Jordan Pass – sinnvoll oder nicht?


Vielleicht habt ihr schon einmal vom Jordan Pass gehört, wisst aber noch nichts mit dem Begriff anzufangen. Oder ihr plant eine Reise nach Jordanien und seid im Zuge eurer Vorbereitung auf den Jordanien Pass gestoßen. Was also verbirgt sich dahinter und lohnt sich der Kauf?

Was ist der Jordan Pass?

Der Jordan Pass ist eine Art Ticket, das euch bei eurer Reise nach Jordanien freien Eintritt zu 40 verschiedenen Sehenswürdigkeiten sowie Attraktionen bietet. Zudem genießt ihr mit dessen Kauf weitere Vorteile, beispielsweise hinsichtlich der Visagebühren. Durch die Einführung des Passes zielt Jordanien darauf ab, mehr Touristen ins Land zu locken. Auf gut Deutsch soll er den Urlaub in Jordanien günstiger machen.

Unterwegs im Nationalpark Wadi Rum
Unterwegs im Nationalpark Wadi Rum

Wirkt er sich auf die Visagebühren aus?

Neben dem freien Eintritt zu den wichtigsten Highlights des Landes, bringt der Jordan Pass noch den Vorteil mit sich, dass euch dadurch die Visagebühren für ein Touristenvisum erlassen werden. Je nach aktuellem Wechselkurs spart ihr euch somit rund 51 bis 56 Euro (40 Dinar) für das Visum.

Wie viel kostet der Jordanien Pass?

Deutlich wird euer finanzieller Vorteil bereits bei einem Blick auf die Kosten für den Jordan Pass. Dabei wird unterschieden zwischen drei verschiedenen Arten:

  1. Ein-Tages-Pass für circa 89 Euro (70 Dinar)
  2. Zwei-Tages-Pass für circa 95 Euro (75 Dinar)
  3. Drei-Tages-Pass für circa 101 Euro (80 Dinar)

Werft ihr außerdem einen Blick auf die Eintrittspreise für die 40 inbegriffenen Attraktionen, zahlt sich der Jordan Pass schnell aus – selbst, wenn ihr nur einige der Sehenswürdigkeiten tatsächlich besichtigt.

Wie unterscheiden sich die drei Arten?

Die unterschiedlichen Arten des Jordan Passes unterscheiden sich darin, wie lange ihr in der berühmten Felsenstadt namens Petra verweilen dürft.

Durchblick auf die Felsenstadt Petra
Durchblick auf die Felsenstadt Petra

Mit dem Ein-Tages-Pass dürft ihr als „Wanderer“ nur einen Tag dieses historische UNESCO-Welterbe erkunden. Mit dem Zwei-Tages-Pass könnt ihr als „Explorer“ einen weiteren Tag verweilen und als „Expert“ könnt ihr mit dem Drei-Tages-Pass eben für drei Tage in der Felsenstadt Petra bleiben. Ansonsten unterscheiden sich die Pässe nicht voneinander –  die inbegriffenen Sehenswürdigkeiten bleiben bei allen drei Passvarianten gleich.

Voraussetzungen & Bedingungen

Um den Jordan Pass erwerben zu können, müsst ihr mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien verweilen – auch, wenn ihr nur den Ein-Tages-Pass für Petra erwerbt. Sinnvoll ist das aber ohnehin, wenn euch eure Reise in das Land verschlägt, denn Jordanien hat viele weitere sehenswerte Orte und Landschaften zu bieten. Möchtet ihr hingegen nur als Tagestourist nach Petra kommen, kostet das 90 Dinar, was etwa 111 Euro entspricht. Als Bedingung dafür, dass euch durch den Jordan Pass tatsächlich die Visagebühren erlassen werden, müsst ihr diesen vor eurer Einreise erwerben und den Beamten am Flughafen vorzeigen.

Wo kann er gekauft werden?

Es ist ohnehin am besten, euren Jordan Pass noch zu Hause zu kaufen – oder in einer Unterkunft mit Drucker – denn diesen könnt ihr online unter www.jordanpass.jo beantragen und anschließend ausdrucken. Dafür benötigt ihr allerdings eine Kreditkarte (Visa oder MasterCard). Den Jordan Pass könnt ihr direkt nach dem Kauf herunterladen, er wird euch aber auch per E-Mail zugestellt. Am einfachsten ist es, den Pass mittels QR-Code auf dem Smartphone zu nutzen.

Jordan Pass mobil nutzen
Jordan Pass mobil nutzen

Der Jordan Pass ist bis zu zwölf Monate nach dem Kauf gültig und wird automatisch „aktiviert“, sobald er bei der ersten touristischen Attraktion verwendet, sprich gescannt wurde. Ab diesem Zeitpunkt kann er für zwei Wochen genutzt werden und wird anschließend automatisch ungültig. Er ist außerdem personalisiert und kann nicht übertragen werden.

Welche Attraktionen sind inbegriffen?

