Top 10 griechische Inseln


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Weiß getünchte Häuser über türkisfarbenem Wasser, duftende Olivenhaine im goldenen Abendlicht, antike Tempel auf schroffen Felsen und quirlige Fischerhäfen voller Charme: Die griechischen Inseln verbinden mediterranes Lebensgefühl mit einer jahrtausendealten Geschichte. Zwischen versteckten Buchten, mystischen Klöstern und traditionsreichen Bergdörfern warten Momente, die tief im Herzen bleiben.

Überblick

Rund 6.000 Eilande umfasst der griechische Archipel – dauerhaft bewohnt sind allerdings nur etwa 227 davon. Zwischen dem Ionischen Meer im Westen und der östlichen Ägäis verteilen sich Inseln in jeder erdenklichen Größe: winzige Felsen mit einer einsamen Kapelle, mittelgroße Perlen voller Historie und ausgedehnte Kolosse mit eigenen Bergketten. Jede besitzt ihren unverwechselbaren Charakter, ihre Legenden, ihre kulinarischen Spezialitäten – genau deshalb zählt Islandhopping in diesen Gewässern zu den beliebtesten Aktivitäten für alle, die möglichst viele Facetten entdecken möchten.

Mal thront ein Kloster einsam auf zerklüfteten Felsen, mal empfangen euch pulsierende Häfen voller bunter Fischerboote, mal öffnet sich hinter einem staubigen Ziegenpfad eine menschenleere Bucht mit puderweichem Sand. Ob ihr weltberühmte Klassiker sucht oder lieber abseits ausgetretener Routen unterwegs seid, ob euch antike Ruinen faszinieren oder ihr einfach nur dem Trubel des Alltags entfliehen möchtet – zwischen Nordägäis und Ionischem Meer findet sich für jeden die passende griechische Insel.

1. Kreta

Kreta hat einen Ruf, der ihm weit vorauseilt – und trotzdem schafft es dieser Fleck, jede Erwartung noch zu übertreffen. Wer frühmorgens durch die venezianischen Gassen von Chania schlendert, während das erste Licht auf pastellfarbenen Fassaden schimmert und aus offenen Bäckereien der Duft frisch gebackener Bougatsa herüberweht, versteht sofort, warum. Die südlichste Landmasse des Staates vereint Berggipfel, tiefe Schluchten, minoische Ruinen und einzigartige Küstenabschnitte. Die griechische Insel misst rund 300 Kilometer von West nach Ost. Ein Mietwagen ist hier quasi Pflicht, denn nur so bekommt ihr wirklich alles mit.

Griechsiche Inseln Kreta
Kreta ist die größte griechische Insel

Kulturell führt kein Weg am Palast von Knossos vorbei. Hier soll einst König Minos regiert und Theseus dem sagenhaften Minotaurus gegenübergestanden haben. Wenige Fahrminuten entfernt zeigt das Archäologische Museum in Heraklion einzigartige Fresken und kunstvolle Keramik aus derselben Epoche. Im äußersten Westen dieser griechischen Insel erwartet euch dann die 16 Kilometer lange Samaria-Schlucht zwischen turmhohen Felswänden, während ganz im Osten das Palmenwäldchen von Vai mit karibisch anmutender Kulisse überrascht. Und ein absolutes Fotomotiv liefert die rosafarbene Lagune von Elafonisi.

Im Landesinneren der griechischen Insel kommen auch aktive Urlauber voll auf ihre Kosten. Wanderrouten schlängeln sich durchs Weiße Gebirge, Kletterpassagen führen den Kourtaliotiko hinauf, und Mountainbiker rollen zwischen olivenbestandenen Hügeln bergab. Abends kehrt ihr in eine urige Taverne ein, bestellt Dakos, gefüllte Weinblätter und zart geschmortes Lamm. Ein Glas Raki darf dabei nicht fehlen. Und falls ihr nach all dem noch nicht genug habt: Ein Bootsausflug zur Traumbucht von Balos setzt dem Ganzen die Krone auf.

