Souvenirs aus Schottland


Eine Reise nach Schottland in Großbritannien wird euch ganz bestimmt zahlreiche unvergessliche Momente bescheren. Wer diese Eindrücke in Form eines typischen Souvenirs gerne mit den Daheimgeblieben teilen möchte, dem legen wir unsere Top 10 Mitbringsel aus dem Land der Mythen und Legenden ans Herz.

Überblick

Schottland ist so vielfältig und charmant wie seine Einwohner. Die raue Schönheit der Natur trifft hier auf jahrhundertealte Traditionen und regionale Eigenheiten. Von den geheimnisvollen Klippen der Küste über die uralten kaledonischen Wälder der Highlands bis hin zum vibrierenden Nachtleben in den Städten – In der Heimat des Whiskys findet jeder sein ganz persönliches Abenteuer. Diese Vielfalt spiegelt sich natürlich auch in den typischen schottischen Souvenirs wider. Doch wer auf der Suche nach einem reizenden Andenken an eine unvergessliche Zeit ist, der hat die Qual der Wahl. Unsere kleine Vorauswahl kann beim Einkaufsbummel helfen.

Top 10 Souvenirs aus Schottland

Soll es der klassische Kilt werden oder doch lieber eine traditionelle Trinkschale aus Silber? Wir bringen Ordnung ins karierte Chaos und stellen euch die zehn beliebtesten Mitbringsel aus der Heimat des Loch Ness Monsters vor. Freut euch auch auf weit weniger bekannte Kuriositäten, die Freunde, Familienangehörige und Daheimgebliebene bestimmt erfreuen werden.

1. Schottischer Heidekrauthonig

Beginnen wir unseren aufregenden Shopping Trip durch die Souvenirläden Schottlands am besten doch gleich mit einer solchen Kuriosität. Der vollmundige und sehr aromatische Heidehonig erfreut sicherlich nicht nur Kenner ganz besonderer Spezialitäten. Jeder goldene Tropfen erinnert in seiner Essenz an wilde Moorlandschaften und ist auch für kulinarische Laien ein unvergleichliches Geschmackserlebnis. Dabei fördert der kaltgepresste süße Genuss sogar noch die Gesundheit. Denn antibakterielle Eigenschaften und ein sehr hoher Gehalt an Antioxidantien erfreuen Körper und Seele gleichermaßen.

Schottland Souvenirs Honig
Heidehonig als Andenken aus Schottland

Von August bis Ende September steht das Heidekraut in voller Blüte. Dann lohnt sich vor allem eine Reise in die schottischen Highlands. Zu dieser Zeit verwandelt sich die sonst recht karge Landschaft in ein faszinierendes Meer aus Blüten und tiefgrünem Moos. Jetzt haben die fleißigen Bienen Hochkonjunktur. Überall hört ihr das beschäftigte Summen. Das Ergebnis: Der leckere Heidekrauthonig ist ein Andenken an eure Zeit in Schottland, das ihr mit ganz unvergleichbaren Urlaubserlebnissen verbinden werdet.

2. Bunnet und Flat Cap

Diese charakteristische Kopfbedeckung findet ihr fast überall in Großbritannien. In den meisten Regionen heißt sie Flat Cap. In Schottland kennt man sie unter dem Namen Bunnet. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem französischen Sprachgebrauch. „Chapel de Bonet“ bezeichnet einen Hut aus robustem Stoff. Dieser ist auch in Schottland maßgebend. Denn die Bunnets sind die ideale Wahl, wenn es darum geht, starken Winden und erbarmungslosem Regen die Stirn zu bieten. Als Souvenir bietet sich selbstverständlich ein Hut mit Karomuster an. Diesen erhaltet ihr vor allem in der Hafenstadt Glasgow. Hier hat der Hut eine lange Geschichte und steht bis heute für sozialen Status.

Schottland Souvenirs Flat Cap
Eine typische Kopfbedeckung aus Schottland

Die Geschichte der Flat Caps geht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Bereits damals war die Haube weit mehr als nur eine simple Kopfbedeckung. Denn vor allem die britische Arbeiterklasse identifizierte sich von jeher stolz durch das Tragen der Hüte mit ihren Wurzeln. Wenden wir unsere Aufmerksamkeit erneut in Richtung Glasgow: Vor allem in den 1960er Jahren war die Kluft zwischen Arm und Reich hier derart gravierend, dass es immer wieder zu Streiks, Protesten und gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Die Flat Caps waren zu dieser Zeit eine Art Erkennungsmerkmal. Doch auch heute noch verleiht man in Schottland durch die Wahl seiner Mode seiner Sympathie für die unterdrückten Bevölkerungsschichten dieser Welt Ausdruck.

