Istanbul: Sehenswürdigkeiten & Tipps


Die Hagia Sophia im Sonnenuntergang, eine aufregende Fährfahrt über den Bosporus und buntes Treiben auf den einzigartigen Basaren. Diese Szenarien erwarten euch bei einem Urlaub zwischen den Welten von Asien und Europa – nämlich in Istanbul.

Überblick

Istanbul ist zwar nicht die türkische Hauptstadt, dafür aber jene mit der höchsten Einwohnerzahl – daher darf sie sich durchaus als echte Megacity bezeichnen. Über 15,5 Millionen Menschen (Stand: 2019) leben in dieser pulsierenden Großstadt. Darunter mischen sich jährlich die vielen, von den eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten und dem einzigartigen Ambiente angezogenen Urlauber. Gehört auch ihr bald zu den Besuchern, die sich im Urlaub zwischen Moderne und Geschichte am Bosporus wiederfinden?

Blick auf Istanbul und den Bosporus
Blick auf Istanbul und den Bosporus

Istanbul ist in vielerlei Hinsicht eine Stadt voller Gegensätze: Sie vereint Weltoffenheit und Modernität sowie ein erfrischend zeitgemäßes Nachtleben mit dem spürbaren Erhalt von jahrhundertealten Sitten und Traditionen. Außerdem ist sie die einzige Stadt, die sich teilweise in Europa und teilweise auf dem asiatischen Kontinent befindet. Entdeckt eine der größten und aufregendsten Städte der Erde und bucht jetzt euren Urlaub in Istanbul!

Idyllische Lage am Bosporus

Istanbuls Lage am Marmarameer im Süden sowie am Schwarzen Meer im Norden ist für Wasserratten und Naturfreunde ein wahres Paradies. Gelegenheit zum Baden gibt es reichlich.

Die Meerenge Bosporus lädt zudem mit Fährrundfahrten zu einer Entdeckungstour eures Urlaubsortes ein. Vom Bosporus aus genießt ihr den wohl vollständigsten Blick auf Istanbul und könnt euch schon einmal überlegen, welche Sehenswürdigkeiten ihr wann besichtigen möchtet. Daher ist eine Fährfahrt zu Beginn des Aufenthaltes sehr empfehlenswert.

Sehenswürdigkeiten in Istanbul

Istanbul wimmelt nur so von Sehenswürdigkeiten, die euch die Planung eurer Freizeitgestaltung nicht leicht machen. Zu den Must-sees gehören sicherlich die Hagia Sophia und der Topkapi Palast, doch auch die vielen Moscheen und weiteren Paläste sind definitiv einen Besuch wert.

Hagia Sophia

“Heilige Weisheit” – das bedeutet der Name der einstigen Kirche, die sich im Laufe der Zeit zu einer Moschee und schlussendlich vorwiegend zu einem Museum entwickelt hat. Die Hagia Sophia wurde bereits im 6. Jahrhundert erbaut und gilt als Meisterwerk der Architektur. Bis heute haben Architekten noch nicht eindeutig klären können, wie ein solch eindrucksvolles Gebäude zu einem so frühen Zeitpunkt der Geschichte überhaupt entstehen konnte.

Beeindruckende Hagia Sophia
Beeindruckende Hagia Sophia

Die prachtvoll-opulente Gestaltung innen und außen macht die Hagia Sophia zu einem einzigartigen Kunstwerk, das bei eurem Istanbul-Trip unbedingt auf der Liste stehen muss. Bestaunt von außen die rund 56 Meter hohe Kuppel mit ganzen 31 Metern Durchmesser und erkundet im Inneren des Wahrzeichens von Istanbul die vielen bunten Mosaike des Christentums.

Topkapi Palast

Entgegen des Namens handelt es sich beim Topkapi Palast nicht um ein einziges Gebäude, sondern um ein großes Areal. Dieses gliedert sich in vier verschiedene Höfe und bot 600 Jahre lang den osmanischen Sultanen eine Heimat. Teilweise lebten bis zu 5.000 Menschen in diesem Gebiet, das deshalb wie eine eigene kleine Stadt aus 1001 Nacht erscheint.

Im Innenhof des Topkapi Palastes
Im Innenhof des Topkapi Palastes

Inmitten der mit vielen Blumen angelegten Gärten wandelt ihr auf den Spuren der einstigen osmanischen Herrscher. Im Inneren der royalen Gebäude finden sich zum Beispiel alte Waffenkammern, Reliquien aus dem Islam und funkelnde Schätze. Ebenso könnt ihr den ehemaligen Harem besuchen, in dem teilweise mehrere tausend Frauen lebten.

