Freut euch auf ein Land voller Kontraste, in dem uralte Traditionen auf hypermoderne Trends treffen. Diese faszinierende Mischung spiegelt sich auch in den Souvenirs aus Korea wider. Lasst euch inspirieren und entdeckt, welche Schätze auf euch warten. Packt eure Koffer also nicht zu voll. Ihr werdet Platz für unvergessliche Erinnerungen brauchen.
Überblick
Ob in den glitzernden Einkaufsvierteln Seouls, den charmanten Boutiquen Busans oder auf den lebhaften Nachtmärkten: Überall werdet ihr von der Herzlichkeit der Menschen und der Liebe zum Detail überwältigt sein. Schlendert durch die engen der Nebenstraßen, während der Duft von frisch geröstetem Tee und süßen Reiskuchen eure Sinne umschmeichelt. Überall funkeln handgefertigte Kostbarkeiten in den Auslagen, und freundliche Händler laden euch mit einem Lächeln ein, ihre Schätze zu entdecken. Das Einkaufen in Korea ist so viel mehr als nur eine Transaktion. Es ist eine Reise durch Jahrhunderte voller Handwerkskunst und jeder Menge Kreativität.
Hier verschmelzen Vergangenheit und Zukunft auf magische Weise. In einem Moment haltet ihr ein Stück Geschichte in den Händen, das von Generationen alter Handwerkskunst erzählt, und im nächsten entdeckt ihr innovative Produkte, die weltweit Trends setzen. Die Koreaner haben ein unglaubliches Gespür für Ästhetik und Qualität.
Top 10 Souvenirs aus Korea
Unsere zehn Favoriten unter den typischen Mitbringseln aus Korea sind perfekt für alle, die sich bereits vor dem Urlaub ganz genau überlegen möchten, wonach sie Ausschau halten wollen. Aber auch die Spontanen unter euch finden im Folgenden viel Inspiration und Hintergrundinfos für einen Shopping-Trip durch die bunten Märkte.
1. Gim
Ein knuspriger Schatz aus dem Meer. Wenn ihr durch die Gänge der Märkte schlendert, werdet ihr sie überall entdecken: die glänzenden, hauchdünnen Blätter des Gim. Dieses essbare Meeresalgenwunder blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Bereits zur Zeit des Silla-Reiches war es so kostbar, dass es als Teil der Mitgift verschenkt wurde. Im poetischen Korea der Joseon-Dynastie nannte man Gim liebevoll „Haeui“. Das Kleid des Meeres.

Die Herstellung gleicht der traditionellen koreanischen Papierkunst Hanji: Frisch geernteter Seetang wird gewaschen, zu einer Masse verarbeitet und auf Bambussieben zu hauchdünnen Blättern geformt, bevor er in der Meeresbrise trocknet.
Eine bezaubernde Legende erzählt, dass die Koreaner einst beobachteten, wie Wale nach der Geburt Seetang fraßen, um sich zu erholen. So entstand die Tradition der nahrhaften Algensuppe für junge Mütter. Gim gilt als Symbol für Wohlstand und Glück und wird gerne zu Feiertagen verschenkt. Achtet beim Kauf auf Bio-Qualität von seriösen Anbietern und bevorzugt Produkte aus den traditionellen Anbaugebieten der Südküste. Dort schmeckt ihr das Meer in jedem knusprigen Bissen.
2. Blumenschuhe
Die Kkotsin sind weit mehr als nur Schuhwerk. Sie sind kleine Kunstwerke, die einst den Füßen koreanischer Frauen Eleganz verliehen. Diese zauberhaften Seidenschätze werden mit Motiven wie Pfingstrosen, Lotus und Chrysanthemen bestickt. Dabei trägt jedes Symbol eine Bedeutung: Langlebigkeit, Reinheit, Glück. In der Joseon-Dynastie verrieten Schuhe den gesellschaftlichen Stand der Trägerin, und nur Adelsfrauen durften die kostbar bestickten Kkotsin tragen.

