Kaum ein anderes Land in Europa vereint auf so engem Raum eine derart beeindruckende Vielfalt an Architektur, Kultur, Geschichte und kulinarischen Genüssen. Wer sich auf einen abwechslungsreichen Trip in die schönsten Städte Belgiens einlässt, den erwartet jede Menge Wunderbares.
Überblick
Wenn ihr durch die kopfsteingepflasterten Gassen von Brügge schlendert, fühlt ihr euch wie in ein mittelalterliches Märchen versetzt. In Gent erwartet euch eine pulsierende Mischung aus studentischem Flair und gotischer Pracht, während Brüssel als kosmopolitische Hauptstadt Europas mit seiner schillernden Mischung aus Jugendstil, Street-Art und internationalem Charme begeistert. Doch Belgien hat weit mehr zu bieten als seine bekannten Aushängeschilder. Verträumte Städtchen in den Ardennen, elegante Küstenorte an der Nordsee und unterschätzte Perlen in der zauberhaften Wallonie warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden.
Was die Städte Belgiens so besonders macht, ist dieses einzigartige Gefühl, das euch an jeder Ecke begegnet: eine Mischung aus Gemütlichkeit und Lebensfreude, aus Tradition und Weltoffenheit. Hier könnt ihr morgens in einem prachtvollen Jugendstil-Café frühstücken, mittags durch UNESCO-Welterbestätten wandeln und abends in einer urigen Kneipe ein Trappistenbier genießen, während die Einheimischen euch mit ihrer herzlichen Art das Gefühl geben, willkommen zu sein. Kommt mit auf eine Reise zu zehn Städten, die euch zeigen werden, warum Belgien euer nächstes großes Reiseabenteuer sein sollte.
1. Namur
Unsere Reise beginnt im Herzen der Wallonie, und zwar in einer Stadt, die viele von euch vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm haben: Namur. Als Hauptstadt der Region thront sie majestätisch am Zusammenfluss von Sambre und Maas und empfängt euch mit einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen entspannter Gelassenheit und lebendiger Kulturszene liegt. Hier ticken die Uhren noch ein wenig langsamer, und genau das macht den Zauber dieses Ortes aus.

Das absolute Highlight und Wahrzeichen ist die Zitadelle von Namur, eine der größten Festungsanlagen Europas. Sie erhebt sich hoch über der Stadt und bietet einen atemberaubenden Panoramablick über das Maastal, der allein schon die Reise wert ist. Nehmt euch Zeit, die weitläufigen Festungsmauern zu erkunden, und lasst die Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks auf euch wirken.
In der charmanten Altstadt erwarten euch prächtige Barockkirchen wie die Cathédrale Saint-Aubain und das Musée Félicien Rops, das dem berühmten belgischen Künstler gewidmet ist und euch mit seinen provokativen Werken überraschen wird. Schlendert entlang der Rue de Fer, der belebten Einkaufsstraße, und lasst euch in einem der vielen kleinen Cafés am Place d’Armes nieder. Doch Namur begeistert nicht nur innerhalb seiner Stadtgrenzen. Die Umgebung ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Unternehmt eine Bootsfahrt auf der Maas, erkundet die wildromantischen Ardennen mit dem Fahrrad oder wandert durch die üppig grünen Flusstäler.
2. Gent
Wenn es eine Stadt in Belgien gibt, die euch innerhalb weniger Minuten komplett in ihren Bann zieht, dann ist es Gent. Ihr steht auf der St.-Michael-Brücke und vor euch reihen sich wie an einer Perlenkette die drei berühmten Türme der Stadt auf: die St.-Bavo-Kathedrale, der Belfried und die St.-Nikolaus-Kirche. Das warme Licht des Sonnenuntergangs taucht die mittelalterlichen Fassaden entlang der Graslei in goldene Farben. Genau in diesem Moment werdet ihr verstehen, warum Gent als eine der fotogensten Städte Europas gilt.
In der St.-Bavo-Kathedrale erwartet euch eines der bedeutendsten Kunstwerke der westlichen Welt: der Genter Altar der Brüder Van Eyck. Dieses Meisterwerk aus dem 15. Jahrhundert ist so beeindruckend, dass es euch sprachlos machen wird. Gleich nebenan thront die imposante Grafenburg (Gravensteen), eine vollständig erhaltene mittelalterliche Burg mitten im Stadtzentrum.

