Tipps Island: 10 Basics über das Land aus Feuer und Eis

Ewige Gletscher und schmauchende Vulkankrater haben im Norden von Europa eine grandiose Landschaft geschaffen. Island vereint auf kleiner Fläche die größten Wunder der Natur. Alle Informationen für die erste Reise nach Island in 10 einfachen Punkten.

1. Island, seine Sprache und Währung

Hauptstadt:Reykjavík
Regierung:Parlamentarische Demokratie
Staatsreligion:evangelisch-lutheranisch
Fläche:103.125 km²
Einwohner:ca. 350.000
Amtssprache:Isländisch
Häufigste Fremdsprachen:Englisch und Dänisch
Währung:Isländische Krone (1 EUR = 123,9 ISK)

Island ist das westliche Land Europas. Die 103.125 Quadratkilometer Fläche sind zu über einem Zehntel von Gletschern bedeckt, die jedoch aufgrund Klimaveränderungen rückläufig sind. Die Vegetation überwiegt. Ungewöhnlich ist das häufige Vorkommen von Heißwasserquellen. Mit mehr als 600 solcher Quellen hat Island mehr, als jedes andere Land der Welt. So entsteht eine einzigartige Landschaft. Die ursprüngliche, wilde und intakte Natur ist das prägendste Merkmal des Landes. Grund dafür ist einerseits die schwache Besiedlung mit nur 3,4 Einwohnern pro Quadratkilometer, andererseits die Vergangenheit Islands. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Island eines der ärmsten Länder in Europa. Heute hingegen hat es einen der höchsten Lebensstandards weltweit. Traditionell ist zwar noch immer der Fischfang von großer Bedeutung, doch ist Island auch in der Energiewirtschaft und im Finanzsektor erfolgreich.


Quelle: Youtube/IslandiaME

2. Die größten Naturwunder auf Island

Wer Island besucht, hat ein Herz für die Natur. Island dankt es wiederum mit zahlreichen, natürlichen Attraktionen. Wer hier die Priorität für seinen Urlaub auf Island setzt, sollte sich nahe eines Nationalparks einquartieren. Derzeit gibt es davon drei auf Island. Im Südosten liegt der Vatnajökull, im Südwesten der Pingvellir und im Westen der Snæfellsjökull-Nationalpark.
Schon aus großer Entfernung sichtbar ist beispielsweise der Gletscher Vatnajökull im Südosten. Schließlich heißt Island ja nicht umsonst auch Iceland. Der Vatnajökull ist die größte Gletscherkappe von Island und misst derzeit etwa 8.400 Quadratkilometer. Die Summe aller Gletscher auf dem europäischen Festland würde nicht ausreichen, um dem gleichzukommen.

Dort wo keine Gletscher sind, trifft man auf Island am häufigsten auf Vegetation. Besonders häufig auf Flechten und Moose, denen Island ihren „grünen Teppich“ verdankt. Zu einem Naturschauspiel kommt es auf diesen Flächen im Juni, wenn in großen Menschen die violetten Lupinen blühen. Wälder gibt es hingegen wenig und wenn, sind es meist ausgedehnte Birkenwälder. Ein kurioses Phänomen sind hingegen die Bananenstauden, denn auf Island wachsen die nördlichsten Bananen der Welt in Gewächshäusern, die mit dem heißen Thermalwasser beheizt werden. Die warmen Bäche und Quellen ermöglichen auch die Zucht von Weinreben.

Godafoss Island

Godafoss Island

Besonders spektakulär sind die heißen Bäche dort, wo sie über Felsklippen stürzen. Auch hier ist Island reich gesegnet, denn es gibt beinah mehr Wasserfälle, als sonstwo auf der Welt. Besonders sehenswerte Wasserfälle sind der Dettifoss, der als mächtigster Wasserfall Europas gilt. Er liegt im Nordosten der Insel. Im Südwesten sieht man hingegen den Gullfoss und im Osten den Hengifoss über rot gestreiften Steinen. Sehr berüchtigt ist aber auch der Skógafoss im Süden, da hier ein beinah dauerhafter Regenbogen die Besucher entzückt. Ein Selfie-Highlight ist auch der Wasserfall Seljandsfoss, hinter welchen man entlanggehen und einzigartige Fotos machen kann. Oder aber der bizarre Wasserfall Savrifooss, der durch seine orgelartigen Felsen weltberühmt geworden ist.

