Patras in Griechenland entdecken


Patras, die drittgrößte Stadt in Griechenland, liegt im Norden der Peloponnes und blickt stolz auf den Korinthischen Golf. Von der venezianischen Burg hoch über den Dächern bis zu lebhaften Tavernen bietet sie einen ganz eigenen Charakter, der Neugierige und Abenteuerlustige gleichermaßen begeistert.

Überblick

Die schöne Hafenstadt Patras verbindet auf wunderbare Weise antike Geschichte mit urbanem Flair. Streift durch das Labyrinth des historischen Zentrums, wo verwitterte Fassaden und blühende Bougainvilleen um eure Aufmerksamkeit wetteifern. Lasst euch vom Flair der Uferpromenade verführen, wo der Duft von frischem Kaffee und gegrilltem Fisch in der Luft liegt. Erkundet das beeindruckende archäologische Museum und eine der größten Kathedralen Griechenlands.

Wer lieber sportlich unterwegs ist, findet in der Umgebung herrliche Wanderwege und die Möglichkeiten für malerische Bootstouren und kulinarische Entdeckungen. Patras ist zudem bekannt für einen der größten Karnevale Europas – ein Erlebnis der Extraklasse.

Patras Stadt
Blick über die Dächer bis zum Meer

Sehenswürdigkeiten

Von mächtigen Burganlagen und prächtigen Kathedralen bis zu stimmungsvollen antiken Theatern und charmanten Altstadtgassen gibt es viel zu entdecken. Die Sehenswürdigkeiten in Patras und Umgebung werden sowohl Geschichtsinteressierte als auch Kulturliebhaber begeistern.

Kastell

Hoch oben über den Dächern thront das Kastell. Die mächtige Festung wurde ursprünglich im sechsten Jahrhundert zur Zeit der Byzantiner errichtet und später von den Venezianern und Osmanen ausgebaut. Sie bietet aber nicht nur einen faszinierenden Einblick in die bewegte Geschichte der Region, sondern auch ein atemberaubendes Panorama über Patras, den Korinthischen Golf und bei klarem Wetter sogar bis hinüber nach Mittelgriechenland.

Die mächtigen Mauern, der gepflegte Innenhof und die gut erhaltenen Türme lassen die Jahrhunderte lebendig werden. Innerhalb der Anlage finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen und Open-Air-Theater statt. Der Aufstieg lohnt sich zu jeder Tageszeit, die goldene Stunde vor Sonnenuntergang ist allerdings ein besonderes Highlight: Dann verwandelt sich der Blick über die Stadt in ein unvergessliches Farbenspiel.

Patras Kastell
Festung mit langer Historie

Kathedrale des Heiligen Andreas

Ein weiteres Highlight in Patras ist die Kathedrale des Heiligen Andreas, die zu den größten in Griechenland zählt. Das imposante Gebäude im neobyzantinischen Stil beeindruckt mit insgesamt 13 Kuppeln, die Jesus und die Apostel symbolisieren und bis zu 50 Meter in die Höhe ragen. Im Inneren finden bis zu 5.000 Menschen Platz.

Geweiht ist das Gotteshaus dem Heiligen Andreas, der in Patras den christlichen Glauben verbreitete und an diesem Ort laut Überlieferung im Jahr 62 nach Christus gekreuzigt wurde. Seine Reliquien werden in einem Marmorgrab in der Kathedrale aufbewahrt. Auch der prächtig gestaltete Innenraum mit funkelnden Mosaiken und goldenen Ikonenwänden kann sich sehen lassen. Somit ist die Kirche nicht nur für religiöse Menschen ein interessanter Stopp auf ihrer Sightseeingtour.

Patras Kathedrale
Die schiere Größe ist überwältigend

Archäologisches Museum

Etwas außerhalb des Zentrums präsentiert sich das Archäologische Museum von Patras in einem eleganten und weitläufigen Neubau. Im Inneren bietet es eine beeindruckende Sammlung an Funden aus der Stadt sowie der südlichen und westlichen Achäa-Region, die von der Frühbronzezeit bis in die byzantinische Epoche reichen. Diese ist in drei Bereiche unterteilt – öffentliches sowie privates Leben und Nekropole.

