Boracay: Insel der Philippinen


Boracay zählt zu den verführerischsten Inseln Ostasiens, denn das kleine Paradies bietet schöne Natur, traumhafte Strände, abwechslungsreiche Sportmöglichkeiten, pure Entspannung und vieles mehr. Und das auf nur zehn Quadratkilometern!

Überblick

Für einen Traumurlaub im Osten Asiens ist Boracay eine gute Wahl. Sie ist eine von mehr als 7.000 Inseln der Philippinen und bietet auf sieben Kilometern Länge eigentlich alles, was man sich für einen Urlaub wünschen kann. Entspannte Strandtage, sportliche Abenteuer sowie faszinierende Unterwasserwelten gehören dazu. Zum Schutz der Umwelt war die zur Gemeinde Malay zählende Insel im Jahr 2018 für sechs Monate gesperrt, danach konnte die Insel wieder betreten werden. Auf den Erhalt Boracays wird nun aber mehr geachtet: Strandpartys sind beispielsweise nicht mehr erlaubt.

Blick auf Boracay
Blick auf Boracay

Übrigens ist Boracay auch für einen schönen Sandstrand bekannt: Der White Beach sieht aus wie aus dem Reisekatalog. Darüber hinaus dürft ihr euch auf einige Sehenswürdigkeiten der Natur sowie auf zahlreiche sportliche Aktivitäten freuen. So könnt ihr etwa im Inselinneren wandern, Höhlen erkunden, tauchen und schnorcheln gehen oder euch im Seilrutschen versuchen – Spaß ist garantiert!

Strände

So schön die Sehenswürdigkeiten von Boracay auch sind, die meisten Besucher kommen eindeutig wegen der Strände her. Besonders beliebt ist der White Beach, doch auch die weiteren, teils ruhigeren Optionen werden euch bestimmt überzeugen.

White Beach

Dieser berühmte Strand ist dreieinhalb Kilometer lang und zeichnet sich durch seine natürliche Schönheit aus: Weißer, feiner Sand, klares Wasser in Türkistönen und üppige Palmen, die sich im Wind wiegen – schöner geht es gar nicht. Die Infrastruktur ist hervorragend: mit Hotels, Restaurants, Geschäften und Bars ist hier für jedermann gesorgt, weshalb der White Beach eindeutig das Zentrum der Insel darstellt.

Boracay White Beach
Boracays traumhafter White Beach

Die drei Abschnitte des Strandes sind als Station Eins, Zwei und Drei bekannt. Am schönsten ist es an Station Eins. Dort befindet sich der berühmte Willy’s Rock, eine Formation aus Vulkangestein. Neben seiner einmaligen Gestalt zieht er Besucher aufgrund des Schreins der Heiligen Jungfrau Maria an, der auf seiner Spitze thront. An Station Zwei sind viele Einkaufsmöglichkeiten inklusive der beliebten D’Mall und gute Restaurants sowie ein Geldautomat zu finden. Und an Station Drei versammeln sich die meisten Rucksackreisenden.

Diniwid Beach

Direkt nebenan befindet sich dieser malerische Küstenabschnitt. Er ist vom nördlichen Ende des White Beaches über einen kleinen Pfad fußläufig zu erreichen. Dreht euch immer wieder um, denn von diesem Weg aus gibt es ein herrliches Panorama zu sehen, darunter der schönste Strand der Insel. Der Diniwid Beach selbst besteht aus einer kleinen, felsigen Bucht mit Sand und klarem Wasser. Wenn ihr Ruhe sucht, solltet ihr hierherkommen.

Bulabog Beach

Auf der anderen Seite der Insel, also im Osten, lädt der Bulabog Beach zu einem ausgiebigen Tag am Meer ein. Da es an diesem Strand etwas windiger ist, finden Segler und Kitesurfer besonders gute Bedingungen vor. Entsprechend hat sich hier auch ein Wassersportzentrum etabliert. Zwischen November und April, wenn der Nord-Ost-Monsun (Amihan) herrscht, kann man hervorragend kiten.