Die Herstellung ist eine Meisterleistung: Bis zu 72 einzelne Arbeitsschritte sind nötig, um ein einziges Paar zu fertigen. Der Clou? Die Schuhe sind für beide Füße identisch. Das weiche Leder schmiegt sich erst mit der Zeit an die individuelle Form. Heute gilt der Schuhmachermeister Hwang Hae-bong, dessen Familie seit fünf Generationen dieses Handwerk pflegt, als lebendiges Kulturerbe Koreas.
Kaufen könnt ihr authentische Kkotsin in Hanbok-Fachgeschäften rund um Insadong in Seoul oder im traditionellen Gwangjang-Markt. Achtet auf hochwertige Seidenstickerei und echtes Leder. Nur dann tragt ihr ein Stück koreanischer Seele.
3. Ramyeon
Es ist spät, draußen regnet es, und ihr sitzt in einem winzigen koreanischen Laden, während der Duft von würziger Brühe aufsteigt und euch wärmt. Weit mehr als nur Instant-Nudeln, es ist wohlige, flüssige Geborgenheit. Die Geschichte beginnt 1963, als Korea noch von den Wunden des Krieges gezeichnet war. Die erste Packung Samyang Ramyeon kostete nur 10 Won und wurde zum Symbol der Hoffnung für ein hungerndes Volk. Heute verzehren Koreaner stolze 77 Portionen pro Person im Jahr. Absoluter Weltrekord. Die Leichtathletin Lim Chun-ae, dreifache Goldmedaillengewinnerin, trainierte einst nur mit Ramyeon und Laufen. Sie wurde liebevoll das „Ramyeon-Mädchen“ genannt.

Ramyeon ist Seelentröster nach durchzechten Nächten, Mitternachtssnack und Camping-Essential in einem. Kaufen könnt ihr die bunten Packungen in jedem koreanischen Supermarkt oder Convenience Store. Achtet auf verschiedene Schärfegrade. Von mild bis feurig-höllisch. Shin Ramyeon für Mutige, Chapagetti für Feinschmecker. Ein Stück Korea für euren Koffer.
4. Hahoe Masken
Wenn Holz zu lachen beginnt: Ihr steht im jahrhundertealten Dorf Hahoe, und plötzlich erwachen geschnitzte Gesichter zum Leben. Mal spöttisch grinsend, mal weise lächelnd. Die Hahoe sind Koreas berühmteste Holzmasken und wurden 1964 zum Nationalschatz Nummer 121 erklärt.
Die Legende erzählt von dem Schnitzer Heo, dem im Traum ein Geist erschien und ihn beauftragte, zwölf Masken zu fertigen. Doch niemand durfte ihn dabei beobachten. Als eine heimlich verliebte junge Frau durch die Papierwand spähte, starb Heo augenblicklich. Deshalb fehlt der zwölften Maske, dem Narren, bis heute das Kinn.

Seit dem zwölften Jahrhundert dienten diese Masken dem einfachen Volk, um die Adligen zu verspotten. Geschützt durch die Anonymität der Verkleidung. Jede der ursprünglich zwölf Figuren repräsentiert einen Archetypen: vom korrupten Yangban-Adeligen bis zur schüchternen Braut. Die beweglichen Kinnpartien lassen die Kunstwerke je nach Kopfneigung lächeln oder höhnen. Kaufen könnt ihr authentische Nachbildungen im Hahoe-Dorf selbst oder in Insadong, Seoul. Achtet auf handgeschnitztes Erlenholz und mehrfach glatt und glänzend lackierte Oberflächen.
5. Koreanischer Tee
Ihr sitzt in einem traditionellen Teehaus, während der zarte Duft von Kräutern und Wurzeln aufsteigt und euch in eine Welt der Ruhe entführt. Koreanischer Tee, genannt „Cha“, ist weit mehr als ein Getränk. Er ist eine fast 2.000 Jahre alte Philosophie der Achtsamkeit. Die Geschichte reicht bis ins Silla-Reich zurück, als Tee bei Ahnenzeremonien und in buddhistischen Tempeln gereicht wurde. Das Besondere: Koreanischer Tee umfasst nicht nur Blätter der Teepflanze, sondern auch heilsame Aufgüsse aus zahlreichen Früchten, Wurzeln, Getreide und exotischen Blüten.

Insam-cha (Ginseng-Tee) ist der König unter den koreanischen Sorten. Die kostbare Wurzel, deren Form an einen menschlichen Körper erinnert, braucht vier bis sechs Jahre zum Wachsen. Traditionell wird sie mit Jujube-Datteln und Honig aufgekocht. Ein erdiger, leicht bitterer Energiespender, den schon die Joseon-Könige tranken. Weitere Schätze: Nokcha (Grüntee) aus den nebligen Plantagen von Boseong, Yujacha (Zitronentee) mit seinem sonnigen Aroma, Boricha (gerösteter Gerstentee), der in jedem Restaurant serviert wird, und Omija-cha – der mysteriöse „Fünf-Geschmacks-Tee“ aus Magnolienbeeren.
6. Hangwa
Auf einem königlichen Bankett der Joseon-Dynastie türmen sich kunstvoll verzierte Köstlichkeiten bis zu 55 Zentimeter hoch. 24 verschiedene Sorten traditioneller Süßigkeiten, die wie essbare Juwelen glänzen. Das ist Hangwa, Koreas leckeres Kulturerbe. Der Name bedeutet wörtlich Süßwaren und reicht bis ins Drei-Königreiche-Reich zurück. Als der Buddhismus Fleisch verbot und frisches Obst im Winter rar war, schufen findige Köche „künstliche Früchte“ aus Getreide und Honig. So zauberhaft, dass sie sogar am chinesischen Kaiserhof für kulinarische Begeisterung sorgten.

