Der Harz und sein Nationalpark


Der Harz im Nordosten Deutschlands bietet dir eine Mischung aus Naturpanoramen, aufregenden Abenteuern im Hochseilgarten und purer Entspannung in den zahlreichen Kurorten. Für jedes Alter und zu jeder Jahreszeit gibt es genug Abwechslung – direkt vor der Tür in Deutschland.

Überblick

Wir gestehen: Wir lieben den Harz! Es ist das Mittelgebirge, welches sich über drei deutsche Bundesländer erstreckt. Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden die Kulisse des fast schon einzigartigen Naturpanoramas. Die kurze Anreise punkten bei Kurzentschlossenen und Familien, die den Alltag hinter sich lassen möchten, ohne viel Anreisestress zu haben. Naturliebhaber, Vogelbeobachter, Wanderer und Aktivurlauber werden im Harz gar nicht wissen, was sie zuerst machen sollen. Einerseits lockt der Nationalpark Harz mit seiner vielseitigen Landschaft aus Mooren, Wäldern und Felsen, andererseits sind die interessanten Klettergärten und Entdeckungspfade ebenfalls reizvoll. Im Winter verwandelt sich die Umgebung in ein Paradies für Skifahrer und Langläufer.

Blick auf die Rosstrappe im Harz
Blick auf die Roßtrappe im Harz

Die vielen sehenswerten Städte wie Wernigerode oder Goslar sind hingegen ein Top-Ziel für Kulturinteressierte oder Shopping-Fans. Zudem begeistert der Harz mit anerkannten Kurorten, in denen ihr Körper, Geist und Seele zu neuer Energie verhelfen könnt. Abgerundet wird das Ganze mit Spezialitäten aus der Region, die euch mit Frische und Reichhaltigkeit verwöhnen. Somit ist der Harz auch ein Top-Tipp für Genießer!

Orte

Die Städte im Harz bestechen mit historischer Schönheit, erholsamen Heilbädern oder sehenswerten Museen. Wir stellen nachfolgend vier der beliebtesten Reiseorte des Harz kurz vor und sagen euch, für wen die Stadt jeweils besonders geeignet ist.

Wernigerode

In Sachsen-Anhalt begrüßt euch die Stadt Wernigerode. Sie liegt nordöstlich des Brockens, der der höchste Berg im Harz ist. Wernigerode ist vor allem für ihr Schloss bekannt. Dieses thront imposant etwa 170 Meter über dem Stadtkern mit seinem Marktplatz. Das Schloss geht auf einen Burgbau im 12. Jahrhundert zurück, wurde im Laufe der Jahre aber umgebaut und erweitert. Seit 1930 könnt ihr den Großteil des Schlosses besichtigen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Rathaus, das bereits auf vielseitige Weise genutzt wurde. Ob Weinkeller, Kaufhaus oder Spielbühne: In der Vergangenheit kamen dem heute beliebten Fotomotiv in Wernigerode die verschiedensten “Aufgaben” zuteil. Besucht im Ort außerdem die St. Johanniskirche. Diese basiert auf einem Bau aus dem 13. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit ausgebaut und umgestaltet.

Schloss Wernigerode
Historisches Schloss Wernigerode

Zu wem passt Wernigerode? Durch die historischen Gebäude und die herrlichen Fachwerkhäuser, die teilweise aufwändig und liebevoll restauriert wurden, bietet sich Wernigerode für einen Städtetrip mit klassischem Sightseeing an. Entscheidet ihr euch also für eine symbolische Reise durch die Zeit, sollte Wernigerode im Harz ganz oben auf eurer Liste stehen.

Bad Harzburg

Bad Harzburg ist der größte Harzer Kurort. Die Stadt befindet sich in geschützter Lage und verfügt über hervorragende, klimatische Bedingungen. Bereits im 16. Jahrhundert wurde die erste der sieben heute bekannten Heilquellen des Ortes entdeckt. Die im Landkreis Goslar gelegene Kurstadt gehört mittlerweile zu den besten anerkannten Heilbädern deutschlandweit. Neben den Kur- und Wellnesseinrichtungen findet ihr grüne Landschaften in Form von Parks sowie Sehenswürdigkeiten wie die Trink- und Wandelhalle vor. Diese gilt als Wahrzeichen von Bad Harzburg und beherbergt einen Heilbrunnen.