2. Kefalonia

Auf Kefalonia fühlt sich das Tempo langsamer an. Die zweitgrößte Perle der westlichen Region präsentiert sich üppig grün, gebirgig und geheimnisvoll – Zypressen sowie Tannenwälder ziehen sich bis an die Küstenklippen, während in den Tälern goldene Weinreben in der Sommersonne reifen. Kaum eine schöne Insel Griechenlands hat ihre Ursprünglichkeit so bewahrt wie dieses Fleckchen im Ionischen Meer, das durch den Bestseller „Corellis Mandoline“ internationale Bekanntheit erlangte. In der Hochsaison bleibt es hier trotzdem angenehm ruhig.

Griechsiche Inseln Kefalonia
Griechische Insel mit farbenfrohem Ufer

Zu den absoluten Highlights zählt der Küstenabschnitt von Myrtos, dessen strahlend türkisfarbene Bucht sich fotogen zwischen zwei mächtigen Felswänden ausbreitet. Er gehört zu den schönsten Stränden Europas. Im Landesinneren wartet ein noch geheimnisvolleres Naturschauspiel: der unterirdische See von Melissani, dessen Decke vor Jahrhunderten einstürzte und der heute im Mittagslicht in einem magischen Blau leuchtet, sobald die Sonne senkrecht ins Loch fällt. Zusätzlich locken das malerische Fischerdorf Assos mit seiner venezianischen Burgruine sowie das mondäne Fiskardo, wo edle Jachten und pastellfarbene Kapitänshäuser das Hafenbild prägen.

Sportbegeisterte steigen auf den 1.628 Meter hohen Ainos, dessen dunkle kefalonische Tanne nur hier auf der Welt wächst. Oben angekommen, blickt ihr über einen guten Teil des ionischen Archipels bis hinüber nach Ithaka. Das mythische Reich des Odysseus ist per Fähre ab Sami in nur 30 Minuten erreichbar. Wer lieber im Wasser aktiv wird, paddelt mit dem Kajak in versteckte Grotten entlang der Nordwestküste oder taucht vor Argostoli, wo unechte Karettschildkröten regelmäßig ihre Kreise ziehen. Nicht ohne Grund gilt Kefalonia unter Kennern als beste Insel in Griechenland. Wer Abenteuer und Entspannung gleichermaßen sucht, findet hier die perfekte Mischung.

3. Rhodos

Rhodos ist mit 300 strahlenden Tagen im Jahr die Sonneninsel der Ägäis. Bade- und Kulturfans finden hier gleichermaßen ihr Programm, denn wenige andere Ziele verbinden antike Ausgrabungen, mittelalterliche Ritterarchitektur und lange Sandstrände auf so engem Raum. Das viertgrößte Eiland in Hellas liegt gleichzeitig ganz im Südosten des Archipels – näher an der türkischen Küste als an Athen.

Griechsiche Inseln Rhodos
Rhodos zählt zu den Top griechischen Inseln

Die UNESCO-geschützte Altstadt bildet das Herzstück: Ritterstraße, Großmeisterpalast und die verwinkelten Gassen dahinter lohnen einen ausgiebigen Streifzug – am besten morgens, bevor die Kreuzfahrtgruppen anlegen. Im Süden thront Lindos am Hang, gekrönt von einer antiken Akropolis mit freiem Blick auf die St.-Pauls-Bucht. Naturfans steuern das Tal der Schmetterlinge an (Falter-Saison Juli bis September) oder Prasonisi, wo Ägäis und Mittelmeer aufeinandertreffen – ein Hotspot für Kite- und Windsurfer.

