Bettwanzen: Flughafen Frankfurt beugt vor


Mit dem erhöhten Urlaubsaufkommen seit Ostern haben auch besondere Reisende Hochkonjunktur: Bettwanzen. Den unangenehmen Zeitgenossen kommen am Flughafen Frankfurt jetzt ganz besondere Detektive auf die Spur.

Wer einmal Bettwanzen aus dem Urlaub mit nach Hause gebracht hat, weiß wie unschön ein Befall werden kann. Einmal in die eigenen vier Wände eingeschleppt, wird man die Blutsauger nur schwer los. Wie die Schädlinge aus dem Urlaub in euer Zuhause gelangen, haben wir bereits an anderer Stelle erklärt. Am Frankfurter Flughafen könne Urlauber jetzt schon vorab gegen einen möglichen Befall von Bettwanzen wappnen.

Bettwanzen schon am Flughafen aufspüren

Fünf Spurhunde wurden eigens am Fraport ausgebildet, um Bettwanzen zu erschnüffeln. Seit 2016 sind die Hunde bereits im Einsatz, um die Blutsauger in Hotels, aber auch in Flugzeugkabinen zu erschnüffeln. Ab sofort können die tierischen Detektive auch von normalen Urlaubern gebucht werden. Direkt am Gepäckband werden die Koffer und Taschen der Reisenden „abgeschnüffelt“. Schlägt einer der Hunde an, kann ein Kammerjäger direkt an den Flughafen bestellt werden, der sich den kleinen Krabblern annimmt. Zwar kann dieses Verfahren die Rückreise nach Hause zeitlich verzögern, wer wirklich betroffen ist, wird jedoch um jede Hilfe froh sein. Weil die feinen Spürnasen eine Erfolgsquote von 97 Prozent aufweisen, ist ein Fehlalarm so gut wie ausgeschlossen.

Ein Mann zieht einen Koffer

Der Flughafen geht rigoros gegen die Schädlinge vor

Bis zu drei Tage vor Ankunft am Frankfurter Flughafen kann der Service per E-Mail angefragt werden. Wer schon im Urlaub merkt, dass Ungeziefer im Urlaubsort vorhanden ist, kann die Spürhunde und ihre Hundeführer direkt vom Hotel aus kontaktieren. Ist der Termin einmal vereinbart, kommen Mann und Hund direkt zum Flughafen, wenn die Reisenden gelandet sind. So viel Service hat allerdings seinen Preis: Für drei Gepäckstücke werden 106 Euro fällig, jedes weitere Teil, das durchsucht werden soll, kostet 29 Euro.

Selbsthilfe gegen Bettwanzen

Wem das zu teuer ist, bleibt im Zweifelsfall nur, Zuhause direkte Maßnahmen zu ergreifen, um das Ausbreiten der Bettwanzen zu verhindern. Als erstes sollte der Kofferinhalt in die Waschmaschine wandern, mindestens 60 Grad sind dabei Pflicht, um die Blutsauger abzutöten. Sind empfindliche Kleidungsstücke dabei, kann man diese vor dem Waschen in einer Plastiktüte verschlossen über Nacht einfrieren und anschließend bei niedrigeren Temperaturen in die Maschine geben. Die Koffer und Reisetaschen sollten auch nicht vergessen werden, sondern gut ausgewischt und zum Lüften an die frische Luft gebracht werden. Weil sich Bettwanzen in warmer und feuchter Umgebung am wohlsten fühlen, sollte man ihnen gar nicht erst die Möglichkeit geben, in die Nähe des Bettes zu kommen.

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