Insel Tinos: Geheimtipp der Kykladen


Rund 50 traditionelle Dörfer, über 1000 Kirchen und eine entspannte Atmosphäre machen die Insel Tinos zu einem der authentischsten Ziele der Kykladen. Hier hat sich der ursprüngliche Charakter bis heute bewahrt. Kunstvolle Marmorbrunnen, venezianische Taubenhäuser und der Duft von wildem Thymian begleiten euch auf Schritt und Tritt.

Überblick

Knapp 200 Quadratkilometer groß und mit etwa 8.500 Einwohnern gehört Tinos zu den größeren Inseln der Kykladen. Das Eiland ist vor allem als bedeutendste Marien-Wallfahrtsstätte Griechenlands bekannt, denn die Panagia Evangelistria zieht jährlich hunderttausende Gläubige an.

Doch auch wer nicht aus religiösen Gründen kommt, wird hier viel entdecken. Über 600 kunstvoll verzierte Taubenhäuser aus venezianischer Zeit prägen die Landschaft, und die Marmorbildhauer-Tradition wurde 2015 sogar ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Dazu kommen traumhafte Strände, eine ausgezeichnete lokale Küche und herzliche Gastfreundschaft. Übrigens: In der Antike trug die Insel den Namen Tenos und war dem Meeresgott Poseidon geweiht.

Tinos Griechenland Dorf
Typisch Kykladen: Weiß und Blau am Meer

Städte

Die Siedlungen auf der Insel Tinos in Griechenland sind so vielfältig wie die Landschaft selbst. Während die Hafenstadt geschäftig und lebendig ist, geht es in den Bergdörfern gemächlicher zu. Überall begegnen euch die typischen weiß gekalkten Häuser mit blauen Fensterläden, enge Gassen und zentrale Dorfplätze, auf denen sich das soziale Leben abspielt.

Tinos Stadt

Alle Fähren legen im Hauptort an, weshalb die meisten Besucher hier ihren ersten Eindruck von der Insel bekommen. Entlang der Hafenpromenade reihen sich einladende Restaurants und Cafés aneinander, während in den Gassen kleine Läden lokales Kunsthandwerk und schöne griechische Souvenirs anbieten. Das Zentrum wird von der Pilgerstraße Megalochari geprägt, die schnurgerade zur berühmten Wallfahrtskirche hinaufführt. Am Rand ist ein roter Teppich für die Gläubigen ausgelegt, die den ganzen Aufstieg auf Knien zurücklegen.

Neben der religiösen Bedeutung hat Chora, wie die Griechen ihre Inselhauptstädte nennen, auch kulturell einiges zu bieten. Im Archäologischen Museum könnt ihr Funde aus dem antiken Poseidon-Heiligtum bestaunen, das sich wenige Kilometer außerhalb befindet. Besonders stimmungsvoll wird es abends, wenn sich die Uferpromenade mit Einheimischen und Besuchern füllt, die gemeinsam bei einem Ouzo den Sonnenuntergang genießen.

Tinos Griechenland Hafen
Schlendert durch die Stadt und genießt Kykladen-Flair

Panormos

Im Nordwesten der Insel liegt das größte Dorf von Tinos, das als Zentrum der berühmten Marmorbildhauerei gilt. Ursprünglich hieß der Ort Pyrgos und wurde erst 1915 umbenannt – unter diesem älteren Namen ist er vielen Reisenden noch heute geläufig. Beim Spaziergang durch die Gassen fällt auf, wie viel Liebe hier in jedes Detail gesteckt wurde: Türrahmen, Brunnen und Kirchenfassaden sind kunstvoll aus weißem Stein gearbeitet.

Diese Tradition hat berühmte Bildhauer hervorgebracht, allen voran Giannoulis Chalepas, dessen ehemaliges Wohnhaus in Panormos heute besichtigt werden kann. Gleich nebenan zeigt das Museum für Marmorkunst eine anschauliche Ausstellung über das jahrhundertealte Handwerk. Danach bietet sich eine Pause am schattigen Hauptplatz an, wo gemütliche Kaffeehäuser unter alten Platanen stehen. Wer auf der griechischen Insel Tinos frischen Fisch sucht, fährt vier Kilometer weiter zum kleinen Hafen – dort servieren ausgezeichnete Tavernen den Fang des Tages direkt am Wasser.

