Lifehacks bei Bettwanzen


Jedes Jahr fischt der Zoll exotische Tiere aus dem Gepäck von Reisenden. Eine Königsboa hier, eine Schildkröte dort oder sogar Raubkatzenbabys. Hoffentlich die meisten werden jetzt mit dem Kopf schütteln und froh sein, dass ihr von so einem Komplex verschont bliebt. Doch es reisen viel häufiger tierische Passagiere mit, als man denkt. Die Rede ist von Bettwanzen (Cimex lectularius).

Was sind Bettwanzen?

Sie sind oft nur wenige Millimeter groß und deshalb kaum zu sehen. Sie verstecken sich im Hotelzimmer hinter Bildern, Scheuerleisten oder in der Bettwäsche. Sie fühlen sich überall wohl, wo es dunkel ist. In der Nacht kommen sie dann aus ihrem Versteck heraus auf der Suche nach Nahrung. Durch Geruchsstoffe locken sich die Bettwanzen bei der Nahrungssuche gegenseitig an und bilden dadurch größere Gruppen. Und jetzt wird es so richtig unheimlich: Bettwanzen sind Blutsauger und ernähren sich bei Menschen, Haustieren, Fledermäusen und Vögeln. Sie stechen unauffällig zu und saugen bis zu zehn Minuten lang Blut. Dabei erreichen Bettwanzen das Siebenfache ihres Ausgangsgewichts.

Symptome: Was sind typische Anzeichen für Bettwanzen?

In Deutschland treten die meisten Fälle nach dem Urlaub auf, da Bettwanzen hierzulande als ausgerottet gelten, aber immer wieder eingeschleppt werden. Typische Anzeichen für Bettwanzen sind kleine Bissspuren, die sich als winzige, rote Punkte auf der Haut erkennen lassen. Oft folgen die Spuren scheinbar einer Straße und erinnern an eine Versuchsreihe beim Allergietest.

Bestätigen lässt sich der Verdacht auf Bettwanzen, wenn man im Bett einen unbekannten, süßlichen Geruch wahrnimmt. Diesen setzen Bettwanzen frei, wenn sie unter Stress sind. Auch kleine Blutflecken können bei starkem Befall auf dem Bettzeug auftreten. Findet man außerdem Häutungsreste, pflanzen sich die Bettwanzen bereits fort: Die Larven der Bettwanze häuten sich fünfmal bis zum Ende des Larvenstadiums. Kleine schwarze Punkte sind hingegen Spuren vom Kot der Bettwanze. Während einige Menschen auf Bettwanzen mit Hautrötungen, Pusteln, Quaddeln und Juckreiz reagieren, gibt es übrigens auch Personen, die keine Anzeichen entwickeln.

Häufig nach dem Urlaub: Wie werde ich Bettwanzen los?

Wo kommen die Bettwanzen eigentlich her? Die lästigen Blutsauger werden vor allem aus dem Urlaub in die heimische Wohnung eingeschleppt. Wer den Verdacht hat, im Hotel im Urlaub Bettwanzen gehabt zu haben, der sollte seine Koffer am besten in der (freilich leeren) Badewanne auspacken. Die Begründung dafür ist einfach: Auf dem weißen Hintergrund sind Bettwanzen gut zu erkennen. Die kleinen Wanzen (ca. 5 Millimeter) sind flach, können nicht fliegen und haben eine rostrote bis braune Farbe.

Stellt man einen Befall fest, sollte man die Kleidungsstücke gründlich waschen und die Koffer und Taschen vom Fachmann behandeln lassen. Vorsorgen kann man jedoch auch, indem man schon im Hotel auf Bettwanzen achtet und ggf. auf eine andere Unterkunft besteht bzw. gleich Wert auf ein besseres Hotel legt. Allein ein 5 Sterne-Hotel zu buchen, reicht dazu hingegen nicht. Auch hier gibt es schwarze Schafe. Bettwanzen achten nämlich nicht auf die Hotelkategorie, sondern nehmen, was sie kriegen können. Da sie sich am Tag in kleinen Schlitzen verstecken, beeindruckt es sie auch nicht, wenn die Bettwäsche täglich gewechselt wird. Bettwanzen sind zudem sehr gut resistent gegen Kälte und Hitze. Bucht euch also ein Hotel, das nicht nur gepflegt wirkt, sondern es auch ist! Auf Ab-in-den-Urlaub.de könnt ihr euch über die zahlreichen Kundenbewertungen einen aktuellen und ehrlichen Eindruck vom Hotel machen, statt die Katze im Sack zu kaufen.

Vorsorgen kann man auch, indem man seine Koffer und Taschen im Hotel nicht im dunklen Schrank verstaut; sondern im Tageslicht belässt. Das hemmt die Bettwanzen. Wer aus dem Urlaub über den Flughafen Frankfurt fliegt, kann aber noch etwas anderes gegen Bettwanzen unternehmen. Der Fraport bietet einen wunderbaren Service mit Spürhunden gegen Bettwanzen.

Hilfe gegen Bettwanzen: Genialer Trick mit der Bohnenpflanze

Einen weiteren Tipp haben wir dem Balkan zu verdanken. Dort bekämpft man Bettwanzen mit Blättern der Bohnenpflanze. Diese Blätter tragen an der Unterseite winzige Härchen. In der Nacht werden die Blätter um das Bett ausgelegt. Kommen die Bettwanzen aus Ihren Verstecken, angezogen von der Atemluft, bleiben ihre Beinchen in den Härchen der Bohnenpflanze hängen. Am Morgen ist an den Blättern ersichtlich, wie stark der Bettwanzenbefall ist. Die Blätter werden aufgefegt und am besten verbrannt.

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