Budva in Montenegro


In Budva erwarten euch Strand und Meer, Sonne satt und historische Sehenswürdigkeiten – und das alles nur wenige Autostunden von Deutschland entfernt. Wir zeigen euch, warum die schöne Stadt nicht nur osteuropäische Urlauber überzeugen kann.

Überblick: Ein Idyll mit Geschichte

Ihr sucht ein Reiseziel mit kurzer Flugzeit, das im Notfall sogar per Auto erreicht werden kann – und vor allem eure Urlaubskasse schont? Der kleine Balkanstaat Montenegro ist ein echter Geheimtipp für Urlauber aus Deutschland. Weitaus begehrter ist nämlich ein Urlaub im benachbarten Kroatien; zu Unrecht, wie sich bald zeigen wird! Denn Budva in Montenegro gilt vor allem unter den Serben und Russen als Lieblingsplatz während der Ferien. Kein Wunder! Hier erwartet euch nämlich alles, was das Herz begehrt.

Blick auf Budva und die Altstadt
Blick auf Budva und die Altstadt

Budva zeigt sich als spannender Kontrast zwischen meeresnahem Idyll und historischen Sehenswürdigkeiten im denkmalgeschützten Altstadtkern. Entdeckt hier die Vergangenheit Montenegros, lasst euch von den religiösen Gebäuden beeindrucken oder schnuppert frische Meeresluft an einem der malerischen Strände. Spaziert entlang der historischen Stadtmauer oder besucht eine der Inseln vor der Stadt, die ihr sogar schwimmend erreichen könnt. Gönnt euch außerdem Nervenkitzel pur, indem ihr euch für Paragliding oder eine ähnlich aufregende Outdoor-Sportart entscheidet.

Geschichte: Mehr als 2.500 Jahre alt

Budva wurde bereits vor über 2.500 Jahren gegründet – so besagt es zumindest die Legende. Angeblich war der Sohn des griechisch-phönizischen Königs Agenor der Gründer der Stadt. Im Laufe der Zeit gehörte Budva zum Serbischen Reich, zu Venedig, Österreich und ab 1918 ganze 85 Jahre lang zu Jugoslawien.

Dass die Stadt in Montenegro auf eine sehr lange Historie zurückblickt, zeigt sich vor allem in den zahlreichen, sehenswerten Gebäuden aus vergangenen Tagen. Zwar sorgte ein Erdbeben im April 1979 für große Zerstörungen, doch ließen es sich die Einheimischen nicht nehmen, die schöne Stadt möglichst detailgetreu wiederaufzubauen. Daher kommt es, dass manche Bauwerke eher “auf alt gemacht” wirken als antik. Dennoch tut das der Schönheit an der Adria keinerlei Abbruch. Aufgrund der Geschichte und der sehenswerten Gebäude steht die Altstadt von Budva nun unter Denkmalschutz.

Sehenswertes in der Stadt

Budva wird grob in eine Neustadt und die unter Denkmalschutz stehende Altstadt geteilt. In der Neustadt dominiert, wie der Name schon verrät, die Moderne. Freut euch auf international bekannte Ketten, die zum Shoppen oder Speisen einladen, aber auch auf eindrucksvolle Geschäftsgebäude. Für euren kulturell geprägten Trip nach Budva ist allerdings die Altstadt viel spannender. Hier prägen das Bild verschlungene Gassen, die euch von einem sehenswerten Gebäude zum nächsten führen. Besonders praktisch: Fast jedes Gebäude verfügt im Erdgeschoss über ein kleines Café, Restaurant oder eine Bar, sodass jederzeit Verschnaufpausen während der Sightseeing-Tour möglich sind. Die Altstadt Budvas zählt zu den ältesten entlang der Adria und sicherlich auch zu einer der schönsten. Was es in der montenegrinischen Stadt zu entdecken gibt? Wir zeigen es euch!

