Salta im Nordwesten Argentiniens ist mehr als eine koloniale Provinzhauptstadt: Ihre prächtigen Bauten aus dem 18. Jahrhundert sind das Tor zur gleichnamigen Region, in der Salzwüsten, Weintäler und mehrfarbige Berge aufeinandertreffen. Hier verschmelzen indigene Kulturen und spanisches Erbe zu einem einzigartigen Ganzen.
Überblick
Die Provinzhauptstadt Salta ist das kulturelle und geografische Herz des argentinischen Nordwestens und liegt am Fuß der Anden auf 1.187 Metern Höhe. Als wichtigster Handelsknoten der Region verbindet sie seit Jahrhunderten die Berge mit dem Tiefland. Den Beinamen „La Linda”, die Schöne, trägt die Ortschaft zu Recht. Prachtvolle Kolonialbauten verschmelzen hier mit schneebedeckten Gipfeln am Horizont und ziehen euch von der ersten Minute an in ihren Bann. Das historische Zentrum mit seinen Kirchen und Museen erzählt von der Vergangenheit unter spanischer Herrschaft. Moderne Cafés und Restaurants verbinden derweil Tradition mit zeitgenössischem Flair.
Verlasst ihr die Stadt, erlebt ihr die ganze Vielfalt der Provinz. Im Norden erstreckt sich die karge Hochebene der Puna mit ihren Salzseen und Vulkankegeln, während sich im Süden die fruchtbaren Valles Calchaquíes durch die Berge schlängeln. Hier reihen sich Weinbauorte wie Cafayate aneinander, umgeben von bizarren Felsformationen in allen erdenklichen Rottönen. Zwischen diesen Extremen liegen verschlafene Dörfer, in denen indigene Traditionen lebendig geblieben sind und Lamas gemächlich durch die Gassen trotten.

Sehenswürdigkeiten
Vom Kolonialerbe im urbanen Zentrum bis zu den geologischen Wundern der Andentäler erwartet euch in Argentiniens Nordwesten eine außergewöhnliche Bandbreite an Attraktionen. Sakralbauten und historische Plazas erzählen von der spanischen Vergangenheit, während mehrfarbige Felsenschluchten und weitläufige Salzwüsten die rohe Schönheit des Hochgebirges zeigen.
Catedral Basílica de Salta und Plaza 9 de Julio
Die rosafarbene Kathedrale von Salta prägt den zentralen Platz seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und zieht mit ihrem neokolonialen Stil alle Blicke auf sich. Italienische Einflüsse bestimmen die Fassade und machen sie zu einem Fotomotiv, das ihr nicht verpassen solltet. Im Inneren entdeckt ihr die Heiligtümer Señor y Virgen del Milagro, die Gläubige seit einem verheerenden Erdbeben 1692 als Schutzpatrone verehren.
Der Plaza 9 de Julio mit seinen schattenspendenden Arkaden und Orangenbäumen ist das gesellschaftliche Herz der Stadt. Hier trefft ihr Einheimische beim Mate-Trinken, beobachtet Straßenmusiker und genießt die entspannte Atmosphäre zwischen den Grünflächen. Rund um den weitläufigen Platz reihen sich weitere koloniale Prachtbauten wie das Cabildo Histórico, das heute ein Museum zur Geschichte Saltas beherbergt. Abends erstrahlt die beleuchtete Kathedrale in besonderem Glanz, während Familien und Pärchen durch die Gegend flanieren.

Museo de Arqueología de Alta Montaña
Das MAAM am Hauptplatz von Salta zählt zu den bedeutendsten archäologischen Ausstellungshäusern Lateinamerikas. Hier seht ihr die Mumien dreier indigener Kinder, die Archäologen 1999 auf dem Gipfel des Vulkans Llullaillaco in über 6700 Metern Höhe entdeckten. Die außergewöhnlich gut konservierten Funde geben euch einzigartige Einblicke in die Opferrituale der Inka-Kultur vor über 500 Jahren. Dank moderner Klimatechnik und spezieller Vitrinen bleiben die sterblichen Überreste für die Nachwelt gut geschützt.