Blaue Moschee (Sultan Ahmed Moschee)

Die aufgrund ihrer blau-weißen Fliesen im Volksmund “Blaue Moschee” genannte Sultan Ahmed Moschee gilt als berühmteste ihrer Art in Istanbul. Wie die Hagia Sophia, neben der sie sich befindet, ist sie maßgeblich für die Silhouette der Stadt verantwortlich; das liegt vorwiegend an den sechs auffälligen Minaretten.

Die Blaue Moschee von innen
Die Blaue Moschee von innen

Doch auch im Inneren erwartet euch purer Prunk und Glanz, in dessen Genuss ihr außerhalb der muslimischen Gebetszeiten kommen könnt. Erbaut wurde die Moschee im Auftrag des namensgebenden Sultans Ahmet im frühen 17. Jahrhundert.

Süleymaniye Moschee

Eine weitere Moschee, die Istanbuls Stadtbild prägt, ist die 50 Meter hohe Süleymaniye Moschee. Sie thront auf einem Hügel und ist umgeben von Parks und Mausoleen. Durch eine zur Moschee gehörende Terrasse besteht die Möglichkeit, weitläufige Ausblicke über die Stadt zu genießen. Das Gotteshaus wurde einst im Auftrag des Sultans Süleyman dem Prächtigen erbaut und dient bereits seit dem 16. Jahrhundert als Ort des muslimischen Gebets.

Dolmabahce Palast

Als Nachfolger des Topkapi Palastes weiß auch der prunkvoll verzierte Dolmabahce Palast als klassische Sehenswürdigkeit zu begeistern. Es gibt wieder die ehemaligen Wohnräume von Harem und Sultansfamilie zu bestaunen; diesmal zeigen sie sich aber etwas moderner. Kein Wunder, wurde dieser Palast doch erst im 18. Jahrhundert errichtet und diente ab diesem Zeitpunkt als vorwiegende Residenz der Herrscher. Das Gebäude besteht aus weißem Marmor und ist rund 600 Meter lang. Es befindet sich am Ufer des Bosporus auf europäischer Seite.

Dolmabahce Palast vom Wasser aus
Dolmabahce Palast vom Wasser aus

Cisterna Basilica

Bei der Cisterna Basilica oder dem Yerebatan Sarnıcı handelt es sich um eine alte Wasserzisterne, die auch den Beinamen “der versunkene Palast” trägt. Ihre große Bekanntheit verdankt die Zisterne nahe der Hagia Sophia unter anderem einigen Hollywoodfilmen, die dort teilweise gedreht wurden. Sie misst rund 140 Meter und befindet sich im Untergrund von Istanbul. Einst ragte zudem eine Basilika über der im 6. Jahrhundert gefertigten Zisterne in den Himmel.

Galatabrücke

An sich ist die Galatabrücke kein architektonisches Highlight und doch wird sie euch in Istanbul unweigerlich auffallen. Sie ragt über dem als “Goldenes Horn” bekannten Meeresarm des Bosporus als Zugbrücke in die Höhe. Auf ihrer Unterseite befinden sich Restaurants, Cafés und Streetfood-Stände, die zu einem kleinen Snack während der Sightseeingtour einladen. Genießt dabei den unvergleichlichen Ausblick auf die Meerenge.

Die Galatabrücke führt über den Bosporus
Die Galatabrücke führt über den Bosporus

Gülhane Park

Ebenfalls genügend Raum zur Erholung bietet der Gülhane Park. Er ist am Topkapi Palast angesiedelt, sein Zutritt war der Öffentlichkeit früher verboten und nur der Königsfamilie vorbehalten. Glücklicherweise ist das heute anders und die verschiedenen Landschaftsbereiche mit Wasserflächen, Brücken und opulenter Blumenbepflanzung laden auch Urlauber zum Verweilen ein. Manchmal finden in der herrlichen Kulisse sogar Live-Konzerte statt, deren zumeist orientalischen Klängen ihr während eurer wohlverdienten Alltagspause lauschen könnt.

Aussichtstürme in Istanbul

Wählt für eine Aussicht über Istanbul zwischen dem Leanderturm und dem Galataturm. Ersterer ist ein Leuchtturm, befindet sich auf einer kleinen Insel inmitten des Bosporus und verfügt über eine herrliche Aussichtsterrasse. Zweiter liegt nördlich vom Goldenen Horn und belohnt euch mit einem Panoramablick über Istanbul und die Meerenge.