In erster Linie erhaltet ihr durch den Jordan Pass Zugang zur Felsenstadt Petra, aber auch zu den drei weiteren UNESCO-Welterbestätten Wadi Rum, Quesei Amra sowie Umm-Ar-Rasas. Hinzu kommen weitere 36 historische Sehenswürdigkeiten. Insgesamt sind folgende Attraktionen im Jordan Pass inbegriffen:

  • Petra
  • Elijahs Berg
  • Wadi Rum
  • Aqaba Museum
  • Quesei Amra
  • Pella
  • Burg Aqaba
  • Kirche der Apostel
  • Umm-Ar-Rasas
  • Jerash
  • Qasr Al-Mushatta
  • AlHallabat
  • Burg Kerak
  • Jordanisches Museum
  • Umm Qays
  • Umm Qays Museum
  • Zitadelle von Amman
  • Burg Ajloun
  • Dar Al-Saraya
  • Dar Al-Saraya Museum Irbid
  • Quseir Amra
  • Umm al-Jimmal
  • Yasr Al-Azraq
  •  Folkloremuseum
  • Burg Shobak
  •  Rehab/Al-Mafraq
  • Madaba Archäologischer Park
  • Karak Museum
  • Qasr Hammam Al-Sarh
  • Madaba Archäologisches Museum
  • Al-Hamimah
  • Römisches Theater Amman
  • As-Salt Historisches Museum
  • Burnt Palast Madaba
  • Burg Azraq
  • Iraq Al Amir
  • As-Salt Museum
  •  Mukawir
  • Qasr Al-Karrahanah
  • Lowest Point Museum
Amphitheater in Jerash
Amphitheater in Jerash

Verwendung des Jordan Pass

Wie bereits erwähnt, müsst ihr euren Jordan Pass bei der Einreise am Flughafen vorzeigen. Wollt ihr anschließend nach Petra oder den Pass für freien Eintritt in einer der anderen Sehenswürdigkeiten verwenden, müsst ihr ihn lediglich am Eingang scannen lassen. In Petra erhaltet ihr am Ticketschalter außerdem einen Stempel mit eurem Eintrittsdatum.

FAQ

Sollten noch weitere Fragen offen sein, findet ihr in folgenden FAQ gewiss die passende Antwort:

  • Ist der Jordan Pass ein Visum? Nein, der Jordanien Pass ersetzt kein Visum, aber er erlässt euch die Gebühren für ein Touristenvisum. Beantragen müsst ihr dieses dennoch.
  • Brauchen auch Reisende mit arabischen Staatsangehörigkeiten einen Jordan Pass? Nein, wer aus einer arabischen Nation kommt, zahlt nur dieselben Gebühren wie jordanische Staatsangehörige. Der Jordan Pass würde sich daher finanziell nicht lohnen.
  • Wie häufig können die Sehenswürdigkeiten besichtigt werden? Der Pass erlaubt einen einmaligen Eintritt in jede inbegriffene Attraktion, ausgenommen der Stadt Petra. Wer hier nämlich einen Zwei- oder Drei-Tages-Pass erworben hat, darf dementsprechend häufig aus- und wieder eintreten.
  • Kann ich die Tage in Petra „aufteilen“? Nein, euer Aufenthalt in Petra muss am Stück sein. Ihr dürft zwar an- und wieder abnreisen, müsst dies aber je nach Pass an aufeinanderfolgenden Tagen tun.
  • Brauchen Kinder einen eigenen Jordan Pass? Nein, Kinder unter zwölf Jahren können mit ihren Eltern kostenlos die Attraktionen besichtigen.
  • Muss ich neben dem Jordanien Pass sonst noch etwas vorzeigen? Ja, ihr solltet stets euren Reisepass bei euch tragen, da der Pass nicht übertragbar ist und somit beim Eintritt eure Identität überprüft wird.

Vorteile des Jordan Passes

Zusammenfassend bietet euch der Jordan Pass vor allem finanzielle Vorteile wie das Sparen der Visagebühren und den freien Eintritt in 40 verschiedene Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Er lohnt sich daher in den meisten Fällen bereits, wenn ihr nur eine Handvoll dieser Highlights tatsächlich besucht. Zudem vereinfacht er die Einreise sowie das Reisen innerhalb des Landes, denn ihr müsst nicht jedes Mal erneut ein Ticket kaufen.

Der Jordan Pass lohnt sich in jedem Fall, wenn ihr mindestens drei aufeinanderfolgende Nächte in Jordanien verbringen und dabei Sightseeing betreiben möchtet. Insgesamt könnt ihr bis zu 140 Euro sparen – zusätzlich zu den Visagebühren. Und auch, wenn ihr nur drei Nächte in Petra bleiben möchtet und das Land anschließend wieder verlasst, hat sich der Jordan Pass dennoch gelohnt.

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2 Kommentare zum Thema
  1. Julian Clajus

    Guten Tag,

    wissen Sie ob es möglich ist, mit dem 2-Tages-Pass auch auf dem Landweg ein Visum zu ersetzten? Oder ist dies nur am Flughafen möglich?
    Wir möchten nämlich von Israel nach Jordanien mit dem Bus reisen.

    Mit freundlichen Grüße
    Julian Clajus

    1. ab-in-den-urlaub.de Magazin Redaktion

      Hallo Julian,

      der Jordan Pass ist auch auf dem Landweg gültig. Dazu einfach den Jordan Pass als Ausdruck oder auf dem Smartphone bei der Einreise vorzeigen.

      Wir wünschen euch viel Spaß in Jordanien!
      Die ab-in-den-urlaub.de Magazin Redaktion