Schottland: Tipps für Natur & Städte


Schottland ist ein Land der Vielfalt – während Metropolen wie Edinburgh und Glasgow kosmopolitischen und kulturellen Charme versprühen, beeindrucken die unberührten Landschaften der Highlands mit imposanten Berggipfeln, naturbelassenen Stränden und spiegelglatten Seen. Das Land hat nämlich noch viel mehr zu bieten, als Schottenröcke, Nessie und Dudelsäcke. Seid ihr auf der Suche nach einem Reiseabenteuer der besonderen Art, solltet ihr das magische Schottland auf euren Reisen keinesfalls Fall auslassen. Viele Urlauber haben ihr Herz an dieses Land verloren.

Überblick – vielseitiges Schottland

Um kaum ein anderes Land auf der Welt ranken sich so viele Mythen und Legenden, wie um Schottland. Kein Wunder, denn neben dem tiefen Loch Ness und dem hohen Ben Nevis gibt es in diesem Land einsame Landschaften, geheimnisvolle Moore und wildromantische Inseln, die auf eine dramatische Historie treffen. Bei einem Glas Whiskey und den einprägsamen Klängen eines Dudelsacks liegt es daher nicht fern, dass jeder sich wilde Geschichten über das Land im hohen Norden Großbritanniens erzählt.

Grüne Hügel und Berge Schottlands

Um jedoch bei den Fakten zu bleiben: Schottland liegt im Norden von Großbritannien. Hier treffen malerische Städte mit historischem Flair auf verschlafene Dörfer, welche von eindrucksvollen Landschaften umgeben sind. Das rund 80.000 Quadratkilometer große Schottland beherbergt über fünf Millionen Einwohner, welche jedoch nur etwa 8,5 Prozent der britischen Bevölkerung ausmachen. Geografisch teilt sich das Land in drei Regionen auf: die die Southern Uplands, die Central Lowlands sowie die Highlands im hohen Norden. Je weiter ihr in den Norden des Landes vordringt, desto wilder und verzauberter wird die Landschaft.

Diese Regionen der Highlands sind von der keltischen Kultur geprägt – in manchen Gebieten wird noch Gälisch gesprochen. Offen für andere sind die Menschen dennoch. Gastfreundschaft und Herzlichkeit sind oberstes Gebot und so sind auch Urlauber stets willkommen. Schottlands ewiger Streit um die Unabhängigkeit des Landes hielt viele alte Traditionen aufrecht. So auch die Highland Games, in denen sich starke Männer im Hammerweitwurf, Steinstoßen und Baumstammwerfen messen.

Doch ebenso gehören die Lowlands mit ihren schroffen Felsen und den sanften Küsten zu Schottland. Wanderer, Fotografen und Bergsteiger, die sich nach der Ursprünglichkeit der Natur sehnen und die Einsamkeit nicht scheuen, sind hier bestens aufgehoben. „Munro Bagging“, das Sammeln von Bergen ist in Schottland ein weitverbreitetes Hobby. Dabei werden möglichst viele hohe Berge innerhalb kürzester Zeit bestiegen.

Wer es etwas lebhafter mag, sollte beim Urlaub in Schottland auch die Städte Edinburgh, Glasgow, Aberdeen und Inverness besuchen. Hier tobt das Leben – Kultur, Historie und Moderne treffen aufeinander.

Ausflugsziele in Schottland

In Schottland warten unglaublich viele Highlights auf euch, die von idyllischen Naturlandschaften, über verwunschene Schlösser und Burgen bis hin zu hippen Großstädten reichen.

Loch Ness – zwischen Mythen und Sagen

Der 37 Kilometer lange See Loch Ness ist vor allem durch seine sagenumwobenen Schauergeschichten bekannt. Angeblich soll in dem zweitgrößten See Schottlands ein Ungeheuer namens Nessie leben. Ob diese Legende stimmt, davon müsst ihr euch selbst überzeugen, doch eine geheimnisvolle Aura versprüht Loch Ness allemal.

An seiner tiefsten Stelle ist er 230 Meter tief, dies macht ihn zum wasserreichsten See in ganz Schottland. Südwestlich von Iverness gelegen, führen zahlreich Wander- und Radwege durch die Hochmoore zum See, sodass ihr euren Trip mit sportlichen Aktivitäten verbinden könnt. Doch auch eine ruhige und entspannte Bootsfahrt auf dem Loch Ness lohnt sich.