Der Leanderturm ist ein Leuchtturm
Der Leanderturm ist ein Leuchtturm

Tipp: Aussichtstürme sind nichts für euch? Dann fahrt mit der Seilbahn stattdessen den Pierre Loti Tepesi hinauf. Der Aussichtsberg wurde nach einem französischen Schriftsteller benannt und lockt nicht nur mit seinem Ausblick, sondern auch mit idyllischen Teegärten und kleinen Cafés.

Großer Basar

Knapp 4.000 Geschäfte und Marktstände erwarten euch im überdachten, großen Basar – angesichts dieser Zahl ist nicht verwunderlich, dass es hier wohl wirklich alles gibt! Stöbert in den Hallen aus dem 15. Jahrhundert nach Kleidung, Schmuck, traditioneller Handwerkskunst, Lebensmitteln und Accessoires, die keine Wünsche offenlassen. Jeden Montag bis Samstag habt ihr zwischen 8 Uhr und 19 Uhr die Gelegenheit, die rund 31.000 weltbekannten Quadratmeter zu erkunden.

Der große Basar in Istanbul
Der große Basar in Istanbul

Ägyptischer Basar

Wie der Große Basar ist auch der Ägyptische Basar überdacht und bietet ein reichhaltiges Angebot. Hier konzentrieren sich die Händler allerdings auf Lebensmittel: Süße Naschereien und herzhafte Köstlichkeiten vom Bosporus warten nur darauf, eure Urlaubskleidung enger zu machen. Außerdem gibt es intensiv duftende Gewürze, welche dem Ägyptischen Basar auch den Beinamen “Gewürzbasar” verleihen.

Shopping auf der Istiklal Caddesi

Ein klassisches Shoppingerlebnis erwartet euch unterdessen auf der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi. Sie befindet sich in einem modernen Teil von Istanbul und dient tagsüber als Kulisse für Schnäppchenjäger, während sie sich am späten Abend in eines der wichtigsten Zentren für Istanbuls Nachtleben verwandelt. In der sich auf sechs Stockwerke erstreckenden Mall of Istanbul findet ihr hingegen über 200 Geschäfte, Restaurants sowie ein Kino unter einem Dach.

Bummeln in Kadiköy

Das Viertel Kadiköy liegt auf der asiatischen Seite von Istanbul. Mit der Fähre geht es über den Bosporus in Richtung Asien nach Kadiköy. Zwar könnt ihr auch mit der Metro fahren, habt dann aber nicht einen so fantastischen Ausblick auf den Topkapi Palast und den Leanderturm. Im asiatischen Teil Istanbuls angekommen, lasst ihr euch am besten einfach durch die schmalen Gassen von Kadiköy treiben, der als junger und hipper Stadtteil gilt. Kleine Boutiquen, Bars und Restaurants gibt es hier zuhauf – genügend Auswahl, um türkisches Essen zu probieren! Noch ein Tipp, den wir für Kadiköy haben, sind die Teegärten im Moda Park, wo ihr wie die Einheimischen euren Cay unter schattigen Bäumen trinken könnt. Auf dem Rückweg in Richtung des Haydarpasa Bahnhofs, wo auch die Fähre ablegt, könnt ihr am Ufer des Bosporus flanieren und die Aussicht genießen. Geht ihr hingegen in Richtung des Marmarameeres, trefft ihr auf schöne Strände zum Baden.

Reise-Infos

Wie kommt ihr nun in die Metropole und was solltet ihr vor der Anreise beachten? Wir haben es euch als Übersicht zusammengefasst. Weiterhin könnt ihr hier die Antworten auf typische Fragen zum Türkei-Urlaub nachlesen. So startet ihr bestens vorbereitet in euren wohlverdienten Urlaub!

Beste Reisezeit

Das milde Klima in Istanbul hält sich ganzjährig und Frost ist selten – dadurch eignet sich fast jeder Zeitpunkt für eine Reise in die türkische Stadt. Besonders empfehlenswert sind jedoch der Reisemonat April, Mai und Juni sowie September bis Oktober. Das Regenrisiko ist zu diesen Zeitpunkten recht gering und auch die Hitze des Hochsommers wird euch wahrscheinlich verschonen.

Dokumente

Die Einreise in die Türkei erfolgt für deutsche Staatsbürger mit einem gültigen Personalausweis oder Reisepass. Entscheidet ihr euch für Ersteres, erhaltet ihr ein zusätzliches Dokument für euren Aufenthalt, das ihr unbedingt gut aufbewahren müsst. Die maximale Aufenthaltsdauer für diese Art der Einreise beträgt drei Monate.

Währung

Die Währung in Istanbul ist die Türkische Lira, wobei eine Lira etwa 0,15 Euro (Stand: Februar 2020) entspricht. Doch ist es rund um die touristischen Hochburgen auch oft möglich, mit dem Euro zu bezahlen. Bei größeren Summen empfehlen wir die Zahlung in der Landeswährung, da der Wechselkurs anderenfalls für euch ungünstig ausfällt.