Zu Rhodos‘ schönsten Stränden zählen der weitläufige Tsambika-Beach mit feinem goldenem Sand, das lebhafte Faliraki mit seinem breiten Wassersportangebot sowie die geschützte Anthony-Quinn-Bucht, die durch ihre traumhafte Kulisse besticht. Für einen ruhigeren Tag lohnen die Thermalquellen von Kallithea, deren Art-déco-Bäder direkt am Fels sitzen. Vom Hafen setzen täglich Boote nach Symi über, die mit Recht als eine der Top Inseln Griechenlands bekannt ist. Am besten nehmt ihr nicht das erste Schiff zurück, denn gegen 18 Uhr sind die Ausflügler weg und der Ort gehört fast euch allein. Richtung Bergdörfer empfiehlt sich ein Abstecher nach Embona am Fuß des Attavyros: Athiri-Weißwein direkt beim Winzer, dazu deftige Küche wie Pitaroudia.

4. Korfu

Korfu ist grüner als die meisten Nachbarn im Westen – rund vier Millionen Olivenbäume überziehen die sanften Hügel, dazu kommen Zitrusgärten, Zypressen und Oleander. Diese Fülle zog schon britische Aristokraten, russische Zaren und europäischen Hochadel an, Kaiserin Sisi ließ sich sogar einen kompletten Palast bauen. Bis heute zählt die Region deshalb zu den etabliertesten Urlaubsinseln Griechenlands. Wer weg vom Trubel möchte, findet ihn im ruhigen Nordosten oder in den kleinen Bergdörfern.

Griechsiche Inseln Korfu
Korfus spektakuläre Küstenlandschaft

Kerkyra-Stadt (unter UNESCO-Schutz) ist die perfekte Einstiegs-Kulisse: venezianische Palazzi, französische Arkaden, britische Kolonialbauten – nirgendwo sonst unter den beliebten griechischen Inseln mischt sich so viel Europa auf so wenig Platz. Weiter westlich beeindruckt Paleokastritsa mit sechs geschwungenen Buchten und einem Kloster hoch über dem Wasser. Ganz im Norden von Korfu lockt der Canal d’Amour bei Sidari, ein durch Erosion geformter Fels-Durchgang, dem eine Legende ewige Liebe für gemeinsam schwimmende Paare verspricht. Als Geheimtipp gilt außerdem der Aussichtspunkt Kaisers Thron über Pelekas.

Kaum eine andere griechische Insel verbindet Aktivurlaub und Kulinarik so gut: Der 220 Kilometer lange Corfu Trail führt von Norden nach Süden, vorbei an knorrigen Olivenhainen, kleinen Kapellen und einsamen Küstenpfaden. Wer lieber im Wasser bleibt, mietet in Paleokastritsa ein Kajak und paddelt in die Grotten unter den Klippen. Beim Essen solltet ihr Sofrito probieren (zartes Kalbfleisch in Weißwein-Knoblauch-Soße) und dazu einen gekühlten Kumquat-Likör bestellen – die knallorange Zitrusfrucht wächst nur hier. Am Abend versammeln sich Locals wie Gäste auf der Liston-Promenade, hören einer Blaskapelle zu und schließen den Tag mit süßem Mandelgebäck ab.

5. Santorini

Santorini gehört zu den beliebtesten griechischen Inseln überhaupt. Vor rund 3.600 Jahren zerriss hier eine der gewaltigsten Vulkaneruptionen der Menschheitsgeschichte den Boden und formte die halbmondförmige Silhouette rund um die heute geflutete Caldera. Weiße Zuckergusshäuser kleben wie Schaum über den schroffen Felswänden, blaue Kirchenkuppeln setzen die Akzente – ein Postkartenmotiv, das kein Filter hinbekommt.

Griechsiche Inseln Santorini
Caldera-Flair auf Santorini

Der berühmteste Aussichtspunkt ist Oia im Norden. Deutlich entspannter lässt sich das Farbenspiel von Imerovigli aus genießen: gleiche Perspektive, halb so viele Menschen. Fira ist ruhiger, hat ein sehenswertes archäologisches Museum und eine Seilbahn hinunter zum alten Hafen. Wer sich für Bronzezeit begeistert, sollte Akrotiri einplanen, oft „Pompeji der Ägäis“ genannt – die überdachte Ausgrabung eignet sich auch bei Mittagshitze bestens.