Zu den zahlreichen Naturwundern auf Island zählen aber auch die Geysire. Der beste Ort, um Geysire zu besichtigen ist das Heißwassertal Haukadalur. Es liegt im Südwesten der Insel und beheimatet auch den Großen Geysir, den Namensgeber des Phänomens. Während der Große Geysir nur noch selten aktiv ist, liegt keine Minute davon entfernt der derzeit aktivste Geysir von Island. Der Strokkur stößt alle 5 bis 10 Minuten eine zirka 30 Meter hohe Fontäne aus Wasser aus dem Boden in den Himmel. Dabei tanzen Dampfwolken über die farbenintensive Landschaft und bieten ein magisches Bild der Naturgewalten.

Die größte Faszination üben wohl aber die Polarlichter auf Island aus. Wer träumt nicht davon, die magischen Nordlichter einmal mit eigenen Augen zu sehen? Den Traum erfüllen kann man sich auf Island so gut wie überall, denn von jedem Ort aus, sind die Polarlichter zu sehen. Die richtige Zeit für das Nordlicht über Island ist von Ende September bis Anfang März. Oft braucht es dann nur noch Geduld und eine klare Nacht, um die leuchtende elektrische Spannung der Sonnenwinde beobachten zu können.

3. Tiere auf Island entdecken

Mit etwas Glück, begegnet man dann auch noch einigen der wenigen Tierarten auf Island. Zu den größten Landsäugetieren zählt der neugierige Polarfuchs. Im Norden von Island kann man aber auch Seehunde beobachten. Am häufigsten sieht man verwilderte Nutztiere, wie etwa die wolligen Islandschafe oder die kuscheligen Islandpferde. Wer in das östliche Hochland Islands reist, kann aber auch ausgesetzte Rentiere entdecken. An den Küsten sieht man hingegen stolze Wasservögel. Als berühmtester Vogel Islands gilt der Papageitaucher. Die besten Chancen, möglichst viele Wasservogel zu sehen, hat man am See Mývatn im Nordosten, etwa 50 Kilometer südlich von Húsavík. Es ist der viertgrößte See Islands, aber mit nur maximal 4,2 Metern Wassertiefe. Vielseitige Lavaformationen und der große Reichtum an Wasservögeln machen den See zu einem beliebten Ziel.

Ebenfalls zu einem Entdeckungsurlaub auf Island dazu gehören die Meerestiere rund um die Insel. Vor der Küste trifft der warme Golfstrom auf den kalten Ostgrönlandstrom, was für besondere Artenvielfalt sorgt. Das kaum belastete Wasser ist deshalb Heimat von etwa 270 Fischarten. Neben Walen wie dem Blauwal, Finnwal, Buckelwal, Pottwal oder Schwertwal kann man mit Glück beim Whale Watching in Island entdecken. Touren dazu werden an jedem größeren Hafen angeboten, wie in Reykjavík, Akureyri oder Húsavík. Die Sichtungsrate von ganzjährig 95-98% macht Island zu einem der bedeutendsten Hotspots zum Whale Watching. Nicht weniger interessant ist aber auch das Puffin Watching, das sich dem heimlichen Nationalvogel Islands, dem Papageitaucher widmet.

4. Klima und beste Reisezeit für Urlaub auf Island

Island liegt nahe des Polarkreis und weist ein dementsprechend kühles Klima auf, dass stark von den ozeanischen Strömungen beeinflusst wird. Der Golfstrom, aber auch der Irmingerstrom führen warmes Wasser an die Küste. Die Folge sind Abkühlung im Sommer und wärmere Winter. Es ergibt sich also ein mildes Klima mit wärmeren Temperaturen an der Südküste. Kälter ist es dafür im Nordosten und im Südwesten. Im Sommer darf man sich aber dennoch auf etwa 15 Grad Celsius am Tag freuen. Im Winter wird es zwischen 0 und 3 Grad kalt. Je kälter es wird, etwa in Richtung der großen Gletscher, desto eher regnet es auch auf Island. An der Südküste ist es also nicht nur wärmer, sondern auch trockener. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt im Winter bei 1:2 und in den Sommermonaten bei 1:3 Tagen.

