Verträumte Lofoten in Norwegen


Berge, Meer, Polarlichter und in der kalten Jahreszeit eine Art Winter Wonderland im Wasser: Diese Atmosphäre erwartet euch auf den Lofoten. Die zu Norwegen gehörenden Inseln präsentieren sich als eigene kleine Welt vor einer atemberaubenden Kulisse.

Überblick

Natururlauber, Sportler und Fotografen aufgepasst: Wir haben hier einen besonders schönen Reisetipp für euch! Es sind die Lofoten, die 80 zu Norwegen gehörenden Inseln, die sich direkt vor der Küste des schönen skandinavischen Landes befinden. In der Sommerzeit quasi dauerhaft im hellen Licht gelegen, taucht der Winter die Lofoten in ein dunkles, aber magisches Licht. Das liegt nicht zuletzt an den Polarlichtern, die ihr von diesem malerischen Spot aus hervorragend sehen könnt.

Reine in den Lofoten
Reine in den norwegischen Lofoten

Die Inseln liegen maximal 300 Kilometer nördlich des Polarkreises, punkten aber mit einem deutlich milderen Klima als andere Länder auf demselben Breitengrad. Der Grund dafür ist der warme Golfstrom nahe der Lofoten. Möchtet ihr euch auf die Schönheiten der urigen Fischerdörfer, schroffen und mit Schnee bedeckten Gebirgslandschaften sowie der weißen Sandstrände einlassen? Dann flaniert auch ihr sicher bald durch die gemütlichen Orte, entdeckt bunte Kunstgalerien oder bucht eine aufregende Walsafari durch die blauen Fjorde. Entspannen könnt ihr auch in den geschützten Buchten oder in einem Café, das euch an kalten Tagen mit wunderbar warmen Zimtschnecken verwöhnt. Ein Urlaub auf den Lofoten bietet Abwechslung für alle Sinne!

Lofoten als nachhaltiges Reiseziel

Versucht ihr, euren Alltag so nachhaltig wie möglich zu gestalten? Dann werden euch die Lofoten noch in einer ganz anderen Hinsicht begeistern. Sie wurden nämlich als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert. Dafür musste ein besonderes, andauerndes Engagement nachgewiesen werden, das sich nach verschiedenen Nachhaltigkeitsprinzipien richtet. Die negativen Auswirkungen vieler Besucher in dem Naturparadies werden möglichst geringgehalten. So werden etwa Hybrid-Schiffe zur Geräuschminimierung eingesetzt und auch der Lebensmittelimport wird stark eingeschränkt, sodass vornehmlich einheimische Speisen angeboten werden. So wird unter anderem die lokale Natur und Kultur weitestgehend beibehalten.

Inseln für Naturliebhaber und Fotografen

Wie schon angeschnitten, profitieren besonders Naturliebhaber von der Szenerie der 80 Inseln. Freut euch auf reizvolle landschaftliche Kontraste, verschiedene Vegetationszonen und eine atemberaubende Flora und Fauna. Diese Kulisse ist natürlich gleichermaßen für Aktivurlauber geeignet, die sich beim Wandern, Klettern oder sogar Surfen austoben möchten.

Weiterhin profitieren (Hobby-)Fotografen von den traumhaften Szenerien, die nur darauf warten, mit einer Kamera festgehalten zu werden. Romantiker geraten auf den Lofoten schnell ins Schwärmen: Sei es bei einer Übernachtung in einer behaglichen Hütte oder bei einem gemeinsamen Spaziergang zu den Polarlichtern. Und auch, wer sich einfach dem hektischen Alltag entziehen und in möglichst ruhiger Umgebung neue Kraft tanken möchte, kann sich auf den Weg zu den Lofoten machen.

Orte

Den ultimativen Tipp für den einen perfekten Ort auf den Lofoten gibt es nicht. Wir finden, dass alle Inseln gleichermaßen ihren Charme haben. Gut für euch, dass sie untereinander mit Tunneln und Brücken verbunden und auch bequem per Boot zu erreichen sind. Mit genügend Zeit im Gepäck könnt ihr gleich mehrere von ihnen erkunden. Bunte Häuser, traditionelle Fischerhütten und tiefdunkle Fjorde erwarten euch fast überall. Auch die Kulisse aus Berggipfeln wird euch immer wieder aufs Neue begeistern!