Kardiani

Etwa 15 Kilometer nördlich der Hauptstadt schmiegt sich dieses bezaubernde Dorf an den Steilhang des Pateles-Berges und bietet dabei einen der schönsten Ausblicke der gesamten Kykladen auf Tinos. Steinerne Torbögen, üppig blühende Gärten und traditionelle Brunnen prägen das Ortsbild, während das Leben in gemütlichem Rhythmus dahinfließt. Mit seinen gepflegten Gassen und der traumhaften Lage gilt Kardiani zu Recht als eines der fotogensten Spots der Region.

Interessant ist auch die religiöse Vielfalt des Ortes, denn eine orthodoxe und eine katholische Kirche stehen hier praktisch nebeneinander und spiegeln das harmonische Zusammenleben beider Konfessionen auf der Insel Tinos wider. Unterhalb des Dorfes schlängelt sich eine Straße hinab zur malerischen Giannaki-Bucht. Dort erwarten euch ebenfalls Tavernen mit fangfrischem Fisch sowie kristallklares Wasser für ein erfrischendes Bad.

Tinos Griechenland Kardiani
Jede Ecke in Kardiani hat ihren eigenen Charme

Volax

Diesen außergewöhnlichen Ort müsst ihr einfach gesehen haben, denn das winzige Dorf mit seinen kaum 50 Einwohnern liegt inmitten einer bizarren Landschaft aus riesigen, runden Granitbrocken. Die beeindruckenden Formationen entstanden durch natürliche Erosion über viele Jahrtausende hinweg und verleihen der Gegend eine fast magische Atmosphäre. Manche Häuser wurden geschickt direkt an das Gestein gebaut und nutzen es als natürliche Wand – faszinierend, wie kreativ die Bewohner mit ihrer Umgebung umgegangen sind.

Volax ist außerdem für seine traditionsreiche Korbflechterei bekannt. Am Dorfeingang könnt ihr den Handwerkern bei der Arbeit zusehen und ein schönes Souvenir mitnehmen. Wenn ihr mehr über das frühere Leben in dieser Umgebung erfahen möchtet, solltet ihr das kleine Volkskundemuseum besuchen. Zudem finden im Sommer auf der Freilichtbühne am Ortsrand Theateraufführungen und Konzerte statt – ein echtes Highlight auf der Insel Tinos. Darüber hinaus haben Kletterer die Gegend längst für sich entdeckt, denn die Granitbrocken eignen sich perfekt zum Bouldern.

Tinos Griechenland Volax
Im Amphitheater von Volax gibt es häufig Aufführungen

Sehenswürdigkeiten

Kulturell hat Tinos mehr zu bieten als viele andere Kykladeninseln. Neben der berühmten Wallfahrtskirche erwarten euch antike Ruinen, beeindruckende venezianische Architektur und ein einzigartiges Handwerkserbe. Diese Highlights solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Taubenhäuser

Überall auf der Insel verteilt stehen diese charakteristischen Türme mit den geometrisch gemusterten Fassaden, insgesamt über 600 an der Zahl. Die schönsten und am besten erhaltenen Exemplare findet ihr in der malerischen Gegend um das Dorf Tarambados. Die Venezianer, die Tinos von 1207 bis 1715 beherrschten, brachten diese besondere Bauweise mit, um Tauben für Fleisch und Dünger zu züchten.

Was diese Vogelhäuser so besonders macht, sind ihre aufwendig gestalteten Fassaden aus Schieferplatten, die kunstvolle Muster bilden. Jeder Turm ist dabei einzigartig und wurde einst auch als Zeichen des Wohlstands errichtet. Von einer Aussichtsplattform bei Tarambados habt ihr einen wunderbaren Überblick über mehrere dieser einzigartigen Bauwerke gleichzeitig. Besonders lohnenswert ist ein Besuch am späten Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlen die Ornamente in goldenes Licht tauchen – eines der schönsten Highlights auf der griechischen Insel Tinos.

Panagia Evangelistria

Schon von der Fähre aus seht ihr das imposante weiße Gotteshausauf dem Hügel über der Stadt thronen, denn sie ist das Wahrzeichen der Insel Tinos und gilt als bedeutendste Pilgerstätte des orthodoxen Glaubens. Besonders am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, kommen Gläubige aus ganz Griechenland und der ganzen Welt, um hier zu beten und der Jungfrau Maria die Ehre zu erweisen. Das prachtvolle Gebäude aus glänzendem Marmor beherbergt eine verehrte Ikone, der wundersame Kräfte zugeschrieben werden.