Bad Harzburg
Kurhaus in Bad Harzburg

Zu wem passt Bad Harzburg? Sehnt ihr euch im Urlaub vorwiegend nach dem süßen Nichtstun und wollt die Landschaft auf euch wirken lassen, seid ihr im Kurort genau richtig. Hier könnt ihr in einem Wellnesskomplex residieren und euch rund um die Uhr verwöhnen lassen. Auch Shopping-Fans kommen in den vielen Boutiquen und Geschäften auf ihre Kosten.

Bad Lauterberg

In Bad Lauterberg wartet ebenfalls die maximale Erholung: Es handelt sich um ein Kneipp-Heilbad mit verschiedenen Kurparks und Thermalbädern. Für Abwechslung und aufregenden Spaß im Nass sorgt das Vitamar Erlebnisbad, zudem gibt es einen Nordic-Walking-Park zum sportlichen Austoben. Freut euch ebenfalls auf einen historischen Stadtkern, der von barocken Bauwerken und Fachwerkhäusern geprägt wird. Ein Heimat- und ein Eisenhüttenmuseum (Königshütte) stillen euren Wissensdurst rund um die Vergangenheit des Ortes.

Bad Lauterberg im Harz
Blick auf Bad Lauterberg im Harz

Zu wem passt Bad Lauterberg? Der Ort punktet mit Vielfalt und eignet sich daher sowohl für einen erholsamen Wellness-Aufenthalt als auch für einen Einkaufsbummel. Ebenso kann der kulturelle Trip dank der antiken Bauwerke und informativen Museen nur gelingen. Aufgrund des Erlebnisbades empfiehlt sich Bad Lauterberg weiterhin für Familien mit Kindern, während die Sportparks in der Stadt für Aktivurlauber reizvoll sind.

Goslar

Goslar liegt in der Nähe von Bad Harzburg und besticht ebenfalls mit einem schönen Stadtkern. Markant sind die ungleichen Türme, welche die Kirche am Marktplatz dominieren. Hier findet ihr auch das Wahrzeichen der Stadt, einen Adler auf dem Marktbrunnen. Eine von der UNESCO bedachte Sehenswürdigkeit liegt ebenfalls in Goslar: Es ist die Kaiserpfalz, die im 11. Jahrhundert errichtet wurde. Hier findet ihr eine Ausstellung rund um die Geschichte des Wanderkaisertums. Aktiv und naturnah geht es hingegen rund um die Okertalsperre zu. Das Okertal bildet ein romantisches Panorama für Naturfreunde. Zudem können Aktivurlauber hier klettern oder wandern.

Kaiserpfalz Goslar
UNESCO-Welterbe Kaiserpfalz in Goslar

Zu wem passt Goslar? Goslar überzeugt wie Wernigerode bei einem Städtetrip mit Sightseeing. Durch die Nähe zu natürlichen Schönheiten wie dem Okertal mitsamt dem Okerstausee kann der Ort aber auch bei Naturfreunden reichlich Punkte sammeln.

Nationalpark Harz

Teil eures Urlaubs im Harz sollte – vor allem für Naturfreunde und Aktivurlauber – der Nationalpark Harz sein. Er erstreckt sich über zwei Bundesländer und entstand am 01. Januar 2006 aus dem Zusammenschluss der beiden Nationalparks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Der Nationalpark Harz ist einer von 16 Nationalparks in Deutschland. Die verschiedenen Einrichtungen, wie das Nationalpark-Bildungszentrum Sankt Andreasberg und die Nationalparkhäuser und Nationalpark-Informationsstellen machen euch das Thema “Naturschutz” in diesem idyllischen Gebiet zugänglich.