Bulabog Beach
Kitesurfer am Bulabog Beach

Ilig-Iligan Beach

Im Norden von Boracay liegt dieser Strand, der kaum Infrastruktur und deshalb weniger Besucher hat. So wird viel Ruhe geboten. Er ist fast genauso schön wie der White Beach! Der Blick auf die vorgelagerten Inseln ist einzigartig und perfekt für ein paar Fotos geeignet. Felsformationen sorgen dafür, dass der Strand in drei Abschnitte eingeteilt ist. Besonders schön ist der nördliche Teil des Bulabog Beaches.

Puka Beach

Ganz im Norden der Insel liegt der Puka Beach, der auch als Puka Shell Beach oder Yapak Beach bekannt ist. Die Chancen, einen kleinen Strandabschnitt für sich allein zu haben, sind recht hoch. Es gibt einige Restaurants und Bars am Wasser, aber sonst kann man wunderbar die Stille genießen. Wie auch am Ilig-Iligan Beach könnt ihr im ruhigen, kristallklaren Wasser nach Herzenslust schnorcheln. Für Spaziergänge und ausgiebiges Schwimmen ist dieser Strand ebenfalls ideal. Übrigens: Von hier aus ist der Sonnenuntergang besonders beeindruckend.

Tambisaan Beach

Im Osten der Insel liegt der Tambisaan Beach, der vor allem von April bis November sehr gute Badebedingungen, leuchtend türkisfarbenes Wasser und feinen Sand bietet. Hier geht es sehr ruhig zu und ihr könnt farbenfrohe Fische und Korallen unter Wasser bewundern. Die Felseninseln in der Bucht bieten eine grandiose Kulisse für Urlaubsfotos.

Tambisaan Beach
Am Tambisaan Beach die Seele baumeln lassen

Sehenswürdigkeiten

Etwa 32.000 Menschen leben auf Boracay. Die Ortschaften sind rund um die Strände angeordnet. Zudem gibt es eine Hauptstraße, die von Norden nach Süden über die überschaubare Insel führt. Entlang dieser Route findet ihr viele der Sehenswürdigkeiten, bei denen es sich vor allem um schöne Naturwunder handelt.

Katholische Kirche Unserer Lieben Frau

Die katholische Kirche Unserer Lieben Frau vom Allerheiligsten Rosenkranz, so ihr vollständiger Name, wurde 1994 gegründet und zeichnet sich durch eine moderne Architektur mit schlanker Fassade aus. Über dem Säulengang ist der Name der Gemeinde in großen Lettern angebracht. Den Giebel ziert ein detailreiches, buntes Mosaik des Christus mit Palmen, Wellen sowie Fischen. Am 12. Mai findet hier der Festtag der Frau vom Heiligen Rosenkranz statt.

Willy’s Rock

Am berühmten White Beach von Boracay gibt es den bereits erwähnten Willy’s Rock zu sehen, der nicht zu verfehlen ist. Es handelt sich um das Wahrzeichen des Strandes. Zwischen den Stationen Eins und Zwei findet ihr diesen deutlich aus dem Wasser herausragenden Felsen und das Bildnis der Jungfrau Maria in einem Schrein. Bei niedrigem Wasserstand ist es kein Problem, Willy’s Rock über eine Treppe zu besteigen und dann die Aussicht über den Traumstrand zu genießen.

Willys Rock
Willy’s Rock samt Schrein

Aktivitäten

Obwohl Boracay sehr klein ist, wird es euch auf dieser Insel sicherlich nicht langweilig. Von Wassersport über Bootstouren, Wandermöglichkeiten, Wellnessangeboten bis hin zu Ziplining gibt es für jeden Urlauber die passende Option.

Ariel’s Point besuchen

Zahlreiche Tagesausflüge ab Boracay ermöglichen es euch, auch die umliegenden Inseln zu erkunden. Der Ariel’s Point ist ein beliebtes Ziel. Er befindet sich auf der größeren Nachbarinsel Panay und besteht aus eindrucksvollen Klippen. Wer mag, kann hier aus 15 Metern Höhe von einer Plattform aus ins Wasser springen. Es sind aber auch niedrigere Absprungpunkte vorhanden, wenn euch das ein bisschen zu hoch ist. Viele der Touren bieten weitere Aktivitäten wie Kajakfahren sowie Schnorcheln an. Ein Highlight sind die blauen Seesterne, die man am Ariel’s Point unter Wasser sieht.