Das berühmte Loch Ness
Das berühmte Loch Ness

Seid ihr Kulturliebhaber, so solltet ihr dem Urquhart Castle einen Besuch abstatten und einen Blick in die Geschichte des Landes werfen. Das Schloss befindet sich direkt am See und lockt mit einer zerfallenen Burgruine, welche die mystische Aura dieser Gegend noch verstärkt. Ursprünglich war das Urquhart Castle jedoch Stützpunkt verschiedener Mächte, die den See vor Feinden schützten, welche über das Wasser angreifen wollten. Seit 1689 steht die Ruine jedoch schon leer, verfällt immer weiter und schmückt nun nur noch die Umgebung.

Isle of Skye – ein magischer Ort

Die Isle of Skye zählt zu den landschaftlichen Highlights des Landes. Schroffe Berge und endlos lange Küstenlinien verleihen der größten Insel der Inneren Hebriden ihren ganz besonderen Reiz. Einst fanden hier Machtkämpfe und Schlachten statt, auf die noch heute historische Ruinen und alte Burgen aufmerksam machen.

Auch die beeindruckende Felsnadel Old Man of Storr befindet sich auf der Isle of Skye und lädt zu einer ausgiebigen Wanderung durch die Gebirgsketten ein. Der Legende nach suchten ein alter Mann und seine Gattin hier nach ihrer entlaufenen Kuh. Als ein Riese sie erblickte, verwandelte er die beiden Flüchtenden jedoch zu Stein. Die bizarre Felsformation Old Man of Storr ist alles, was von dem Ehepaar übrigblieb. Zum Gipfelplateau lauft ihr etwa drei bis vier Stunden und solltet euch auf eine anstrengende Wanderung einstellen, die jedoch auch für Anfänger geeignet ist. Der Ausblick wird sich definitiv lohnen.

Old Man of Storr auf der Isle of Skye
Old Man of Storr auf der Isle of Skye

Im Westen der Isle of Skye wird euch der Gebirgsbach Brittle den Weg zu den Fairy Pools, einem natürlichen Wasserbecken weisen – eine perfekte Wanderung für Anfänger, die mit idyllischen Wasserfällen und grünblauen Naturpools verzaubert. Die Fairy Pools begeistern mit eiskaltem und kristallklarem Wasser, in denen sich der Legende nach die Feen erfrischen. Traut ihr euch, auch in der extremen Kälte baden zu gehen?

Den westlichsten Punkt der Isle of Skye bildet der Neist Point, ein 19 Meter hoher Leuchtturm, der sich auf einer Halbinsel an einer schroffen Klippe befindet und besonders bei Sonnenuntergang ein wunderschönes Highlight ist. Schon von Weitem ist der Anblick sehenswert, doch vielleicht nehmt ihr ja sogar die anstrengende Wanderung zum Neist Point auf euch. Am Küstenabschnitt des Leuchtturms werdet ihr nicht nur mit einem phänomenalen Blick belohnt, sondern seht mit etwas Glück auch Seevögel, Robben, Delfine und sogar Wale im wilden Atlantik.

Loch Lomond – Natur im Trossachs Nationalpark

Der Loch Lomond ist der größte See Großbritanniens und begeistert mit seiner wunderschönen Landschaft des Trossachs Nationalparks, die ihn umgibt. Die dichten Wälder um den See nordwestlich von Glasgow laden zu langen Spaziergängen ein und bieten durch die Bäume hindurch immer wieder ein traumhaftes Panorama auf den Loch Lomond. Aktivurlauber nutzen das Kajak oder den 28 Kilometer langen Radweg Loch Lomond Cycle Path zum Erkunden.

Loch Lomond nach Sonnenuntergang
Loch Lomond nach Sonnenuntergang

Mitten im See befinden sich zahlreiche Inseln, von denen ihr einige jedoch nur bei niedrigem Wasserstand erreicht. Auf der Insel Inchconnachan könnt ihr mit etwas Glück eine ganz besondere Entdeckung machen: Wallaby-Beuteltiere, die sonst nur in Australien vorkommen, wurden auf dieser Insel angesiedelt und verzaubern euch mit ihrer grenzenlosen Niedlichkeit.