Die bewegende Geschichte dahinter beginnt im Jahr 1822, als die Nonne Pelagia wiederholt Visionen hatte, in denen ihr die Jungfrau Maria den Fundort einer verborgenen Ikone zeigte. Tatsächlich wurde am 30. Januar 1823 an der beschriebenen Stelle ein altes Marienbild ausgegraben, und zwar mitten im griechischen Unabhängigkeitskrieg. Die Entdeckung wurde als göttliches Zeichen gedeutet und stärkte den Mut der Aufständischen. Heute gehören zu dem Komplex mehrere sehenswerte Museen und eine unterirdische Kapelle, in der eine heilige Quelle sprudelt. Unter den Kirchen in Griechenland nimmt sie zweifellos den ersten Rang ein.

Tinos Griechenland Panagia Megalochari Evangelistria
Panagia Evangelistria ist weltweit bekannt

Poseidon-Heiligtum bei Kionia

Etwa drei Kilometer westlich von Tinos Stadt liegen die faszinierenden Überreste eines antiken Heiligtums aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, das dem Meeresgott und seiner Gemahlin Amphitrite geweiht war. Seeleute kamen einst hierher, um vor einer Reise um sicheres Geleit zu bitten oder nach glücklicher Ankunft zu danken, denn auf dem Weg zur heiligen Insel Delos war dies ein sehr bedeutsamer Zwischenstopp.

Heute sind Fundamente und einige Säulenstümpfe erhalten, die einen Eindruck von der einstigen Bedeutung dieser Kultstätte vermitteln. Die interessantesten Fundstücke, darunter eindrucksvolle Statuen und Votivgaben, werden im Archäologischen Museum in der Hauptstadt ausgestellt und sind einen Besuch wert. Besonders praktisch ist die Lage, denn direkt neben der Ausgrabungsstätte liegt ein einladender Kiesstrand, sodass ihr euren Kulturbesuch wunderbar mit einem erfrischenden Bad verbinden könnt.

Berg Exomvourgo

Mitten auf Tinos erhebt sich dieser markante Tafelberg auf 640 Meter Höhe und ist von fast jedem Punkt sichtbar. Auf seinem Gipfel befand sich in der Antike die Akropolis, und später errichteten die Venezianer hier eine imposante Festung, deren Mauerreste noch heute zu sehen sind. Das eigentliche Highlight ist jedoch die atemberaubende Aussicht, denn bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Nachbarinseln Mykonos, Syros und Andros.

Tinos Griechenland Tripotamos
Tripotamos liegt unterhalb der Burg Exombourgo

Der gut markierte Wanderweg startet im Dorf Xinara und führt in etwa anderthalb Stunden durch karge Landschaft zum Gipfel. Unterwegs passiert ihr kleine Kapellen und alte Trockensteinmauern. Nehmt ausreichend Wasser mit und tragt festes Schuhwerk, dann steht eurem Erlebnis nichts im Weg. Oben angekommen werdet ihr mit einem 360-Grad-Panorama belohnt, das die gesamte Schönheit der Kykladen offenbart.

Aktivitäten

Auf der griechischen Insel Tinos erwartet euch weit mehr als Kirchenbesichtigungen und Dorfbummel. Über 150 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen das Eiland, an verschiedenen Küstenabschnitten kommen Wassersportler auf ihre Kosten, und die lokale Küche gilt als eine der besten der gesamten Kykladen.

Strände für jeden Geschmack

Rund um die Insel Tinos verteilen sich zahlreiche wunderschöne Buchten, wobei jede ihren eigenen Charakter hat. An der Nordküste liegt der bekannte Doppelstrand Kolymbithra, der bei Wellenreitern äußerst beliebt ist. Wenn der Meltemi weht, entstehen hier perfekte Bedingungen. Surfschulen vor Ort bieten Kurse für Anfänger sowie Fortgeschrittene und Ausrüstungsverleih an. Der benachbarte kleinere Abschnitt ist ruhiger und verfügt über eine Taverne direkt am Wasser.

