Surfen: Die Top 14 Surfspots


Surfen ist eine der großartigsten und beliebtesten Urlaubsaktivitäten. Nicht wenige von uns und euch fahren extra an Küsten, an denen man am besten Wellenreiten kann. Wir haben die unserer Meinung nach besten Surfspots innerhalb und außerhalb Europas auserkoren. Wenn ihr also irgendwo das Surfen lernen oder auch als Fortgeschrittener windsurfen wollt, dann nichts wie ab mit euch an diese 14 traumhaften Orte zum Surfen!

Überblick

Nicht nur Profis kommen im Surfurlaub voll auf ihre Kosten. Unter unseren Top 14 Surfspots stellen wir euch verschiedene Orte sowohl für Anfänger als auch für Könner vor. Vom Windsurfen übers Wellenreiten – eurer Urlaubsplanung sind keine Grenzen gesetzt.

Die besten Surfspots in Europa

Surfen kann man in so gut wie jedem Teil der Erde und auf jedem Kontinent. Allerdings hat das Wellenreiten besonders in Europa einige Vorteile: Die Anreise ist zum Beispiel wesentlich kürzer und günstiger. Gerade zum Surfen lernen müsst ihr also nicht gleich in die Ferne reisen. Wir haben eine Liste der sieben besten Surfspots in Europa für euch zusammengetragen.

1. Sagres (Portugal)

Surfspot Tipp Nummer Eins führt euch nach Portugal, genauer gesagt an die Algarve an der südwestlichen Atlantikküste. Dieser Teil Europas ist wortwörtlich von der Sonne geküsst und bietet euch an vielen Tagen im Jahr ideale Strandbedingungen. Perfekt also, um hier surfen zu lernen oder seine bereits vorhandenen Surfskills auszubauen.

Blick-auf-Kueste-Sagres
Blick auf die Küste bei Sagres

Der kleine Ort Sagres liegt im äußersten Südwesten der Algarve, sogar am südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Da er sich in einem Naturschutzgebiet befindet, ist er nicht so überlaufen, bietet dafür aber hervorragende Surfbedingungen. Anfänger finden im Sommer hier stetigen Swell mit kleineren Wellen. Fortgeschrittene lieben die meterhohen Brecher, die im Herbst und Winter bei Sagres zu finden sind.

2. Fajã da Riberia da Areia (Madeira, Portugal)

Ebenfalls auf portugiesischem Staatsgebiet – aber trotzdem ziemlich weit draußen auf dem Meer – befindet sich Madeira. Die Insel liegt mehr als 700 Kilometer entfernt von der marokkanischen Küste und sogar mehr als 900 Kilometer von Europa entfernt und bildet den Surfspot mit einer der weitesten Anreisen auf unserer Liste. Doch der längere Flug lohnt sich für Surfer auf jeden Fall!

Surfer-Wellen-Madeira
Surfer in den Wellen vor Madeira

Von Oktober bis April landen eindrucksvolle Winter Swells an den Küsten Madeiras. Kein Wunder, schließlich liegt die Insel mitten im mächtigen Atlantik. Madeira ist kein klassisches Ziel für den Badeurlaub, sodass den Surfern die Strände der blumenreichen Insel quasi allein gehören. Anfänger sollten am besten bei Faja da Areia im Norden der Insel starten. Die meisten anderen Spots sind erfahreneren Surfern vorbehalten.

3. Flag Beach (Fuerteventura, Spanien)

Wenn wir schon mitten im Atlantik sind, dann müssen wir natürlich auch über die Kanaren sprechen. Noch etwas weiter südlich als Madeira, bietet von den Kanarischen Inseln vor allem Fuerteventura beste Bedingungen zum Windsurfen und Wellenreiten. Konstante Winde und angenehmes Wasser machen den sogenannten Flag Beach zu einem der besten Reviere für Wassersport.

Kitesurfen-Norden-Fuerteventura
Kitesurfen im Norden von Fuerteventura

Der Flag Beach liegt im Nordosten Fuerteventuras an einer natürlichen Bucht, die wiederum von schützenden Riffen umgeben ist. Wellen brechen regelmäßig über den Riffen, allerdings so moderat, dass hier auch Anfänger bestens Surfen lernen können. Dank leichtem Shorebreak und Wind parallel zur Küste ist der Flag Beach ideal für alle, die zum ersten Mal Surfen, Wind- oder Kitesurfen.