Svolvaer

Der Ort Svolvaer ist erwähnenswert, da es sich um das Zentrum für Urlauber handelt. Hier kommen zum Beispiel die Kreuzfahrtschiffpassagiere an und starten dann ihre Erkundungstour auf den Inseln. Das Fischerdorf verfügt über wenige tausend Einwohner, sodass es schon hier sehr beschaulich zugeht. Eine Shoppingmall gibt es aber trotzdem, ebenso wie gemütliche Hotels oder Restaurants. Zudem erwartet euch ein rund 600 Meter hoher Berg, der einen ersten Blick auf die träumerischen Buchten erlaubt.

Svolvaer auf den Inseln der Lofoten
Svolvaer auf den Inseln der Lofoten

Reine

Auch Reine ist ein Fischerdorf, macht aber vor allem als beliebter Fotospot von sich reden. Kein Wunder, wenn ihr euch die idyllische Lage des Ortes einmal anseht. Vor den hohen Bergen breitet sich das Meer aus und bildet reizvolle Kontraste für ein pittoreskes Fotomotiv. Für Spaziergänger und Ruhesuchende zahlt sich dieses Panorama ebenfalls aus.

Sonniges Reine in den Lofoten
Sonniges Reine auf den Lofoten

Wenn ihr etwas mehr erleben wollt als nur die Landschaft zu bestaunen, könnt ihr eines der Cafés besuchen und euch von lokalen Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Die Aktiven unter euch profitieren hingegen von der Möglichkeit, im Sommer Kajak zu fahren oder eine Wanderung auf dem Berg Reinebringen zu absolvieren.

Henningsvaer

In Henningsvaer herrscht besonders zwischen Februar und April ein gewisser Trubel. Hier hat die Fischerei, welche den an Venedig erinnernden Ort prägt, Hochsaison. Wenn ihr dem typischen Geschäft des Fischfangs einmal über die Schulter schauen wollt, bietet sich dieser Spot auf den Lofoten an. Alternativ könnt ihr in den kleinen Läden ein Souvenir für Zuhause kaufen oder durch die hübschen Gassen spazieren. Henningsvaer selbst befindet sich übrigens gleich auf mehreren Inseln.

Hafen von Henningsvaer
Hafen von Henningsvaer

Nusfjord

Auch Nusfjord ist ein charmantes Fischerdorf, das über diverse Einrichtungen für die Fischerei verfügt. Dazu gehören ein Sägewerk und eine alte Räucherei – durch seine Gebäude kann sich Nusfjord als eines der Fischerdörfer behaupten, die auf den Lofoten am besten erhalten sind. Für Urlauber sind auch die alten Fischerhütten (“Rorbu”) interessant. Diese stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und werden für eine (kostenpflichtige) Übernachtung zur Verfügung gestellt.

Fischerhuetten in Nusfjord
Fischerhütten in Nusfjord

Aktivitäten

Die vielen Vegetationszonen, die sich durch den Übergang zwischen Gebirge und Meer ergeben, bilden die perfekte Ausgangslage für einen vielseitigen Aktivurlaub. Bis zu den schneebedeckten Berggipfeln wandern oder das Surfbrett in einer der Buchten besteigen – auf den Lofoten ist beides und noch viel mehr möglich!

Wandern und Bergsteigen

Die Wanderwege sind auf den Lofoten gut ausgebaut und richten sich daher an Wanderer verschiedener Fitnesslevel. Einige Wanderungen sind so entspannt, dass fast schon von einem leichten Spaziergang die Rede sein kann. Andere, beispielsweise der Weg zum über 400 Meter hohen Berg Reinebringen, sind durchaus fordernder – und im Winter ohne erfahrene Begleitung sogar gefährlich. Daher solltet ihr vorab stets abchecken, ob ihr die Wanderung nicht lieber mit einem professionellen Guide absolvieren solltet.

Wandertour durch die Lofoten
Wandertour durch die Lofoten

Durch die Berge, die teilweise in bis zu 1.000 Metern Höhe aufragen, ergibt sich auch ein wahres Kletterparadies. Alternativ erkundet ihr das breite Wegenetz auf dem Rücken eines Drahtesels und lasst euch den frischen Wind um die Nase wehen. Bei allen Touren stets dabei: Die Kulisse der schroffen Felsen sowie der Fjorde zu euren Füßen.