Wenn ihr es windgeschützter mögt, findet ihr im Süden und Osten idyllische Badeplätze mit sanfteren Bedingungen. Agios Fokas liegt nur einen kurzen Spaziergang von Tinos Stadt entfernt und bietet alles für einen entspannten Tag am Meer. Kalivia begeistert mit besonders klarem, türkisfarbenem Wasser, das zum Schnorcheln einlädt – kein Wunder, dass er zu den schönsten Stränden Griechenlands zählt. Für alle, die es etwas abgeschiedener mögen, lohnt sich der kurze Fußweg zum Pachia Ammos mit seinem feinen Sand und der herrlichen Ruhe.

Tinos Griechenland Strand
Auf Tinos könnt ihr jeden Tag neue Buchten entdecken

Wandern auf historischen Pfaden

Bevor es Straßen gab, waren die Dörfer durch ein Netz von Fußwegen miteinander verbunden, und viele dieser alten Routen sind heute gut markiert und ausgeschildert. Sie führen durch abwechslungsreiche Landschaften mit Trockensteinmauern, kleinen Kapellen und immer wieder den typischen Taubenhäusern, während der Duft von wildem Thymian und Oregano in der Luft liegt. Wer auf der Insel Tinos wandern möchte, findet Pfade für jeden Geschmack, von gemütlichen einstündigen Spaziergängen bis zu ausgedehnten Tagestouren.

Eine besonders reizvolle Strecke verbindet Kardiani mit dem Nachbardorf Isternia und bietet dabei durchgehend einen herrlichen Blick auf die blaue Ägäis. Etwas anspruchsvoller, aber absolut lohnend ist der bereits erwähnte Aufstieg zum Gipfel des Exomvourgo. Im Frühling verwandeln Wildblumen die Hänge in ein buntes Farbenmeer, während der Herbst mit angenehmen Temperaturen lockt.

Inselhopping

Dank der zentralen Lage eignet sich Tinos hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge. Das pulsierende Mykonos mit seinem legendären Nachtleben erreicht ihr per Schnellfähre in nur 15 bis 20 Minuten – perfekt für einen kurzen Trip. Etwas ruhiger geht es auf dem eleganten Syros zu, dessen beeindruckende neoklassizistische Architektur nach auf euch wartet. Auch Andros liegt mit knapp eineinhalb Stunden in Reichweite.

Im Sommer verkehren täglich mehrere Verbindungen, sodass ihr flexibel planen könnt. Von Mykonos aus lohnt sich außerdem ein Abstecher zur unbewohnten Museumsinsel Delos, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und als Geburtsort der Götter Apollo sowie Artemis gilt. So lässt sich ein Urlaub in Griechenland auf Tinos mit dem Entdecken weiterer Kykladenperlen verbinden.

Tinos Griechenland Boot
Von Tinos aus kannst du gleich mehrere Orte erkunden

Tauchen und Schnorcheln in der Ägäis

Unter der Oberfläche zeigt sich Tinos von einer ganz neuen Seite. Glasklare Buchten, bizarre Felsenformationen und eine überraschend vielfältige Meereswelt warten darauf, erkundet zu werden. Besonders die windgeschützten Badeplätze im Süden eignen sich hervorragend, um mit Maske und Flossen auf Entdeckungstour zu gehen – etwa die bei Agios Romanos.

Für alle, die tiefer abtauchen möchten, bieten lokale Schulen PADI-Kurse vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen an. Die Gewässer rund um Tinos beeindrucken zwar nicht mit tropischen Korallenriffen, dafür aber mit exzellenter Sicht und einer entspannten Atmosphäre. Auch bei Bootsausflügen zu den Nachbarinseln werden oft Stopps eingelegt, bei denen ihr ins kühle Wasser springen könnt – besonders die Küste von Andros ist dafür bekannt.

Reise-Infos

Ob Pilger, Feinschmecker oder Ruhesuchende – Tinos hat für jeden etwas zu bieten. Damit euer Urlaub auf den griechischen Inseln zum vollen Erfolg wird, haben wir hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. So seid ihr rundum bestens vorbereitet für euer Ägäis-Abenteuer.

Ideale Reisezeit und Reisedauer

Die Saison auf den Kykladen und Tinos erstreckt sich von Mai bis Oktober. Im Frühling zeigt sich die Insel von ihrer grünsten Seite, überall blühen Wildblumen, und die Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad sind perfekt für ausgedehnte Wanderungen und Erkundungstouren. Der Sommer lockt mit warmem Badewetter und langen Abenden, wobei der Meltemi-Wind für angenehme Erfrischung sorgt. Im Herbst erstrahlt die Landschaft in goldenen Tönen, das Meer ist noch warm von den heißen Monaten, und die Atmosphäre wird etwas ruhiger und entspannter.