Auch auf dem Wasser lässt sich die Vulkanszenerie intensiv erleben. Boote fahren in die Caldera, Wanderungen führen über Nea Kameni und rund um die benachbarten Archipele öffnen sich immer wieder neue Perspektiven auf die steilen Kraterwände. Wer anschließend schwarze Strände wie Perissa oder Perivolos besucht, entdeckt eine Seite, die sich deutlich vom klassischen Postkartenmotiv unterscheidet. Santorini gehört zweifellos zu den beliebten griechischen Inseln, entsprechend hoch können Preise und Besucherzahlen ausfallen. Für Islandhopping innerhalb der Kykladen ist sie dennoch ein hervorragender Stopp.

6. Lefkada

Lefkada ist ein Sonderfall im Ionischen Meer: Als einziges größeres Kleinod der Region hängt es über eine kurze Schwimmbrücke direkt am Festland – heißt, ihr könnt bequem mit dem Mietwagen anreisen, ohne Fährfahrpläne einplanen zu müssen. Zwischen Bergketten über 1.100 Metern verstecken sich schroffe Klippen, satte Olivenhaine und Küstenabschnitte, deren Sand so weiß leuchtet, dass er an die Karibik erinnert.

Griechsiche Inseln Lefkada
Ionisches Blau in seiner intensivsten Form

Porto Katsiki taucht in nahezu jedem Ranking der schönsten Inseln Griechenlands auf – zu Recht: Eine steile Treppe führt hinunter in eine Halbmondbucht unter mächtigen Kreidewänden, das Wasser schimmert in einem Türkis, das fast unwirklich aussieht. Wer es ruhiger mag, weicht zum benachbarten Egremni aus, der nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist und deshalb selbst im August nicht überlaufen wird. Nördlich davon erstreckt sich der golden geschwungene Kathisma mit Strandbars und Liegen – ideal für Familien. Praktisch: Fast alle Küstenabschnitte zeigen nach Westen, sodass ihr den Sonnenuntergang vom Handtuch aus genießen könnt.

Sportfans lieben Vasiliki im Süden – seit Jahrzehnten eine der besten Adressen für Windsurfer, dank der zuverlässigen Brise am Nachmittag. Vom Osten aus starten Boote zu vorgelagerten Perlen wie Meganisi oder dem privaten Scorpios, das einst Aristoteles Onassis gehörte. Wer landeinwärts fährt, kommt in Karya an, wo traditionelles Sticken bis heute in Familienbetrieben gepflegt wird. Zum Abschluss lohnt ein Abend in Nydri oder direkt in Lefkada-Stadt, wo die Tavernen Savoro servieren – gebratener Fisch mit Rosmarin, Knoblauch und Essig, ein Klassiker der lokalen Küche.

7. Zakynthos

Zakynthos liegt ganz im Süden des Ionischen Meeres und gehört zu den fotogensten Flecken des gesamten Archipels. Senkrechte Kreidefelsen fallen ins Türkis ab, verborgene Höhlensysteme durchziehen die Küste, und dazwischen reihen sich Sandstreifen aneinander, die zu den längsten der Region zählen. Für einen entspannten Strandurlaub ist diese Insel in Griechenland eine der besten Adressen, wobei sich ruhigere Ecken wie Keri oder Vasilikos deutlich besser eignen als das laute Laganas.

Griechsiche Inseln Zakynthos
Ionischer Zauber auf Zakynthos

Das bekannteste Motiv der Region ist Navagio, wo 1980 ein Schmugglerkahn auf hellstem Kalksand strandete und seitdem langsam vor sich hin rostet. Per Boot erreicht ihr den Abschnitt direkt, den weitaus besseren Blick bietet allerdings die Aussichtsplattform hoch oben an der Klippe. Weiter nördlich findet ihr die Blauen Grotten, ein Höhlensystem, in dem das Sonnenlicht unter der Wasseroberfläche reflektiert wird. Auf der Halbinsel Vasilikos liegt außerdem Gerakas, einer der wichtigsten Nistplätze für Karettschildkröten – zwischen Juni und August lassen sich die Tiere bei der Eiablage beobachten, weshalb das Gebiet seit 1999 als Teil des Nationalen Meeresparks unter Schutz steht.