Doch der Loch Lomond hat auch eine andere Seite, nämlich die Shores – eine verglaste Einkaufsmeile, in der ihr Souvenirs shoppen und euch einen Snack gönnen könnt.

Glasgow – die Metropole Schottlands

Kulturliebhaber werden in Glasgow voll auf ihre Kosten kommen. Neben zahlreichen Shopping- und Ausgehmöglichkeiten hat diese dynamische Stadt auch vielfältige Museen, Kunstgalerien und Denkmäler zu bieten. So beherbergt die Kelvingrove Art Gallery beispielsweise einen interessanten Mix aus Exponaten, die Kunst, Natur und Technik miteinander vereinen. Auch die Gallery of Modern Art begeistert mit zahlreichen modernen Ausstellungsstücken.

Blick über die Kathedrale von Glasgow
Blick über die Kathedrale von Glasgow

Wenn ihr euch für Architektur interessiert, solltet ihr euch unbedingt die Gebäude der University of Glasgow anschauen. In den seit 1451 bestehenden Bauwerken findet ihr nicht nur imposante Hörsäle und Klassenräume, sondern auch Ausstellungen und Museen, die euch mehr Infos über die Geschichte der zweitältesten Universität von Schottland vermitteln. Auch die St. Mungo’s Cathedral begeistert mit ihren herausragenden architektonischen Details. Ein ganz besonderes Highlight ist jedoch die Necropolis. Die „Stadt der Toten“ ist ein riesiger Friedhof, welcher für 50.000 Menschen die letzte Ruhestätte ist.

Wollt ihr all die neugewonnenen Eindrücke der Stadt Glasgow auf euch wirken lassen, so könnt ihr den Glasgow Botanic Gardens einen Besuch abstatten, die schon seit 1817 existieren.

Etwas außerhalb von Glasgow befindet sich das Stirling Castle, welches als eines der eindrucksvollsten Schlösser des Landes gehört. Es werden zahlreiche Touren angeboten, in denen ihr alles über die bewegte Vergangenheit dieses Ortes erfahrt.

Edinburgh – Hauptstadt mit zwei Gesichtern

Schottlands Hauptstadt Edinburgh lockt nicht nur mit Kunst, Architektur und Whiskey. Das Stadtbild ist in zwei Gesichter aufgeteilt: einen neuen Teil, der zur See reicht und einen alten Teil, der sich in die Berge zieht.

Edinburghs Altstadt mit der bekannten Royal Mile – die genau eine Meile lang ist, besticht durch die sogenannten Closes. In den engen Seitengassen könnt ihr nicht nur viel Geschichte, unentdeckte Geheimnisse und kleinere Hotels entdecken, sondern auch Cafés oder grüne Hintergärten, die zum Entspannen einladen. Ist euch der Sinn nach Kunst, solltet ihr in die Scottish National Gallery oder ins Nationalmuseum, in dem ihr viel über die bewegende Vergangenheit lernt.

Blick auf das Edinburgh Castle
Blick auf das Edinburgh Castle

Unbedingt besichtigen solltet ihr Edinburgh Castle, das hoch über der Stadt thront. Weitere schöne Aussichten über Edinburgh habt ihr von Arthur’s Seat oder Calton Hill – zwei der sieben Hügel, auf denen Edinburgh erbaut wurde. Auch der schottische Sitz der Queen, der Palace of Holyroodhouse, ist einen Besuch wert.

Weiter unten in der neueren Stadt, auf der anderen Seite des großen Royal Botanic Garden, wartet die Shopping-Meile, die Princes Street. Gemeinsam mit der George Street könnt ihr hier neben vielen Cafés und Restaurants sehr gut einkaufen.

Aberdeen – Küstenstadt mit Industriecharme

Die Küstenstadt, welche mit einer belebten Uferpromenade und industriellem Charme aus der Vergangenheit begeistert, sollte auf einer Schottland-Rundreise nicht fehlen. Mit etwas Glück lassen sich im Hafenbecken sogar die dort residierenden Delfine erspähen! Im Maritime Museum könnt ihr noch mehr über die Meeresbewohner und das Leben in der See erfahren. Auch Freunde des Wassersports sind hier gut bedient, denn in Aberdeen könnt ihr surfen.

