New York City kostenlos: Gefühlt 1000 Sehenswürdigkeiten für lau

Big Apple, „die Stadt, die niemals schläft“ oder auch schlicht „die Stadt, der Städte“… – die New York City an der Ostküste der Vereinigten Staaten hat viele klangvolle Beinamen. Dieses Prestige schlägt sich allerdings auch in den Preisen nieder. Umso interessanter ist es, wie man New York City kostenlos entdecken kann. Wir hätten da so einige Tipps parat.

Das Empire State Building im Herzen von New York City, im Stadtteil Manhattan.

So viel Geld braucht man für New York City

Eine Reise an die Ostküste der USA? Vielleicht wegen der vielen guten Tipps nach Florida und anschließend nach New York? Wer New York City besichtigen möchte, sollte sich vorher ein Bild davon machen, wie viel Geld benötigt wird. Da es sehr viel zu sehen gibt und teilweise auch weite Strecken in der 8,5 Millionen-Metropole zurückgelegt werden müssen, benötigt man allein für die Transfers ein solides Budget. Etwa fünf Dollar kostet der AirTrain vom JFK Flughafen in die City, etwa drei Dollar die Subway und eine Fahrt im berühmten Yellow Cab Taxi darf natürlich auch nicht fehlen. Hier kosten fünf Minuten etwa 2,5 Dollar.

Für Essen und Trinken sollte man auch gut planen, denn es gibt so viele Restaurants, Cafés und grandioses Street Food, dass man sicherlich etwas öfter einen Snack oder Fast Food probiert, als sonst. Ein Frühstück in Manhattan kostet beispielsweise etwa 10 Dollar. Souvenirs aus New York City erhält man hingegen sehr günstig. Shoppen in New York ist billig, weil der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar so gut ist und die Amerikaner geringere Steuern zahlen. Alles in allem empfehlen wir für einen einwöchigen Aufenthalt aber dennoch etwa 1.000 Dollar, denn vor allem Sehenswürdigkeiten sind teuer.

Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten in New York City

Wer auf das berühmte Empire State Building möchte, um von der Aussichtsplattform auf diese unfassbare Stadt hinab zu blicken, zahlt als Erwachsener über 30 Dollar. Der Eintritt ins One World Observatory kostet ähnlich viel. Die Freiheitsstatue hingegen kann man für etwa 20 Dollar besichtigen, während das Museum of Modern Art 25 Dollar pro Erwachsenen verlangt. Puh, da kann das Reisebudget schnell schrumpfen.

Diese Locations in New York City sind kostenlos

So entdeckt man New York City kostenlos

Günstiger durch New York kommt man, indem man die kostenlosen Sehenswürdigkeiten ansteuert, denn die gibt es in der Stadt, in der es alles gibt, auch. Da wäre beispielsweise die Staten Island Ferry, mit der man nah an die Freiheitsstatue gelangt.

Die Staten Island Ferry in New York City ist mit dem Metroticket nutzbar und führt an der Freiheitsstatue entlang.

Voraussetzung für die kostenlose Fahrt mit der Fähre ist, dass man ein Ticket für die Metro besitzt, was die meisten Urlauber in New York ohnehin beschaffen. Von der Fähre aus, die alle 15 bis 30 Minuten vom Whitehall Terminal nahe des Battery Parks startet, kann man dann die Freiheitsstatue besichtigen und die Skyline von New York bewundern. Übrigens: Wir empfehlen die 7 Tage-Karte für die Metro (7 Day Unlimited MetroCard), mit der man für 32 Dollar eine Woche unbegrenzt die Metro benutzen kann.

Eine Stadtrundfahrt umsonst bekommt man mit der MetroCard zudem auf der Linie der Roosevelt Island Tramway. Dieses Verkehrsmittel fährt in bis zu 80 Metern Höhe und gewährt einfach nur spektakuläre Ausblicke auf den East River und Manhattan.

Busrundfahrten durch den Big Apple

Deutlich sparen kann man auch, indem man auf die auffälligen Sightseeing-Busse verzichtet und stattdessen mit dem Linienbus durch New York City fährt. Buslinien, welche die selben Hotspots ansteuern, wie die touristisch geprägten Privatbusse, sind die Buslinien M4, M15 und M20. Mit einer normalen Tageskarte oder dem Wochenticket (s.o.) fallen für die Reisekasse keine zusätzlichen Kosten an.

Für lau mit einem Kanu durch New York paddeln

Wer erinnert sich noch an den Film „Kevin allein in New York“? Kevins erster Besuch in New York beginnt damit, in einem Yellow Cab über die eindrucksvolle Brooklyn Bridge zu fahren und dabei euphorisch den Kopf aus dem Fenster zu halten. Diese Brücke lässt sich noch besser zu Fuß überqueren, denn seit den 1990er-Jahren ist der Verkehr sehr zäh geworden.