3. Whisky und Scotch

Das schottische Nationalgetränk „Uisge Beatha“ darf auf unserer Liste natürlich nicht fehlen. Denn kaum ein anderes Souvenir könnte sinnbildlicher sein als das heiß geliebte „Wasser des Lebens“. Das Qualitätsprodukt blick auf eine mehr als 500-jährige Geschichte zurück. Die früheste dokumentierte Aufzeichnung über das Destillieren von Scotch stammt von 1494 und findet sich in alten Steuerunterlagen.

À propos Finanzbehörde. Die sorgte ab dem Jahr 1644 für lustige Anekdoten in Schottland. Denn von der zunehmenden Beliebtheit des Whiskys wollte auch das Parlament profitieren. Es wurden die ersten Steuern eingeführt. Dies führte selbstverständlich zu einem Anstiegt der illegalen Brennereien. Ganze 150 Jahre lieferten sich die Schmuggler ein Katz- und Mausspiel mit den Behörden und fanden dabei immer wieder neue Wege, den lukrativen Alkohol in Särgen, eingenäht in Röcke und als Sohle unter Schuhen vor den Beamten zu verstecken. Heute könnt ihr ihn ganz legal, beispielsweise bei einer Führung durch eine der zahlreichen Destillerien des Landes, kaufen.

Schottland Souvenirs Whisky
Whiky aus Schottland als Andenken an die Reise

4. Quaich

Nachdem ihr euch eine teure Flasche schottischen Whiskys ausgesucht habt, bietet es sich an, auch noch einen so genannten Quaich zu erstehen. Denn dieses traditionelle Trinkgefäß verleiht eurer Verkostung für daheim das gewisse Extra. Früher aus Holz oder Horn hergestellt, wird der Becher seit dem 17. Jahrhundert in Silber eingefasst. Mittlerweile gibt es ihn fast überall aus Metall gefertigt zu finden. Aus dem Gälischen „Cuach“ für Becher abgeleitet, wird dieses charmante Schottland Souvenir folgendermaßen ausgesprochen: Kwäich.

Die außergewöhnliche Form der Trinkgefäße ist darauf zurückzuführen, dass Könige und Clan-Anführer früher aus großen Muschelschalen getrunken haben sollen, um besondere Anlässe zu feiern. Auch keltische Druiden rührten in Quaichen angeblich ganz besonders magische Zaubermixturen an.

Schottland Souvenirs Quaich
Stilecht aus einem Quaich trinken

5. Brogue Schuhe

Diese oft maßangefertigten Schuhe zählen zu den etwas preisintensiveren Souvenirs aus Schottland. Herrenschuhe mit Lochverzierungen gibt es sicherlich auch in Deutschland und der Welt zu kaufen, jedoch hat das Muster seinen Ursprung in Schottland. Denn hier kamen Hirten auf die Idee, sich Löcher ins Schuhwerk zu bohren, um eindringendes Wasser wieder herausfließen zu lassen. Im 18. Jahrhundert erfuhr die Tradition dann eine Wende. Denn ganz plötzlich wurde das Brogue Muster salonreif. Auf einmal trug der Adel eine „aufgepeppte“ Variante aus edlem Leder.

Das Original jedoch haben sich die Schotten natürlich bewahrt. Denn ganz traditionell zum Kilt trägt man hier auch heute noch die so genannten Ghillie Brogues. Sie kommen ohne eine Zunge aus und werden am Schienenbein geschnürt. Das hatte früher den Vorteil, dass sich Schafhirten weiter oben am Bein aus dem Schlamm ziehen konnten, wenn sie im Hochmoor stecken blieben, ohne dabei den Schuh zu verlieren. Das Wort „Ghillie“ stammt aus dem Gälischen und bezeichnet einen Mann oder Jungen, der in den Highlands als Jäger oder Fischer diente.

Schottland Souvenirs Brogue Schuhe
Brogue Schuhe aus edlem Leder

6. Kilts

Kommen wir nun endlich zum schottischen Exportschlager schlechthin, dem Kilt. Im 16. Jahrhundert wurde dieses charakteristische Kleidungsstück das erste Mal in seiner heutigen Form im Hochland getragen. Die Geschichte des Kilts geht nach Meinung einiger Historiker jedoch noch weiter zurück. Und zwar bis in die Eisenzeit. Um etwa 500 v. Chr. trugen demnach bereits die alten Kelten Hosen aus gewebter Wolle, die an der Taille mit einem Gürtel zusammengehalten wurden und komplexe Muster und Designs aufwiesen. Ungefähr seit dem vierten Jahrhundert n. Chr. wurde aus der Hose dann ein langes Hemd oder eine Tunika. Diese wurde von Männern und Frauen gleichermaßen getragen. Das berühmte Schottenmuster, der Tartan, gewann über die Jahrhunderte hinweg immer mehr an Bedeutung, da die Region zur Brutstätte politischer Aufruhr und Fehden zwischen rivalisierenden Clans avancierte.

