Die sonnenreichsten Orte der Welt


Wer im Sommer in den Urlaub fährt, erwartet täglich Sonnenschein. Damit die Urlaubsfreude nicht durch dunkle Wolken getrübt wird, hat das ab-in-den-urlaub.de Magazin die sonnenreichsten Gebiete in Deutschland, Europa und der restlichen Welt zusammengestellt.

Sonnenreiche Regionen Deutschlands

Insel Usedom

Aufgereiht wie an einer Perlenkette, eines schöner als das andere: So präsentieren sich die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Mit 1.906 Sonnenstunden im Jahr gehören die Badeorte auf Usedom zu den sonnenreichsten Gebieten Deutschlands. Ihren Namenszusatz »Kaiserbad «verdanken sie der Reiselust von Kaiser Wilhelm II., der Usedom zur Sommerfrische besuchte. Entsprechend mondän fällt die Architektur aus. Zudem verfügt jeder Badeort über eine Seebrücke – über eine eigene, denn auf Usedom gleicht keine Seebrücke der anderen.

Die längste Seebrücke ragt mit 508 Metern im Seeheilbad Heringsdorf in die Ostsee – das ist Seebrückenrekord auf dem europäischen Festland. Erst der Spaziergang auf einer Seebrücke öffnet den Blick für den langen, weißen, feinkörnigen Sandstrand, die Kurhäuser und Hotels. An Land sorgen die von seewärts kommende frische Brise und der hinter den Strandhäusern liegende Wald für angenehme Temperaturen im Hochsommer.

Luftaufnahme vom Bansiner Strand mit Seebrücke, Usedom

Der Bansiner Strand auf Usedom lädt zum Sonnen ein

Insel Rügen

Sie ist die größte Insel Deutschland, aber dünner besiedelt als die zehnmal kleinere Insel Sylt. Dadurch bietet Rügen reichlich Platz für einen Inselurlaub. Zudem gehört das Eiland mit den berühmten Kreidefelsen zum Kreis der deutschen Destinationen mit den meisten Sonnenstunden. Im Vergleich zu München wird Rügen beispielsweise mehr als 100 Stunden im Jahr länger von der Sonne beschienen.

Das freut natürlich die Besucher, die hier aktiv urlauben oder sich einfach entspannen können. Für beide Vorlieben bietet Rügen mit den vorgelagerten Schwesterinseln Hiddensee und Vilm sowie den Halbinseln Mönchgut, Zudar, Jasmund und Wittow (Bug) alles, was Urlaub attraktiv macht. So etwa die beiden Nationalparks Kreideküste (seit 2011 teilweise UNESCO-Weltnaturerbe) und Vorpommersche Boddenlandschaft sowie das Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Kultur-, Geschichts- und Kunst-Fans kommen in Bergen, Sassnitz, Putbus und Garz auf ihre Kosten. Wer nur Baden möchte, kann seiner Leidenschaft an 56 Kilometern Sandstrand nachgehen, davon 27 Kilometer Natur- und 2,8 Kilometer Boddenstrand. Dabei liegt die Wassertemperatur in diesem Teil der Ostsee im August bei etwa 18 Grad Celsius.

Rügen Binz Panorma vom Wasser

Binz auf Rügen von Wasser aus gesehen

Insel Fehmarn

Die drittgrößte deutsche Insel Fehmarn vor der Schleswig-Holsteinischen Küste gilt mit 2.200 Sonnenstunden pro Jahr als die sonnenreichste Insel des Landes. Sonne, Strand und Wellen lassen sich an einem der 20 feinkörnigen Sandstrände genießen, die sich über 78 Kilometer Küstenlinie erstrecken. Kirchen und Museen, die überwiegend in der Südhälfte von Fehmarn zu finden sind, bieten einen kulturellen Ausgleich zum Strandurlaub. Für Mittelalterfans bietet sich der Galgenberg an, auf dem früher die Urteile vollstreckt wurden. Und wer seefest ist, besteigt eines der Schiffe in Puttgarden und geht auf große Fahrt ins 19 Kilometer entfernte dänische Rödby.

Durchschnittswerte für die Ostsee, Juni bis September

Luft: 20 Grad Celsius
Wasser: 16 Grad Celsius
Sonne: 7 Stunden täglich

Blick von der Luft auf die Fehmarnsundbrücke, Fehmarn, Deutschland

Die Fehmarnsundbrücke bekommt viel Sonne ab

Sonnenreiche Regionen Europas

Insel Zypern

Der Brandung um die drittgrößte Insel des Mittelmeers soll Aphrodite entstiegen sein. Dass sich die griechische Göttin der Liebe, Schönheit und sinnlichen Begierde für Zypern entschieden hat, ist nicht verwunderlich, denn die Temperaturen liegen von Juni bis September bei etwa 35 Grad Celsius, die Wassertemperatur im August sogar bei 28 Grad.