Neben den Mumien erwartet euch eine Sammlung von über 100 Ritualobjekten aus Gold, Silber und kostbaren Textilien, die als Opfergaben dienten. Die wissenschaftlich fundierte Ausstellung erklärt euch die Capacocha-Zeremonien und das harte Leben in den Hochanden jener Epoche. Audioguides in verschiedenen Sprachen helfen euch beim Verständnis dieser faszinierenden, wenn auch berührenden Geschichte. Das Museum arbeitet eng mit indigenen Gemeinschaften zusammen und behandelt das sensible Thema mit großem Respekt gegenüber den Verstorbenen.
Cerro San Bernardo
Der Hausberg von Salta erhebt sich 270 Meter über der Stadt. Hier habt ihr einen phänomenalen Rundumblick auf das koloniale Zentrum und die Anden im Hintergrund. Den Gipfel erreicht ihr entweder über 1070 Stufen zu Fuß oder bequem mit der Seilbahn, die in wenigen Minuten nach oben schwebt. Dort angekommen, erwartet euch neben der Aussichtsplattform ein kleiner Park mit einheimischer Flora.
Zu Fuß lauft ihr über einen schattigen Pfad mit Kreuzwegstationen aus dem frühen 20. Jahrhundert nach oben. Viele Einheimische nutzen die Treppen für ihr morgendliches Training und grüßen euch freundlich. Auf dem Gipfel laden ein Café und Souvenirstände zum Verweilen ein, während ihr den Blick schweifen lasst. Besonders zum Sonnenuntergang lohnt sich der Besuch, wenn warmes Licht die Stadt in goldene Töne taucht und die fernen Anden im Abendrot leuchten.

Tren a las Nubes
Die Fahrt von Salta mit dem „Zug in die Wolken“ ist eine der höchstgelegenen Bahnstrecken weltweit. Die Route führt euch über 217 Kilometer durch die Quebrada del Toro und erklimmt dabei schwindelerregende Steigungen bis zum imposanten Viadukt La Polvorilla. Unterwegs überquert ihr 29 Brücken und passiert 21 Tunnel, während sich die Landschaft vor euren Fenstern von grünen Tälern zu den kargen Plateaus der Puna wandelt.
Ihr startet früh am Morgen in Salta und fahrt etwa 15 Stunden. An verschiedenen Aussichtspunkten hält der Zug für eure Fotostopps und kurze Erkundungen der unwirtlichen Umgebung. Das imposante Stahlviadukt La Polvorilla, das sich 63 Meter über dem Boden erhebt, ist das absolute Highlight eurer Tour. Alternativ könnt ihr kürzere Busausflüge zu der berühmten Überführung buchen. Achtet bei eurem Abstecher aber unbedingt darauf, ausreichend Wasser zu trinken und euch langsam zu bewegen, denn die dünne Luft in der extremen Höhenlage kann zu Kreislaufproblemen führen.
Salinas Grandes
Rund drei Fahrstunden nordwestlich der Stadt Salta erstreckt sich eine der größten Salzwüsten Argentiniens auf über 12000 Quadratkilometern. Die gleißend weiße Fläche wirkt gegenüber dem tiefblauen Himmel der Hochanden fast surreal und erinnert an eine Schneelandschaft mitten im Sommer. Unter der intensiven Sonne reflektiert die dicke Kruste das Licht so stark, dass sie beinahe zu schimmern scheint und ihr ohne Augenschutz geblendet werdet.
Mitten in dieser unwirklichen Landschaft arbeiten Bauern, die das weiße Gold in traditionellen rechteckigen Bassins abbauen und trocknen. Ihr könnt die kristallklaren Solebecken besichtigen und mehr über den jahrhundertealten Gewinnungsprozess lernen, der sich bis heute kaum verändert hat. Die Strecke über die serpentinenreiche Cuesta de Lipán, einen spektakulären Bergpass mit Haarnadelkurven, ist bereits ein Abenteuer für sich. Von Purmamarca aus erreicht ihr die Salzwüste nach einer einstündigen Fahrt durch wechselnde Vegetationszonen.

