passagiere selbst, welche die bisher geltenden Regeln zu sehr ausnutzen. Denn weil fast jeder Ryanair-Reisender einen Trolley mit in die Kabine nimmt, wird der Platz in den Ablagefächern über den Sitzen knapp. Ab November dürfen deshalb nur noch jene Passagiere auch ein zweites größeres Gepäckstück mit an den Platz nehmen, die dafür bezahlen. Alle anderen müssen den größeren Teil ihres Handgepäcks am Gate aufgeben.