Doch nicht nur göttlicher Besuch stellte sich auf Zypern ein. Einige Besatzer verfolgten rein strategische Vorteile. Da die Insel etwa 70 Kilometer südlich der Türkei und annähernd 100 Kilometer vor Syrien liegt, ließ sich hier gut Station machen, wobei die fruchtbaren Böden auch ein einträgliches Einkommen durch die Landwirtschaft versprachen.

Politisch gehört Zypen zu Europa, geografisch jedoch zu Asien. Während es im Hochsommer insbesondere im Landesinneren sehr heiß wird, herrschen in Frühjahr und Herbst angenehm milde Temperaturen. Dabei ist im Winter auf der mit etwa 1.900 Metern höchsten Erhebung des Troodos-Gebirges sogar Skifahren möglich. Für Reisende bietet Zypern Kultur, Geschichte, kristallklares Wasser und traumhafte Strände.

Panorama vom Hafen in Kyrenia, Zypern

Der Hafen in Kyrenia erstrahlt im Sonnenlicht

Insel Kos

Obwohl die Insel Kos im Süden der Ägäis nicht weit von der türkischen Küste entfernt liegt, gehört sie zu Griechenland. Die Nähe zur Türkei macht sich jedoch nicht nur in der Küche aus. Das kulturelle Zentrum der Insel ist die Hauptstadt Kos im Norden. Zeugen der wechselvollen Geschichte sind hier Ruinen des byzantinischen Reichs, Moscheen aus osmanischer Zeit sowie Festungsbauten der Johanniter undVenezianer.

Auf Kos soll in der Antike Hippokrates gelehrt haben. Überliefert ist, dass er unter der 2.500 Jahre alten »Platane des Hippokrates«, dem heute ältesten Baum Europas, unterrichtete. Hippokrates war zudem Namensgeber des Eides, den Mediziner in der Vergangenheit nach der Approbation leisteten. Heute spielt der Codex keine Rolle mehr.

Körperliches Wohlbefinden liefert die wenige Kilometer südlich der Stadt gelegene Embros-Therme. Das schwefelhaltige Wasser der heißen Thermalquelle läuft auf seinem Weg zum Meer in Becken zusammen. Darin sitzend, entfaltet das Thermalwasser seine heilende Wirkung bei der Behandlung von Hautkrankheiten sowie bei Muskel- und Atemwegserkrankungen. Das Wasser der Ägäis ist mit 23 Grad Celsius nicht ganz so warm wie vor der Insel Zypern, liefert aber Abkühlung bei den von Juni bis September herrschenden Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius.

alte Ruinen an der Küste von Kos, Griechenland

Die Insel Kos ist von der Sonne verwöhnt

Insel Rhodos

Gilt Zypern als Lieblingsinsel der Aphrodite, ist Rhodos die des Sonnengottes Helios. 300 vor Christus in Bronze gegossen, überdauerte er die Jahrtausende als Koloss von Rhodos. Die mächtige Statue soll 30 Meter hoch gewesen sein und über der Hafeneinfahrt der Stadt gestanden haben. Heute zählt der Koloss zu den sieben Weltwundern der Antike. Und wenn der Sonnengott auch nicht mehr über der Hafeneinfahrt thront, so strahlt er noch immer stark genug, um die Temperaturen von Juni bis September auf etwa 30 Grad Celsius und die des Wassers der Ägäis auf etwa 23 Grad zu heizen.

Durchschnittswerte Juni bis September

Zypern

Luft: 32 Grad Celsius
Wasser: 24 Grad Celsius
Sonne: 12 Stunden täglich

Kos und Rhodos

Luft: 30 Grad Celsius
Wasser: 23 Grad Celsius
Sonne: 12 Stunden täglich

Panorama von Rhodos, Bucht, Meer, weiße Häuser

Rhodos lädt zum Baden ein

Sonne tanken außerhalb Europas

Sharm el Sheikh

Hier teilte einst Mose das Rote Meer, und auf dem Berg Sinai empfing er auf zwei Tontafeln die Zehn Gebote. Deshalb trägt der Berg Sinai auch den Namen Mosesberg. Er ist Wallfahrtsort und – als höchste Erhebung der Halbinsel – Ausflugsziel, um beispielsweise einen Sonnenaufgang zu erleben.

Aber auch kulturbegeisterte Urlauber erreichen irgendwann den Punkt, an dem der Akku aufgeladen werden muss. Angesichts der von Juni bis September in Sharm el Sheikh vorherrschenden Durchschnittstemperatur von etwa 32 Grad Celsius ist das kaum verwunderlich. Abkühlung liefert das Rote Meer mit einer Wassertemperatur von etwa 25 Grad Celsius. Dabei kann der Sharm-el-Sheikh-Reisende einfach nur ins Wasser hüpfen und schnorcheln oder zu einem der bunten und artenreichen Korallenriffe im Ras-Mohammed-Nationalpark abtauchen. Selbst investigatives Wracktauchen ist möglich.