Cafayate und die Valles Calchaquíes
Auf 1660 Metern Höhe liegt dieses charmante Städtchen inmitten der Weinbauregion Salta. Hier wird der berühmte Torrontés produziert. Rund um den von Palmen gesäumten Hauptplatz von Cafayate reihen sich koloniale Gebäude, gemütliche Restaurants und kleine Bodegas, in denen ihr die Erzeugnisse der Umgebung verkosten könnt. Die entspannte Atmosphäre und das sonnige Klima machen den Ort zur willkommenen Erholungspause nach euren Erkundungstouren durch die Schluchten.
Die Valles Calchaquíes erstrecken sich über 200 Kilometer durch beeindruckende Landschaften und verbinden Salta mit der Quebrada de las Conchas. Deren rot leuchtende Sandsteinskulpturen tragen Namen wie El Anfiteatro, La Garganta del Diablo oder Los Castillos. Zahlreiche Weingüter in der Gegend öffnen ihre Pforten für Besucher und kombinieren Kostproben mit Führungen durch die Kellereien und Berge. Manche Bodegas bieten auch Übernachtungen zwischen den Rebstöcken an, wo ihr morgens mit Blick auf die Anden erwacht.
Aktivitäten
Salta und seine Umgebung wollen entdeckt werden! Taucht ein in die lebendige Folklore-Tradition bei einem Peña-Abend, erkundet karge Hochebenen im Geländewagen oder reitet durch einsame Täler wie die Gauchos. Hier wird jeder Tag zum Abenteuer, das alle Sinne anspricht.
Trekking in Los Cardones
Der Nationalpark erstreckt sich über 65000 Hektar entlang der legendären Cuesta del Obispo. Hier prägen die namensgebenden Kardon-Kakteen die Landschaft. Manche werden sogar so groß wie ein dreistöckiges Haus und erreichen ein Alter von 300 Jahren. Verschiedene Wanderwege führen euch durch diese einzigartige Vegetation zwischen 2700 und 5000 Metern Höhe. Nehmt euch Zeit für den Ausflug und genießt die Stille und Weite der Bergwelt.
Mit etwas Glück begegnet ihr auf dem Weg auch Vikunjas, Füchsen und zahlreichen Vogelarten wie dem Andenkondor. Die Routen variieren von kurzen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Tagestouren. Besonders eindrucksvoll ist der Trail zur präkolumbianischen Ruine Tastil, wo einst über 2000 Menschen lebten. Plant ausreichend Wasser und Sonnencreme ein, denn die UV-Strahlung ist in dieser Höhe nicht zu unterschätzen. Ein Besucherzentrum am Parkeingang informiert euch über die Flora, Fauna und Geschichte des Schutzgebiets.

Peña-Abende mit Folklore
In den traditionellen Lokalen erlebt ihr die authentische Musik und Tanzkultur des Nordwestens Argentiniens. In Peñas seht ihr Live-Auftritte mit Gitarren, Bombos und Charangos, während Paare Zambas, Chacareras und Gatos aufführen. Die Atmosphäre ist lebendig, oft fordern die Künstler Gäste zum Mitmachen auf. Lasst euch vom Rhythmus mitreißen und genießt die Stimmung des Abends.
Neben der musikalischen Darbietung servieren diese Lokale regionale Spezialitäten und heimische Weine. Die Abende beginnen meist gegen 22 Uhr und dauern oft bis weit nach Mitternacht. Einige der bekanntesten Adressen liegen im Stadtviertel Balcarce, wo sich eine Peña an die andere reiht. Die Lieder erzählen von den Bergen, der Liebe und dem harten Leben in den Anden. Besuche wie diese vermitteln euch einen tiefen Einblick in die Seele der salteñischen Kultur und verbinden euch mit den Menschen vor Ort.