Lage und Ausdehnung

Der Nationalpark Harz misst 247 Quadratkilometer. Er umfasst in der Nord-Süd-Richtung das Gebiet von Bad Harzburg und Ilsenburg am nördlichen Harzrand über die Hochlagen des Harzes bis hin zum Oderstausee bei Bad Lauterberg, der die südliche Begrenzung des Parks ist. Die südwestliche Ausdehnung geht von der Hochlage über den Acker-Bruchberg-Zug bis an den Rand des Harzes rund um Herzberg. Diese breite Fläche beinhaltet verschiedene Klimazonen, geologische Formationen sowie Luv- und Leeseiten.

Landschaft

Der Park schützt und erhält eine einzigartige Landschaft aus Mooren, Wäldern und Fließgewässern. Durch die klimatischen und geographischen Bedingungen findet ihr im Harz unterschiedliche Wald- und Landschaftstypen. Die unteren und mittleren Hanglagen des Parks sind beispielsweise durch Buchenwälder gekennzeichnet, während in den oberen Hanglagen vorwiegend Buchen-Fichten-Mischwälder zu finden sind. In den Hochlagen kommen ausschließlich Bergfichtenwälder vor. Neben der Waldvielfalt begeistern auch die geheimnisvollen Moore und kargen Felslandschaften, die die Wälder immer wieder unterbrechen.

Als höchste Erhebung im Park ist der Brocken bekannt. Dieser Berg ragt ganze 1.141 Meter in die Höhe. Im Nationalpark Harz finden sich zudem überall Gewässer, die früher umfangreich für den Bergbau genutzt wurden. Heute erfreuen die kleinen Bäche und Flüsse die Wanderer und bilden den Lebensraum für zahlreiche Tiere. Die Tier- und Pflanzenwelt im Harz hat sich ohnehin den speziellen Gegebenheiten angepasst und ist im jeweils übrigen Land nur selten anzutreffen.

Nationalpark Harz
Blick auf den Nationalpark Harz

Nationalpark erleben

Der besonders naturnahe Zustand und die für Mitteleuropa außergewöhnliche Urwüchsigkeit nehmen euch im Nationalpark Harz mit auf eine spannende Reise durch die Landschaftsvielfalt. Abseits der teilweisen Bekämpfung des Borkenkäfers werden kaum spezielle Waldentwicklungsmaßnahmen in diesem Gebiet ergriffen. Daher erlebt ihr den Wald in seiner möglichst natürlichen Dynamik. Das ist sowohl für Naturfreunde interessant als auch für jene, die es werden möchten. Eine besondere Tierwelt gilt es auch im Harz zu entdecken. Wann habt ihr schon das letzte Mal einen Schwarzspecht, eine Wildkatze, einen Wanderfalken oder einen Schwarzstorch in völliger unberührter Freiheit gesehen? Um eine Art bunten Urwald zu erleben, müsst ihr nicht in die Ferne reisen!

Eine Halbtagswanderung durch den Nationalpark Harz, ein Ausflug zum Brocken oder ein Spaziergang über die Bohlenstege durch die Moore bieten sich für einen interessanten Aufenthalt in diesem malerischen Naturparadies an. Für den reibungslosen Ablauf eures Besuchs sorgen die sogenannten “Ranger” – ausgebildete Forstwirte, die als Ansprechpartner vor Ort dienen und euch auf Wunsch mit reichlich Wissen rund um den Park versorgen. Sie sind es auch, die aufregende Themenwanderungen wie Fledermaus-Wanderungen, Fackel-Wanderungen oder spezielle Naturerlebnisse anbieten.

Bodetal

Das gewaltige Bodetal wird auch als der „Grand Canyon“ Deutschlands bezeichnet und ist ungefähr 450.000 Jahre alt. Das Felsental im Harz ist ein Zusammenschluss der Quellflüsse „Warme Bode“ und „Kalte Bode“ und reicht von Königshütte bis nach Thale. Die Schlucht wird immer tiefer und breiter und schließlich verlässt die Bode in der Stadt Thale den Harz. Das Flussbett wird stellenweise bis zu 25 Meter breit und ist 17 Kilometer lang. Baden solltet ihr dort auf keinen Fall, denn die einzelnen Stromschnellen und Strudel sind dafür zu gefährlich. An einigen Aussichtspunkten, wie zum Beispiel dem „Bodekessel“, laden Restaurants für eine kleine Verschnaufpause ein. Ihr könnt dort sehen und hören, mit welcher Wucht die Bode durch die Felsen strömt. Das Bodetal selbst ist seit 1937 als Naturschutzgebiet gekennzeichnet und mit 474 Hektar das größte in ganz Sachsen-Anhalt.