Vom Hafen Agios Nikolaos starten Bootstouren rund um die gesamte Küstenlinie – etwa fünf Stunden mit Schwimmstopps in der Keri-Bucht, wo helle Kalkformationen fast surreal aus dem Wasser ragen. Wer lieber festen Boden unter den Füßen behält, fährt hoch in die Bergdörfer Kiliomeno oder Louha, die noch weitgehend vom Tourismus unberührt geblieben sind. Die neoklassizistische Altstadt wurde nach dem schweren Erdbeben von 1953 originalgetreu wiederaufgebaut und lohnt einen Abendspaziergang. Dort probiert ihr Sartsa-Ragout mit einem Glas Verdea, dem lokalen Weißwein, der ausschließlich auf Zakynthos angebaut wird.

8. Mykonos

Mykonos ist der Kykladen-Klassiker mit der höchsten Beat-Frequenz. Kaum wo sonst in der Ägäis trifft weiße Zuckergussarchitektur so direkt auf glamouröses Nachtleben – internationale DJs legen bis zum Morgengrauen auf, tagsüber zeigt sich die Chora mit ihren verwinkelten Gassen und kleinen Boutiquen aber von einer überraschend ruhigen Seite. Für alle, die ans Inselhopping in Griechenland denken: Der Hafen ist einer der bestangebundenen der gesamten Region, in 2 bis 4 Stunden erreicht ihr Naxos, Paros, Santorini oder Tinos.

Griechsiche Inseln Mykonos
Ägäis-Charme mit Tradition

Das Wahrzeichen von Mykonos sind die fünf Windmühlen von Kato Mili, die auf einem Hügel über der Altstadt thronen und in den letzten Sonnenstrahlen orange aufleuchten. Direkt darunter erstreckt sich Little Venice mit farbenfrohen Kapitänshäusern, deren Balkone fast ins Meer ragen. Wer sich für Antike begeistert, unternimmt einen kurzen Bootsausflug zur unbewohnten Nachbarinsel Delos, dem mythischen Geburtsort von Apollon und Artemis – heute komplett als archäologisches Freilichtmuseum ausgewiesen. Der Kontrast zwischen den Marmortempeln dort und dem modernen Trubel hier könnte kaum größer sein.

Für einen Tag am Strand habt ihr die Qual der Wahl: Paradise und Super Paradise gelten als Party-Adressen mit Clubs und lauten Beats, während Agios Sostis oder Fokos deutlich naturbelassener geblieben sind. Kulinarisch lohnt es sich, die lokalen Spezialitäten abseits der touristischen Meile zu suchen – Louza, ein luftgetrocknetes Schweinefleisch mit Gewürzen, gehört bei jeder Mykonos-Reise genauso auf den Tisch wie der cremige Kopanisti-Käse. Abends zieht es die meisten Gäste in die bunten Bars von Little Venice, wo mit Blick auf die Windmühlen der Übergang vom Sonnenuntergang ins Nachtleben fließend verläuft.

9. Ikaria

Ikaria ist ein echter Geheimtipp unter den griechischen Inseln. Es ist ein Ort, an dem die Uhren anders ticken und Menschen statistisch länger leben als fast überall sonst auf der Erde. Forscher zählen die Region zu den fünf „Blue Zones“ weltweit, wo überdurchschnittlich viele Einheimische die 100er-Marke knacken. Das Rezept? Entspannter Alltag, klare Bergluft, Biokost aus dem eigenen Garten, dazu ein Gemeinschaftssinn ohne Hektik.