Offroad-Abenteuer in der Puna
Mit geländegängigen Fahrzeugen erreicht ihr die abgelegensten Winkel der Hochebene auf über 4000 Metern. Diese Touren führen euch von pink- und türkisfarbenen Lagunen, in denen Flamingos waten, über verlassene Bergbaudörfer bis zu Vulkankratern. Die Landschaft wirkt außerirdisch, karg und dennoch faszinierend. Erfahrene Guides kennen die Pisten und navigieren sicher durch die unwirtlichen Gebiete.
Unterwegs begegnet ihr Vikunja-Herden, Salzfeldern und steinigen Gebilden, die Wind und Wetter geformt haben. Manche Expeditionen dauern mehrere Tage und beinhalten Übernachtungen in einfachen Quartieren inmitten der Einsamkeit. Die dünne Höhenluft erfordert Akklimatisation, daher startet ihr idealerweise zuerst in niedrigeren Lagen. Wenn ihr gerne fotografiert, bieten das klare Licht und die intensiven Farben der Mineralien die schönsten Motive. Schnallt euch an: Bei diesem Ausflug erlebt ihr Argentiniens wildeste Seite!

Kulinarische Entdeckungsreisen
Auf den Märkten und in den Straßenküchen Saltas lernt ihr die Gastronomie des Nordwestens hautnah kennen. Am Mercado Municipal erlebt ihr das geschäftige Treiben zwischen Obst-, Gemüse- und Fleischständen, wo Einheimische ihren täglichen Einkauf erledigen. Hier probiert ihr frisch zubereitete Tamales, Humitas und die berühmten Empanadas Salteñas direkt vom Imbissstand. Der Duft von Gewürzen und gegrilltem Fleisch durchzieht die hohen Hallen.
Viele Anbieter organisieren kulinarische Touren durch die Altstadt mit Stopps bei traditionellen Lokalen. Dabei erfahrt ihr mehr über die Zubereitung regionaler Gerichte und über indigene Zutaten wie Quinoa, Amaranth und verschiedene Maissorten. Manche Kochschulen bieten Kurse an, in denen ihr selbst Hand anlegen und Empanadas falten könnt. Der Höhepunkt solcher Rundgänge ist oft der Besuch einer Peña oder eines Familienbetriebs, wo Rezepte seit Generationen innerhalb der Familie weitergegeben werden.
Gaucho-Leben auf der Estancia
Auf den traditionellen Gutshöfen in den Valles Calchaquíes erwarten euch die argentinischen Cowboys und ihre jahrhundertealte Reitkultur. Die Estancias der Gauchos liegen oft abgeschieden zwischen Weinbergen oder in weiten Tälern, umgeben von Bergketten. Hier lernt ihr den Umgang mit den trittfesten Criollo-Pferden und zieht im Sattel durch die unberührte Gegend. Die Gastgeber teilen ihr Wissen über Viehhaltung, Landwirtschaft und das harte Leben in dieser Region.
Bei mehrtägigen Aufenthalten erlebt ihr den Alltag auf dem Gutshof hautnah mit. Morgens helft ihr beim Zusammentreiben der Ziegen oder Rinder, mittags genießt ihr ein Asado unter freiem Himmel, abends sitzt ihr bei Mate am Lagerfeuer und lauscht Geschichten aus längst vergangenen Zeiten. Manche Estancias bieten auch Ausritte zu versteckten Wasserfällen oder präkolumbianischen Ruinen an. Die Gastfreundschaft und Authentizität dieser Erfahrung machen sie zu einem unvergesslichen Highlight eurer Zeit in Salta.

Kunsthandwerk und bunte Märkte
Auf den Plätzen der Region entdeckt ihr jahrhundertealte Traditionen der indigenen Diaguita- und Kolla-Gemeinschaften. In Salta selbst findet ihr am Mercado Artesanal kunstvoll gewebte Ponchos, Teppiche aus Lama- und Alpakawolle und Keramiken mit präkolumbianischen Motiven. Jedes Stück erzählt von der Verbundenheit mit den Bergen und den alten Bräuchen. Die Farben stammen oft aus natürlichen Quellen wie Cochenilleläusen oder Pflanzenextrakten.
