Sanfte Hügel, honigfarbene Fassaden und kurvige Straßen: Die Cotswolds sind das romantische Sinnbild der britischen Countryside. Zwischen Oxford, Bath und Stratford liegen dörfliche Ruhe, traditionsreiche Gärten und gehobene Küche ganz nah beieinander. Freut euch auf eure Entdeckungen in Südengland.
Überblick
Die Cotswolds liegen im Herzen Südwestenglands zwischen Oxford, Bath und Stratford-upon-Avon. Über rund 2000 Quadratkilometer verteilen sich hier mehrere Grafschaften, darunter Gloucestershire und Somerset. Seit 1966 trägt die gesamte Region den Status einer Area of Outstanding Natural Beauty, kurz AONB. Diese Auszeichnung bewahrt Gegenden von außergewöhnlichem szenischem und kulturellem Wert vor Zersiedelung und industrieller Bebauung. Von London aus erreicht ihr das Gebiet in knapp zwei Stunden, was es zu einem beliebten Ausflugsziel macht.
Der hier vorkommende Kalkstein, lokal als Cotswold Stone bekannt, bestimmt das Bild nahezu jedes Dorfes. Von schlichten Cottages bis zu herrschaftlichen Anwesen seht ihr überall diese charakteristische Farbpalette, die je nach Lichteinfall von cremigen Beigetönen bis zu warmem Goldocker reicht. Der Großteil der Architektur stammt aus dem 14. bis 18. Jahrhundert, als der mittelalterliche Wollhandel der Hügelregion beträchtlichen Wohlstand brachte. Auf engstem Raum findet ihr Kirchtürme, die über Täler ragen, Herrenhäuser mit akkurat angelegten Gärten und kilometerlange Trockenmauern, die Weiden eingrenzen. Diese außergewöhnliche Dichte historischer Substanz macht das Gebiet zu einem lebendigen Museum englischer Baukunst.

Städte
Zwischen den sanften Hügeln Südenglands liegen Orte, die ihr Aussehen über Jahrhunderte kaum verändert haben. Jede Siedlung hat ihren eigenen Charakter und selbst Einheimische sind sich uneinig, welches Dorf das schönste ist. Kommt in die Cotswolds und bildet euch euer eigenes Urteil.
Bibury
Diese kleine Gemeinde liegt am Fluss Coln und gilt vielen als einer der malerischsten Orte Englands. William Morris, ein einflussreicher Vertreter der Arts-and-Crafts-Bewegung, schwärmte schon im 19. Jahrhundert von der Schönheit dieser Siedlung. Sein Urteil wirkt bis heute nach. Besonders charakteristisch für das Gesicht des Städtchens ist Arlington Row, eine Reihe von Weberhäuschen aus dem Mittelalter. Die honigfarbenen Steinfassaden mit ihren steilen Giebeldächern spiegeln sich im Wasser, während Wildenten zwischen den Uferpflanzen ihre Bahnen ziehen. Da ist es kein Wunder, dass sich Fotografen und Filmteams von dieser Kulisse immer wieder magisch angezogen fühlen.
Am Wasserlauf könnt ihr eine der ältesten Forellenzuchten Großbritanniens besichtigen. Wenn ihr gehobene regionale Küche genießen möchtet, bietet sich das Bibury Court Hotel an, ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Bei einem Spaziergang entlang des Ufers des Colns stoßt ihr auf die St. Mary’s Church, die teilweise aus der angelsächsischen Zeit stammt und romanische und gotische Bauelemente vereint. Der Weg führt euch weiter durch Wiesen mit weidenden Schafen und eröffnet immer wieder neue Blickwinkel auf die historische Architektur. Diese Kombination aus Natur und erhaltenem Erbe zeigt, warum dieser Ort zu den schönsten der Region zählt.

Bourton-on-the-Water
Unter mehreren kleinen Brücken fließt der Windrush mitten durch den Ort. Zwischen den honigfarbenen Häusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert liegen große Wiesen direkt am Ufer. Diese Szenerie aus Grünflächen, Steinbögen und Architektur hat Bourton-on-the-Water den Beinamen „Venedig der Cotswolds“ eingebracht, auch wenn die Atmosphäre eher an einen englischen Landschaftsgarten erinnert. An warmen Tagen waten Kinder durch die flachen Stellen, während ihre Eltern auf den Bänken sitzen. Bei einem Spaziergang entlang des Wasserlaufs könnt ihr oft sogar Forellen entdecken.