Zu sehen sind unter anderem Statuen, Reliefs und Keramiken, die einen interessanten Einblick in die damalige Zeit bieten. Ein weiteres Highlight sind die Mosaike römischer Villen, die Naturmotive und mythologische Szenen zeigen und die größte Sammlung dieser Art in Griechenland darstellen. Plant mindestens zwei Stunden für euren Besuch ein. Es gibt viel zu entdecken, und die Dauerausstellung wird regelmäßig durch temporäre Expositionen ergänzt.

Römisches Odeon

Am Rande des Zentrums, unmittelbar unterhalb der Burganlage, liegt das antike Odeon von Patras. Das römische Theater wurde ursprünglich im zweiten Jahrhundert nach Christus errichtet, kurze Zeit später bei einem Brand schwer beschädigt und bei Ausgrabungen 1889 wiederentdeckt. Nach einer Restaurierung in den 1950ern erstrahlt es in neuem Glanz. Die halbkreisförmige Tribüne fasst heute mehr als 2.000 Zuschauer.

Vor allem in den Sommermonaten finden an diesem Ort Konzerte und Theateraufführungen statt. Auch außerhalb der Vorstellungen lohnt sich ein Besuch, um die Atmosphäre des antiken Bauwerks auf sich wirken zu lassen. Zudem habt ihr die Gelegenheit, Sarkophage, Mosaike und andere Funde aus archäologischen Ausgrabungen in Patras zu bestaunen.

Patras Theater
Historische Kulisse für lebendige Kultur

St. Nicholas Treppe

Eine der malerischsten und zugleich unbekanntesten Sehenswürdigkeiten des Orts ist die Treppe des Heiligen Nikolaus. Diese verbindet Patras‘ obere Altstadt mit dem unteren Zentrum und ist dabei weit mehr als ein praktischer Fußweg. Von oben genießt ihr einen beeindruckenden Blick über die Dächer bis hin zum tiefblauen Meer. Zu beiden Seiten laden Restaurants zum Verweilen ein.

Die Treppe führt direkt zur Kirche des Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Seefahrer – ein schönes Symbol für eine Stadt, die seit Jahrhunderten vom Meer lebt. Besonders stimmungsvoll ist die Skala in den Abendstunden, wenn die Straßenlaternen ein warmes Licht über die Stufen werfen. Wer Patras abseits der großen Touristenattraktionen entdecken möchte, ist hier genau richtig.

Patras Treppe
Treppe mit phänomenaler Aussicht

Platia Georgiou

Mitten im Zentrum liegt der Platia Georgiou. Der weitläufige, von eleganten neoklassizistischen Gebäuden gesäumte Platz wurde im 19. Jahrhundert neu angelegt – ein Teil des ehrgeizigen Projekts, der Stadt nach der griechischen Unabhängigkeit ein modernes Gesicht zu geben. Heute dient er als einer der Treffpunkte in Patras und bietet eine Reihe von Cafés, in denen ihr mit einem Getränk das bunte Treiben beobachten könnt.

Besonders eindrucksvoll ist der Platz zu festlichen Anlässen: Während des Karnevals wird er zur Bühne für Konzerte und Tanzveranstaltungen, die die gesamte Stadt in Aufruhr versetzen. Auch ein Weihnachtsmarkt findet in der Adventszeit hier statt. Weitere Highlights sind der imposante Brunnen von 1875, der mit Löwen geschmückt ist, sowie das Apollon Theater im klassizistischen Stil.

Aktivitäten

Die Region bietet eine überraschende Vielfalt an Erlebnissen für jeden Geschmack. Ob ihr lieber aktiv durch die Natur streift, die Küste vom Wasser aus erkundet, das kulturelle Leben der Stadt aufsaugt oder einfach das mediterrane Dolce Vita genießt – in Patras und seiner Umgebung kommt ihr garantiert nicht zu kurz.

Karneval erleben

Wenn ihr im Frühjahr vor Ort seid, habt ihr die Gelegenheit, einem farbenfrohen Spektakel beizuwohnen. Der Karneval von Patras ist der älteste und größte in Griechenland. Zwischen Januar und März verwandelt sich die Stadt in eine einzige riesige Bühne: Aufwendig geschmückte Festwagen mit mitreißender Musik und ausgelassene Tanzgruppen in bunten Kostümen ziehen durch die Straßen.

