Mitten im Atlantik, zwischen Europa und Amerika, liegen neun vulkanische Eilande voller Kontraste: satte Kraterseen, dampfende Erdquellen, schroffe Klippen und endlose Weiden. Die Azoren verzaubern mit unberührter Natur und einer Ruhe, die man selten findet. Ein Fleck, an dem sich Abenteuer und Erholung auf wunderbare Weise vereinen.
Überblick
Die Azoren gehören zu Portugal, liegen jedoch rund 1.500 Kilometer von Lissabon entfernt mitten im Atlantik. Der Archipel besteht aus neun bewohnten Eilanden, die sich in drei Gruppen aufteilen: die östliche mit São Miguel und Santa Maria, die zentrale mit Terceira, Faial, Pico, São Jorge und Graciosa sowie die westliche mit Flores und Corvo. Jede dieser vulkanischen Perlen besitzt einen ganz eigenen Charakter, geformt durch feuriges Erdinneres und salzige Meeresbrise.
Sattgrüne Weiden erstrecken sich über sanfte Hügel, türkisfarbene Lagunen schimmern in erloschenen Kratern, dazu stürzen Wasserfälle an bemoosten Felswänden hinab. Die schönsten Orte der Azoren vereinen so vielfältige Landschaften auf engstem Raum – von dampfenden Fumarolen bis hin zu tropisch anmutenden Gärten und einsamen Steilküsten. Die dünne Besiedlung verleiht den Inseln eine wohltuende Stille, die man anderswo vergeblich sucht.

Städte
Zwischen Vulkanhängen und Atlantikküste verstecken sich die schönsten Orte der Azoren. Kopfsteinpflaster schlängelt sich an barocken Kirchenfassaden vorbei, pastellfarbene Häuser leuchten vor schwarzem Basalt, und aus den Gassen duftet frisch gebrühter Kaffee. Jede Siedlung trägt ihren ganz eigenen Charakter – genau das macht die Erkundung so reizvoll.
Ponta Delgada: Azoren-Hauptstadt erkunden
Die Hauptstadt auf São Miguel bildet die wichtigste Anlaufstelle für Ankömmlinge auf den Azoren. Die pulsierende Metropole vereint historischen Charme mit modernem Flair und gilt als idealer Ausgangspunkt, um die Inseln zu erkunden. Charakteristisch sind drei mächtige Torbögen am Ufer, die Portas da Cidade, welche seit dem 18. Jahrhundert das Bild prägen. Rundherum drängen sich barocke Kirchen, verwinkelte Gassen und einladende Plätze zu einem stimmigen Ensemble.
Neben kulturellen Schätzen lockt die Küstenmetropole mit einer lebendigen Gastronomieszene. In den Restaurants am Hafen wird frischer Fang aus dem Atlantik serviert, während Cafés regionale Milchreisspezialitäten anbieten. Zu den weiteren Highlights der Azoren zählen botanische Anlagen wie der José do Canto Garten, der exotische Pflanzenpracht aus aller Welt präsentiert. Ein Bummel entlang der Avenida Marginal offenbart Palmenpromenaden, Boutiquen und Ausblicke auf das tiefblaue Wasser des Ozeans.
Angra do Heroísmo
Auf Terceira thront Angra do Heroísmo – ein UNESCO-Weltkulturerbe seit 1983 und eines der beeindruckendsten Azoren Reiseziele. Die farbenfrohe Kolonialstadt diente einst als strategischer Zwischenstopp zwischen Europa und Amerika. Prächtige Renaissancepaläste, gepflasterte Boulevards und pastellgetönte Fassaden lassen euch in vergangene Epochen eintauchen. Der Monte Brasil, ein erloschener Vulkankegel, erhebt sich schützend über der Bucht und bietet spektakuläre Panoramen.
Ein Rundgang durch das historische Zentrum führt vorbei an prachtvollen Sakralbauten wie der Kathedrale Sé und dem Jesuitenkolleg. Traditionelle Tavernen laden zu einem Gläschen vulkanischen Weins ein, während lokale Handwerksläden Kunstvolles aus Basalt und Silber präsentieren. Besonders schön wird es im Juni bei den Sanjoaninas-Festlichkeiten, wenn bunte Prozessionen, Musik und tanzende Menschenmengen die gepflasterten Wege füllen – ein echtes Azoren Erlebnis.