Strandurlaub

Ja, ihr habt richtig gelesen: Auch oberhalb des nördlichen Polarkreises findet ihr Strände! Zumindest optisch versetzen sie euch in die Karibik. Die Temperaturen auf den Lofoten werden der Vorfreude von Badenixen aber rasch einen Dämpfer versetzen: Es ist in der Regel viel zu kalt zum Baden. Dafür dürft ihr die Kulisse aus weißem Sand und warmem Golfstrom, die von Bergen gerahmt wird, bei einem Spaziergang genießen. Geeignete Strände für dieses Vorhaben sind beispielsweise der Strand des Ortes Flakstad, der Haukland-Strand in der Nähe von Leknes, der Rørvik White Sands Beach und der Strand von Unstad.

Sandstrand auf den Lofoten
Sandstrand auf den Lofoten

Surfen

Ebenfalls am Strand von Unstad können Surfer ihre Bretter herausholen. Das Meer ist in der Nähe der Bucht bis zu 500 Meter tief. Dadurch bahnen sich die Wellen des Atlantiks ihren Weg und bilden den idealen Ausgangspunkt zum Surfen.

Wintersport

Logisch, dass die reizvolle Bergwelt auch zum Wintersport passt. Selbst im April oder sogar Mai könnt ihr euch noch die Skier anschnallen und herrliche Pisten hinabsausen. Auf verschiedenen Inseln der Lofoten erwarten euch sanfte Felsriesen, wie der über 800 Meter hohe Rundtinden, die sich hervorragend für den Skisport eignen. Kleines Manko: Einen Skilift gibt es nicht immer. Seid ihr fit genug, den Berg auch ohne ihn zu erklimmen?

Schneeschuhwandern am Kvalvik Beach
Schneeschuhwandern am Kvalvik Beach

Kunstgalerien und Ausstellungen besuchen

Viele Orte der Lofoten sind wahre Perlen, wenn es um Kunst und Fotos geht. Besucht also eine der Galerien und Ausstellungen, die euch unterwegs begegnen, wenn ihr euch für dieses Thema interessiert. In der Galleri Lofotens Hus verbirgt sich beispielsweise auf mehreren Etagen eine große Kunstsammlung verschiedener Artisten. Die Galleri Espolin zeigt hingegen ausschließlich Werke des Malers Kaare Espolin Johnson. Typische Motive dort sind die Lofoten und die Welt der Fischerei – also genau richtig für euren Urlaub!

Fotografieren

Der Fotoapparat ist ein Must-Have auf den Lofoten! Motive finden sich quasi überall auf den Inseln. Besonders gut gefällt uns aber der Hafen von Hovsund mit seinem pittoresken Leuchtturm. Auch Hamnøy zählt zu den Highlights für Fotografen und fotografiert sich besonders bei Sonnenuntergang in einem idyllischen Licht.

Polarlichter ansehen

Auch die Polarlichter sind natürlich ein Top-Motiv für Fotografen. Und eine schöne Kulisse für einen verliebten Abendspaziergang. Auf den Lofoten ist die Chance, einen Blick auf die mystischen Nordlichter zu erhaschen, aufgrund ihrer geografischen Lage sehr hoch. Einen bestimmten Spot gibt es nicht. Fast überall besteht die Möglichkeit, das Schauspiel vor einer paradiesischen Kulisse zu betrachten.

Polarlichter auf den Lofoten
Polarlichter auf den Lofoten

Bootstouren machen

Fischerboot, Segelboot, Kajak: Die Lofoten lassen sich auf fast jede erdenkliche Weise zu Wasser erkunden. Besonders schön sind die Themenfahrten, die euch Seeadler oder Wale in ihrer natürlichen Umgebung zeigen. Diese speziellen Safaris werden von erfahrenen Guides geleitet. Auch hier gilt natürlich: Fotos nicht vergessen! Die Chance auf Wale, zum Beispiel Orcas, besteht fast ganzjährig.

Magic Ice Bar in Svolvaer besuchen

Ihr habt noch nicht genug von der Kälte und der winterlichen Atmosphäre? Dann macht doch noch eine Stippvisite in der Magic Ice Bar. Diese befindet sich in Svolvaer und beinhaltet zum Beispiel eine Eisrutschbahn und eine Kältekammer. Auch erfrischende Getränke könnt ihr hier, stilgerecht gereicht in einem Eisglas, genießen.

Reise-Infos

Ihr möchtet diese magische Welt der Lofoten nun selbst erleben? Dann helfen wir euch abschließend mit unseren Reise-Infos, damit die Buchung und letztlich auch der Urlaub in Norwegen gelingen. Beachtet auch unseren Gesamtüberblick zum Reiseland Norwegen.

