St. Petersburg: E-Visum ab Oktober ’19


Ab dem 1. Oktober 2019 können Touristen und Geschäftsleute per E-Visum nach St. Petersburg reisen, bisher war dies nur mit der papierenen Version möglich. Ein entsprechendes Dekret wurde vom russischen Präsidenten unterzeichnet.

Leichtere Einreise

Wer einen Städteurlaub nach St. Petersburg plant, dem wird ab Oktober die Einreise erleichtert. Nicht nur das Visum in Papierform ist dann nicht mehr nötig, auch die Gebühren entfallen. Das kostenlose E-Visum berechtigt dazu, sich acht Tage lang in der Zarenstadt aufzuhalten. Spätestens vier Tage vor der Anreise muss das elektronische Visum beantragt worden sein.

Diese Regelungen gelten bereits seit dem 1. Juli dieses Jahres für Kaliningrad (Königsberg). Bürger aus 53 Staaten, darunter aus der EU mit Ausnahme von Großbritannien, können auch dorthin ganz unkompliziert per E-Visum reisen. Zum Jahresbeginn 2021 soll die Möglichkeit, mit einem elektronischen Visum einzureisen, auf die ganz Russland ausgeweitet werden. Mit diesen Maßnahmen erhofft man sich eine Zunahme des Tourismus.

Die Isaakskathedrale in St. Petersburg
Die Isaakskathedrale in St. Petersburg

Digitales Visum beantragen

Wenn ihr nach Kaliningrad reisen möchtet, könnt ihr über diese Seite des russischen Außenministeriums ein E-Visum beantragen. Dabei ist zusätzlich ein digitales Foto zu hinterlegen. Wollt ihr Kaliningrad verlassen, um andere Orte in Russland aufzusuchen, so müsst ihr rechtzeitig ein reguläres Visum beantragen. Ein elektronisches Visum ist immer nur für das Gebiet gültig, für das es ausgestellt wurde. Des Weiteren ist die Ein- und Ausreise nur über bestimmte Grenzkontrollstellen erlaubt, im Falle von Kaliningrad beispielsweise über den Flughafen „Chrabrowo“. Die für die Russische Föderation beantragbaren E-Visa sind ein Pilotprojekt, weshalb es zu Änderungen der Bestimmungen kommen kann.

Der Königsberger Dom in Kaliningrad
Der Königsberger Dom in Kaliningrad

Reguläre Einreise

Beantragt ihr kein E-Visum, beispielsweise weil ihr einen Teil Russlands besucht, wofür dieses nicht ausgestellt wird, müsst ihr ein reguläres Visum beantragen. Ein für 30 Tage gültiges Touristenvisum könnt ihr unter anderem bei den Konsulaten in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig und München anfordern. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 35 Euro. Neben Reisepass, Visumantrag, Passbild und Nachweis einer Reisekrankenversicherung müsst ihr eine Garantie der Rückkehrwilligkeit sowie eine Einladung vorweisen können. Letztere wird beispielsweise von dem Hotel ausgestellt, in dem ihr nächtigt. Bei einem im Reisebüro gebuchten Urlaub übernimmt dieses eventuell auf Anfrage die Einreiseformalitäten. Das Reisebüro fordert dann von euch die nötigen Unterlagen an. Neben den Bearbeitungsgebühren des Konsulats kommen dann noch die Gebühren des Reisebüros hinzu. Lest hier, in welchen Ländern ihr Visafreiheit genießt.

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