Die beste Reisezeit für Island ist folglich in den Monaten Juni, Juli und August. Zu dieser Zeit sind auch die Tage auf Island am längsten und es ist die beste Reisezeit, um rund um Island Wale zu entdecken. Wer die optimale Reisezeit für Island noch etwas ausdehnt, kann im Mai auch noch den Frühling ausklingen sehen und im September beobachten, wie der Herbst naht. Die weiten Wiesen sind dann nicht mehr saftig grün, sondern werden gülden und es wächst die Chance, auf Polarlichter über Island zu stoßen. Als beste Reisezeit, um Nordlichter zu entdecken, gelten für Island jedoch wie gehabt die Monate Oktober bis März. Wer wiederum auf Gletschertouren, Schneewandern und andere Extremausflüge aus ist, sollte Island besser im Winter besuchen, da viele Geltscher unter der globalen Erwärmung leiden.

Reykjavik, Hauptstadt Islands

Reykjavik, Hauptstadt Islands

5. Tipps für die Anreise in den Urlaub nach Island

Um Island zu entdecken, ist von Deutschland aus das Flugzeug die beste Wahl für die Anreise. Die Flugdauer nach Island beträgt ab Frankfurt am Main beispielsweise drei Stunden. Obwohl Island gefühlt viel weiter weg ist, ist das also gar nicht so lang. Icelandair fliegt beispielsweise auch ab Frankfurt am Main nach Keflavík. Der internationale Flughafen Keflavík liegt 50 Kilometer südwestlich von Islands Hauptstadt Reykjavík. Ansässig sind mindestens acht Airlines mit über 30 Flugzielen. Vom Flughafen verkehrt dann regelmäßig ein Bus in die Hauptstadt Reykjavík. Da Island eine Insel ist, ist die einzige Alternative zum Flugzeug das Schiff. Die Anreise mit dem Schiff in den Urlaub nach Island hat jedoch den Nachteil, dass die Reise deutlich zeitintensiver und nicht viel günstiger ist.

6. Transfer während der Reise

Neben dem Flug nach Island sollte man sich überlegen, wie es nach der Reise nach Reykjavik weitergehen soll. Urlaub in Reykjavik machen oder gleich im Hinterland Vulkane und Gletscher erleben? Island ist touristisch gut genutzt und daher kann man sowohl von Reykjavik aus Tagestouren buchen, als auch selbst aufbrechen, um Vulkane und Wasserfälle zu entdecken. Bei Reisen auf eigene Faust wird zum Anfang der Süden empfohlen, da es hier am wärmsten und einfachsten ist, sich zu orientieren.

Für nationale Flüge innerhalb Islands, um schnell verschiedene Regionen der Insel zu entdecken, kann man wiederum bei Icelandair oder Regional Air Iceland an Bord gehen. Icelandair ist jedoch die größere Fluggesellschaft Islands, die ein dichtes Flugnetz nationaler und internationaler Flugstrecken betreibt. Zu den größten Flughäfen in Island zählen nach Keflavík der Flughafen Akureyri Airport, Egilsstaðir Airport und Ísafjörður Airport.