Die Vielfalt ist überwältigend: Yakgwa, honiggetränkte Teigblumen, die langsam frittiert werden. Yugwa, luftig-knusprige Reispuffs, deren Herstellung eine wahre Meisterleistung ist. Dasik, winzige Teekonfekte mit eingravierten Glückssymbolen. Gangjeong, knackige Riegel mit Sesam und Pinienkernen. Statt raffiniertem Zucker verwenden die Meister Honig und Malzsirup. Eine sanfte Süße, die auf der Zunge zergeht.
Heute erlebt Hangwa eine Renaissance: Junge Koreaner stehen Schlange vor Spezialgeschäften wie vor K-Pop-Konzerten. Kaufen könnt ihr diese Schätze in Hangwa-Manufakturen oder den Feinkost-Abteilungen großer Kaufhäuser. Ein Geschenk, das Tradition und Eleganz vereint.
7. Schlüsselanhänger
Die Stars unter den Anhängern sind die Norigae. Dabei handelt es sich um traditionelle Quastenanhänger, die einst am Hanbok der koreanischen Frauen hingen. Jede Farbe trägt eine Bedeutung: Rot für Glück, Blau für Schutz, Gelb für Wohlstand. Die kunstvollen Seidenknoten, genannt Maedup, werden nach jahrhundertealter Technik von Hand gefertigt. Schmetterlinge symbolisieren Transformation und Hoffnung, Lotusblüten stehen für Reinheit. Im Leesle-Shop in Hongdae könnt ihr sogar euren eigenen Norigae gestalten. Ein unvergessliches Erlebnis während eures wohlverdienten Urlaubs in Südkorea.
Ebenso beliebt: Miniatur-Hanbok-Anhänger aus bunter Seide, niedliche Hahoe-Masken mit ihrem geheimnisvollen Lächeln, filigrane Keramik-Anhänger im berühmten Celadon-Grün und natürlich moderne K-Pop-Designs für alle Hallyu-Fans. Kaufen könnt ihr diese kleinen Schätze überall: In Insadong, Namdaemun und Dongdaemun findet ihr handbestickte Anhänger schon ab 10.000 Won. Achtet auf echte Handarbeit. Die leichten Unregelmäßigkeiten verraten die authentische Fertigung. Ein Geschenk, das Glück bringt und Erinnerungen weckt.

8. Natürliche Medizin
Ihr schlendert durch die Gassen des Yangnyeongsi-Marktes in der Großstadt Seoul, wo der erdige Duft von Wurzeln und Kräutern eure Sinne umhüllt. Eine Mischung, die für Koreaner nach Geborgenheit und Großmutters Küche riecht. Willkommen in der Welt des Hanbang, der traditionellen Heilkunst des Landes. Diese jahrtausendealte Medizin basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz: Körper, Geist und Natur sollen im Einklang schwingen. Das berühmte „Dongui Bogam“, ein medizinisches Standardwerk aus dem 17. Jahrhundert, gilt noch heute als Meisterwerk und ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Stars unter den Heilmitteln: Roter Ginseng (Hongsam), der König der Wurzeln, der sechs Jahre in der Erde reift und Energie schenken soll. Reishi-Pilze (Youngji) für das Immunsystem. Jujube-Datteln für innere Ruhe. Und Ssanghwacha, ein wohltuender Kräutertrank, der müde Seelen wärmt. Kaufen könnt ihr diese Schätze auf dem Seoul Yangnyeongsi-Markt mit über 800 Kräuterläden oder im edlen Jung Kwan Jang-Store für Premium-Ginseng. Achtet auf das Gütesiegel für koreanische Erzeugnisse und lasst euch individuell beraten. Die Händler mischen euch gerne einen persönlichen Heiltrank.
9. Keramik
Die berühmte Cheongja (Seladon-Keramik) der Goryeo-Dynastie verzaubert mit ihrem geheimnisvollen Blaugrün, das an Eisvogel-Federn erinnert. Durch die einzigartige Sanggam-Technik (feine Einlegearbeiten mit weißem und schwarzem Ton) entstanden fliegende Kraniche und Wolkenmuster, die selbst chinesische Gesandte staunen ließen. Das Besondere an diesem Souvenir aus Korea: Jedes Stück durchläuft 24 Arbeitsschritte und 70 Tage sorgfältige Handarbeit.
Weitere Schätze: Buncheong mit seinen kühnen Pinselstrichen, von japanischen Teeliebhabern verehrt. Die strahlend weiße Baekja (Weißporzellan), die konfuzianische Reinheit verkörpert. Und der legendäre Mondkrug, dessen zwei getrennt geformte Hälften zusammengefügt werden und so bewusste Asymmetrie feiern. Kaufen könnt ihr diese Meisterwerke im Keramikdorf Icheon, Koreas UNESCO-Kreativstadt, in der über 300 Werkstätten und lebende Nationalschätze ihr Handwerk pflegen.