Budva halt viel Sehenswertes zu bieten
Budva halt viel Sehenswertes zu bieten

Stadtmauer von Budva

Vielleicht führt euch der erste Spaziergang im Urlaubsort zur Stadtmauer, die rund einen Kilometer lang ist und einen weitläufigen Blick über Budva bis hinaus aufs Meer ermöglicht. Es gibt sogar einzelne Abschnitte mit eigenem Strand, die ein kurzes Abtauchen ins herrliche Nass erlauben. Die Stadtmauer bedingt zwar einen kleinen Anstieg, der aber durch die Panoramaaussicht sofort entschädigt wird.

Kirchen und Kathedralen

Budva ist außerdem für die vielen religiösen Gebäude bekannt. Die größte Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und trägt den Namen “Kirche des Heiligen Johannes des Täufers”. Es handelt sich um eine katholische Kirche, die über den größten Glockenturm in der Stadt Budva verfügt. Weitgehend aus dem 15. Jahrhundert stammt hingegen die Kirche Sveti Ivan, die angeblich eine durch den Evangelisten Lukas angefertigte Muttergottes-Ikone beherbergen soll. Ihr Kirchturm ragt über die Altstadt von Budva, einige Bodenmosaike im Inneren sollen bereits aus dem 6. Jahrhundert stammen. Sehenswert sind sie so oder so! Die orthodoxe Sveti Troica hingegen, die heilige Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahr 1804, begeistert mit einem in Rot und Weiß gemusterten Mauerwerk.

Die Kirche Sveti Ivan in Budva
Die Kirche Sveti Ivan in Budva

Zitadelle

Gleich über der Sveti Troica Kirche thront die berühmte Zitadelle: Sie bot einst den Einwohnern Budvas Unterschlupf, wenn Angreifer die Stadt ins Visier nahmen. Heute ist eine Bibliothek darin zu finden, ebenso ein Restaurant, das herrliche Aussichten über Budva erlaubt. Im Sommer ist die Zitadelle Schauplatz für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Währenddessen könnt ihr das Relief der zwei Fische auf der Zitadellenmauer bestaunen. Dieses gilt als Symbol der Stadt und beruht auf einer Legende, demzufolge sich ein unglückliches Liebespaar ins Meer gestürzt und in Fische verwandelt hat.

Archäologisches Museum

Nicht nur, weil Budva auf eine lange Historie schauen kann, ist das archäologische Museum interessant. Hier finden sich verschiedene Exponate aus dem ganzen Land, die teilweise im 4. Jahrhundert v. Chr. entstanden sein sollen. Das Archäologische Museum wurde im Jahr 1962 eröffnet. Die damalige Sammlung von 2.500 Ausstellungsstücken konnte erweitert werden. Heute könnt ihr auf ganzen vier Etagen auf den Spuren der Vergangenheit Montenegros wandeln.

Kloster Podostrog

Ein weiteres Museum versteckt sich im Kloster Podostrog: Es stellt verschiedene traditionelle Ornamente aus, die für die Religionen von Bedeutung sind. Das Kloster selbst ist natürlich ebenfalls sehenswert: 1995 nach dem Erdbeben vollständig restauriert, kann es mit den zwei Kirchen (Marien- und Heilig-Kreuz-Kirche) am Fuße des Ostrog-Berges zahlreiche Besucher anlocken. Einige Fresken aus dem 17. Jahrhundert machen den ehemaligen Schauplatz diverser Schlachten besonders interessant.

Kloster Podostrog mit Garten
Kloster Podostrog mit Garten

Strände und Inseln in und um Budva

Habt ihr die Altstadt und sehenswerten Gebäude in Budva bereits erkundet, steht vielleicht als nächstes euer Strandurlaub an. Oder ihr reist ohnehin für diesen in die Stadt! Das glasklare Wasser und die idyllischen Buchten laden zum Verweilen und Entspannen unter der Sonne ein.

Unser Tipp: Früh da sein und den Sonnenaufgang beobachten, denn dann habt ihr den Strand fast für euch alleine.