Griechsiche Inseln Ikaria
Ikaria – ein griechischer Insel-Geheimtipp

Zu den schönsten Ecken zählt Christos Raches, ein Bergdorf mit ganz eigenwilligen Ladenöffnungszeiten: manchmal ab 23 Uhr, manchmal gar nicht – nicht ärgern, das gehört dazu. In den heißen Radioaktiv-Quellen von Therma badet ihr in 40 Grad warmem Meerwasser, das seit der Antike gegen Rheuma und Gicht gepriesen wird. Der Nas-Strand im Nordwesten liegt spektakulär in einer Flussmündung unter alten Tempelruinen der Göttin Artemis. Wer es noch ruhiger will, sucht am besten den Seychelles-Beach auf – erreichbar nur nach kurzem Kletterabstieg über die Felsen.

Am berühmtesten ist die Region aber für ihre Panigiria – Dorffeste, bei denen von Abend bis Morgengrauen zu Livemusik getanzt wird und sich Fremde mit Locals ganz zwanglos vermischen. Diese Feiern verteilen sich über den gesamten Sommer und bilden das Herzstück der ikarischen Kultur. Zwischen Wanderungen durch stille Kiefernwälder, Bädern in klaren Bergbächen und Ausflügen mit dem Kajak zu versteckten Küstenhöhlen bleibt trotzdem viel Zeit für Entspannung.

10. Milos

Zum Abschluss unserer 10 schönsten Inseln Griechenlands führt der Weg nach Milos, ein vulkanisches Kleinod im Südwesten der Kykladen, das lange im Schatten der berühmten Nachbarn Santorini und Mykonos stand. Genau diese späte Entdeckung hat der Gegend eine wunderbare Authentizität bewahrt. Über 70 einzelne Strandabschnitte säumen die stark zerklüftete Küstenlinie, und dank geologischer Aktivität zeigt sich jeder Uferstreifen anders: mal kohlrabenschwarz, mal terrakottarot, mal schneeweiß – und das alles auf gerade einmal 160 Quadratkilometern.

Griechsiche Inseln Milos
Nur per Boot erreichbar, dafür unvergesslich

Absolutes Highlight ist Sarakiniko – eine mondähnliche Kulisse aus weißem Vulkangestein, die von Wind und Wasser über Jahrtausende in surreale Formen geschliffen wurde. Zwischen den Bögen könnt ihr baden, klettern oder einfach staunen (am schönsten gegen Sonnenaufgang, tagsüber wird es recht voll). Ganz im Südwesten liegt Kleftiko, eine unzugängliche Bucht mit türmenden Kreidefelsen und meergefluteten Höhlen, die einst Piraten als Versteck dienten. Heute sind sie nur per Segelboot erreichbar. Die Stadt Plaka thront hoch über dem Wasser und bietet einen der stimmungsvollsten Ausblicke des Archipels, während sich in Klima bunt bemalte Häuser direkt am Ufer aneinanderreihen.

Ganztägige Bootstouren rund um die Küste gehören zu den beliebtesten Aktivitäten auf Milos – sie führen zu Grotten, versteckten Buchten und den Skulpturenformen von Papafragas, die vom Ufer aus nicht zugänglich sind. Für die übrigen Strände lohnt sich ein Mietwagen, da viele Abschnitte nur über Schotterwege erreichbar sind und kein Bus hinfährt. Wer sich für Archäologie begeistert, besucht die frühchristlichen Katakomben aus dem 1. Jahrhundert oder das antike Theater, in dem einst die weltberühmte Venus von Milo gefunden wurde – das Original steht heute im Louvre. Das Eiland gilt damit völlig zu Recht als schönste griechische Insel. Natur, Geschichte und vulkanische Farbpalette auf 160 Quadratkilometern – abwechslungsreicher geht es kaum.

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1 Kommentar zum Thema
  1. Matthias

    Hallo liebes Team von ab-in-den-urlaub.de,

    eine super Vorstellung von traumhaft schönen Inseln habt ihr hier zusammengestellt. Vielen Dank dafür.

    VG
    Matthias