Horta
Segelbegeisterte weltweit kennen Horta auf Faial als legendären Anlaufhafen mitten im Atlantik. Wer den Ozean überquert, macht traditionell einen Zwischenstopp in dieser charmanten Ortschaft an der Ostküste. Am Kai verewigen Seefahrer seit Jahrzehnten bunte Wandmalereien – ein Aberglaube, der Unheil während der Überfahrt abwenden soll. Tausende Kunstwerke zieren mittlerweile Molen und Kaimauern als einzigartige Freiluftgalerie und zählen zu den außergewöhnlichsten Erlebnissen der Azoren.
Herzstück der gesellschaftlichen Kultur ist ein Café, das seit 1918 ein Treffpunkt für Weltenbummler jeglicher Couleur ist. Bei Getränken tauschen sich Skipper mit Einheimischen über Wind, Wetter und ferne Häfen aus. Vom Städtchen aus erblickt man an klaren Tagen den majestätischen Kegel des Pico auf der Nachbarinsel. Die Aussicht über die Meerenge zählt zu den fotogensten Motiven und beliebtesten Reisezielen der Azoren. Ein gemütlicher Spaziergang zur Anhöhe Monte da Guia belohnt Wanderfreunde mit traumhaften Perspektiven.
Ribeira Grande
An der Nordküste von São Miguel liegt Ribeira Grande, das zweitgrößte Städtchen der Azoren. Der Name geht auf einen Fluss zurück, der mitten durchs Zentrum plätschert und von einer eleganten, achtbögigen Brücke überspannt wird. Barocke Sakralgebäude, gepflegte Parks und pastellgetönte Herrenhäuser prägen das Straßenbild. Besonders sehenswert ist die Igreja Matriz, deren Treppenaufgang zu den beliebtesten Fotomotiven der Umgebung zählt.
Nur wenige Kilometer entfernt breiten sich Teeplantagen aus – die einzigen ihrer Art in Europa. Eine Manufaktur produziert hier seit 1883 nach traditionellen Methoden und öffnet ihre Türen für neugierige Gäste. Nordöstlich lockt Santa Iria mit einem spektakulären Aussichtspunkt hoch über der zerklüfteten Küstenlinie. Wellenreiter steuern die nahegelegene Praia de Santa Bárbara an, den schönsten Sandstrand der Inseln mit kraftvoller Brandung.

Sehenswürdigkeiten
Von smaragdgrünen Kraterseen über dampfende Fumarolen bis zu üppigen Tropengärten – die Sehenswürdigkeiten der Azoren überraschen mit einer enormen Bandbreite. Vulkanische Kräfte haben über Jahrtausende eine Landschaft geformt, deren Vielfalt auf engstem Raum einfach beeindruckt.
Sete Cidades: Azoren Highlight
Ganz im Westen von São Miguel liegt der Doppelkratersee Sete Cidades, das wohl bekannteste Postkartenmotiv und eines der absoluten Azoren Highlights. Zwei benachbarte Gewässer schimmern in unterschiedlichen Nuancen: die Lagoa Azul in tiefem Blau, die Lagoa Verde in leuchtendem Grün. Der Legende nach entstand diese Farbverteilung aus den Tränen einer Prinzessin und eines Hirten, deren verbotene Liebe tragisch endete.
Vom Aussichtspunkt Vista do Rei genießt ihr das legendäre Panorama über beide Seen. Aktive Urlauber umrunden den Kraterrand auf einem gut markierten Pfad mit rund 12 Kilometern Länge. Am Ufer selbst locken kleine Bootsverleihe und das gleichnamige Dörfchen zu einem der schönsten Ausflüge der Azoren. Fotografisch besonders reizvoll wirken die Ausblicke bei nebligem Wetter, wenn sich mystische Schleier über die stillen Wasserflächen legen.
Furnas
Im Osten von São Miguel brodelt die Erde regelrecht: Dämpfe steigen aus zahlreichen Erdlöchern empor. Zudem sprudelt heißes Wasser an mehreren Stellen aus dem Boden. Der bekannteste Brauch der Region und einer der beliebtesten Reisetipps für die Azoren ist das „Cozido das Furnas“, ein Eintopf, der stundenlang in ebendiesen vulkanisch beheizten Gruben gegart wird, bevor er in den umliegenden Restaurants serviert wird. Der intensive Geruch nach Schwefel begleitet Besucher dabei durch den gesamten Ort.