Neben der malerischen Kulisse findet ihr in Bourton-on-the-Water gleich mehrere ungewöhnliche Attraktionen. Im Model Village bestaunt ihr den gesamten Ort als Miniaturmodell, im Motoring Museum seht ihr Automobile aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vogelfreunde sollten den Birdland Park besuchen, wo über 500 gefiederte Bewohner in naturnahen Gehegen leben. In den Teestuben entlang der Hauptstraße taucht ihr in die traditionelle englische Nachmittagskultur ein, während Antiquitätenläden zum Stöbern einladen. Plant für eure Entdeckungsreise ruhig mehrere Stunden ein und genießt die idyllische Atmosphäre der Kleinstadt.
Chipping Campden
Die High Street des Orts wirkt wie ein Freilichtmuseum aus der Epoche des Wollhandels. Häuser aus dem 14. bis 17. Jahrhundert reihen sich hier dicht aneinander, finanziert vom Reichtum dieser Zeit. Mitten im Zentrum steht die Market Hall von 1627, ein offener Arkadenbau, unter dem früher Bauern ihre Waren verkauften. Die Säulen und Bögen zeigen, wie wohlhabend die Kaufleute in Chipping Camden damals waren. Bei Sonnenuntergang leuchtet der goldene Kalkstein so intensiv, dass man meinen könnte, jemand hätte alles von innen beleuchtet.
Am Ortsrand findet ihr St. James‘ Church mit Messinggravuren aus dem 15. Jahrhundert, die an reiche Kaufmannsfamilien erinnern. Auf dem Kirchhof stehen monumentale Grabmäler wohlhabender Händler, während einfache Ruhestätten die soziale Kluft der damaligen Zeit deutlich machen. Im Court Barn Museum erfahrt ihr mehr über die regionale Tradition, von mittelalterlicher Wollverarbeitung bis zur Arts-and-Crafts-Bewegung der späten 1800er. Schlendert durch die Gassen von Chipping Campden und achtet auf geschnitzte Türrahmen sowie schmiedeeiserne Beschläge: Hier finden sich überall Details präziser Handwerkskunst.

Broadway
Der Ort trägt seinen Namen wegen der breiten Hauptstraße, die von eleganten Gebäuden aus der georgianischen Epoche gesäumt wird. Am westlichen Rand der Cotswolds gelegen, markiert er den Übergang vom Hochland in die Ebene von Worcestershire. Auf dem nahegelegenen Fish Hill erhebt sich der Broadway Tower, ein markanter Aussichtspavillon aus dem 18. Jahrhundert. Von hier oben überblickt ihr bei klarer Sicht bis zu dreizehn Grafschaften. Heute beherbergt der Turm ein kleines Museum mit Stücken zur regionalen Geschichte.
Schon im 19. Jahrhundert zogen Maler und Kunsthandwerker der Arts-and-Crafts-Bewegung hierher. Diese kreative Tradition lebt bis heute fort: Das Ashmolean Museum zeigt in seiner Außenstelle wechselnde Ausstellungen, und entlang der Straße arbeiten Keramiker, Textilgestalter und Schmuckdesigner in ihren Ateliers. Ihr könnt viele dieser Workshops besuchen und den Meistern bei der Arbeit zusehen. Kulinarisch reicht das Angebot in Broadway von gemütlichen Teestuben bis zu Restaurants, in denen die Küchenchefs regionale Zutaten völlig neu interpretieren.
Sehenswürdigkeiten
Neben den malerischen Dörfern warten in den Cotswolds einige Attraktionen, die ihr nicht verpassen solltet. Prächtige Herrensitze erzählen von aristokratischem Glanz, historische Gärten begeistern mit ihrer akkurat gepflegten Schönheit, und an manchen Orten erkennt ihr Kulissen aus berühmten Filmen.