Besonders authentisch sind die Märkte in Purmamarca und anderen Dörfern der Quebrada de Humahuaca, wo Kunstschaffende ihre Arbeiten direkt anbieten. Hier findet ihr neben silbernen Schmuckstücken auch Musikinstrumente wie Charangos und Lederwaren. Der Verkauf erfolgt oft noch auf traditionelle Weise. Beim Gespräch mit den Verkäufern bekommt ihr Einblicke in ihre Lebensrealität. Jeden Sonntag verwandelt sich die Stadt in ein buntes Handwerkszentrum, wo ihr stundenlang stöbern könnt.
Reise-Infos
Die Reise nach Argentinien stellt besondere Anforderungen an eure Planung, denn zwischen subtropischer Hitze im Tal und eisiger Kälte auf der Hochebene liegen oft nur wenige Fahrstunden. Von der optimalen Aufenthaltsdauer über Transportmöglichkeiten bis zur Akklimatisierung an die dünne Luft solltet ihr einige Punkte beachten.
Ideale Reisezeit und Reisedauer
In Salta selbst herrschen subtropische Bedingungen mit zwei deutlich unterscheidbaren Jahreszeiten. Die Sommermonate von November bis März bringen Temperaturen über 30 Grad Celsius und heftige Gewitterschauer, die meist am Nachmittag niederprasseln und die Straßen kurzzeitig überfluten. Nachts kühlt es zwar angenehm ab, doch wegen der hohen Luftfeuchtigkeit kann diese Zeit für viele Besucher auch sehr anstrengend sein. Wenn ihr ideales Wetter möchtet, reist ihr am besten im argentinischen Winter von Juni bis August an. Besonders tagsüber ist es dann frühlingshaft warm und ihr könnt euch auf eine Reise nach Argentinien bei strahlendem Sonnenschein freuen.
Für Ausflüge in die Hochebene der Puna kommt ihr am besten in den Übergangsmonaten April, Mai, September und Oktober, wenn die Temperaturen auch nachts konstant sind. Im Winter kann es schneien, was die Pässe für lange Touren ohnehin unpassierbar macht. Plant mindestens fünf bis sechs Tage ein, um die Stadt und einige Highlights der Umgebung zu besuchen. Zusätzliche Puffer helfen bei der Akklimatisierung, falls ihr das Leben in großer Höhe nicht gewohnt seid. Wollt ihr auch entlegenere Täler und Dörfer erkunden, empfehlen sich etwa zwei Wochen.

Reisevorbereitung
Als deutsche Staatsangehörige benötigt ihr für Aufenthalte bis zu 90 Tagen kein Visum, sondern lediglich einen Pass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit. Die Region gilt zudem als eine der sichereren Argentiniens und empfängt euch mit der charakteristischen Herzlichkeit des Nordwestens. Pflichtimpfungen gibt es keine, doch sorgt für den Basisschutz und lasst euch zusätzlich gegen Hepatitis A und B immunisieren. Für Ausflüge in tiefere Dschungelregionen außerhalb der Provinz kann eine Gelbfieberprophylaxe sinnvoll sein, für Salta ist sie jedoch nicht notwendig.
Die Landeswährung ist der argentinische Peso. Der Wechselkurs kann stark schwanken. Tauscht eure Euros daher am besten erst vor Ort, dann bekommt ihr oft mehr heraus als zu Hause. Die meisten Automaten akzeptieren internationale Karten, verlangen aber hohe Gebühren und haben niedrige Auszahlungslimits. In der Stadt könnt ihr weitgehend bargeldlos einkaufen, in ländlichen Gegenden solltet ihr allerdings immer genug Münzen und Scheine dabeihaben. In Salta und überall in der Umgebung kommen Steckdosen vom Typ C und I mit 220 Volt zum Einsatz. Besorgt euch daher vor der Reise unbedingt einen Adapter.
Anreise und Fortbewegung vor Ort
Der internationale Flughafen Martín Miguel de Güemes liegt etwa elf Kilometer südwestlich von Salta. Von Buenos Aires aus wird er mehrmals täglich angesteuert. Dafür seid ihr etwas mehr als zwei Stunden in der Luft. Das Zentrum erreicht ihr vom Airport per Taxi in rund 20 Minuten. Überlandbusse verbinden die Region mit allen wichtigen Zielen Argentiniens. Eine Fahrt aus der Hauptstadt dauert allerdings fast einen ganzen Tag und eignet sich eher für Reisende mit viel Zeit.