4. Tarifa (Spanien)

Die andalusische Stadt Tarifa war in ihrer über zweitausendjährigen Geschichte immer wieder Schauplatz wichtiger Ereignisse. Schließlich liegt sie am südlichsten Punkt Europas, an der Straße von Gibraltar und damit direkt Afrika gegenüber. Doch für diese Liste ist vor allem Tarifas Bedeutung als eine der Welthauptstädte für das Windsurfen wichtig.

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Spaniens Tarifa ist ein Paradies zum Surfen

Rund um Tarifa findet ihr in Andalusien kilometerlange Sandstrände, an denen sich ein großartiger Surfspot an den nächsten reiht. Die Gegend ist eine der windreichsten Regionen Europas und bietet vor allem Kite- und Windsurfern optimale Bedingungen. Bis auf wenige Tage im August wehen hier immer starke Winde ausgehend der Sahara oder des Atlantiks.

5. Mundaka (Spanien)

Wir bleiben noch einen Moment in Spanien, begeben uns aber in den Norden, ins Baskenland. Auch an diesem Teil der spanischen Atlantikküste findet ihr tolle Surfspots, beispielsweise bei Mundaka. Dort gab es einst eine der besten Wellen der Welt, weswegen in Mundaka bis 2009 auch die besten Surfer zum Billabong Pro Turnier trafen.

Wellen-Mundaka
Wilde Wellen in Mundaka

Leider verschwanden die spektakulären Wellen aufgrund von Ausbaggerarbeiten einer nahe gelegenen Werft, kamen aber zurück, als jene Werft strengere Auflagen erhielt. Seitdem haben sich hier wieder viele Surfcamps und Surfschulen angesiedelt. Wenn ihr also an einem legendären Ort Surfen lernen wollt, dann seid ihr in Mundaka genau richtig.

6. Quiberon (Frankreich)

Überqueren wir nun die Landesgrenze nach Frankreich und wandern noch ein Stück weiter nördlich. In der französischen Bretagne finden wir dann die Hafenstadt Quiberon, gelegen auf einer Halbinsel, die ihre Westküste dem dort recht wilden Atlantik zuneigt. An den Sandstränden und felsigen Buchten dort herrscht striktes Badeverbot – doch Surfer lockt die raue See dort magisch an.

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Raue Atlantikküste bei Quiberon

Quiberon ist eher für fortgeschrittene Wellenreiter empfohlen. Im Frühjahr, Herbst und Winter sorgen Tiefdruckgebiete aus dem Nordatlantik für ziemlich heftige Stürme, die sich optimal abreiten lassen, wenn der Wind sideshore weht. Dank des nahen Golfstroms kühlt sich das Wasser auch im Herbst nicht so stark ab. Das macht Quiberon auch außerhalb der Sommersaison beliebt bei Surfern.

7. Naxos (Griechenland)

Zuletzt wollen wir noch einen weiten Sprung nach Osten wagen, ins sonnige Griechenland. Die Insel Naxos liegt im Ägäischen Meer und gilt vor allem bei Windsurfern und Kitesurfern als ideal für Anfänger. Wenn ihr also surfen lernen möchtet, dann ist Naxos für euch definitiv eine Überlegung wert. Was ihr allerdings wissen solltet: Die Insel ist vor allem im Sommer mehr als gut besucht.

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Surfen vor der Insel Naxos

Direkt an Naxos Stadt schließt sich ein Sandstrand an, an dessen Ende eine Lagune durch ein Riff abgetrennt ist. In dieser Lagune gibt es fast keine Wellen, aber konstante Winde, so dass Neulinge hier in aller Ruhe Windsurfen und Kitesurfen üben können. Stehhöhe ist fast überall gegeben. Wer sich traut, surft durch einen der beiden Durchlässe raus aufs Meer und setzt bei noch mehr Wind das Gelernte um.