Ein besonderes Erlebnis ist der 15. August, das Fest Mariä Himmelfahrt, wenn Gläubige aus ganz Griechenland zur Wallfahrtskirche pilgern und die Insel Tinos in festlicher Stimmung erstrahlt. Wer dieses eindrucksvolle Ereignis miterleben möchte, sollte Unterkunft und Fähre rechtzeitig buchen. Für einen entspannten Aufenthalt, bei dem ihr Dörfer, Strände und kulinarische Erlebnisse in Ruhe genießen könnt, empfehlen wir mindestens fünf Tage, idealerweise eine volle Woche.

Tinos Griechenland Pyrgos
In diesen Gassen findet Ihr die besten Fotospots

Anreise und Fortbewegung vor Ort

Die Insel Tinos liegt zwischen Andros und Mykonos und ist bequem per Schiff zu erreichen. Am häufigsten starten Verbindungen von Rafina, der praktischerweise näher am Flughafen von Athen liegt als Piräus. Eine Überfahrt dauert etwa dreieinhalb Stunden und bietet unterwegs schöne Ausblicke auf die Ägäis, während Schnellboote die Strecke in unter zwei zurücklegen. Von Mykonos aus sind es sogar nur 20 Minuten.

Auf der Insel selbst verbindet ein Busnetz die größeren Orte mit der Hauptstadt, doch um die versteckten Ecken und abgelegenen Strände zu entdecken, braucht ihr einen Mietwagen. Reserviert am besten schon vor der Anreise, da die Fahrzeuge in der Hochsaison gefragt sind. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut, und das Fahren auf den kurvigen Bergstraßen belohnt euch mit spektakulären Ausblicken. In den Dörfern selbst bewegt ihr euch am besten zu Fuß, wobei bequemes Schuhwerk angesichts der vielen Treppen und des Kopfsteinpflasters sinnvoll ist.

Essen und Spezialitäten

Unter Feinschmeckern gilt die Insel längst als Geheimtipp, denn die regionale Küche ist eine der besten auf den Kykladen. Jedes Jahr im Mai findet das Tinos Food Paths Festival statt, bei dem lokale Produzenten und Köche ihre Schätze präsentieren und Besucher auf kulinarische Entdeckungsreise mitnehmen. Doch auch außerhalb des Events lohnt es sich, die Genüsse vor Ort zu erkunden. Mehrere Käsereien können besichtigt werden, wo ihr erfahrt, wie Kopanisti oder der im Kürbis gereifte Kariki traditionell hergestellt werden.

In den Tavernen erwarten euch Gerichte, die ihr anderswo so schnell nicht findet. Froutalia ist ein deftiges Omelett mit Kartoffeln und lokaler Wurst, während Fenchelpfannkuchen eine köstliche vegetarische Alternative bieten. Außerdem solltet ihr unbedingt Louza probieren, einen luftgetrockneten Schweineschinken, der in Rotwein und aromatischen Kräutern mariniert wurde und an italienischen Prosciutto erinnert. Dazu passt hervorragend das Nissos-Bier, das in der einzigen Brauerei der Kykladen auf der Insel Tinos hergestellt wird.

Hotels und Unterkünfte

In und um Tinos Stadt findet ihr charmante Boutique-Hotels mit gehobenem Komfort, oft liebevoll in renovierten traditionellen Gebäuden untergebracht. Viele dieser Häuser bieten herrlichen Meerblick und verwöhnen ihre Gäste morgens mit einem Frühstück aus lokalen Produkten.

Entlang der Küste gibt es zudem Strandhotels, die sich besonders für erholsame Badetage eignen. Wenn ihr das authentische Inselleben erleben möchtet, findet ihr in den Bergdörfern wunderbare Alternativen. In Kardiani, Panormos und anderen Orten haben Einheimische traditionelle Steinhäuser mit viel Liebe zum Detail zu gemütlichen Pensionen umgebaut. Hier hört ihr morgens die Kirchenglocken läuten und abends könnt ihr in der Kneipe mit den Nachbarn ins Gespräch kommen.

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