Heute dürfen auch Außenstehende den Kilt tragen. Besonders für Touristen ist der traditionelle Rock der Schotten ein beliebtes Mitbringsel. Wollt ihr die lange Tradition des Kleidungsstückes ehren, so tragt ihr besser keine Unterwäsche. Dieser Umstand ist auf ein altes Missverständnis aus dem Militär zurückzuführen. Im 18. Jahrhundert gab es ein Handbuch, das genau beschrieb, wie sich Angehörige des schottischen Regiments zu kleiden hatten. Hier hatte man jedoch vergessen, Wäsche unter dem Rock zu erwähnen. Also machten sich die Soldaten einen Spaß draus. Ein alter Witz besagt, dass wenn man einen echten Schotten fragt, was er unter seinem Kilt trägt, die Antwort lauten muss: „Schuhe und meine Socken.“

Schottland Souvenirs Kilt
Traditionelle Kilts als klassisches Andenken

7. Sporran

Außergewöhnlich, traditionell, aber leider auch ein wenig unpraktisch – So lässt sich der Kilt zusammenfassen. Denn Taschen sind in dem Schottenrock nicht vorgesehen. Hierfür gibt es die so genannten Sporran. Sie sind aus Leder oder Fell gefertigt und werden an einem Gürtel oder einer Kette befestigt. Auch hier gibt es zahlreiche Varianten, die in den Souvenirgeschäften des Landes angeboten werden. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, kann sich eine persönliche Gravur anfertigen lassen. Deutlich günstiger gibt es die schottischen Geldbeutel in einer Ausfertigung aus Kunstfell.

Vorsicht vor zu großer Neugier: Im Nationalmuseum in Edinburgh findet ihr ein Exponat aus Messing und Stahl. In ihm sind vier Pistolen versteckt. Der Verschluss des Sporran ist so konzipiert, dass sie abgefeuert werden, wenn Unbefugte versuchen, die Geldbörse zu öffnen.

Schottland Souvenirs Sporran
Ein Sporran passend zum Kilt

8. Regenschirm

Dieser Tipp wird nicht erst nach der Heimreise Pluspunkte bringen. Denn Schottland ist für sein teilweise recht nassfeuchtes Klima bekannt. Ein Altes Sprichwort besagt: „Wenn es in den Highlands nicht nebelig ist, dann regnet es. Wenn es nicht regnet, dann schneit es.“ Bei derart humoristischen Wetterprognosen kann es nicht schaden, auf Nummer sicher zu gehen. Besorgt euch also in einem der vielen Souvenirläden vorsichtshalber einen windfesten Regenschirm, am besten natürlich im roten Karomuster, und begebt euch erst dann auf Erkundungstour durch die atemberaubenden Landschaften der Region.

Der Schirm wird während eurer Reise ein treuer Begleiter sein und euch, wieder zurück in Deutschland, viele schöne Erinnerungen an eure Zeit im schottischen Regen bringen. Seid jetzt aber bitte nicht abgeschreckt. Auf Wolkenbrüche folgt in Schottland meist schnell Sonnenschein, der die Natur in ein ganz bezauberndes Licht voller scharfkantiger Kontraste taucht.

Schottland Souvenirs Regenschirm
Gut beraten mit einem Regenschirm im Gepäck

9. Dudelsack

In den Pubs, auf den Straßen und zu Paraden werdet ihr die Musik der Dudelsäcke überall hören. Kaum ein Instrument steht sinnbildlicher für Schottland. Da liegt es natürlich nahe, sich eine solche Sackpfeife als Souvenir aus Schottland mit nach Hause zu nehmen. Die Geschichte des Dudelsacks zeugt auch hier wieder einmal vom Trotz der Schotten. Nachdem der britische „Disarming Act“ nach der Schlacht bei Culloden den Einheimischen ihre traditionelle Kleidung und Waffen untersagte, blieb den Hochländern nur der Dudelsack, um ihrer stolzen Identität Ausdruck zu verleihen.

Die Great Highland Bagpipe, kurz auch GHB, oder nur Pipe genannt, wird traditionell aus regionalen Hölzern wie dem Goldregen und dem Buchsbaum hergestellt. Mit zunehmender Kolonialisierung von Seiten Großbritanniens kamen schließlich exotischere Materialien wie Ebenholz und afrikanisches Schwarzholz dazu. Heute sind vor allem synthetische Materialien beliebt, da sie ein einheitlicheres Klangergebnis versprechen und natürlich deutlich günstiger sind.

