Dreiländereck bereisen


Für viele Deutsche kommt neben dem alljährlichen Haupturlaub auch kurzen Wochenendreisen in der Heimat eine wachsende Bedeutung zu. Besonders beliebt sind dabei Städtereisen, bei denen sich nicht nur Deutschland, sondern im besten Fall auch gleich die angrenzenden Nachbarstaaten innerhalb weniger Tage erkunden lassen. Für Kurzurlauber, die nicht nur die geografische, sondern auch die kulturelle Vielfalt zu schätzen wissen, ist das Städtenetzwerk QuattroPole ein guter Tipp. Immerhin lassen sich in diesem gleich drei Länder – Deutschland, Luxemburg und Frankreich – und vier Städte – Trier, Saarbrücken, Luxemburg und Metz – komfortabel von einem festen Standort aus entdecken.

Das Dreiländereck komfortabel entdecken

Drei Länder und vier Städte an nur einem Wochenende erkunden? Zugegeben, dies klingt im ersten Moment nach einem stressigen Unterfangen. Mit dem richtigen Angebot ist dies jedoch problemlos machbar. Hierzu empfiehlt sich zum Beispiel das Gruppenarrangement „Vier Städte. Drei Länder. Ein Bett.“ Dieses bietet nämlich nicht nur drei Übernachtungen in einem frei wählbaren Hotel in Saarbrücken, sondern beinhaltet unter anderem auch Stadtführungen in allen vier Städten. Und da diese geografisch so dicht beieinander liegen, ist das Städtehopping auch nicht mit Hektik verbunden.

Musikfestspiele in Saarbrücken

In Saarbrücken sind die Musikfestspiele Saar alle zwei Jahre ein absolutes kulturelles Highlight. Sie widmen sich jedes Mal aufs Neue einem ausgewählten Komponisten oder der Musikkultur eines ganzen Landes. Die unvergleichliche Stimmung der etwa 80 Konzerte resultiert vor allem durch die außergewöhnlichen Aufführungsorte wie Kirchen, Schlösser und leer stehende Industriehallen. In diesem Jahr standen die Festspiele im Zeichen deutscher Musikgeschichte. So waren neben dem Chor und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks auch die Berliner Philharmoniker und das WDR Sinfonieorchester Köln dabei, die anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner ein wahres musikalisches Feuerwerk entfachten.

Ludwigskirche Saarbrücken bei Nacht

Die Ludwigskirche in Saarbrücken erstrahlt bei Nacht

Kunstgalerie „Elephant Parade“ in Luxemburg und Trier

Bis zum 18. Oktober wurde in Luxemburg und Trier erstmalig die Elephant Parade ausgetragen, bei der 85 farbenfrohe, kunstvoll gestaltete und 1,50 Meter große Elefanten-Statuen in den Straßen der beiden Städte ausgestellt wurden. Diese weltweit größte Open-Air-Kunstausstellung stand unter dem Motto „Be part of it…“. Unter diesem wurde im Rahmen einer Gala-Aktion zum Finale der Ausstellung ein Teil der Kunstwerke versteigert, wobei die Erlöse die „Asian Elephant Foundation“ zufließen. Diese gemeinnützige Stiftung macht weltweit auf das Aussterben asiatischer Elefanten aufmerksam und finanziert zu deren Schutz entsprechende Programme.

Dom und Liebfrauenkirche in Trier

Dom und Liebfrauenkirche in Trier

Metz ehrt zwei bedeutungsvolle Männer

Die französische Stadt Metz hat sich dieses Jahr ganz ihren „Kindern der Stadt“ Robert Schumann und Jean Cocteau verschrieben und die beiden bedeutenden Männer für ihre Leistungen geehrt. Robert Schumann als Vater der Europäischen Union wird in einem Museum mit interaktiven Räumen Rechnung getragen. Dort kann man das ganze Jahr über neben diversen Sonderausstellungen auch den Beginn der Europäischen Konstruktion nachvollziehen. Gerade in Verbindung mit einer Visite im Privathaus von Robert Schumann lässt sich Europa unter einem neuen Blickwinkel erkunden und letztendlich auch besser verstehen.

Jean Cocteau wiederum war in einer völlig anderen Domäne zu Hause. Als einer der beeindruckendsten Künstler des 20. Jahrhunderts hinterließ er in Metz beispielsweise die Kirche Saint Maximin mit ihren wunderbaren, geheimnisvollen Kirchenfenstern. Diese können selbstverständlich auch heute noch besichtigt und bestaunt werden.

Temple Neuf in Metz an der Mosel

Temple Neuf in Metz an der Mosel

Sag uns Deine Meinung zu diesem Thema

* Pflichtfelder