Strand Mogren

Nur rund 200 Meter zu Fuß trennen euch von der Altstadt, wenn ihr am Strand Mogren ins kühle Nass tauchen möchtet. Daher eignet sich ein Strandbesuch vor oder nach eurer City-Tour. Der Strand besteht aus zwei Abschnitten, die mit einem Tunnel verbunden sind. Freut euch auf das klare Wasser, das zum sorgenfreien Baden einlädt. Der Strand ist jedoch kein Sandstrand, sondern ein Kieselstrand – allerdings sind die Kiesel so fein, dass ihr den Unterschied wahrscheinlich gar nicht merken werdet. Mogren ist der beliebteste und bekannteste Strand Budvas, weshalb ihr hier mit Gleichgesinnten rechnen könnt.

Strand Mogren nahe der Altstadt
Strand Mogren nahe der Altstadt

Insel Sveti Nikola

Nur ein Kilometer durch das Meer trennt euch von der Insel Sveti Nikola. Sie ist bis auf einen Leuchtturmwärter unbewohnt und verfügt über mehrere Strände, die ihr gut per Boot erreichen könnt. Die Felseninsel wird mehrmals am Tag angefahren, sodass ein Ausflug problemlos möglich ist. Vor allem mit Kindern macht der Bootstrip Spaß.

Insel Sveti Stefan

Die Insel Sveti Stefan befindet sich zwar in Privatbesitz, ihr dürft aber trotzdem einen Teil des dortigen Strandes besuchen. Diesen erreicht ihr über eine Brücke, die mit dem montenegrinischen Festland verbunden wird. Der öffentliche Strandbereich ist an sich kostenfrei, allerdings wird für einen Liegestuhl oder einen Sonnenschirm eine bestimmte Gebühr fällig. Trotzdem ist es lohnenswert, dieses berühmte Wahrzeichen von Montenegro einmal besucht zu haben!

Vorgelagerte Insel Sveti Stefan in Budva
Vorgelagerte Insel Sveti Stefan in Budva

Becici: Strandtipp nahe Budva

Ihr habt die Strände direkt in Budva alle erkundet? Kein Problem! In der Nähe von Budva, genauer gesagt rund zehn Minuten mit dem Auto entfernt, befindet sich der Strand von Becici. Dieser misst etwas weniger als zwei Kilometer. Es handelt sich um einen Sandstrand direkt am herrlich türkisblauen Meer – eine Kulisse für einen echten Traumurlaub! Wenn ihr abseits des Touristentrubels von Budva ins Meer springen, aber trotzdem die Schönheiten der Altstadt genießen wollt, empfehlen wir die clevere Kombination aus einem Urlaub in Becici und Budva.

Für wen ist eine Reise nach Budva geeignet?

Budva ist ein vielseitiger Urlaubsort – gehört auch ihr zu den Urlaubern, die unbedingt die Stadt an der Adria besuchen sollten?

Strandurlaub für Familien

Für den Familienurlaub ist Budva vor allem aufgrund der Strände interessant. Auch die Ausflüge per Boot, beispielsweise auf die wenige hundert Meter entfernten Inseln, sind im Urlaub mit Kindern eine spannende Abwechslung. Außerdem punktet die kurze Anreise per Flugzeug. Zahlreiche Familienhotels und die Kinderfreundlichkeit der montenegrinischen Einheimischen runden die Vorteile für Familien in Budva ab.

Romantiktrip für Paare

Wer ein eher untypisches Flitterwochenziel sucht, das aber trotzdem mit seinen Stränden und kulturellen Schönheiten zu begeistern weiß, ist mit Budva ebenfalls gut beraten. Abseits der bekanntesten Strände finden Paare sicher ein lauschiges Plätzchen für romantische Momente. Auch Paare, die sich einen paradiesischen Urlaub wünschen, aber nicht genügend Budget für Ziele wie die Malediven haben, könnten in Budva begeistert werden – spätestens beim romantischen Abendspaziergang am Hafen!

Hafen in der Altstadt von Budva
Hafen in der Altstadt von Budva

Lohnenswerte Auszeit für Kulturreisende

Ihr interessiert euch für die Vergangenheit eines Urlaubsortes oder liebt die Besichtigung religiöser Stätte? Willkommen in Budva, einem Ort voller alter Kirchen, Kathedralen und Klöster. Die verschlungenen Wege durch die Altstadt tun ihr Übriges, um den Urlaub auf den Spuren der Geschichte authentisch zu gestalten. Sucht euch am besten ein zentral gelegenes Hotel in Budva! Und wenn ihr doch einmal spontan zurück in die Gegenwart möchtet, wechselt einfach von der Alt- in die Neustadt.