Bereits seit dem 19. Jahrhundert findet der Karneval statt und zieht heutzutage Hunderttausende von Besuchern aus ganz Griechenland und dem Ausland an. Er besteht aus einer ganzen Reihe an Veranstaltungen, darunter Tänze, Paraden, eine Schatzsuche, Straßentheater, Ausstellungen und Konzerte. Ein einzigartiges Erlebnis, das euren Urlaub auf der Peloponnes um eine unvergessliche Erinnerung bereichert.

Patras Karneval
Bewundert die bunten Festwagen

Wandern durch die Vouraikos-Schlucht

Rund um die Stadt gibt es herrliche Möglichkeiten zum Wandern. Besonders beliebt ist die Zahnradbahn-Route zwischen Patras und Kalavryta, die euch durch spektakuläre Bergkulissen führt. Wer die Strecke wandernd erkunden möchte, startet am besten in Diakopto, von wo aus gut markierte Pfade durch die malerische Vouraikos-Schlucht leiten. Mit ihren senkrechten Felswänden, dem plätschernden Fluss und der üppigen Vegetation gehört sie zu den schönsten Landschaften der Peloponnes-Halbinsel.

Wer gern in höheren Lagen unterwegs ist, findet im Achäa-Hinterland weitere gut ausgeschilderte Wanderwege mit atemberaubendem Blick auf den Korinthischen Golf. Auch die Küstenabschnitte südlich von Patras laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Festes Schuhwerk, Sonnenschutz und ausreichend Wasser sind das A und O für euren Ausflug in die Natur.

Peloponnes Wandern
Wandern durch traumhafte Landschaften

Zahnradbahn nach Kalavryta nehmen

Eine der schönsten und ungewöhnlichsten Bahnfahrten Griechenlands führt von dem Küstenort Diakopto, etwa 53 Kilometer östlich von Patras, hinauf in das Bergstädtchen Kalavryta. Die einzige Zahnradbahn des Landes durchquert auf der Strecke von rund 22 Kilometern die atemberaubende Vouraikos-Schlucht. Steil aufragende Felswände, rauschende Wasserfälle, dichte Wälder und kunstvoll gebaute Brücken machen jede Kurve zu einem neuen Fotomotiv.

In Kalavryta angekommen, empfängt euch ein pittoreskes Bergstädtchen mit einer bewegenden Geschichte: Das Kloster Agia Lavra, die Wiege der griechischen Revolution von 1821, liegt nur wenige Kilometer entfernt. In der kalten Jahreszeit bietet ein Skigebiet diverse Pisten für Wintersportler.

Peloponnes Bahn
Nicht nur für Eisenbahnfans ein Highlight

Weinverkostung in der Achäa-Region

Achäa ist eine der bekanntesten Weinbauregionen Griechenlands. Besonders berühmt sind dabei der trockene Weiße aus der Rebsorte Roditis und der süße Mavrodaphne, der inzwischen mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung ausgestattet ist. Diverse Kellereien in der Umgebung laden zu Führungen und Verkostungen ein, bei denen ihr die verschiedenen Tropfen probieren könnt.

Ihr erfahrt mehr über die unterschiedlichen Rebsorten sowie über die Weinbautradition dieser besonderen Region. Zu der Verkostung werden zudem auch lokale Produkte wie Käse gereicht, die perfekt mit den verschiedenen Geschmacksnoten harmonieren. Für echte Genussmenschen gehört ein vinophiler Ausflug ins Umland schlicht dazu.

Fahrt nach Rio

Nur wenige Kilometer nördlich von Patras liegt das Städtchen Rio, das vor allem durch die beeindruckende Hängebrücke Rion-Andirrio bekannt ist. Das rund drei Kilometer lange Bauwerk verbindet die Peloponnes mit dem griechischen Festland und lässt sich sowohl mit dem Auto, als auch per Rad oder zu Fuß überqueren.

Doch auch abseits der Brücke hat Rio einiges zu bieten: Das osmanische Kastell liegt direkt am Wasser und ist ein weiteres beeindruckendes Zeugnis der bewegten Geschichte dieser Region. Die Festung aus dem 15. Jahrhundert ist gut erhalten und kann besichtigt werden. Von den Mauern aus habt ihr einen herrlichen Blick auf die Meeresstraße, die Brücke und das gegenüberliegende Andirrio auf dem Festland.