Blick auf den Brocken
Blick auf den Brocken

Massive Felswände ragen dort bis zu 230 Meter in die Höhe. Zwischen den Felswänden wird ein idealer Lebensraum für verschiedene und seltene Pflanzen- und Tierarten geboten. Außerdem beherbergt das Bodetal einheimische Bäume und einen vielfältigen Mischwald. Im Felsental sind es durchschnittlich bis zu 1,5 Grad kälter als in der Umgebung. So könnt ihr auch an heißen Sommertagen einen entspannten Wanderausflug ins Felsental machen. Aber Vorsicht: Vor 1820 gab es noch keine Wanderwege und auch bis heute ist abseits der Wege die pure Wildnis zu sehen. Achtet also am besten auf die ausgeschilderten Wanderwege, so könnt ihr auch Flora und Fauna sowie die scheuen Tiere schützen. Neben dem Goethefelsen, der nach dem deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe benannt ist, gibt es einige Abschnitte in der Schlucht, von der Sagen und Legenden erzählen. Außerdem bieten zahlreiche Aussichtspunkte, wie zum Beispiel die Roßtrappe, der Hexentanzplatz, der Herzogsblick und die Prinzensicht einen hervorragenden Blick über das Tal der Bode.

Thale

Die Stadt Thale liegt nordöstlich am Rande des Harzes, zwischen dem Hexentanzplatz und der Roßtrappe. Von hier aus kann auch mit dem 100 Kilometer langen Fernwanderweg in den Harzer-Hexen-Steig begonnen werden. Für einen Extrakick könnt ihr in Thale auch in der Harzbob-Bahn fahren. Sie bietet auf einem Kilometer Länge immerhin einen Höhenunterschied von 55 Metern. Haltet euch am besten gut fest, denn ihr könnt mit den einzelnen Bobs eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h erreichen.

Hexentanzplatz, Teufel und Walpurgisnacht

Der Hexentanzplatz liegt am äußeren Ende des Bodetals in Thale auf einer Anhöhe von 454 Metern. Ihr könnt den Platz am besten mit einer Seilbahn erkunden. In den einzelnen Waggons könnt ihr durch eingefasste Glasböden ganz ungefährlich einen Blick in die unter euch liegende Tiefe werfen. Wenn die Sicht frei ist, ist das komplette Bodetal ersichtlich. Die imposanten Mischwälder werden je nach Tageszeit in unterschiedliche Farben eingetaucht. So erlebt ihr fast schon ein mystisches Erlebnis im Farbenspektakel. Auf dem Hexentanzplatz könnt ihr auch das Harzer Bergtheater besichtigen. Für Jung und Alt gibt es dort wechselnde Aufführungen. Das Highlight des Jahres auf dem Hexentanzplatz ist die Walpurgisnacht. Sie findet immer in der Nacht zum 1. Mai statt. Dort werdet ihr von Live-Musik, einem großen Feuerwerk und verschiedenen Lasershows überrascht. Jährlich lädt dieses Spektakel bis zu 10.000 Begeisterte ein, viele von ihnen sind als Hexe oder Teufel verkleidet.

Roßtrappe

Der 403 Meter hohe Granitfelsen erhebt sich oberhalb des linken Bodeufers aus dem Tal. Mystische Geschichten deuten eine Einlassung im Felsen, die wie ein Fußabdruck aussieht, auf verschiedene Arten. Oben auf der Roßtrappe gibt es einen Sagenpavillon, in dem ihr mehr über den riesigen Granitfelsen und dessen Entstehung erfahren könnt.