Bekannte Filmschauplätze
Die historische Architektur und malerische Landschaft locken seit Jahrzehnten Drehteams in die Cotswolds. Zahlreiche Produktionen nutzten die Gebäude und verträumten Städtchen als Kulisse für ihre Geschichten. Eines der schönsten Dörfer der Region, Castle Combe mit seinen steinernen Landhäusern und der mittelalterlichen Brücke, diente etwa als Schauplatz für „War Horse“ und „Stardust“. Fans von Downton Abbey dagegen erkennen sicher gleich die St. Mary’s Church in Bampton wieder, wo mehrere Hochzeitsszenen gedreht wurden. Bei einem Spaziergang durch die Straßen des Ortes entdeckt ihr auch das ehemalige Cottage Hospital und viele weitere bekannte Ecken aus der Serie.
Auch die Harry-Potter-Reihe entstand teilweise in den Cotswolds. Das mittelalterliche Dorf Lacock mit seiner Abtei erscheint gleich in mehreren Teilen, denn die Kreuzgänge des Klosters wurden zu den Korridoren von Hogwarts. Gloucester Cathedral diente ebenfalls als Drehort; die normannischen Arkaden mit ihren einzigartigen Fächergewölben sind in den ersten Filmen zu sehen. Auch „Pride and Prejudice“, „Bridget Jones’s Diary“ und „The Holiday“ nutzten die Region für ihre Aufnahmen. Bei eurem Besuch werdet ihr bestimmt immer wieder Orte sehen, die euch aus dem Kino und Fernsehen vertraut sind.

Blenheim Palace
Unweit von Woodstock steht einer der prächtigsten Adelssitze Großbritanniens. Anfang des 18. Jahrhunderts für den ersten Duke of Marlborough erbaut, ist der Blenheim Palace das einzige private Anwesen, das den Titel „Palast“ trägt. Die englische Barockarchitektur mischt sich mit französischen und italienischen Einflüssen. In den Innenräumen seht ihr Werke von Van Dyck, Reynolds und Sargent, dazu prunkvolle Tapisserien, die die militärischen Siege des Herzogs feiern. Der lange Bibliothekssaal mit über 10.000 Bänden beeindruckt allein durch seine Ausmaße. Eine besondere Verbindung hat das Schloss zu Winston Churchill: Er wurde hier 1874 geboren und kehrte später immer wieder zurück.
Der weitläufige Park des Anwesens erstreckt sich über mehr als 800 Hektar und wurde von Capability Brown gestaltet, einem der berühmtesten Landschaftsgärtner Englands. Was natürlich aussieht, ist perfekt durchdacht: Künstliche Seen, strategisch platzierte Baumgruppen und geschwungene Wege schaffen eine idyllische Szenerie. Bei eurem Spaziergang entdeckt ihr immer wieder neue Perspektiven auf das barocke Hauptgebäude. Eine Ausstellung im Schloss erzählt von Churchills Leben und seiner Beziehung zu diesem Ort. Diese Mischung aus Architektur, Kunstsammlung und Geschichte macht euren Besuch im Blenheim Palace garantiert zu einem Höhepunkt eurer Reise durch die Cotswolds.
Historische Gärten
Wenn ihr die lange Tradition des Landschaftsbaus erleben möchtet, solltet ihr einen der vielen außergewöhnlich gestalteten Parks besuchen. Einen guten Einstieg bietet Hidcote Manor. Die Anlage wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Lawrence Johnston geschaffen und gilt als eines der einflussreichsten Beispiele des Arts-and-Crafts-Stils in den Cotswolds. Verschiedene Gartenbereiche gehen fließend ineinander über, jeder mit eigenen Farbkonzepten und Pflanzenwelten. Akkurat geschnittene Hecken geben Struktur, während üppiges Grün wild wächst.
In unmittelbarer Nachbarschaft von Hidcote Manor findet ihr Kiftsgate Court mit seinen dramatischen Terrassen. Umgeben von duftenden Rosen und seltenen Stauden blickt ihr von hier oben bis ins Flachland von Evesham. Auf Sudeley Castle seht ihr neben dem historischen Hauptgebäude gleich mehrere thematische Bereiche, darunter einen Königinnengarten und einen Tudor Knot Garden. Wenn ihr zu Besuch seid, schaut unbedingt auch bei den Ruinen der alten Scheune vorbei. Direkt vor dem Kanal gelegen, erlebt ihr an diesem Platz eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Römische und mittelalterliche Stätten
Die Chedworth Roman Villa gehört zu den besterhaltenen antiken Bauten Britanniens. Ein Besuch lohnt sich vor allem für Geschichtsinteressierte, denn hier könnt ihr neben eindrucksvollen Mosaikböden auch ein Hypokaustum-Heizsystem bestaunen. In einem bewaldeten Tal gelegen, vermittelt euch das Anwesen einen authentischen Eindruck vom Luxus, den wohlhabende Römer selbst in dieser nördlichen Provinz genossen. Informationstafeln vor Ort erklären euch sowohl architektonische als auch sozialgeschichtliche Aspekte der Epoche.