Für die weitere Fortbewegung auf Island empfiehlt sich am ehesten ein Mietwagen. Es ist zwar eine aufgrund der Benzinpreise nicht sehr günstige Möglichkeit, um sich auf Island fortzubewegen, doch die flexibelste und unabhängigste. Wer einen günstigen Mietwagen auf Island bucht (bei Ab-in-den-Urlaub.de spart ihr bis zu 70%), kann zumindest dabei sparen. Benötigt wird der Mietwagen aber schon. Gerade wer entlegene Natur besichtigen möchte, wird keine Buslinien oder Straßenbahnen als Überlandverbindung vorfinden. Der öffentliche und übrigens sehr gute Nahverkehr beschränkt sich hauptsächlich auf die Großstädte. Wohl auch, weil das Umland zwar ein sehr gutes und über 10.000 Kilometer langes Straßennetz besitzt, aber die Straße im Hochland eben auch mal durch einen Gletscherfluss führen kann. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann zudem hier auch nach Belieben anhalten und Islands Schönheit genießen. Gefahren wird übrigens im Rechtsverkehr. Tiere genießen auf Island unbedingte Vorfahrt und es herrscht absolutes Alkoholverbot.

Mit dem Bus kommt man aber auch von A nach B. Der Vorteil liegt hierbei im Preis. Auf Island werden preiswerte Zeitpässe angeboten, die bis zu vier Wochen Gültigkeit haben. Die Busse fahren zwar nicht in das spannende Hochland, doch ist eine Rundreise auf der Ringstraße möglich. So ein Ticket kostet etwa 250,- Euro.

Island Mount Kirkjufell und Kirkjufellfoss

Island Mount Kirkjufell und Kirkjufellfoss

Abenteuerliche Möglichkeiten, um sich auf Island fortzubewegen, gibt es dann auch noch: Einige Urlauber erkunden Island mit dem Fahrrad. Dabei möchten wir darauf hinweisen, dass die hügelige, steinige und im Hochland teils auch staubige Landschaft Islands das Fahrradfahren nicht besonders angenehm macht. Zudem hat man permanent das Gefühl, gegen den Wind zu fahren. Alle Tage hält man das nicht durch. Im Osten Islands ist auch mit Sandstürmen zu rechnen und die weiten Landschaften entbehren oft jeder Zivilisation. Erleben ja, aber erleiden nein! Eine Fahrradtour über Island ist daher nur erfahrenen Profis zu empfehlen oder sollte sich auf Gebiete wie Reykjavík beschränken. Noch besser: Tauscht die Idee mit dem Drahtesel über Island zu reisen gegen einen Ausflug zu Pferde ein und entdeckt die Schönheit Islands auf dem Rücken eines Islandpferdes. Ein einstündiger Ausritt auf Island ist schon ab umgerechnet 25,- Euro möglich und die viel schönere Art zu reisen.

7. Hotels auf Island

Theoretisch lässt sich Island aufgrund der kurzen Anreise schon über ein verlängertes Wochenende entdecken, doch wäre es zu schade, nicht länger zu bleiben. Wer nicht bloß die Hauptstadt Reykjavik besichtigen möchte, sollte mindestens eine Woche einplanen, um sich bei den mitunter weiten Wegen ein Bild von der Insel machen zu können. Je länger die Reisedauer, desto wichtiger ist aber auch, günstige Hotels auf Island zu finden. In den großen Städten ist dies mit gutem zeitlichen Vorlauf kein Problem und man kann bei der Buchung vorgehen, wie an anderen Städtezielen auch. Das Hotelangebot ist gut und reicht von einfachen Unterkünften bis hin zu luxuriösen Hotels auf Island. Zu den Hotels mit dem besten Standard zählen das ION Hotel im Þingvellir Nationalpark sowie das Marina Hotel von Icelandair. Hohen Komfort bieten aber auch die Hotels von Radison Blu. Die Preise für derartige Luxushotels auf Island liegen bei etwa 300 Euro für ein Doppelzimmer.