Nahe dem Dörfchen liegt zudem der Parque Terra Nostra mit einem historischen Thermalbad in rostbrauner Färbung, umgeben von einem botanischen Garten mit über tausend Pflanzenarten aus aller Welt. Unter den Sehenswürdigkeiten der Azoren nimmt dieser Park einen ganz eigenen Platz ein, da sich Natur und Wellness hier nahtlos verbinden. Wenige Orte vereinen Geologie und Gastronomie so eindrücklich wie dieser besondere Flecken auf São Miguel.

Der Pico: Höhepunkt der Azoren
Mit 2351 Metern ragt dieser erloschene Vulkan als höchste Erhebung Portugals empor und dominiert das Panorama gleich mehrerer Nachbarinseln. Wer die Besteigung wagt, erlebt eine der intensivsten Aktivitäten der Azoren und benötigt dafür Kondition sowie festes Schuhwerk, wird jedoch mit einem Ausblick über den gesamten Archipel belohnt. Für Wanderer mit guter Ausdauer dauert die Tour auf den Pico etwa 8 Stunden. An besonders klaren Tagen erkennt man sogar die Silhouette von Faial in weiter Ferne, während sich unterhalb eine Wolkendecke ausbreitet und das Gefühl vermittelt, über den Dingen zu schweben.
Am Fuß des Gipfels erstrecken sich die berühmten Weinfelder, deren Rebstöcke in kleinen, aus Lavagestein errichteten Parzellen gedeihen – eine Anbaumethode, die seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Diese Mauern schützen die Pflanzen vor Wind und salzhaltiger Gischt vom nahen Meer. Unter Kennern zählen Verkostungen in familiär geführten Kellereien als einer der besten Geheimtipps für die Azoren, gerne begleitet von frischem Käse aus der Umgebung. Auch die Gruta das Torres als vulkanische Höhle ist sehenswert. Sie misst über fünf Kilometer und gilt als eine der längsten Europas.
Capelinhos
An der Westspitze von Faial erinnert eine mondähnliche Landschaft an einen gewaltigen Vulkanausbruch aus dem Jahr 1957, der die Insel um mehrere Hektar erweiterte. Asche begrub ganze Ortschaften, ein Leuchtturm ragt noch immer halb versunken aus den Überresten. Nirgendwo sonst auf den Azoren in Portugal erklärt ein unterirdisches Museum die Entstehungsgeschichte so anschaulich wie hier, untermalt von eindrucksvollen Aufnahmen der einstigen Eruption.

Die schwarze, teils graue Oberfläche wirkt bis heute wie eine fremde Welt und zieht Fotografen aus der gesamten Region an. Wanderpfade führen entlang der Klippen und zählen zu den geologischen Höhepunkten der Azoren, mit Ausblicken auf den Leuchtturm sowie die tosende Brandung des Atlantiks. Kaum ein anderer Ort zeigt die vulkanische Kraft dieser Inseln so unmittelbar wie dieses karge Gebiet, das viele Besucher in Erinnerung behalten.
Aktivitäten
Zwischen Kraterseen, Küstenpfaden und offenem Meer bieten die Eilande unzählige Möglichkeiten für Abenteuer und Entspannung gleichermaßen. Ob zu Fuß, im Wasser oder an Bord eines Bootes – für jeden Geschmack findet sich das passende Erlebnis auf den Azoren, sodass keine Langeweile aufkommt und jeder Tag anders verläuft.
Wal- und Delfinbeobachtung
Die Gewässer rund um den Archipel gehören zu den besten Orten Europas, um Meeressäuger in freier Wildbahn zu sehen. Über zwei Dutzend Spezies ziehen an den Küsten vorbei, darunter Blauwale sowie verschiedene Delfinarten – eines der unvergesslichsten Erlebnisse auf den Azoren. Erfahrene Guides spähen zunächst von erhöhten Beobachtungsposten aus, bevor die Boote gezielt zu den Tieren gesteuert werden, um respektvollen Abstand zu wahren und die Natur nicht zu stören.