Die Sonne scheint durch die Wolkenkratzer von Manhattan auf die Brooklyn Bridge und den East River.

Von der Brooklyn Bridge hat man eine grandiose Sicht auf Manhattan. Um die Brücke zu erreichen, eignet sich die Metrostation Borough Hall. Anschließend sollte man noch unter der Brücke am Pier 1 und 2 vorbeischauen. Dort ist es in den Sommermonaten möglich, kostenlos ein Kanu zu leihen und New York vom East River aus zu entdecken. – Abenteuerurlaub in New York sozusagen!

Gratis Stadtführung durch New York City

Wenn ihr mit der pulsierenden Metropole fremdelt, könnt ihr auch erst einmal an einer kostenlosen Stadtführung durch New York teilnehmen. Mehrere hundert New Yorker bieten diese Führungen ehrenamtlich an, um den Touristen ihre Lieblingsstadt nahezubringen. Um an einer dieser kostenfreien Stadtführungen durch New York City teilzunehmen, muss man sich lediglich bei Big Apple Greeter anmelden. Dort kann man auswählen, welches Stadtviertel man besichtigen möchte. Natürlich freuen sich die Guides, die viele Insidertipps verraten, im Anschluss an die Tour über ein Trinkgeld.

Möchte man sich einer Sache ausgiebiger widmen, lohnt im Anschluss ein Besuch in einem Museum. Über 200 große Ausstellungen findet man dauerhaft in New York City. Zu den berühmtesten zählt das Museum of Modern Art, welches Weltruhm genießt. Jeden Freitag von 16 bis 20 Uhr kann man dieses New Yorker Museum kostenlos besuchen.

Das Guggenheim Soho sowie das National Museum of American Indian sind dauerhaft kostenlos. Es gibt zwar oft einen ausgewiesenen Preis, doch dieser ist als Empfehlung zu verstehen. Man zahlt, was man möchte. Empfehlenswert ist auch der Botanische Garten von Queens (Queens Botanical Garden) – eine Ruheoase inmitten der Stadt.

Die Hauptstadt der Welt in 60 Sekunden


Quelle:Youtube.com/CamWard

Kostenlose Museen in New York

  • American Folk Art Museum
  • American Museum of Natural History
  • Bronx Museum
  • Brooklyn Museum
  • Cloisters Museum
  • El Museo del Barrio
  • Green-Wood Cemetery
  • International Print Center
  • Metropolitan Museum of Art
  • Museum at the Fashion Institute of Technology
  • National Museum of the American Indian—Smithsonian Institution
  • New York City Police Museum
  • Queens Botanical Garden
  • Queens Museum of Art
  • SculptureCenter
  • Socrates Sculpture Park
  • Staten Island Museum
  • Storefront for Art & Architecture
  • Studio Museum in Harlem
  • Waterfront Museum

Umsonst in ein New Yorker Theater oder aufs Konzert

Ein i-Tüpfelchen kann man auf den Urlaub in New York City setzen, indem man während des Aufenthalts noch eine kulturelle Veranstaltung, wie ein Konzert oder eine Aufführung besucht. Auch solche Highlights sind in New York City teilweise kostenlos. Eine feste Adresse ist beispielsweise die Website Clubfreetime.com, auf der von kostenlose Lesungen, Theaterstücke, Konzerte und andere Events bekanntgegeben werden.

Eine konkrete Empfehlung soll natürlich auch nicht fehlen, weshalb man die Reisetermine vielleicht an das Bryant Park Summer Film Festival anpassen sollte. Sobald es wärmer wird, findet es jeden Montag hinter der Public Library statt. Es handelt sich um ein kostenloses Freiluftkino, zu dem sich Gott und die Welt treffen. Die Filme sind natürlich in englischer Sprache, aber die Atmosphäre ist ein Traum. Einfach eine Decke einpacken und dazulegen.

Mit der New York Public Library schlägt man zudem zwei Fliegen mit einer Klappe. Die alt-ehrwürdige Bibliothek, die im Inneren an eine luxuriösere Variante von Hogwarts erinnert, kann ebenfalls umsonst besucht werden. Sie liegt an der Kreuzung von 42nd Street und 5th Avenue.

Die Public Libary an der 5th Avenue ist ein prunkvoll gestaltetes Gebäude in Manhattan.

Größten Bahnhof der Welt besichtigen

Eine weitere Attraktion, die als solche weniger bewusst ist, ist die Grand Central Terminal. So nennt sich der Hauptbahnhof von New York, der noch vor dem Empire State Building und dem Rockefeller Center als das am stärksten frequentierte Gebäude der Stadt gilt.