Als Universitätsstadt sprüht Gent vor Energie. Überall entdeckt ihr bunte Street-Art, innovative Pop-up-Galerien und eine Gastro-Szene, die ihresgleichen sucht. Probiert unbedingt die lokale Spezialität Gentse Waterzooi, einen cremigen Eintopf, der eure Geschmacksknospen verwöhnt. Jeden Donnerstag verwandelt sich die Stadt zudem in ein vegetarisches Paradies. Erkundet die malerischen Kanäle bei einer Bootsfahrt, stöbert durch die quirligen Märkte im Patershol-Viertel oder lasst den Abend in einer der gemütlichen Kneipen ausklingen.
3. Hasselt
Die süße Überraschung im grünen Limburg: Hasselt hatten gewiss die wenigsten von euch als Reiseziel auf dem Zettel, wenn es um die schönsten Städte in Belgien geht. Genau das macht diese charmante Perle in der Provinz Limburg zu einem echten Geheimtipp. Der Spot ist die heimliche Genusshauptstadt des Landes. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Region ist nämlich berühmt für ihren Jenever, den traditionellen belgischen Wacholderschnaps. Im wunderbaren Nationaal Jenevermuseum könnt ihr in die jahrhundertealte Geschichte dieses Getränks eintauchen und natürlich am Ende eine Kostprobe genießen.

Doch das wahre Juwel verbirgt sich hinter den Mauern eines unscheinbaren Eingangs und versetzt euch in Sekundenschnelle auf einen anderen Kontinent: Der Japanische Garten von Hasselt ist der größte seiner Art in ganz Europa und ein absolutes Muss. Auf über 2,5 Hektar erwartet euch eine Oase der Ruhe mit plätschernden Wasserläufen, elegant geschwungenen Brücken, einem traditionellen Teehaus und sorgfältig arrangierter Pflanzenpracht. Dieser Garten entstand als Symbol der Städtepartnerschaft zwischen Hasselt und der japanischen Stadt Itami und strahlt eine meditative Stille aus, die euch den Alltag sofort vergessen lässt. Besonders zur Kirschblütenzeit im Frühling ist dieser Ort schlicht magisch.
Zurück im Stadtzentrum lädt die lebhafte Grote Markt zum Verweilen ein, umrahmt von hübschen Cafés und dem markanten Glockenspiel der Stadt. Bummelt durch die gemütlichen Einkaufsstraßen, denn Hasselt gilt als eine der besten Shopping-Städte Flanderns. Modeboutiquen, Concept Stores und lokale Chocolatiers reihen sich hier aneinander. Für Naturbegeisterte lohnt sich ein Ausflug in den nahegelegenen Nationalpark Hoge Kempen. Hier könnt ihr auf weitläufigen Wander- und Radwegen durch Heideflächen, Kiefernwälder und vorbei an stillen Seen die Natur Limburgs genießen.
4. Nieuwpoort
Salzige Meeresluft, der Ruf der Möwen über euren Köpfen und ein endlos weiter Horizont, an dem Himmel und Nordsee ineinander verschmelzen: Nieuwpoort ist eine der zahlreichen sehenswerten Städte in Belgien, die direkt am Meer liegen. Ein Spaziergang entlang der Kaimauern, vorbei an schaukelnden Segelbooten und schicken Jachten, hat etwas wunderbar Entspannendes. Hier könnt ihr in einem der Restaurants direkt am Wasser frischen Fisch und belgische Kroketten mit Nordseekrabben genießen. Ein absolutes Muss für Fans der Küche Belgiens.
Doch Nieuwpoort erzählt auch eine bewegende Geschichte. Am Ufer der Ijzer steht das eindrucksvolle König-Albert-I-Denkmal (Koning Albert I-monument), das an die dramatischen Ereignisse des Ersten Weltkriegs erinnert. Hier wurden 1914 die Schleusen der Ijzer geöffnet, um das Land zu fluten und den deutschen Vormarsch aufzuhalten. Dieser geschichtsträchtige Ort lädt zum Innehalten ein und gibt euch einen tiefen Einblick in ein Kapitel, das diese Region für immer geprägt hat.