Anreise

Die allermeisten Urlauber aus Deutschland reisen mit dem Flugzeug nach Istanbul. Praktisch: Es handelt sich in der Regel um Direktflüge, die je nach Abflughafen eine Anreisedauer von drei bis vier Stunden mit sich bringen. Istanbul verfügt über zwei Flughäfen. Von dort aus bringen euch Busse schnell in die Innenstadt.

Generell ist es zwar auch möglich, Istanbul von Deutschland aus mit dem Auto zu erreichen, da sich kein Meer dazwischen befindet. Dennoch empfehlen wir dies nur für Hartgesottene, da die Reisezeit mit den Pausen mindestens drei Tage beträgt. Auch lohnt sich dies nur für einen längeren Aufenthalt.

Fortbewegung in der Stadt

Viele Sehenswürdigkeiten wie die Hagia Sophia, die Blaue Moschee und die Cisterna Basilica befinden sich unmittelbar nebeneinander und sind daher problemlos zu Fuß zu besichtigen. Für weitere Strecken könnt ihr zwischen Taxen, der traditionellen Straßenbahn und der U-Bahn wählen. Doch Vorsicht: Nicht alle U-Bahn-Systeme sind direkt miteinander verbunden. Wenn ihr euch für eine Taxifahrt entscheidet, ist die Variante mit Taxameter in der Regel günstiger als ein Pauschalpreis.

Fahrt mit der traditionellen Straßenbahn
Fahrt mit der traditionellen Straßenbahn

Sprache und Verständigung

Mit einigen türkischen Floskeln zur Begrüßung sammelt ihr Punkte bei den Einheimischen – und doch können überraschenderweise viele Einwohner Istanbuls ein wenig Deutsch. Mit Englisch ist es fast schon schwieriger als mit eurer Muttersprache.

Sitten und Traditionen

Als nicht-muslimische Urlauber dürft ihr trotzdem die Gotteshäuser in Istanbul besuchen, wenn ihr euch an die Kleidungsvorschriften haltet. Beide Geschlechter sollten mindestens die Knie, die Oberarme und die Schultern bedecken. Frauen sollten zusätzlich eine Kopfbedeckung tragen.

Wenn ihr beispielsweise auf einem Basar von einem der Händler zum Tee eingeladen werdet, könnt ihr die Einladung gern annehmen. Ihr solltet aber während des Teegenusses nicht mit dem Verhandeln beginnen, da dies als unhöflich gilt. Stattdessen könnt ihr zu diesem Zeitpunkt mit freundlichem Smalltalk und den einen oder anderen türkischen Vokabeln Sympathiepunkte sammeln und so schlussendlich einen guten Preis bei den Waren erzielen.

Simit sind leckere Sesamkringel
Simit sind leckere Sesamkringel

Kulinarik

Die Türkei gilt als Land der kulinarischen Vielseitigkeit. In Istanbul habt ihr die Gelegenheit, euch durch Köstlichkeiten zu probieren. Vorspeisen wie Humus oder Joghurtspeisen nehmen euch schon den ersten Hunger. Anschließend verführen euch Leckerbissen wie gefüllte Muscheln oder die würzigen Köfte – Hackbällchen aus Fleisch vom Rind oder Lamm. Reichhaltige Gewürze machen das Ganze zum Erlebnis für alle Sinne. Und auch für Naschkatzen gibt es nicht nur dank Halva (eine Mischung aus Zucker und Sesamöl) und süßem Baklava (gefülltem Blätterteig) sicherlich genügend Auswahl. Als Snack für unterwegs oder zum Frühstück bekommt ihr an fast jeder Ecke Simit, die leckeren Sesamkringel.

Baklava ist eine süße Köstlichkeit

Hotels und Unterkünfte

In Istanbul herrscht ein Kontrast zwischen Tradition und Moderne und das spiegelt sich auch in den Hotels wider. Es gibt sowohl nostalgisch anmutende Unterkünfte, die euch tief in die Kultur Istanbuls eintauchen lassen als auch moderne, international bekannte Hotelketten. Besonders schön sind die Istanbuler Hotels mit Ausblick auf den Bosporus und Annehmlichkeiten wie einem traditionellen, türkischen Hamam. Wer sparen will, sollte sich hingegen die Unterkünfte jenseits des Bosporus-Ufers und der beliebtesten Sehenswürdigkeiten näher anschauen. Eine weniger zentrale Lage belohnt euch mit dem einen oder anderen Euro mehr in der Reisekasse.

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