In den Ruinen von Hailes Abbey entdeckt ihr dagegen Zeugnisse des Zisterzienserordens. Im 13. Jahrhundert gegründet, entwickelte sich das Kloster zu einem wichtigen Pilgerzentrum, bevor es in der Reformation aufgelöst wurde. Noch heute könnt ihr die Grundmauern der Kirche sowie Teile des Kreuzgangs besichtigen und in einem kleinen Museum Fundstücke aus archäologischen Grabungen entdecken. Wenn ihr durch die Ruinen schlendert, werdet ihr schnell merken, dass sich diese ruhige Stimmung völlig von den prachtvollen Parks und Herrensitzen der Cotswolds unterscheidet.
Aktivitäten
Neben den szenischen Sehenswürdigkeiten bietet die Region zahlreiche Möglichkeiten für alle, die gerne unterwegs sind. Die sanften Hügelzüge der Cotswolds, alte Pfade und ruhige Straßen laden dazu ein, die Gegend zu Fuß zu erkunden. Hier erlebt ihr Landschaft und Kultur aus vielen Perspektiven.
Wandern auf historischen Wegen
Der Cotswold Way ist einer der beliebtesten National Trails Englands und verläuft über 164 Kilometer von Chipping Campden im Norden bis Bath im Süden. Die Route folgt weitgehend dem markanten westlichen Rand der Hügelkette, wo die Ebene steil abfällt. Von zahlreichen Aussichtspunkten entlang des Pfades blickt ihr über das Severn-Tal bis zu den walisischen Bergen. Der Weg führt euch durch Buchenwälder, über offene Weiden und durch historische Ortschaften, wobei sich die Szenerie kontinuierlich wandelt.
Wenn ihr nicht die gesamte Strecke auf einmal bewältigen möchtet, könnt ihr einzelne Tagesetappen auswählen. Besonders eindrucksvoll ist die Wanderung von Chipping Campden nach Stanton, auf der ihr sowohl einzigartige Panoramen als auch historische Dörfer erlebt. Auch der Monarch’s oder der Wysis Way bieten sich für längere Touren an. Die meisten Pfade sind gut markiert. Dank des gemäßigten Gefälles können auch weniger trainierte Leute die Ausflüge gut schaffen.

Kunsthandwerk und Ateliers
Die Arts-and-Crafts-Bewegung, die Ende des 19. Jahrhunderts als Gegenentwurf zur industriellen Massenproduktion entstand, fand schnell in den Cotswolds ein Zuhause. Dieser Geist lebt bis heute in zahlreichen Ateliers fort, in denen ihr traditionelle Handwerkstechniken erleben könnt. In Chipping Campden zum Beispiel unterhält die Guild of Handicrafts Räume für Silberschmiedekunst, Buchbinderei und Textilgestaltung. Bei Voranmeldung könnt ihr den Meistern bei ihrer Arbeit zusehen und mehr über ihre Fertigkeiten erfahren.
Viele Dörfer veranstalten regelmäßig Open-Studio-Events, bei denen ihr den Künstlern in ihren Ateliers über die Schulter schauen könnt. Töpfereien sind in den Cotswolds besonders präsent; das Spektrum reicht von Alltagskeramik bis zu kunstvollen Skulpturen. Weber arbeiten mit lokal produzierter Wolle und knüpfen damit an die jahrhundertealte Tradition der Region an. Wenn ihr selbst Hand anlegen möchtet, könnt ihr verschiedene Kurse belegen, die von eintägigen Einführungen bis zu längeren Intensivseminaren reichen.