Günstiger sind auf Island die Hostels, die wie die Luxushotels in den größeren Städten sehr verbreitet sind. Empfehlenswert sind etwa das Loft Hostel oder Kex. Die Zimmer kosten hier je nach Saison und Lage zwischen 30 bis 250 Euro pro Doppelzimmer. Dabei kann man sich auch auf Extras wie Meerblick freuen. Das insgesamt größte Angebot an Luxushotels und Hostels findet man in der Region Höfuðborgarsvæðið im Südwesten. Die zehn größten Städte Islands liegen hauptsächlich in dieser Gegend. Hotels aller Preisklassen sind demnach vor allem hier zu finden, aber auch in anderen Großstädten und Regionen Islands:

ReykjavíkHöfuðborgarsvæðið
KópavogurHöfuðborgarsvæðið
HafnarfjörðurHöfuðborgarsvæðið
AkureyriNorðurland eystra
GarðabærHöfuðborgarsvæðið
KeflavíkSuðurnes
MosfellsbærHöfuðborgarsvæðið
AkranesVesturland
SelfossSuðurland
NjarðvíkSuðurnes

Neben Hotels gibt es auf Island auch viele Ferienhäuser und Gästehäuser. Vor allem in den ländlichen Regionen wird man eher auf Bauern- und Landgasthöfe zurückgreifen müssen. Die günstigsten Möglichkeiten für eine Übernachtung auf Island stellen Campingplätze sowie Jugend- und Familienherbergen dar. Die Unterkünfte sind oft von der Straße aus angepriesen und man hat gute Chancen, auch spontan ein freies Bett zu finden.

8. Preise auf Island

Wie teuer ist Island? Das offizielle Zahlungsmittel ist die Isländische Krone. Der Kurs: 1,-€ sind 123,9 ISK. Noch vor zehn Jahren gab es nur 75 ISK pro Euro. Die Ausgaben für Touristen in Island haben sich also derzeit etwa halbiert. Kinder erhalten zudem fast überall Rabatt, sodass ein Urlaub auf Island auch für Familien machbar ist. Für den Flug nach Island sollte man mit etwa 500 Euro rechnen. Schnäppchenflüge kosten mitunter auch nur 400 Euro. Sehr günstig ist auf Island die Verpflegung. Viele grundlegende Lebensmittel sind sehr viel billiger, als in Deutschland. Ausnahmen gibt es allerdings auch, vor allem wenn es Importware ist. Vor allem das Bier und anderer Alkohol ist auf Island preisintensiv, da eine hohe Steuer gilt. Für ein Bier beispielsweise zahlt man etwa 7 Euro. Ein Glas Wein kann auch mal 10 Euro kosten und ist somit weitaus teurer, als das Essen. Wegen der besseren Löhne im Servicebereich zahlt man aber auch etwas mehr in Restaurants und Cafés. Ähnlich verhält es sich mit Eintrittspreisen für Museen und Sehenswürdigkeiten. Die Naturattraktionen sind in der Regel kostenfrei, doch Ausstellungen und Konzerte gehen spürbar ins Budget. Das lohnenswerte Museum „Whales of Iceland“ in Reykjavík kostet beispielsweise 25€ pro Erwachsenen (Stand 2018). Wer wegen des höheren Preisniveaus zögert, nach Island zu reisen und ein Hotel zu buchen, der sollte sich allerdings auch die Frage stellen, ob Island nochmal günstiger wird?

9. Top 10 Sehenswürdigkeiten auf Island

• Reykjavík als nördlichste Hauptstadt der Erde bestand bis in das 18. Jahrhundert nur aus Bauernhöfen. Heute zeigt sich die Stadt künstlerisch betont und weltoffen. Das sorgt für eine einmalig schöne Atmosphäre in einer sehr gepflegten Hafenstadt.

The Blue Lagoon, Island

The Blue Lagoon, Island

• Die Blaue Lagune Bláa Lónið ist ein Thermalfreibad bei Grindavík nahe Reykjavík. Gefördert wird ein 240 Grad Celsius heißes Gemisch aus Süß- und Salzwasser, das aus einer Tiefe von 2.000 Metern stammt. Im See hat das Wasser eine Temperatur von 37 bis 42 Grad, sodass man hier bei noch so kaltem Wetter bei Badewannentemperatur schwimmen kann.

• Für einen Tagsausflug ab Reykjavík ist der „Golden Circle“ empfehlenswert. Es handelt sich um eine Rundfahrt, bei der das Parlament ebenso besucht wird, wie der große Geysir und der Gullfoss Wasserfall.