Wem das Wetter an der Küste nicht heiß genug ist, der reitet auf Kamelen oder Pferden in die Wüste. Am Abend nach Sharm el Sheikh zurückgekehrt, finden die Ausflügler alle Annehmlichkeiten eines touristisch hochentwickelten Hot Spots mit Casinos, Discotheken und Nachtclubs. Tagsüber astehen Golfplätze sowie Gesundheits- und Wellness-Center zur Verfügung – ohne Dehydrierungsrisiko.

Blick auf einen Strand von Sharm el Sheikh im Sonnenuntergang, Ägypten

Strand von Sharm el Sheikh im Sonnenuntergang

Koh Samui

In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts galt Koh Samui als Zuflucht für Aussteiger und Anhänger alternativen Reisens. Dabei wurde die Insel im Osten Thailands als Geheimtipp gehandelt. Das blieb sie jedoch nur bis in die 1980er Jahre, als die touristische Erschließung der Insel begann.

Mit palmengesäumten Traumstränden, einem ausgedehnten Nachtleben und einer Fläche von 247 Quadratkilometern entwickelte sich Koh Samui bis heute zu einer der zehn beliebtesten Reiseziele in Südostasien. Verwunderlich ist das kaum, denn die Insel im Golf von Thailand bietet sowohl Aktivurlaubern als auch Sonnenanbetern und Wellness-Begeisterten sehr viele Möglichkeiten.

Die schönsten Badeplätze entdeckt man entlang der Panoramastraße. An vielen Stellen entlang der etwa 50 Kilometer langen Strecken ist der Blick frei auf Buchten mit palmengesäumten, weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser.

Ist Koh Samui auch die drittgrößte Insel Thailands, leben die Menschen dennoch in dörflichen Strukturen. Allenfalls die Hauptstadt Na Thon im Westen der Insel versprüht mit Straßencafés und dem Hafen Kleinstadtatmosphäre. Von hier aus starten unter anderem Fähren zu einer der zahlreichen Nachbarinseln. Das verschlafene Provinzstädtchen bietet zudem eine Polizeistation, kleine Geschäfte, Banken, ein Postamt und einfache Restaurants.

Lamai Beach auf Koh Samui, Felsen, Wellen, Thailand

Außerhalb der Regenzeit gibt es auf Koh Samui viel Sonne

Hawaii

Um zu lesen, dürften es die wenigsten nach Hawaii ziehen. Wer sich dennoch neben Strand, Palmen und Lavafeldern für die Geschichte der 1898 durch die Vereinigten Staaten von Amerika annektierten Insel interessiert, wird begeistert sein zu hören, dass Geschichte auf Hawaii getanzt wird. Das liegt nicht etwa an den verträumten Insulanern, sondern vielmehr daran, dass es bis zur Missionierung im 19. Jahrhundert keine Schriftsprache gab. Alles, was an die folgenden Generationen weitergegeben werden sollte, wurde unter anderem mit einem Hula, dem erzählenden Tanz, überliefert (siehe Ausgabe 02/2014). Getanzt wird immer noch, auch wenn mit den Amerikanern Englisch in Wort und Schrift Einzug hielt.

Wenig redselig muss indes sein, wer sein Glück beim Schnorcheln oder Tauchen unterhalb der Wasseroberfläche sucht und – das ist vor Hawaii garantiert – auch findet. Denn die Buchten der Insel bieten traumhafte Sandstrände: kristallklares, 27 Grad warmes Wasser bei einer Lufttemperatur von 31 Grad Celsius.

Blick auf Waikiki Beach durch Palmen, Hawaii

Da werden Sonnenanbeterträume wahr: Waikiki Beach auf Hawaii

Kaum zu glauben, aber auf Hawaii schneit es auch. Urlauber können im Winter auf dem Gipfel des über 4.000 Meter hohen Maunakea durch den Schnee stapfen. Anschließend, so ein Tour-Tipp, geht es im Volcanoes National Park an dampfenden Lavafeldern vorbei. Mit etwas Glück lässt sich beobachten, wie Lava ins Meer fließt und der Insel dadurch Landzuwachs verschafft.

Durchschnittswerte Juni bis September

Sharm el Sheikh

Luft: 32 Grad Celsius
Wasser: 25 Grad Celsius
Sonne: 12 Stunden täglich

Koh Samui

Luft: 30 Grad Celsius
Wasser: 28 Grad Celsius
Sonne: 7 Stunden täglich

Hawai

Luft: 31 Grad Celsius
Wasser: 27 Grad Celsius
Sonne: 9 Stunden täglich

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