Trips nach Oxford und Stratford-upon-Avon
Diese beiden Städte liegen zwar nicht direkt in den Cotswolds, grenzen aber unmittelbar an die Region und eignen sich hervorragend für einen Abstecher. Oxford, die berühmte Universitätsstadt, ist nur etwa 13 Kilometer von Blenheim Palace entfernt und schnell zu erreichen. Hier könnt ihr die ehrwürdigen Colleges besichtigen, durch die Bodleian Library schlendern und die Atmosphäre einer der ältesten akademischen Stätten Europas auf euch wirken lassen. Viele der Gebäude, die irgendwann zwischen dem Mittelalter und der Moderne entstanden sind, könnt ihr auch von innen erkunden.
Stratford-upon-Avon liegt im Norden der Region und ist als Heimat William Shakespeares weltbekannt. Im Fachwerkhaus aus dem Jahr 1564 erfahrt ihr mehr über das Leben und Werk des Dichters. Im Royal Theatre am Ufer des Flusses seht ihr regelmäßig Aufführungen seiner Stücke. Macht auch einen Spaziergang durch die historische Altstadt: Er führt euch zu Anne Hathaways Cottage und weiteren Schauplätzen aus dem Alltag des Barden. Ihr könnt beide Ausflüge gut mit einem Urlaub in Südwestengland und den Cotswolds kombinieren und euch auf zusätzliche Einblicke in die Geschichte und Kultur der Grafschaft Oxfordshire freuen.

Antiquitätenmärkte und Galerien
Wer nach Geheimtipps jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten sucht, wird in den zahlreichen Läden und Shops der Cotswolds fündig. Stow-on-the-Wold gilt als Zentrum des Handels mit historischen Objekten: Über ein Dutzend Geschäfte reihen sich rund um den zentralen Platz. Hier stöbert ihr durch alte Möbel, Silberbesteck und Vintage-Textilien, die oft aus herrschaftlichen Anwesen der Umgebung stammen. Montags öffnen sich in vielen Dörfern traditionelle Verkaufsstände, an denen neben Raritäten auch lokale Produkte angeboten werden.
In Tetbury und Moreton-in-Marsh zeigen spezialisierte Galerien Landschaftsmalerei und zeitgenössische Arbeiten von etablierten und aufstrebenden Künstlern mit Bezug zur Region. Diese weniger bekannten Aktivitäten gehören zu den besten Geheimtipps für alle, die abseits der Must-Sees unterwegs sein möchten. Viele Inhaber nehmen sich Zeit für Gespräche über die ausgestellten Stücke und geben euch Empfehlungen für weitere versteckte Orte in der Gegend.
Reise-Infos
Bevor ihr eure Koffer packt, lohnt sich ein Blick auf einige praktische Details. Wann ist die beste Zeit für einen Urlaub in England? Wie kommt ihr am besten von A nach B? Und wo übernachtet ihr am schönsten? Die folgenden Abschnitte helfen euch, euren Aufenthalt in den Cotswolds optimal zu planen.
Ideale Reisezeit und Reisedauer
Jede Saison hat in Südengland ihren eigenen Reiz. Im Frühjahr erwacht die Natur. Wildblumen wachsen auf allen Wiesen und die historischen Gärten zeigen ihre schönsten Farben. Ende Mai stehen die Rosen in voller Pracht, überall duftet und leuchtet es. Der Herbst bringt goldene und kupferne Wälder. Die Temperaturen sind angenehm mild, und die Wege laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Im Hochsommer kann es dagegen recht voll werden, besonders an Wochenenden und in den Schulferien.
Der Winter in den Cotswolds hat seinen ganz eigenen Charme, wenn sich Nebel in den Tälern sammelt und eine ruhige, melancholische Stimmung entsteht. In den historischen Gasthäusern könnt ihr euch dann vor offenen Kaminen aufwärmen und euch über kurze Warteschlangen bei den Sehenswürdigkeiten freuen. Gelegentlich fällt Schnee und verwandelt die Landschaft in ein frostiges Wunderland, auch wenn größere Mengen selten sind. Plant für eure erste Erkundung mindestens drei bis vier Tage ein, um mehrere Orte zu besuchen und Zeit für Wanderungen zu haben. Eine Woche ist ideal für spontane Entdeckungen und Ausflüge in die angrenzenden Städte.