Salta könnt ihr hervorragend zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten rund um die Plaza 9 de Julio konzentriert liegen. Für Ausflüge in die Region bieten organisierte Tagestouren die klassischen Routen wie Cafayate, Cachi oder die Salinas Grandes an und ersparen euch die Navigation auf teils anspruchsvollen Bergstraßen. Wer flexibler sein möchte, mietet sich einen Wagen, sollte aber Erfahrung mit Serpentinen und unbefestigten Pisten mitbringen. Allradantrieb ist für abgelegene Strecken ein Muss, besonders in der Regenzeit von November bis März.
Essen und Spezialitäten
Die Küche des Nordwestens unterscheidet sich deutlich vom Rest Argentiniens und zeigt starke Einflüsse der Anden-Kulturen. Mais, Quinoa und Kartoffeln sind wichtige Grundlagen, während scharfe Gewürze und kräftige Aromen die Gerichte prägen. Empanadas salteñas, mit Rind, Erbsen und hart gekochten Eiern gefüllte Teigtaschen, sind eine regionale Spezialität. Ihr könnt sie zum Frühstück essen, sie eignen sich aber auch perfekt für einen Mittagssnack. Locro, ein deftiger Eintopf aus Bohnen, Kürbis und verschiedenen Fleischsorten, wärmt euch besonders an den kühleren Wintertagen.
Humitas, in Maisblätter gewickelter Teig mit Käse und Gewürzen, erinnern an mexikanische Tamales. Zum Grillen kommt nicht nur Rind auf den Rost, sondern auch Ziegenfleisch, das mit Bergkräutern mariniert wird. Der weiße Torrontés aus Cafayate ist die berühmteste Rebsorte der Region und entfaltet intensive Aromen von Pfirsich und Jasmin. Daneben produzieren die Höhenlagen auch kraftvolle Rotweine aus Malbec und Cabernet Sauvignon, die hervorragend zu vielen regionalen Gerichten passen. In traditionellen Peñas, kleinen Lokalen mit Live-Folkloremusik, probiert ihr authentische Speisen. Während die Bands auf Charangos und Bombos spielen, beginnen die Einheimischen zwischen den Gängen oft einen spontanen Tanz.

Hotels und Unterkünfte
In Salta findet ihr Schlafmöglichkeiten für jeden Geschmack und Geldbeutel, von einfachen Hostels bis zu eleganten Boutique-Häusern in restaurierten Kolonialbauten. Besonders charmant sind die Herbergen rund um die Altstadt, deren Innenhöfe mit Brunnen und subtropischer Bepflanzung an heißen Tagen Kühle spenden. Viele dieser Hotels stammen aus dem 18. oder 19. Jahrhundert und wurden liebevoll renoviert, wobei historische Elemente wie Holzbalkendecken und Steinfußböden erhalten blieben. Wenn ihr zur Hauptsaison von Juni bis August oder rund um Feiertage anreist, solltet ihr rechtzeitig vorbuchen.
Außerhalb von Salta wandelt sich das Angebot an Unterbringungsmöglichkeiten deutlich. In Cafayate warten Weingüter mit stilvollen Zimmern zwischen Rebstöcken, wo ihr morgens zum Vogelgezwitscher erwacht und abends den Sternenhimmel über den Anden bestaunt. Estancias im Umland, traditionelle Gutshöfe, bieten Einblicke in das ländliche Leben und servieren hausgemachte Mahlzeiten mit Zutaten aus eigenem Anbau. In den Bergdörfern wie Cachi oder Molinos sind die Quartiere einfacher. Hier findet ihr vorwiegend kleine Familienhotels mit nur wenigen Räumen. Dafür sorgen die Gastgeber persönlich für euer Wohl und erzählen euch Geschichten aus der Region.