Besonders zwischen April und Oktober steigen die Sichtungschancen deutlich, da nährstoffreiche Strömungen in dieser Zeitspanne zahlreiche Meeressäuger anlocken. Manche Anbieter kombinieren die Tour zusätzlich mit Schnorchelausflügen, bei denen man Delfinen sogar unter Wasser begegnen kann – ein Tipp für die Azoren, den ihr euch unbedingt merken solltet. Es ist ein unvergessliches Naturschauspiel, das Groß und Klein fasziniert.
Wandern: Die Azoren zu Fuß entdecken
Kaum eine Region eignet sich besser für ausgedehnte Touren zu Fuß als die grünen Hügel und Kraterränder der Azoren. Markierte Wanderrouten führen vorbei an Hortensienhecken, durch dichten Lorbeerwald sowie entlang steiler Küstenklippen mit Blick auf den Ozean. Für jedes Level existiert eine passende Strecke, von kurzen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen, mehrtägigen Etappen durch abgelegenes Gelände, das nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen.
Besonders beliebt sind die Pfade entlang der Fajãs auf São Jorge, kleinen Dörfern am Rande steiler Klippen, sowie der Aufstieg zum Kraterrand der Lagoa do Fogo auf São Miguel. Dazu passt auch die Fajã de Lopo Vaz auf Flores, ein abgelegener schwarzer Strand, der vor allem Wanderer mit spektakulären Ausblicken anzieht. Wer die Azoren zu Fuß entdecken möchte, sollte sich auf wechselhaftes Wetter einstellen, denn Sonne und Nebel lösen sich innerhalb weniger Minuten ab. Feste Schuhe sowie eine Jacke sollten daher stets ins Gepäck, egal wie kurz die geplante Route erscheint.

Baden in Thermalquellen und im Meer
Vulkanische Erde sorgt dafür, dass an mehreren Stellen des Archipels heißes Wasser aus dem Boden sprudelt. Becken wie die Poça da Dona Beija bei Furnas zählen zu den beliebtesten Erlebnissen auf den Azoren und laden zu einem entspannten, eisenhaltigen Bad bei angenehmen Temperaturen ein – ideal nach einer langen Wandertour. Die rostbraune Färbung stammt von den enthaltenen Mineralien, denen viele Einheimische eine heilsame Wirkung nachsagen. Geschützte Naturpools wie in Biscoitos schaffen zudem sichere Bademöglichkeiten im Atlantik und eignen sich auch für Familien mit Kindern.
Wer klassische Küstenabschnitte bevorzugt, findet auf der Insel Santa Maria mit der Praia Formosa den wohl traumhaftesten Strand des gesamten Archipels: goldener Sand, klares Wasser und sanfte Wellen, die sogar Surfer anziehen, laden hier zum Verweilen ein. Als einer der schönsten Orte der Azoren bieten auch schwarze Lavaformationen wie jene bei Mosteiros auf São Miguel Kontraste zum türkisfarbenen Ozean. Sie begeistern mit ihrem ungewöhnlichen Erscheinungsbild.
Bootstouren und Wassersport
Neben dem Beobachten von Walen locken die umliegenden Meeresregionen auch mit Tauchgängen zu versunkenen Schiffswracks sowie farbenprächtigen Felsformationen in der Tiefe. Vor allem zwischen Faial und Pico treffen warme und kalte Strömungen aufeinander und bringen eine überraschend artenreiche Unterwasserwelt hervor – eine der aufregendsten Aktivitäten der Azoren.
Kajaktouren entlang der Küste ermöglichen einen ruhigeren Blick auf Steilklippen und versteckte Grotten, die vom Land aus unerreichbar sind. Segelbegeisterte schätzen zudem den Hafen von Horta als beliebten Zwischenstopp auf ihrem Weg über den Atlantik. Ob rasant oder gemächlich – am und im Wasser wird es auf den Azoren nie langweilig, egal für welche Aktivität ihr euch am Ende entscheidet. Jeder einzelne Tag auf dem Archipel bleibt abwechslungsreich und voller neuer Eindrücke.

Reise-Infos
Damit euer Azoren-Urlaub reibungslos verläuft, lohnt sich etwas Vorbereitung im Vorfeld. Als Teil Portugals und der EU gestaltet sich die Planung unkompliziert. Kein Visum, kein Geldwechseln und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur erleichtern den Einstieg in dieses atlantische Abenteuer.