Nicht nur der Hafen ist umwerfend, die Stadt selbst bezaubert mit ihren wunderschönen Granitstein-Gebäuden, die Aberdeen einen fast royalen Charakter verleihen – besonders, wenn die untergehende Sonne die hellen Häuser in ein rot-orangenes Farbspektakel verwandelt. Gerade die helle Fassade des in den 1830ern begonnen Marischal Colleges zieht in seinen Bann – mittlerweile beherbergt das Gebäude ein spannendes Museum.

Malerisches Aberdeen in Schottland
Malerisches Aberdeen in Schottland

Seid ihr in Aberdeen, empfiehlt sich ein Besuch des Gordon Highlanders Museums. Hier könnt ihr mehr über die über 200 Jahre alte Tradition der Gordon Highlanders, einem lokalen Regiment der britischen Armee, erfahren.

Entspannung findet ihr im Duthie Park, der mit ruhigen Ecken und exotischen Pflanzen das ganze Jahr über Besucher erfreut.

Dundee – die sonnige Stadt

Die moderne Metropole an der Ostküste Schottlands, die für Kultur, Historie und ihre unheimlich leckere Orangenmarmelade bekannt ist, gilt als die sonnigste Stadt Schottlands. Neben Sonnenschein und Meer hat Dundee noch viel mehr zu bieten.

Dundee und der Fluss Tay
Dundee und der Fluss Tay

Kunstfreunde fühlen sich sicherlich im V&A Dundee – dem weltweit einzigen Victoria & Albert Museum außerhalb Londons – wohl, denn hier können Besucher durch jahrhundertealte Geschichte vorbei an Statuen und interessanten Portraits streifen. Auch in der McManus Kunstgalerie gibt es Kunst und Museumsstücke aus über 400 Millionen Jahren Menschheitsgeschichte – alles vereint unter dem Dach des faszinierenden, viktorianisch-gotischen Gebäudes.

Dundee ist seit 2014 eine UNESCO City of Design, was bedeutet, dass die Stadt sich durch ein ganz besonderes architektonisches Flair sowie bedeutende Kultur auszeichnet. Die vorherrschende Seefahrerkultur lässt sich auf der RRS Discovery besonders gut entdecken. Das Museumsschiff führt seine Besucher zurück in die Vergangenheit – genauer gesagt nach 1901 auf die Arktis-Expedition von Captain Robert Falcon Scott, eine der spannendsten Unternehmungen!

Ebenfalls einen Einblick in die Seefahrgeschichte gewährt die HMS Unicorn, das letzte hölzerne Kriegsschiff Schottlands. Hier könnt ihr mehr über das Leben an Bord sowie die glorreichen Seefahrer Dundees erfahren.

Inverness – Hauptstadt der Highlands

Inverness ist die nördlichste Stadt des Landes und gleichzeitig die Hauptstadt der schottischen Highlands. Mit den Bergzügen im Hintergrund bietet Inverness jedem Besucher schon auf den ersten Blick ein atemberaubendes Stadtbild. Um die Atmosphäre richtig aufsaugen zu können, ist ein Besuch auf dem Victorian Market empfehlenswert. Kleine, lokale Geschäfte reihen sich hier gemütlich an Cafés und Restaurants, die sich unter den roten viktorianischen Eisenbögen an der Decke versammeln.

Das grüne Inverness am Fluss
Das grüne Inverness am Fluss

Urlauber, die gerne historische Sehenswürdigkeiten begutachten, kommen im Inverness Castle auf ihre Kosten. Auch die St. Andrew’s Cathedral ist einen Besuch wert. Die im gotischen Stil gebaute Kathedrale erinnert fast ein wenig an Notre-Dame de Paris und ist ebenfalls direkt an einem Fluss gelegen – dem River Ness. Entlang des Ufers lässt sich herrlich spazieren oder entspannen.

Das Highlanders’ Museum bietet einen Einblick in die Kultur und Geschichte des Regiments. Es liegt inmitten einer historischen Stätte, dem Fort George, das noch heute eine aktive Kaserne ist.

Möchtet ihr tiefer in die mystische Geschichte Schottlands eintauchen? Auf dem Culloden Battlefield erleben Besucher einen der blutigsten Kriege zwischen den Jakobiten und Briten hautnah mit.

Auch die Ruinen bei Clava Cairns sind eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Fast 4.000 Jahre alt ist dieser Friedhof, um den sich allerlei Legenden ranken.