5. Durbuy
Durbuy trägt stolz den Titel der kleinsten Stadt der Welt. Eingebettet in eine dramatische Flussschleife der Ourthe und umgeben von den bewaldeten Hügeln der Ardennen, wirkt dieses Juwel wie aus einem Bilderbuch herausgeschnitten. Wenn ihr durch das mittelalterliche Zentrum schlendert, vorbei an den winzigen Natursteinhäusern mit ihren blumengeschmückten Fassaden, den verwinkelten Kopfsteinpflastergässchen und den gemütlichen Terrassen, dann versteht ihr sofort, warum sich Reisende weltweit in diesen Ort verlieben.
Über der Stadt thront das majestätische Schloss von Durbuy (Château de Durbuy) aus dem elften Jahrhundert. Von außen ein wunderbarer Anblick, der die märchenhafte Kulisse perfekt abrundet. Gleich in der Nähe solltet ihr unbedingt den Topiary-Park besuchen, einen fantasievollen Garten, in dem über 250 Buchsbäume zu den verrücktesten Figuren und Formen geschnitten wurden. Ein skurriles und gleichzeitig wunderschönes Erlebnis, das Groß und Klein begeistert.

Durbuy ist aber vor allem ein Paradies für Abenteuerlustige und Naturliebhaber. Die Ourthe lädt zu aufregenden Kanufahrten ein, bei denen ihr vom Wasser aus die spektakuläre Ardennenlandschaft genießen könnt. Wanderer finden rund um die Stadt ein fantastisches Netz an Wegen. Besonders empfehlenswert ist die Route zur beeindruckenden Felsformation Roche à Frêne, die euch mit einem grandiosen Blick über das Tal belohnt. Wer es noch actionreicher mag, kann sich genüsslich im nahegelegenen Adventure Valley beim Klettern, Mountainbiken oder sogar beim Bogenschießen austoben.
Nach so viel Abenteuer habt ihr euch eine Belohnung verdient: Durbuy ist bekannt für seine hervorragende Gastronomieszene. Ob rustikale Ardenner Küche mit Wildschweinragout und cremigem Käse aus der Region oder ein feines Dinner in einem der erstklassigen Restaurants. Hier wird Genuss großgeschrieben. Lasst den Tag bei einem Glas lokalem Bier auf einer der romantischen Terrassen direkt an der Ourthe ausklingen und spürt, wie die Magie dieses winzigen Ortes euch ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
6. Antwerpen
Kommen wir nun zu einer Stadt in Belgien, die man unbedingt einmal gesehen haben muss. Antwerpen ist laut, selbstbewusst und unverschämt cool. Freut euch auf eine faszinierende Mischung aus Weltklasse-Kultur, avantgardistischer Mode, historischer Pracht und einem pulsierenden Nachtleben. Hier trifft flämische Tradition auf urbanen Zeitgeist, und das Ergebnis ist elektrisierend.
Euer erster Weg sollte euch zum Antwerpen-Centraal führen. Dieser atemberaubende Bau aus Marmor, Glas und Stahl wird nicht umsonst als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt bezeichnet. Von hier aus taucht ihr direkt ins legendäre Diamantenviertel ein, denn die City ist das Zentrum des weltweiten Diamantenhandels. Im DIVA – Diamond Museum erfahrt ihr alles über die funkelnde Geschichte der Region und könnt euch von der Brillanz dieser kostbaren Steine verzaubern lassen.