Der heutige Bahnhof wurde am 2. Februar 1913 als Kopfbahnhof eingeweiht und ist mit 67 Gleisen und 44 Bahnsteigen der größte Bahnhof der Welt. Hier einmal ohne Zeitdruck durch die gigantische Halle zu schlendern, verschafft einen authentischen Eindruck von New York. Kurios ist zudem die Deckengestaltung, die offensichtlich spiegelverkehrt gemalt wurde. Angeblich soll der Maler, welcher für den Deckenschmuck zuständig war, die Karte verkehrtherum gehalten haben.

Ruhe und Erholung in den Parks von New York City

In anderen Städten wäre es vielleicht eine Mogelpackung, den Spaziergang durch einen Park als kostenlose Sehenswürdigkeit zu bezeichnen, doch denkt man an den legendären Central Park, können auch öffentliche Parkanlagen eine Attraktion darstellen. Der Central Park ist zwar nur einer von zahlreichen Parks in New York City, aber der berühmteste. Er wurde 1859 als Landschaftspark errichtet und zählt zu den „National Historic Landmarks“ der USA. Die knapp 350 Hektar große „grüne Lunge“ inmitten von Manhattan wird täglich von bis zu 500.000 Menschen besucht.

Der Central Park in Manhattan ist die grüne Lunge von New York City.

Ein ebenfalls besonders attraktiver Park ist der Brooklyn Bridge Park am East River. Diese Grünanlage lädt nicht nur zum Chillen und Sonnetanken ein, sondern bietet auch das beste Fotomotiv von New York City! Auf einer kleinen Anhöhe über dem Flussufer blickt man auf die Skyline von Manhattan, vor der sich die majestätische Brooklyn Bridge spannt.

Drittens gibt es mit dem High Line Park den vielleicht kuriosesten Grünstreifen der Welt zu besichtigen. Der Park liegt im Westen von Manhattan und erstreckt sich entlang fünf Häuserblocks auf einem schmalen, begrünten Streifen inmitten der Wolkenkratzer-Wüste. Eine weitere Besonderheit ist, dass die High Line gemäß ihres Namens über den Straßen von Manhattan verläuft. Eben noch in der pulsierenden City, gelangt man so in eine grüne Parallelwelt. Das Konzept des schwebenden Parks ist so genial, dass es längst in anderen Weltstädten kopiert wird.

Das Lichtermeer von New York bei Nacht

Nicht verpassen darf man New York City bei Nacht. Sobald oder besser noch bevor man den Jetlag (Deutschland ist 6 Stunden voraus) im Griff hat, sollte man die Dämmerung nutzen, um Aussichtspunkte anzulaufen. Dazu eignen sich mehrere Bars, die häufig auf den Dächern der Wolkenkratzer liegen. Kostenlos besuchbar ist die 230 Fifth Rooftop Bar, von deren Dachterrasse man perfekt auf das Empire State Building blicken kann.

Umsonst in den Zoo von New York City

Sollte sich jemand an einem Mittwoch in New York langweilen (haha!), lohnt der Ausflug in den Bronx Zoo doppelt. Denn hier kann man nicht nur 765 Tierarten in einem der berühmtesten Zoos der Welt beobachten, man erhält jeden Mittwoch auch (fast) freien Eintritt. Sonst kosten die Tickets 16$ für Erwachsene bzw. 12$ für Kinder, doch jeden Mittwoch gilt auch hier das Motto „Zahl, was Du möchtest“. Eine kleine Spende wird schon aus Rücksicht auf die Tiere erwartet, aber dennoch wollten wir auf diesen Tipp nicht verzichten.

Der Bronx Zoo, der mit vollem Namen eigentlich International Wildlife Conservation Park heißt, bietet nicht nur einen Streichelzoo für Kindern, sondern auch ein richtig tolles Erlebnis für Erwachsene. Bei einem Rundgang macht man eine thematische Weltreise über vier Kontinente. Beginnt man den Rundgang im Uhrzeigersinn, erlebt man eine Weltumrundung von Nordamerika über Asien und Afrika bis nach Südamerika. Zu den Highlights zählt der zentralafrikanische Regenwald, der im Zoo nachgebaut ist. Durch einen Tunnel erhält man dort Einblick in das faszinierende Leben von Gorillafamilien.

New York ist und bleibt New York

Das Wort „Sehenswürdigkeit“ wird dem nicht gerecht, doch ebenso wie die Freiheitsstatue gehört seit 2001 auch ein Besuch am Ground Zero zum Pflichtprogramm in New York City. Wo einst die Twin Towers standen, befindet sich heute das 9/11 Memorial. Als Gast in New York ist es eine schöne Geste, nicht nur die schillernden Seiten der Stadt zu genießen, sondern auch an diesem Mahnmal einmal inne zu halten. Das Mahnmal sowie das Museum sind frei zugänglich und erinnern an die Terroranschläge vom 11. September 2001 sowie den Bombenanschlag auf das World Trade Center von 1993.

Lichtsäulen erinnern an das World Trade Center auf dem Ground Zero in Manhattan.

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