Aktivurlaub für Abenteurer

Ob “traditionelle” Wanderung, Schwimmen bis zum Sonnenuntergang oder aufregendes Paragliding: Diverse sportliche Aktivitäten sind in Budva kein Problem. Außerdem könnt ihr je nach Location Boote mieten und euch als Entdecker der Adria versuchen. Alles vor einer naturnahen Kulisse!

Reise-Infos

Auf nach Budva! Doch Halt: Muss vielleicht irgendwas beachtet werden? Keine Sorge: Es ist nicht viel. Wir haben euch aber trotzdem noch ein paar Tipps für den erfolgreichen Trip nach Budva gesammelt.

Währung

Obwohl Montenegro nicht zur EU gehört, könnt ihr dort und somit auch in der Stadt Budva in Euro bezahlen. Der Grund: Seit 1918 gibt es keine eigene Währung mehr, seit den 1990er Jahren war die D-Mark das verwendete Zahlungsmittel. Mit deren Abschaffung und Einführung des Euro zog auch Montenegro nach, weshalb ihr dort bequem ohne Geldumtausch shoppen gehen könnt.

Sprache

Die Amtssprachen des Landes sind Montenegrinisch, Serbisch sowie Bosnisch, Albanisch und Kroatisch. Diese mögen für fremde Ohren allesamt sehr ähnlich klingen, jedoch bringt euch das ohne entsprechendes Wörterbuch im Gepäck recht wenig. Doch keine Sorge: Dort, wo viele Touristen erwartet werden, sind auch Gespräche auf Englisch oder sogar Deutsch möglich. Trotzdem ist es natürlich nett, wenn ihr ein bisschen Montenegrinisch sprechen könnt. Begrüßt die Einheimischen beispielsweise mit einem fröhlichen ” zdravo” (“Hallo”) und verabschiedet euch mit “Do videnja”, schon habt ihr einen Stein im Brett.

Reiseziel

Montenegro an sich gilt zwar eher als Geheimtipp für westeuropäische Urlauber – die Osteuropäer haben hingegen schon länger die Schönheit des Landes entdeckt. Budva wird zum Beispiel gern scherzhaft “Hausstrand von Belgrad” genannt, weil überwiegend Gäste aus Serbien anreisen. Auch Gäste aus dem benachbarten Kroatien oder aus Albanien schätzen die Vorzüge Montenegros.

Feste, Parties und Nachtleben

Budva ist häufig Schauplatz verschiedener Open-Air-Veranstaltungen, beispielsweise Festivals und Konzerte. Dort begeistern berühmte serbische Sänger sowie Musiker aus ganz Europa mit ihren eindrucksvollen Stimmen. Etwa rund um die Zitadelle kommt ihr saisonal bedingt oft in den Live-Musikgenuss. Im Inneren gibt es hingegen eher Veranstaltungen aus dem Theater-Bereich.

Stimmungsvolle Gassen am Abend in Budva
Stimmungsvolle Gassen am Abend in Budva

Das alles ist euch noch nicht genug? Kein Problem, denn auch das Nachtleben in Budva ist berühmt und vielseitig. Ob Diskothek oder Casino, ob Bar oder Nachtclub: In der Altstadt kommt ihr auch jenseits von Mitternacht noch auf eure Feierkosten.

Weitere Informationen zum Urlaub in Montenegro

Möchtet ihr euch über weitere Eckdaten, beispielsweise über die empfohlene Anreise, Einreisebestimmungen, das landestypische Essen oder empfehlenswerte Hotels in Montenegro informieren? Dann besucht auch unseren Artikel über Montenegro im Allgemeinen. Dort haben wir noch ein paar Eckdaten für euch gesammelt, die euch bei der gelungenen Reiseplanung helfen können.

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