• Der größte Gletschersee Islands ist der Jökulsárlón. Er misst 18 Quadratkilometer und lädt zu expeditionsähnlichen Bootstouren ein.

• Einmalig zeigt sich die prächtig schimmernde Bergwelt von Island bei Landmannalaugar. Vulkanische Aktivitäten haben hier aus Pechstein rötliche Hänge geformt, durch welche sich weiße Kalkadern ziehen. Die vielfältigen Farbtöne lassen einem das Auge übergehen.

• Für Naturliebhaber ist auch die vulkanische Inselgruppe „Vestmannaeyjar“ ein Must-See auf Island. Es handelt sich um 14 Inseln, die etwa 20 Kilometer südlich des isländischen Festlandes liegen. Lavaströme haben diese Inseln einzigartig geformt. Außerdem trifft man hier auf Papageientaucher.

• Die Halbinsel Snæfellsnes bildet den westlichen Teil des Nationalparks Snæfellsjökull im äußersten Westen Islands. Die Halbinsel wurde ebenfalls durch einen Vulkan geschaffen. Man genießt hier den zeitgleichen Blick auf Steilklippen, Gletscher und Sandstrände.

• Eine unvergessliche Kulisse bildet auch die Seenlandschaft Mývatn („Mückensee“). Der reich strukturierte See, der wie ein Geflecht aus Fützen wirkt, beheimatet zirka 40 Mückenarten (die wenigsten stechen) und hat daher seinen Namen. Entstanden ist er aus Lavaburgen. Entweder unternimmt man eine Rundfahrt oder geht im Mýtan Nature Bath baden.

• Die Kirche Hallgrímskirja ist eine evangelisch-lutherische Pfarrkirche in Reykjavík. Als größter Sakralbau in Island beeindruckt sie nicht nur durch ihre Dimension, sondern auch die ausgefallene Architektur.

• Der Vatnajökull-Nationalpark erstreckt sich über den gesamten mittleren Süden Islands und misst knapp 14.000 Quadratkilometer. Gletscher, Flüsse, Wasserfälle, Krater und Mooslandschaften treffen hier aufeinander. Man trifft Rentiere und Gänse. Das Besucherzentrum ist in Skaftafell und ganzjährig geöffnet.

Seljalandsfoss Wasserfall, Island

Seljalandsfoss Wasserfall, Island

10. Do’s and Don’ts für Island

Nun noch abschließende Tipps und Informationen zu Island: Zu den wichtigen Do’s für Island gehört, sich im Falle eines Mietwagens, für ein Allradauto zu entscheiden und dabei wegen der rauen Landschaft, Schotterstraßen und des Wetters auch nicht auf die Versicherungen zu verzichten. Auch sollte man, ist man auf eigene Faust unterwegs, stets die Wettervorhersage kennen, um sich auf das Wetter einzustellen. Wegen der teils weiten Distanzen im Hinterland darf auch das Tanken nicht vergessen werden. Lieber früher, als zu spät. Dies ermöglicht es auch, zwischendurch unplanmäßig auf abzweigende Straßen abzubiegen, um die Natur zu entdecken. Dabei sollte man Geduld mitbringen, falls das Wetter vorübergehend umschlägt. Ein weiteres Do für Iceland: Der Urlaub dient zwar der Erholung, doch sollte man sich bemühen, mit den Einheimischen zumindest Englisch zu sprechen. Bis auf die Älteren wird es von den meisten gesprochen und man erspart sich wilde Gesten mit Hand und Fuß.

Zu den wichtigsten Don’ts für Island zählt im Umkehrschluss zum Do, nicht am Auto zu sparen, möchte man auf Island einen Mietwagen nutzen. Nur weil man ein fähiges Auto hat, sollte man aber nicht Offroad fahren. Touristen, die abseits der ausgewiesenen Straßen fahren, werden mit bis zu 1.000 Euro Bußgeld bestraft. In diesem Sinne sollte man es auch mit der Reise insgesamt nicht übertreiben. Lieber einige Ziele gesucht anfahren, als sich auf Island zu verzetteln. Eine Reisedauer von 7 bis 14 Tage ist für Island ideal.

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