10. Hanbok
Der Hanbok ist ein Fenster zur koreanischen Seele, das seit über 1.600 Jahren Geschichten von Tradition, Widerstand und zeitloser Schönheit erzählt. Anders als westliche Mode wird er aus flachen Stoffmustern gefertigt, die erst am Körper ihre dreidimensionale Eleganz entfalten und sich wie eine zweite Haut an den Träger schmiegen.
Die lebhaften Farben folgen der traditionellen Yin-Yang-Philosophie: Weiß symbolisiert Reinheit und Licht, Rot verkörpert Leidenschaft und Lebenskraft. Während der japanischen Besatzung wurde das Tragen des Hanboks sogar zum stillen Akt des kulturellen Widerstands. Ein kraftvolles Statement der Identität. Heute haben K-Pop-Stars wie BTS und BlackPink diese elegante Tracht weltweit bekannt gemacht und eine neue Generation für koreanisches Kulturerbe begeistert.

Gesetze und Regeln: Was ist erlaubt?
Bevor unsere inspirierende Reise durch das Land endet, würden wir euch gerne noch ein paar abschließende Tipps mit auf den Weg geben. Denn, wenn es darum geht, eure gesammelten Schätze nach der Reise zurück nach Hause zu bringen, gibt es stellenweise einige Fakten zu bedenken. Wir helfen. Eine abschließende Rechtsberatung zur Ein- und Ausfuhr bieten wir mit diesem Artikel aber nicht an.
Verbotene Gegenstände
Wer aus dem Urlaub ein Andenken mitbringen möchte, sollte sich vorher gut informieren, denn viele beliebte Souvenirs sind in Deutschland streng verboten oder eingeschränkt. Die Konsequenzen können empfindlich sein – von der Beschlagnahmung an der Grenze bis hin zu Geldstrafen von mehreren hunderttausend Euro oder sogar strafrechtlicher Verfolgung. Besonders streng sind die Regelungen beim Artenschutz.
- Produkte aus geschützten Tier- und Pflanzenarten
- Elfenbein, Schildpatt, Korallen, Reptilienleder, exotische Felle sowie bestimmte Tropenhölzer
- Mäntel, Pelze und Leder aus geschützten Tieren
- Gefälschte Markenprodukte wie nachgemachte Uhren, Taschen oder Kleidung
- Waffen wie Messer, Dolche, Schlagringe und Teleskopschlagstöcke sind ebenfalls tabu
- Keine Fleisch-, Milch- oder Molkereiprodukte
Zoll und Beschränkungen
Wer aus Südkorea nach Deutschland zurückkehrt, hat Glück: Dank des Freihandelsabkommens zwischen der EU und eurem Reiseland, das seit 2011 in Kraft ist, entfallen auf fast 99 Prozent aller Waren koreanischen Ursprungs die Einfuhrzölle. Das macht Souvenirs von hier besonders attraktiv.
Grundsätzlich dürfen Waren für den persönlichen Gebrauch bis zu einem Wert von 430 Euro (bei Flugreisen) zollfrei eingeführt werden. Bei Überschreitung dieser Freigrenze fällt ein pauschaler Zollsatz von 17,5 Prozent an. Oder sogar nur 15 Prozent dank der Zollpräferenz mit Südkorea. Die Waren müssen im persönlichen Gepäck mitgeführt werden und dürfen nicht für kommerzielle Zwecke bestimmt sein. Besonders bei Ginseng und Nahrungsergänzungsmitteln sollte man jedoch auf die Mengenbeschränkungen für Medikamente achten. Sie gelten rechtlich als für den persönlichen Gebrauch bestimmt.