Rappbodetalsperre

Die Rappbodetalsperre ist die größte Talsperre Deutschlands und schützt seit mehr als 50 Jahren die im Bodetal liegenden Orte vor Hochwasser. Das gigantische Bauwerk hat eine 106 Meter hohe Staumauer, ist 415 Meter lang und befindet sich am Eingang des Bodetals. In ihr kann eine Wasserfläche von bis zu 390 Hektar angestaut werden. Die Rappbodetalsperre ist nicht nur ein eindrucksvoller Ort, der besichtigt werden kann, sie dient außerdem als Wasserversorgung für die umliegenden Ortschaften.

Rappbodetalsperre im Harz
Rappbodetalsperre im Harz

Aktivitäten

Der Harz ist der perfekte Ausgangspunkt für einen herrlich aktiven, sportlichen Urlaub. Immerhin lockt hier einerseits die ursprüngliche Natur des Nationalparks Harz, die Wanderungen und informative Spaziergänge erlaubt. Andererseits finden sich ein Hochseilgarten und Optionen für den Wintersport im deutschen Mittelgebirge. Möchtet ihr es lieber etwas ruhiger angehen, empfehlen wir eine Fahrt mit der Burgberg-Seilbahn oder der Harzer Schmalspurbahn.

Hochseilgarten Skyrope

Der Hochseilgarten erlaubt spannende Kletterstunden und Herausforderungen in bis zu zehn Metern Höhe. Wagt ihr es, in der idyllischen Natur von Stamm zu Stamm zu klettern? Ob Anfänger oder Profi, hier warten unterschiedliche Aufgaben in schwindelerregenden Höhen darauf, von euch bewältigt zu werden.

Wintersport

Warum für den Winterurlaub in die Ferne schweifen, wenn ihr auch mitten in Deutschland die Skipisten unsicher machen könnt? Neben der romantischen Kulisse, die sich durch die verschneite Landschaft im Winter zeigt, könnt ihr euch circa zwischen November und Januar auf Skiern und Snowboard auspowern. Auch Langläufer kommen auf ihre Kosten. Ski- und Rodellifte bringen euch größtenteils bequem an die Spitze und lassen euch entspannt die Hänge hinabsausen. Die Skigebiete wie St. Andreasberg oder Osterode machen einen perfekten Winterurlaub direkt in eurem Heimatland möglich.

Sommersport

Festhalten, zurücklehnen und die Aussicht genießen heißt es bei einer Fahrt in einer der vielen Sommerrodelbahnen im Harz. Die Auswahl ist riesig, neben der Harzbob Rodelbahn in Thale am Hexentanzplatz gibt es noch eine weitere imposante Bahn. Die längste Sommerrodelbahn im Harz nennt sich die BocksBergBob Hahnenklee. Die Fahrbahn ist über 1250 Meter lang. Falls ihr Angst habt, alleine zu fahren, bietet euch diese Rodelbahn Zweisitzer-Schlitten. Wenn ihr mutig genug seid, dürft ihr euch aber natürlich auch alleine in den Doppelbob schwingen. Die Geschwindigkeit ist individuell anpassbar und so können auch Kinder ab 8 Jahren alleine mit dieser Bahn fahren.

Burgberg-Seilbahn

Die Burgberg-Seilbahn liegt in Bad Harzburg, besteht bereits seit 1929 und bringt euch auf den Großen Burgberg in über 480 Metern Höhe. Während der Fahrt zum Gipfel genießt ihr bereits die Aussicht ins Umland, bis ihr auf der Spitze durch einen eindrucksvollen Weitblick belohnt werdet. Die Seilbahn-Fahrt dauert etwa drei Minuten und bis zu 18 Personen finden in einer der historisch-schönen Gondeln Platz. Tipp: Vom Großen Burgberg aus könnt ihr wunderbare Wanderungen, etwa zum höchsten Berg Brocken im Harz, starten.