Die Highlands – Schottlands wilde Seite

Die Highlands im Nordwesten von Schottland stehen für Landschaften wie aus dem Bilderbuch. Wollt ihr das Land aus seiner ganz typischen Perspektive bewundern, dürft ihr bei eurer Reise einen Trip ins Hochland auf keinen Fall auslassen. Es gilt als größter Nationalpark von Großbritannien und beherbergt die höchsten Berge, die majestätischsten Burgen, die idyllischsten Seen und die schönsten Küstenregionen des Landes.

Bei eurer Erkundungstour begegnen euch außerdem endlos weite Moore, wunderschöne Hügellandschaften und saftig grüne Wiesen, auf denen die felligen Hochlandrinder grasen. Tierliebhaber können in den Highlands außerdem Delfine vor der Küste von Moray beobachten – ein Naturspektakel.

Eilean Donan Castle im schottischen Dornie
Eilean Donan Castle im schottischen Dornie

Außerdem wird in den Highlands der höchste Anteil des schottischen Whiskeys gebrannt, weswegen ihr hin und wieder an Brennereien mitten in einer einzigartigen Landschaft vorbeikommt. Ob Wanderungen, Bergbesteigungen oder Wildwasser-Rafting – die Highlands versprechen Abenteuer und Natur pur. Im Winter könnt ihr hier sogar die Skier anschnallen und inmitten einer traumhaften Kulisse des Glen Cloe die Berge der schottischen Highlands hinabsausen.

Doch auch Geschichtsinteressierte, die in den Hochländern Schottlands immer wieder auf alte Burgen und Schlösser, wie das Eilean Donan oder das Dunvegan Castle, treffen, werden hier so schnell nicht wieder wegwollen.

Reise-Infos

Wenn Schottland nun die Lebensgeister in euch weckt und ihr drauf und dran seid, eure Koffer zu packen, solltet ihr noch einige hilfreiche Reisetipps mit auf den Weg nehmen, bevor es losgeht.

Ideale Reisezeit

Gegenüber Großbritannien gibt es immer wieder die Vorurteile, dass es kalt, nass und ungemütlich sei. Doch keine Sorge, es herrscht gemäßigtes, ozeanisches Klima. Durch die Lage zwischen Atlantischem Ozean und der Nordsee schwenkt schlechtes Wetter hier sehr schnell wieder um.

Während es im Westen des Landes tatsächlich recht häufig regnet und die Winde ziemlich stark wehen, sorgt der Golfstrom für milde Temperaturen. Im Osten und Norden ist es stets ein wenig kühler. Da es in Schottland aufgrund seiner Insellage nie zu extremer Hitze oder Kälte kommt, entpuppt es sich als perfektes Urlaubsland für Entdecker.

Mit regen- und winddichter Kleidung im Zwiebellook seid ihr bestens gewappnet und könnt euch zu jeder Zeit des Jahres auf die Reise begeben. Ihr könnt immer mit milden Temperaturen, kleinen Schauern und leichten Winden rechnen, wobei das Thermometer im Sommer jedoch selten über 20 Grad Celsius klettert und im Winter nur knapp unter den Gefrierpunkt fällt – perfekt also für lange Wanderungen oder ausgiebige Sightseeing-Touren.

Mann im Schottenrock mit Dudelsack

Eure Anreise

Entscheidet ihr euch für die schnelle und unkomplizierte Anreise mit dem Flugzeug, so solltet ihr von Deutschland aus mit etwa zwei Stunden Flugzeit rechnen. Die Flughäfen von Schottland liegen in Edinburgh und Glasgow und werden meist direkt von eurer Heimat aus angeflogen. Findet ihr keinen Direktflug, landet ihr vermutlich in London zwischen.

Doch auch eine Anreise mit dem Auto oder Wohnmobil ist möglich. Allerdings müsst ihr in Amsterdam die Fähre nehmen, um in Newcastle Upon Tyne in England anzukommen. Von dort könnt ihr dann problemlos weiterfahren – Edinburgh etwa liegt nur 90 Autominuten entfernt. Reist ihr mit der Bahn, durchquert ihr dabei den Eurotunnel und müsst hierfür die längste Fahrtzeit einplanen.