Griechenland Bruecke
Moderne und Vergangenheit auf einen Blick

Reise-Infos

Damit euer Trip nach Patras reibungslos verläuft und ihr das Beste aus eurer Zeit vor Ort herausholt, haben wir die wichtigsten Informationen für euch zusammengestellt. Von der idealen Saison über die Anfahrt bis hin zu Essen und Unterkunft – hier findet ihr alles, was ihr für euren Peloponnes-Urlaub wissen müsst.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Ein Besuch in Patras lohnt sich vor allem im Frühjahr und Herbst. Dann ist das Wetter angenehm warm und die Touristenströme halten sich in Grenzen. Ihr könnt die Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen, die Umgebung ohne Gedränge erkunden und mit Einheimischen ins Gespräch kommen. Ein besonderes Erlebnis bietet die Zeit kurz vor Aschermittwoch, wenn der Karneval die Stadt in ein farbenprächtiges Spektakel verwandelt.

Für einen abwechslungsreichen Aufenthalt, der Besichtigungen und Ausflüge in die Umgebung vereint, solltet ihr mindestens fünf bis sieben Tage einplanen. So habt ihr genügend Zeit, um sowohl Patras selbst als auch die wunderschöne Landschaft der Achäa-Region zu erkunden.

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Die Stadt ist gleich auf mehreren Wegen zu erreichen: Ihr könnt nach Patras fliegen, indem ihr den nächstgelegenen Flughafen in Araxos ansteuert, der rund 45 Kilometer westlich des Zentrums liegt. Alternativ bietet es sich an, über Athen anzureisen und von dort mit dem Mietwagen oder Bus ans Ziel zu gelangen. Für alle, die Griechenland per Fähre erkunden oder von Italien aus kommen, ist der Ort der wichtigste Fährhafen der Peloponnes: Verbindungen aus Brindisi, Venedig und Ancona laufen regelmäßig an.

In Patras selbst bewegt ihr euch am einfachsten mit dem städtischen Busnetz oder zu Fuß. Die Innenstadt ist kompakt und lädt zu Spaziergängen ein. Für Ausflüge ins Umland empfiehlt sich ein Mietwagen, um flexibel zu bleiben und auch entlegenere Orte zu entdecken.

Patras Innenstadt
Ein Bummel über den Platia Georgiou

Essen und Spezialitäten

Die Küche der Achäa-Region ist eine Entdeckungsreise wert. Als Hafenstadt serviert Patras natürlich hervorragende Meeresfrüchte und Fischgerichte: Frisch gefangener Oktopus, Garnelen in Knoblauchöl und gegrillter Wolfsbarsch gehören zu den Klassikern, die ihr an der Uferpromenade und in den Tavernen findet. Weitere Spezialitäten sind der Schweinebraten Gourounopoula, die Bauernpfanne Riganato sowie Hylopites – kleine, quadratisch geschnittene handgemachte Nudeln, die in der gesamten Peloponnes bekannt sind.

Wer Käse liebt, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Die Schafe und Ziegen der Hügel rund um Patras liefern die Basis für köstliche lokale Sorten wie für den g.U.-geschützten Feta aus Kalavryta, der monatelang in Holzfässern reift. Beim Trinken führt in Patras kein Weg am Mavrodaphne vorbei: Dieser dunkelrote, liebliche Dessertwein mit Noten von Pflaumen und Nüssen ist das wohl bekannteste Erzeugnis der Stadt. Ebenfalls typisch ist der Likör Tentoura, der seit dem 15. Jahrhundert hergestellt wird und Zimt, Nelken und Muskatnuss enthält.

Hotels und Unterkünfte

Patras bietet für jeden Geschmack und jedes Budget eine gute Auswahl an Unterkünften. Im Zentrum und nahe der Uferpromenade findet ihr moderne Hotels, die oft stilvolle Zimmer mit Blick auf den Hafen oder den Korinthischen Golf bieten. Viele dieser Häuser bieten zahlreiche Annehmlichkeiten wie Pools, Zimmerservice oder einen Flughafentransfer.

Wer auf der Suche nach einem Ferienort mit Strandanbindung ist, schaut sich in den Küstenabschnitten südlich von Patras um, wo kleine Villen und Resorts direkt am Meer liegen und ein ideales Basiscamp bieten. Wer einen Ausflug nach Kalavryta plant und dort übernachten möchte, findet im Bergstädtchen charmante Hotels und Gästehäuser. Frühzeitiges Buchen ist vor allem zur Karnevalszeit dringend empfohlen.

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