Kunstliebhaber, aufgepasst: Antwerpen war die Heimat des großen Peter Paul Rubens, und sein Erbe ist überall in der Stadt spürbar. Besucht das prächtige Rubenshaus, in dem der Meister einst lebte und arbeitete, und staunt in der gewaltigen Liebfrauenkathedrale (Onze-Lieve-Vrouwekathedraal) über seine monumentalen Altargemälde. Für zeitgenössische Kunst ist das Museum aan de Stroom (MAS) ein absolutes Highlight. Probiert eine traditionelle Antwerpse Handjes (ikonische Kekse in Handform) oder gönnt euch in einem der hippen Restaurants am Eilandje, dem aufregend transformierten Hafenviertel, ein unvergessliches Dinner mit Blick aufs Wasser.
7. Dinant
Eingezwängt zwischen einer steil aufragenden Felswand und dem glitzernden Ufer der Maas, bietet dieses Städtchen in der Provinz Namur eine der spektakulärsten Kulissen ganz Belgiens. Die berühmte Silhouette mit der bauchigen Stiftskirche Notre-Dame und der hoch oben thronenden Zitadelle ist so malerisch, dass ihr euch ständig dabei ertappen werdet, die Kamera zu zücken.
Und genau mit dieser Zitadelle solltet ihr euren Besuch beginnen. Entweder erklimmt ihr die 408 Stufen zu Fuß oder ihr nehmt bequem die Seilbahn, die euch in wenigen Minuten nach oben bringt. Oben angekommen erwartet euch nicht nur ein atemberaubendes Panorama über das Maastal, sondern auch ein faszinierendes Museum, das die wechselvolle und teils dramatische Geschichte dieser Festung lebendig werden lässt.

Zurück im Stadtzentrum werdet ihr schnell bemerken, dass Dinant untrennbar mit einem Namen verbunden ist: Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxofons, der hier 1814 geboren wurde. Die Stadt feiert ihren berühmtesten Sohn mit Begeisterung. Überall entdeckt ihr bunte, überlebensgroße Saxofon-Skulpturen, die Straßen und Brücken schmücken. Im Maison de Monsieur Sax könnt ihr in das Leben und Werk des genialen Instrumentenbauers eintauchen und erfahren, wie ein kleiner Belgier die Musikwelt für immer nachhaltig veränderte.
8. Brüssel
Die belgische Hauptstadt und gleichzeitig Herz der Europäischen Union ist ein faszinierendes Durcheinander aus imperialer Pracht, multikulturellem Flair, skurriler Selbstironie und einer Kreativszene, die ständig neue Überraschungen hervorbringt. Brüssel ist nicht glattpoliert, und genau das ist sein größter Reiz.
Beginnt eure Entdeckungstour am legendären Grand-Place (Grote Markt). Dieser von opulenten Zunfthäusern und dem gotischen Rathaus umrahmte Platz gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als einer der schönsten Spots Europas. Besonders am Abend, wenn die goldverzierten Fassaden kunstvoll beleuchtet werden, entfaltet er eine geradezu unwirkliche Magie. Nur wenige Schritte entfernt wartet dann Brüssels berühmtester kleiner Bürger auf euch: Manneken Pis. Ja, er ist tatsächlich so winzig, wie alle sagen, aber seine Sammlung von über 1.000 Kostümen, die im GardeRobe MannekenPis Museum ausgestellt wird, ist herrlich absurd.

Für Kulturhungrige ist Brüssel ein wahres Schlaraffenland. Taucht ein in die Welt des belgischen Jugendstils und bewundert die Meisterwerke von Victor Horta. Sein ehemaliges Wohnhaus, das Horta-Museum, ist ein architektonisches Juwel. Comicfans aufgepasst: Belgien ist die Heimat von Tim und Struppi, den Schlümpfen und Lucky Luke, und im fantastischen Comic-Zentrum wird diese Tradition lebendig gefeiert. Haltet auf euren Spaziergängen auch die Augen offen, denn überall in der Stadt schmücken riesige Comic-Wandbilder die Hausfassaden. Eine einzigartige Freiluftgalerie, die Brüssel so unverwechselbar macht.
Abseits der Touristenpfade locken Viertel wie das hippe Saint-Gilles mit seinen Vintage-Läden und Craft-Bier-Bars, das lebendige Matonge mit westafrikanischem Flair und das aufstrebende Kanalviertel, wo alte Industriegebäude zu Galerien und Kulturzentren umgewandelt werden. Brüssel erfindet sich ständig neu und genau deshalb lohnt es sich, immer wiederzukommen.
9. Brügge
Manche Städte sind schön. Manche sind bezaubernd. Und dann gibt es Brügge. Ein Ort, der bei einem Urlaub in Belgien so unwirklich perfekt ist, dass ihr euch fragt, ob ihr gerade durch einen Traum spaziert. Mit seinen von gotischen Giebelhäusern gesäumten Grachten, den verträumten Kopfsteinpflasterstraßen und dem sanften Glockenspiel des Belfrieds, das über den Dächern schwebt, ist Brügge nichts weniger als ein lebendiges Meisterwerk. Nicht umsonst gehört die gesamte beeindruckende Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Euer Herzstück ist der atemberaubende Marktplatz, umgeben von farbenprächtigen Stufengiebelhäusern und überragt vom imposanten Belfried, dem Wahrzeichen der Stadt. Traut euch, die 366 Stufen nach oben zu steigen. Die Aussicht über das Meer aus rotem Backstein, durchzogen von glitzernden Kanälen, ist schlichtweg unvergesslich. Gleich um die Ecke erwartet euch der stille, ehrwürdige Burgplatz mit der Heilig-Blut-Basilika, in der eine Reliquie aufbewahrt wird, die angeblich das Blut Christi enthält. Ein Ort von tiefer Spiritualität, der euch garantiert Gänsehaut beschert.