Reisezeit

Die Lofoten zeigen sich vergleichsweise mild, wenn ihr deren Lage betrachtet. Im Juli oder August erreichen die Temperaturen bis zu 20 Grad; ideal für Spaziergänge und Sightseeing. Auch die Monate Mai und Juni sind sehr trocken. Wenn ihr im Freien aktiv werden wollt, bietet sich ebenfalls die warme Jahreszeit an. Im Winter wird es sehr früh dunkel, weshalb sich der Outdoorsport dann nur für erfahrene Aktivurlauber eignet. Im späten Herbst kommt außerdem die Schwierigkeit starker Winde bis Stürme hinzu. Das mag für leidenschaftliche Surfer aber auch noch kein Ausschlusskriterium sein.

Dokumente & Währung

Die Anreise nach Norwegen ist leicht. Ihr benötigt lediglich euren gültigen Personalausweis oder Reisepass. Um ein Visum müsst ihr euch als deutsche Staatsbürger nicht kümmern.

Die Währung in Norwegen und auf den Lofoten ist die Norwegische Krone. Denkt also vor dem Urlaub unbedingt daran, das Geld einzutauschen.

Anreise

Ab Deutschland empfiehlt sich für den Lofoten-Urlaub die Flugreise. Dabei müsst ihr mit einem oder mehreren Umstiegen rechnen. Zuerst geht es nach Oslo mit circa zwei bis drei Stunden Flugzeit (je nach Abflughafen). Danach könnt ihr entweder mit der Fähre und dem Bus weiterfahren oder ein weiteres Flugzeug besteigen. Die erste Variante ist eher langwierig und bedingt fast 24 Stunden weitere Reisezeit. Die zweite Option bringt euch hingegen zum Beispiel in 1,5 Stunden nach Harstadt / Narvik Evenes. Die Flugverbindungen bestehen regelmäßig und sollten euch bei der Zeitplanung somit keinen Strich durch die Rechnung machen.

Fortbewegung vor Ort

Zwischen den einzelnen Lofoteninseln könnt ihr mit einem Mietwagen hin und her fahren. Durch die Brücken- und Tunnelverbindungen ist das sehr einfach möglich. Alternativ bringen euch Boote an euer Wunschziel. Die Lofoten selbst sollten zu Fuß oder auf dem Fahrrad genossen werden.

Sprache & Verständigung

Die norwegische Sprache wird euch auf den Lofoten logischerweise überall begegnen, da es sich um die Landessprache handelt. Doch auch Englisch ist weit verbreitet. Die Kommunikation in dieser Sprache sollte während eures Urlaubs kein Problem sein. Vielleicht habt ihr sogar Glück und trefft auf einen deutschsprachigen Einheimischen.

Essen & Spezialitäten

Die norwegischen Spezialitäten werden euch auf den Lofoten verwöhnen! Natürlich ist ein Fischgericht Pflicht. Auf den Lofoten hat die Fischerei schließlich eine lange Tradition – und bis heute wird der Stockfisch während des Winters getrocknet und konserviert. Das Gericht wird aus laichendem Dorsch gefertigt, die Fischköpfe werden exportiert und in der norwegischen Küche nicht genutzt. Eine Alternative sind getrocknete Walfischrollen, die meist gemeinsam mit Meerrettich gereicht werden.

Kabeljau aus Norwegen
Kabeljau aus Norwegen

Wer auf den Inseln hingegen vegetarisch unterwegs ist, probiert den regional gefertigten Ziegenkäse oder herrlich duftende, frische Brote. Auch beim Nachtisch können Vegetarier meist kräftig zulangen und beispielsweise Zimtschnecken genießen.

Hotels & Unterkünfte

Die Lofoten verfügen über zahlreiche idyllische Ferienhäuser und traditionelle Fischerhütten, in denen ihr übernachten könnt. Die Preise sind im Vergleich zu den Hotelzimmern günstig. Klassische Hotels gibt es aber auch – wenn auch eher in einer überschaubaren Anzahl. Ihr findet sie unter anderem in Svolvaer. Die Lofoten als Teil einer größeren Norwegenreise sind ebenfalls zu empfehlen. Bucht euch einfach in einem Hotel in Norwegen ein und entdeckt die Inseln per Tagesausflug

Sag uns Deine Meinung zu diesem Thema

* Pflichtfelder