Schottland Souvenirs Dudelsack
Ein Stück schottische Identität: der Dudelsack

10. Loch Ness Monster

Abschließend wird es extrem knuffig auf unserer Liste der Top 10 Souvenirs aus Schottland. Denn obwohl Nessie den Beinamen „Monster von Loch Ness“ trägt, wird die Sagenfigur vielerorts nicht wirklich ernst genommen und in Form von Plüschtieren, Schlüsselanhängern und putzigen T-Shirt-Aufdrucken verharmlost. Der früheste Bericht über ein Ungeheuer im See stammt aus dem siebenten Jahrhundert n. Chr. – Damals berichteten Einheimische von einer „Wasserbestie“, die regelmäßig Anwohnern das Leben kostete.

Als die Zeitschrift „Courier” im August 1933 einen Artikel über eine erneute Sichtung des Seemonsters veröffentlichte, stieg das Interesse plötzlich sprunghaft an. Auf einmal hatte jeder schon einmal von jemandem gehört, der jemanden kannte, dessen Großvater früher einmal auf die „Seeschlange“, den „Monsterfisch“ oder einen „Wasserdrachen“ getroffen war. Der Begriff „Loch Ness Monster“ war geboren. Seit den 1940er Jahren wird die Kreatur liebevoll Nessie (schottisch-gälisch: Niseag) genannt. Das berühmte Foto von Robert Wilson aus dem Jahr 1934 war übrigens ein Schwindel. Nichts weiter als ein kleines U-Boot mit einem aufgeklebten Holzkopf. Das gaben die Hintermänner des versuchten Betruges viele Jahre später schließlich selbst zu.

Schottland Souvenirs Nessie
Nessie in süßer Plüschform

Gesetze und Regeln – was ist nicht erlaubt?

Ihr checkt jetzt schon in Gedanken, wie viel Platz euch wohl noch im Koffer bleiben muss, um am besten alle zehn vorgestellten Souvenirs mitzunehmen? Dann lest euch anschließend noch unsere hilfreichen Tipps durch. Diese beleuchten etwas näher, was erlaubt und was verboten ist. Eine abschließende Rechtsberatung zur Ein- und Ausfuhr bieten wir mit diesem Artikel aber natürlich nicht an.

Otterfell und Leder

Vorsicht beim Kauf alter Sporran: Diese wurden früher gerne aus dem Fell des Otters hergestellt. Heute ist das nicht mehr erlaubt. Denn die Tiere stehen unter Schutz. Solltet ihr also in einem Geschäft für Antiquitäten auf eine Kilt-Geldbörse stoßen, bei der ihr euch ob der Herkunft des Fells nicht ganz sicher seid, lasst lieber die Finger davon. Das gilt auch für alle anderen Formen von Lederwaren. Kann euch die Herkunft nicht einwandfrei und am besten auch mit einem Zertifikat nachgewiesen werden, heißt es leider Abstand nehmen. Denn die Strafen sind oft recht empfindlich und die Mühe kaum wert.

Kiesel, Muscheln und Sand

Eine kostenlose Erinnerung an einen romantischen Spaziergang an einem der vielen schönen Strände in Schottland, kann bei der Ausfuhr zu unangenehmen Zwischenfragen und deftigen Strafen führen. Nach dem Coastal Protection Act aus dem Jahr 1949 ist es nämlich illegal, Naturmaterialien jeglicher Art von öffentlichen Stränden mitzunehmen. Also lasst die wunderschöne Natur am besten einfach da, wo ihr sie vorgefunden habt.

Zollbestimmungen und Wertbeschränkungen

Nach dem Brexit gab es eine Art Last-Minute Abkommen zwischen der EU und dem Vereinten Königreich, welches das Einführen zollfreier Waren zwar erlaubt, aber auch reguliert. Hochprozentige alkoholische Getränke (mehr als 22 Volumenprozent) zum Beispiel sind auf einen Liter beschränkt. Insgesamt sollten eure Souvenirs bei Flug- oder Seereisen einen Warenwert von 430 Euro, bei Minderjährigen sogar nur 175 Euro, nicht überschreiten. Bedenkt unbedingt, dass beim Überschreiten der Freimengen nicht nur Zoll und Einfuhrumsatzsteuer nachgezahlt werden müssen, sondern auch zusätzliche Abgaben für beispielsweise eine Alkoholbesteuerung oder andere spezifische Abgaben anfallen können.

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