Wassersport treiben

Die wohl beste Aktivität auf Boracay ist Wassersport. Das Angebot ist groß: Parasailing, Jetski, Kajak, Segeln, Stand-Up-Paddling, Kitesurfen, Schnorcheln, Tauchen und vieles mehr. Am Bulabog Beach findet ihr die meisten Schulen, da dieser Strand besonders gute Bedingungen für sportliche Aktivitäten im kühlen Nass bietet, die auf Wind angewiesen sind. Aber auch am White Beach werdet ihr auf eure Kosten kommen.

Tauch- und Schnorcheltouren erleben

Besonders hervorzuheben ist ohne Frage die Unterwasserwelt bei Boracay. Rund um die Küste herum gibt es perfekte Stellen wie zum Beispiel Crocodile Island südöstlich der Insel, das seinen Namen der Form verdankt. Am White Beach findet ihr unzählige Tauchschulen, die sowohl Lehrgänge als auch Ausflüge anbieten. Wer bereits fortgeschritten ist, findet an den Steilwänden von Yapak eine besonders schöne Flora und Fauna unter Wasser. Je nach Saison sind Haie, Schildkröten und natürlich viele bunte Fische zu sehen.

Bootstouren zu Nachbarinseln einplanen

Neben der Unterwasserwelt locken auch die vielen Eilande rund um Boracay zu Erkundungstouren. Zahlreiche Anbieter vor Ort schnüren euch Halbtages- oder Ganztagespakete für das Inselhüpfen. Crocodile sowie Crystal Cove Island sind beliebte Ausflugsziele. Fragt schon im Rahmen der Preisverhandlung, ob Getränke, Mittagessen, ein Führer oder Sportangebote zum Ausflug gehören.

Crystal Cove Island
Oben im Bild: Crystal Cove Island

Wanderungen unternehmen

Nach ein paar Tagen am Strand lohnt es sich, auch das wunderschöne Innere der Insel zu erkunden. Hier erwarten euch üppige, grüne Dschungellandschaften mit Höhlen, Wasserfällen sowie exotischen Pflanzen und Bäumen. Mit einem kundigen Inselbewohner könnt ihr euren Urlaubsort von einer anderen Seite kennenlernen. Ein beliebtes Ziel ist der Mount Luho, der höchste Punkt von Boracay. Nach einem 15-minütigen Aufstieg zu Fuß werdet ihr von der Aussichtsplattform mit einem Panoramablick auf die Insel belohnt.

Nach Souvenirs stöbern

Boracay ist zwar kein Einkaufsparadies, hat aber dennoch einiges zu bieten. Entlang des White Beaches findet ihr das Hauptgeschäftsviertel der Insel vor. Hier gibt es Läden und Boutiquen, die Kunsthandwerk wie Schmuck aus Muscheln, Wohnaccessoires, preiswerte Strandkleidung und beliebtes lokales Essen verkaufen. Die D’Mall in der Nähe von Station Zwei ist dabei die beliebteste Meile mit mehreren Flohmärkten und Einkaufszentren.

Der kleinere Talipapa-Markt versteckt sich in einer Gasse bei Station Drei. Außerhalb der White Beach Area gibt es weniger Geschäfte, aber kleine Läden sowie Boutiquen finden sich über die ganze Insel verteilt. Hier bekommt ihr bestimmt die besten und authentischsten Souvenirs für zu Hause.

Ziplining ausprobieren

Rund um den Mount Luho findet ihr Ziplines, die einen tollen Adrenalinkick versprechen. Um diese zu erreichen, solltet ihr ein inseltypisches Taxi mieten, denn zu Fuß ist die Anreise nicht so leicht. Die Seilrutschen geben euch einen faszinierenden Blick auf die Insel und den Berg. Bevor ihr bis zu 70 Meter in die Tiefe saust, werdet ihr von kundigen Begleitern eingewiesen. Nehmt euch am besten eine Kamera mit, um diese Sicht festzuhalten!