Doch Brügge wäre nicht Brügge ohne seine legendären Kanäle. Eine Bootsfahrt durch die verschlungenen Wasserwege ist ein absolutes Muss. Besonders romantisch ist der stille Minnewater, der „See der Liebe“, umgeben von Trauerweiden und eleganten Schwänen. Von hier aus erreicht ihr den friedlichen Begijnhof, eine idyllische Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert, in der die Zeit stillzustehen scheint.
Und natürlich: Brügge ist ein Schlaraffenland für Schokoladenliebhaber. Über 50 Chocolatiers haben sich in der Stadt niedergelassen, und ein Bummel durch die Gassen gleicht einer einzigen süßen Versuchung. Besucht das Choco-Story Museum und gönnt euch anschließend eine heiße Schokolade in einem der gemütlichen Cafés am Kanal: dickflüssig, cremig und himmlisch gut. Wer es herzhafter mag, sollte unbedingt die flämischen Stoofvlees probieren, einen reichhaltigen Schmoreintopf mit Bier. Belgischer geht es kaum.
10. Lüttich
Zum krönenden Abschluss unserer Reise nehmen wir euch mit nach Lüttich (oder Liège, wie die Einheimischen sagen) und damit in eine Stadt, die so ganz anders ist als alles, was ihr bisher erlebt habt. Lüttich ist rau, leidenschaftlich und voller Lebensfreude. Hier schlägt das wallonische Herz am lautesten, und das spürt ihr an jeder Straßenecke: in den lebhaften Gesprächen auf den Terrassen, im Duft frisch gebackener Waffeln, der durch die Gassen zieht, und in der unbändigen Energie einer City, die sich immer wieder neu erfindet.
Euer Abenteuer beginnt an einem Ort, der euch schon rein optisch umhaut: dem Bahnhof Liège-Guillemins, entworfen vom Stararchitekten Santiago Calatrava. Diese futuristische Kathedrale aus Stahl, Glas und weißem Beton ist ein architektonisches Ausrufezeichen und setzt den Ton für eine Stadt, die Tradition und Moderne meisterhaft verbindet. Von hier aus stürzt ihr euch direkt ins Getümmel.

Im historischen Zentrum erwartet euch der prächtige Fürstbischöfliche Palast (Palais des Princes-Évêques) am Place Saint-Lambert. Ein imposantes Zeugnis der Macht, die die belgische Stadt Lüttich über Jahrhunderte als unabhängiges Fürstbistum genoss. Gleich nebenan lohnt sich ein Besuch der Stiftskirche Saint-Barthélemy mit ihrem romanischen Taufbecken aus dem zwölften Jahrhundert, das als eines der bedeutendsten Kunstwerke des Maaslandes gilt.
Doch jetzt kommt die sportliche Herausforderung: Die Montagne de Bueren, eine schwindelerregende Treppe mit 374 Stufen, führt steil den Hügel hinauf und belohnt euch oben mit einem fantastischen Panoramablick über die Dächer der Stadt und das Maastal. Nehmt euch die Zeit, verschnauft zwischendurch und genießt den Moment. Ihr habt es euch verdient!