Harzer Schmalspurbahn

Der Harz hat noch ein Highlight in petto. Die Brockenbahn ist eine Dampflokomotive, die euch zu idyllischen und sehenswerten Orten im Harz befördert – und das auf rund 140 Kilometern Länge in einem Verkehrsmittel, das nicht nur die Herzen von Eisenbahnfans und Kindern höher schlagen lässt! Die nostalgische Optik der Schmalspurbahn verlockt vor oder nach der Fahrt zu einem tollen Erinnerungsfoto, das im Harz-Urlaub fast schon Pflicht ist.

Brockenbahn im Harz
Mit der Brockenbahn im Harz unterwegs

Baumwipfelpfad

Ein Baumwipfelpfad zeigt euch die Vielfalt der Natur von oben! In der Nähe von Bad Harzburg gibt es eine besonders schöne und barrierefreie Variante, die über insgesamt 18 Plattformen verfügt. Lasst euch auf etwa 1.000 Metern Länge von wissenswerten Informationen rund um die Natur im Harz begeistern und schließt euren Urlaub zum Beispiel mit einer thematischen Führung vor der Kulisse eines romantischen Sonnenuntergangs ab.

Reise-Infos

Für euren Urlaub in Deutschland müsst ihr nicht viel vorbereiten. Ein paar Tipps haben wir trotzdem noch für eure Reise in den Harz gesammelt.

Reisezeit

Der Harz punktet ganzjährig als spannendes und vielfältiges Reiseziel. Gerade für Städtetrips und Wellness-Aufenthalte seid ihr wetterunabhängig unterwegs. Für Wanderungen und Erlebnistouren empfehlen wir den frühen Herbst oder das späte Frühjahr, für den Skiurlaub natürlich den Winter. Während dieser Zeit zeigt sich die Landschaft, wenn Schnee gefallen ist, zudem in einem märchenhaft-romantischen Gewand.

Soesestausee im Harz
Sösestausee im Nebel

Anreise

Die Anreise ist bequem mit dem Auto oder per Zug möglich. Züge enden je nach Ausgangspunkt in Bad Harzburg, Wernigerode oder Goslar (wenn ihr aus nördlicher Richtung anreist) oder in Herzberg und Walkenried (wenn ihr aus dem Süden kommt). Vor Ort geht es dann wahlweise mit Bussen oder der besonderen Harzer Schmalspurbahn voran.

Essen und Spezialitäten

Wenn ihr nicht gerade eine Vollpension im Urlaub gebucht habt, dürft ihr euch auf die bunte Vielfalt der Küche aus dem Harz freuen! Vorwiegend wird frisches Wild, zum Beispiel Wildschwein und Hirsch, serviert. Die Tiere stammen direkt aus den Harzer Wäldern – und diese Frische schmeckt ihr sicher auch. Ebenso verhält es sich mit Fischgerichten wie der Harzer Forelle. Diese lebt beispielsweise in den Talsperren oder größeren Flüssen im Umland. Mögt ihr es lieber vegetarisch, könnt ihr Gerichte mit dem herzhaften “Harzer Roller” probieren. Dabei handelt es sich um eine regionale Käsesorte. Freut euch zudem auf leckere Kuchen und Süßspeisen in den zahlreichen Cafés, die euch zwischendurch mit einer kleinen, kulinarischen Sünde stärken.

Harzer Roller
Der Harzer Roller ist eine Spezialität

Hotels & Unterkünfte

Hotel in der Stadt oder doch lieber mitten in der Idylle? Der Harz erlaubt einen Urlaub nach Maß, der schon bei der Wahl der Unterkunft beginnt. In Wernigerode findet ihr beispielsweise gute Stadthotels oder gemütliche Gasthöfe, während in Bad Harzburg und Bad Lauterberg der Fokus ganz klar auf Wellness und Entspannung liegt. Hotels mit Spa-Bereich, Massage- oder Kosmetikangeboten und einem Pool sind hier fast schon an der Tagesordnung.

Uriger geht es außerhalb der Harzer Städte zu, wenn ihr euch etwa für eine Pension mit Blick auf die vielseitige Landschaft entscheidet. Mitunter findet ihr auch ein Golfhotel oder eine Pension, die sich speziell an Wanderer und Aktivurlauber richten und euch beispielsweise für den nächsten Ausflug ein Lunchpaket packen.

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