Mount Luho
Aussicht vom Mount Luho

Reise-Infos

Ihr seid bereit für den Urlaub auf den Philippinen? Damit die Reise nach Boracay zum Erfolg wird, haben wir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Auf Boracay gibt es zwei Jahreszeiten, die Trocken- und Regenzeit. Zwischen November und Mai fällt kaum Niederschlag, was diese Monate besonders beliebt für den Urlaub macht. Durchschnittlich liegen die Temperaturen bei 26 bis 30 Grad Celsius. Von Mai bis Oktober ist es zwar schön warm, doch dann regnet es auch nahezu täglich.

Aufgrund der längeren Anreise lohnen sich eher zwei Wochen auf Boracay. Die Insel hat ein großes Angebot an Wassersport, Wellness und anderen Aktivitäten, weshalb ihr euch hier in aller Ruhe entspannen oder verausgaben könnt.

Reisevorbereitungen

Für den Urlaub auf die Philippinen benötigt ihr euren Reisepass. Dieser sollte noch sechs Monate über eure Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein. Außerdem braucht man ein Visum. Bei Vorlage eines gültigen Rück- oder Weiterflugtickets erhaltet ihr bei eurer Einreise ein gebührenfreies Visum, mit dem ihr euch 30 Tage im Land aufhalten könnt.

Die Währung ist der Philippinische Peso. Das Geld zu wechseln ist nur bei Banken und in größeren Hotels gestattet. Kümmert euch also lieber im Vorhinein darum.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Für die Reise nach Boracay müsst ihr zwei Zwischenstopps einplanen: einen in Dubai oder Singapur und einen in Manila. In Deutschland könnt ihr von mehreren Flughäfen aus starten, darunter Frankfurt am Main, Düsseldorf, Berlin oder München. Ein einstündiger Weiterflug zum Flughafen Caticlan Malay auf Boracays Nachbarinsel Panay bringt euch in die Nähe eures Endziels. Dann fehlt nur noch eine 20-minütige, wunderschöne Überfahrt mit dem Boot.

Vor Ort bewegt ihr euch am einfachsten per Fahrrad oder Tricycle, die überall verfügbar sind und zunehmend elektrisch betrieben werden, um die Insel sauber zu halten. Denkt daran, ausreichend Bargeld mitzunehmen, um bei Bedarf auch von abgelegenen Stränden abgeholt werden zu können. Alternativ könnt ihr am White Beach einen Roller mieten. Doch auch zu Fuß kommt ihr gut zurecht, da die Insel nicht besonders groß ist.

Essen und Spezialitäten

Auf Boracay findet ihr zahlreiche internationale Restaurants sowie kleine Imbisse, die gebratene Nudeln anbieten. Zu den bekanntesten Gerichten gehört Adobo, ein würziges Eintopfgericht aus Hühnchen oder Schweinefleisch. Lechon, ein knusprig gegrilltes Spanferkel, ist bei festlichen Anlässen unverzichtbar. Als süßer Abschluss darf das Dessert Halo-Halo nicht fehlen, bei dem es sich um eine bunte Mischung aus verschiedenen Früchten, Bohnen und Eis handelt. Insgesamt ist die Gastronomie an Besucher angepasst, aber wenn ihr so essen wollt wie die Einheimischen, findet ihr in der D’Mall am White Beach viele leckere Kleinigkeiten.

Hotels und Unterkünfte

Entlang der Strände von Boracay, insbesondere am White Beach, gibt es eine große Auswahl an Hotels. Obwohl die Philippinen teurer sind als zum Beispiel Kambodscha oder Thailand, findet ihr bei rechtzeitiger Buchung auch eine passende Unterkunft. An den Küsten entdeckt ihr bestimmt eine Pension, die euch gefällt.

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1 Kommentar zum Thema
  1. Willi

    Die Beschreibung ist ziemlich geschönt, hat aber mit der Realität nur wenig zu tun, es ist mehr ein durchschnittlicher Ort mit teilweise algenverseuchten Stränden und Massentourismus