Denkt bei der Anreise an euren Reisepass oder Personalausweis und beachtet, dass in Schottland aufgrund der Zeitverschiebung die Uhren eine Stunde früher ticken.

Unterwegs in Schottland

Schottland ist prädestiniert für eine abenteuerliche Rundreise. Wenn ihr das Land mit all seinen Facetten kennenlernen wollt, solltet ihr euch unbedingt am Flughafen einen Mietwagen leihen oder mit dem eigenen PKW anreisen. Nehmt euch genug Zeit, alle Seiten des Landes umfassend zu entdecken – das wird sich lohnen.

Plant ihr jedoch einen Städtetrip, so kommt ihr in den Großstädten auch gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln voran.

Passende Unterkünfte

Schottland steht für Natur, Einfachheit und Authentizität. Während ihr in den Metropolen des Landes mit jeglichen Arten von Unterkünften rechnen könnt, erwarten euch in den ländlichen Gebieten umgebaute Kirchen, mittelalterliche Burgen, restaurierte Leuchttürme, schaukelnde Hausboote und ursprüngliche Jurten. Die Schotten legen viel Wert auf Umweltfreundlichkeit sowie Traditionen und in fast jeder Unterkunft schwingt ein Stück schottische Geschichte mit.

Bed and Breakfast sind in Schottland weit verbreitet. Aber auch idyllische Ferienhäuser mit eigener Sauna oder moderne Hotels in Schottland mit einem Rundum-Sorglos-Paket findet ihr ohne Probleme.

Aktivitäten in Schottland

In Schottland warten atemberaubende Landschaften auf euch, welche für Aktivurlauber keine Wünsche offenlassen. So könnt ihr folgende Sportarten in vielen Teilen des Landes ausführen:

  • Wandern
  • Bergsteigen
  • Radfahren und Mountainbiking
  • Golfen
  • Kajak- und Kanufahren
  • Segeln, Surfen und Windsurfen

Kultur und Traditionen

Kilt, Dudelsack und Whiskey sind fest in der Tradition Schottlands verankert und zeigen, wie wichtig die Historie für die Einheimischen ist. So sind der Dudelsack als schottisches Nationalinstrument und der Schottenrock fester Bestandteil der Highland Games, die schon in der Zeit der Kelten als sportliche Wettkämpfe ausgetragen wurden, um die stärksten Männer des Landes ausfindig zu machen. Von Mai bis Oktober finden jährlich über 100 solcher Highland Games überall im Land verteilt statt.

Die Highland games sind etwas für starke Männer
Die Highland Games sind etwas für starke Männer

Ein weiteres wichtiges Datum ist der 30. November, an dem in Schottland der St. Andrews Day gefeiert wird, der den schottischen Schutzpatron ehrt.

Kulinarische Spezialitäten

Die schottische Küche besteht aus rustikalen deftigen Mahlzeiten mit mediterranen und fernöstlichen Einflüssen, welche jedoch immer mehr mit kulinarischen Trends angereichert werden. Bei Suppen, Eintöpfen und Aufläufen kommt es vor allem darauf an, dass sie sättigend und reichhaltig sind.

In Schottland landen folgende schottische Spezialitäten auf eurem Teller:

  • Haggis: ein Gemisch aus Fleisch, Haferflocken, Salz und Gewürzen, welches im Schafsmagen gekocht und mit Steckrüben und Kartoffeln serviert wird
  • Porridge: ein warmer Frühstücksbrei, bestehend aus Haferflocken und Milch, der mit Früchten oder Zimt angereichert wird
  • Shortbread: ein süßes Mürbeteiggebäck, welches zur Tea Time gereicht wird
Typisch schottisches Shortbread
Typisch schottisches Shortbread

Doch natürlich darf in Schottland das Glas Whiskey auf keinen Fall fehlen. Das Nationalgetränk wird in zahlreiches Destillerien des Landes gebrannt, welche alle durch ihren individuellen Geschmack überzeugen. Auch der berühmte Single Malt stammt aus Schottland. Früher galt Whiskey übrigens als Medizin und durfte daher nur von Ärzten hergestellt werden. Erst im 19. Jahrhundert kam der weltweite Aufschwung des Getränks. Viel mehr erfahrt ihr jedoch bei dem Besuch in einer das zahlreiche Destillerien des Landes, bei dem der edle Tropfen natürlich auch verkostet werden darf.

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