Ideale Reisezeit und Reisedauer
Die beste Reisezeit für die Azoren erstreckt sich von Mai bis September, wenn milde Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad herrschen und die Regenwahrscheinlichkeit sinkt. Juli und August gelten als sonnigste Monate mit stabilem Klima, allerdings steigen in dieser Phase auch die Preise spürbar an. Wer Hortensien in voller Blüte erleben möchte, kommt im Juni. Dann verwandeln sich sämtliche Straßenränder in blau-violette Farbmeere.
Für eine erste Azoren-Reise reichen bereits sieben bis acht Tage auf São Miguel, um die wichtigsten Höhepunkte in Ruhe zu erkunden. Wer mehrere Inseln miteinander verbinden möchte, sollte hingegen mindestens zwei Wochen einplanen, da Fährverbindungen und innerregionale Flüge zusätzliche Stunden beanspruchen. Gerade Naturliebhaber profitieren von einem längeren Aufenthalt fernab strenger Zeitpläne und voller Flexibilität, ganz ohne Hektik im Gepäck und mit genügend Puffer für Wetterwechsel.

Anreise und Fortbewegung vor Ort
Mehrere europäische Fluggesellschaften bieten mittlerweile Direktverbindungen zum Flughafen von Ponta Delgada an, andernfalls führt die Route meist über Lissabon oder Porto. Von dort aus gelangt man mit kleinen Propellermaschinen innerhalb kurzer Zeit zu den übrigen Eilanden. Alternativ verkehren unter den größeren Nachbarn auch regelmäßige Fähren, besonders zwischen Faial, Pico und São Jorge während der wärmeren Jahreszeit, wenn die See ruhiger ist.
Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, da öffentliche Busse selten und meist nur zwischen größeren Siedlungen verkehren. Gerade die abgelegenen Reiseziele der Azoren lassen sich mit einem Auto deutlich flexibler ansteuern. Die Straßen verlaufen kurvig, sind jedoch gut ausgebaut, sodass auch ungeübte Fahrer keine Schwierigkeiten haben dürften.
Essen und Spezialitäten
Würzig, vielfältig und voller Geschmack – so lässt sich die Küche des Archipels am besten beschreiben. Portugiesische Tradition verbindet sich hier mit Zutaten aus vulkanischer Erde und dem umliegenden Meer. Das bereits erwähnte „Cozido das Furnas“ zählt zu den bekanntesten Gerichten und wird direkt im heißen Boden gegart. Ebenfalls beliebt sind „Lapas“, gegrillte Napfschnecken mit Knoblauchbutter, sowie deftige Linguiça-Wurst, die auf keinem Speiseplan der Region fehlen sollte und Fleischliebhaber überzeugt.
Zum Nachtisch lohnt sich das „Bolo Lêvedo“, ein hefiges Gebäck, das gerne mit Butter serviert wird. Käseliebhaber sollten unbedingt den würzigen Queijo São Jorge probieren, während Teefreunde mit einem Besuch der Plantagen von Chá Gorreana ein echtes Highlight der Azoren erleben. Dazu passt ein Glas Wein vom Pico oder frische Ananas, die auf São Miguel in traditionellen Gewächshäusern besonders langsam heranreift und dadurch einen unvergleichlich süßen Geschmack entwickelt.
Hotels und Unterkünfte
Die Übernachtungsmöglichkeiten auf den Azoren reichen von charmanten Boutique-Hotels bis zu luxuriösen Resorts mit Meerblick. Besonders beliebt sind sogenannte Quintas, historische Herrenhäuser mit weitläufigen Gärten, die als familiengeführte Pensionen fungieren. In größeren Städten wie Ponta Delgada oder Angra do Heroísmo warten stilvolle Adressen der gehobenen Kategorie mit Wellnessbereichen, Innenhöfen und regionaler Gastronomie auf euch.
Besonders auf São Miguel und Terceira reicht das Angebot von komfortablen Hotels bis hin zu ländlichen Anwesen mit eigenem Garten. In den kleineren Städten der Azoren findet ihr oft persönlicheren Service und eine entspanntere Atmosphäre als in den größeren Ortschaften. Eine frühzeitige Reservierung empfiehlt sich vor allem während der Sommermonate, wenn die Nachfrage auf dem Archipel steigt und beliebte Häuser schnell ausgebucht sind.
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