DB-Bunker & Kunstbunker Nürnberg

Sind Nürnbergs Bauten und Grünanlagen dem Urlauber bereits bekannt, so kann er sich der Erkundung dessen widmen, was dem Tageslicht verborgen bleibt. Mit dem Kunstbunker und dem DB-Bunker hat die fränkische Stadt an der Pegnitz gleich zwei unterirdische Attraktionen. Ein Besuch lohnt sich hier nicht nur bei Regenwetter.

Der historische Kunstbunker

Wer nach Nürnberg reisen möchte und interessiert an Geschichte und Kultur ist, sollte sich den historischen Kunstbunker nicht entgehen lassen. Untergebracht ist er in einem ehemaligen, aus Sandstein gehauenen Keller auf dem Burgberg.

Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurde der Keller zum Bunker umgebaut. Hier wurden die wertvollsten Kunstgegenstände Nürnbergs untergebracht, um sie vor Feuer, Explosionen, Raub und Plünderungen zu schützen. Weil in Nürnberg die Reichsparteitage der NSDAP stattfanden und die Stadt damit ideologisch bedeutsam war, war Nürnberg Ziel alliierter Luftangriffe.

Die bis heute kaum veränderte Anlage zum Schutz von Kulturgütern war damals in Deutschland einmalig. Dank des Kunstbunkers können viele der erhalten gebliebenen Kostbarkeiten heute in Nürnberger Museen bewundert werden. Ein Teil von ihnen verschönert heute im Stadtbild kirchliche und weltliche Gebäude.

Ein alter Bunker mit Bahnschienen

Im DB-Bunker gibt es viel zu entdecken

Thematische Schwerpunkte bei Führungen durch den Kunstbunker sind der Luftschutz für Kunstgegenstände und Menschen, die Bombardierungen und Zerstörung der Stadt sowie deren Wiederaufbau. Bereits zwei Jahre nach Kriegsende hatte man beschlossen, die Altstadt nach historischem Vorbild zu rekonstruieren.

Der DB-Bunker der Nürnberger Felsengänge

Technikbegeisterte werden sich im DB-Museum sehr wohl fühlen. Dieses ermöglicht unter anderem die Begehung des früheren DB-Bunkers.

Im Jahr 1938 wurde von der Deutschen Reichsbahn im Keller des Nürnberger Verkehrsmuseums ein Bunker zur Koordinierung des Bahnverkehrs eingerichtet. Von ihm profitierten im zweiten Weltkrieg Bahnen, die in Franken, der Oberpfalz und Teilen Niederbayerns fuhren. Während des Kalten Krieges wurde der Bunker zum Atombunker aus- und umgebaut. Im Fall eines dritten Weltenbrands, wäre man in der Lage gewesen, noch 14 Tage den Bahnverkehr zu leiten. Sofern es noch etwas zu leiten gegeben hätte. Nach Ablauf von zwei Wochen wären den 99 Mitarbeitern Wasser, Nahrung und Frischluft ausgegangen und sie hätten zurück an die Oberfläche gemusst. Der Bunker bot zusätzlich Schutz vor biologischen und chemischen Waffen. Die auf 28 Räume aufgeteilten 65 Arbeitsplätze sollten im Zweischichtbetrieb dafür sorgen, dass der Zuglauf stattfindet, Gleise, Brücken und andere Anlagen instand gehalten werden und die Signal- und Fernmeldetechnik funktioniert. Der Ernstfall wurde in regelmäßigen Übungen geprobt.

Führungen durch den Bunker können beim Museum angefragt werden. Ist das gebuchte Hotel in Nürnberg in der Altstadt, können Kunstbunker und DB-Bunker bequem zu Fuß erreicht werden.

Eisenbahnmuseum für die ganze Familie

Außer dem DB-Bunker hat das Museum noch eine Dauerausstellung zur Geschichte der Eisenbahn, eine Fahrzeughalle mit dauerhaft ausgestellten Lokomotiven, eine Fahrzeughalle mit Wechselausstellungen, Modelleisenbahnen, ein Freigelände (hier ist das Anfassen ausdrücklich erlaubt!) und das Kinder-Bahnland zu bieten. In Letzterem lernen die Kinder die Unterschiede zwischen Diesel-, Dampf- und E-Lok und können sich als Schaffner ausprobieren; und vielleicht wird dabei der erste kleine Berufswunsch geweckt.

Das DB-Museum eignet sich also auch für einen Familienurlaub in Nürnberg und ist ein ausgefallener Zeitvertreib, der lange in Erinnerung bleibt. Wir danken dem Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V und dem DB Museum für die bereitgestellten Informationen und die angenehme Kooperation.

Bei Interesse und weiteren Fragen wendet euch bitte an das DB Museum unter den folgenden Kontaktdaten:

DB Museum Nürnberg Servicecenter
Mo. bis Fr., 9 bis 13 Uhr
Lessingstraße 6
D-90443 Nürnberg

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