Anreise und Fortbewegung vor Ort
Die nächstgelegenen internationalen Flughäfen findet ihr in London und Birmingham. Von dort bringen euch Züge nach Cheltenham, Gloucester oder Oxford, die sich gut als Ausgangspunkte für die Cotswolds eignen. Am flexibelsten seid ihr mit dem Auto, denn viele der schönsten Dörfer erreicht ihr nur über kleinere Straßen. Mietwagen bekommt ihr problemlos an allen größeren Bahnhöfen.
Wenn ihr ohne Auto unterwegs sein möchtet, verbinden öffentliche Verkehrsmittel die wichtigsten Orte miteinander. Die Busse fahren allerdings deutlich seltener als in Städten. Plant also eure Routen im Voraus. Taxis gibt es zwar, sie sind aber nicht ganz günstig. Eine gute Alternative sind organisierte Tagesausflüge, die von den größeren Gemeinden der Cotswolds starten und mehrere Sehenswürdigkeiten kombinieren. Für kurze Strecken zwischen Nachbardörfern könnt ihr euch auch einfach aufs Rad schwingen. Die sanften Hügel und ruhigen Nebenstraßen sind ideal für gemütliche Touren im Sattel.
Essen und Spezialitäten
In den Cotswolds kommt auf den Teller, was die Region hergibt. Eine Spezialität, die ihr euch nicht entgehen lassen solltet, ist der Double Gloucester, ein fester Käse mit nussigem Aroma, der hier seit Jahrhunderten nach alten Rezepten hergestellt wird. Auch luftgetrockneter Schinken aus lokaler Produktion ist ein besonderer Leckerbissen, den ihr in vielen Gasthäusern findet. Auf den fruchtbaren Böden wächst Gemüse, das oft in herzhaften Eintöpfen landet oder als Beilage zu Braten serviert wird. In den Obstgärten reifen Äpfel, die nicht nur zu Cider verarbeitet werden, sondern auch in leckeren Desserts wie dem traditionellen Apple Crumble eine Hauptrolle spielen.
Für einen deftigen Mittagssnack bekommt ihr in fast jedem Pub das klassische Ploughman’s Lunch: Käse, Brot, Pickles und Salat, einfach und gut. Wer es lieber süß mag, freut sich auf den Afternoon Tea, den viele Teestuben und Hotels mit Sandwiches, Scones, Clotted Cream und Gebäck zelebrieren. Heutzutage interpretieren moderne Köche die kulinarischen Traditionen der Cotswolds oft neu und kombinieren lokale Zutaten mit internationalen Einflüssen. In den gehobenen Restaurants findet ihr Wild aus den Wäldern, Forellen aus klaren Bächen und Lammfleisch von den Weiden. Diese Mischung aus bodenständigen Kneipen und Fine Dining macht die Region zu einem leckeren Ziel für alle Genießer.

Hotels und Unterkünfte
Von historischen Coaching Inns bis zu modernen Boutique-Adressen findet ihr in den Cotswolds die unterschiedlichsten Übernachtungsmöglichkeiten. Viele Hotels aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden liebevoll restauriert und verbinden heute historisches Flair mit zeitgemäßem Komfort. Oft könnt ihr in eigenen Gärten frühstücken oder den Abend ausklingen lassen. In den angeschlossenen Restaurants genießt ihr die regionale Küche. Freut euch auf süße Träume in Zimmern, in denen rustikaler Charme modernen Annehmlichkeiten begegnet.
Wenn ihr es großzügiger mögt, bieten euch Country House Hotels weitläufige Parkanlagen, Spa-Bereiche und manchmal sogar Golfplätze. Für ein kleineres Budget sind Bed & Breakfasts die richtige Wahl, wo ihr morgens bei einem herzhaften englischen Frühstück mit euren Gastgebern ins Gespräch kommt. Cottages zur Selbstversorgung lohnen sich für längere Aufenthalte, wenn ihr die Region ganz in eurem eigenen Rhythmus erkunden möchtet. Plant eure Buchung für den Sommer rechtzeitig, denn die schönsten Unterkünfte in den Cotswolds sind schnell weg. Im Herbst und Winter habt ihr mehr Auswahl und zahlt oft deutlich weniger.