Sieben tolle Surfspots in der ganzen Welt

Surfen lernen sollte man vielleicht erst einmal in Europa, aber wer das Windsurfen oder Wellenreiten beherrscht, der darf sich durchaus weiter in die Welt hinauswagen. Wir haben sieben der besten Surfspots des Planeten zusammengetragen, vom noch recht nahen Ägypten und Marokko bis ins ferne Australien oder zum berühmten Waikiki Beach auf Hawaii.

8. Dahab (Ägypten)

Auf einem schmalen Küstenstreifen am Roten Meer liegt die ägyptische Stadt Dahab. Manchen ist sie vielleicht als beliebtes Tauchrevier in der Region Taba bekannt, schließlich gilt das rund 10 Kilometer entfernte Blue Hole als beliebter, aber auch gefährlichster Tauchplatz in ganz Ägypten. Doch dank der starken Winde hat sich Dahab als Revier für das Windsurfen etabliert.

Windsurfen-Dahab
Windsurfen in Dahab in Ägypten

Das Revier bei Dahab liegt im Windkanal des Golfs von Aquaba, wo der Wind durch Gebirgszüge getrichtert wird und zudem dank einer flachen Halbinsel noch schneller wird. An rund 300 Tagen im Jahr findet ihr hier Windstärken von mindestens 4 Bft. Der Surfspot in Dahab besteht aus drei Revieren für jede Fähigkeitsstufe und ist damit ideal für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis.

9. Taghazout (Marokko)

Ein weiterer, sehr empfehlenswerter Spot zum Surfen in Nordafrika befindet sich an der marokkanischen Atlantikküste. Im Süden des Landes liegt das Städtchen Taghazout in der Nähe von Agadir, einst nur ein Fischerdorf. Mittlerweile ist das einstige Dorf aber kräftig gewachsen und verdankt dies vor allem dem Tourismus. Wer neben Wüstenausflügen und buntem Markttreiben hier Surfen lernen möchte, ist natürlich gern gesehen.

Wenn ihr gerade erst mit dem Wellenreiten angefangen habt, dann ist Taghazout eine vortreffliche Adresse. Am sogenannten Banana Point brechen die Wellen konstant und sachte auf einer Sandbank. Ideal also, um die ersten Wellen zu reiten und ein Gefühl für Brett und Wasser zu bekommen. Reist am besten im Spätsommer oder Herbst an, da die Wellen ab November deutlich zulegen.

10. Jeffreys Bay (Südafrika)

Ganz im Süden des afrikanischen Kontinents findet sich ein Surfrevier, das nicht zu Unrecht als einer der besten Surfspots der Welt gilt. Die Rede ist vom Surfspot Jeffreys Bay nahe der gleichnamigen Stadt in Ostkap in Südafrika. Das Besondere an diesem Surfspot ist seine überaus lange, schnelle und rechtsbrechende Welle, die selbst Profis vor große Herausforderungen stellt.

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Endloser Strand und Wellen zum Surfen in Jeffreys Bay

In Jeffreys Bay finden jährlich die sogenannten J-Bay Open im Rahmen der World Surf League statt. Der legendäre Kelly Slater hält gemeinsam mit Mick Fanning den Rekord mit vier Siegen in diesem Turnier. Fanning hätte es 2015 fast ein weiteres Mal geschafft, wurde aber im Finale von einem Weißen Hai angegriffen, der deshalb scherzhaft als Sieger des Turniers ausgerufen wurde.

11. Hikkaduwa (Sri Lanka)

Der Inselstaat Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, rund 50 Kilometer südlich von Indien, und ist unter Wellenreitern sehr beliebt. Grob lässt sich die Insel in zwei Surfreviere aufteilen, die jeweils zu unterschiedlichen Jahreszeiten ihre Stärken ausspielen. Im Sommer solltet ihr eher an die Ostküste fahren, während sich im Winter die Südwestküste besser eignet.

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Surfer in Hikkaduwa

An ebenjener Südwestküste liegt der Surfspot Hikkaduwa, der es auf unsere Topliste geschafft hat. Das einst verträumte Fischerdorf zieht seit vielen Jahren nicht nur Taucher und Schnorchler an, die die Korallenriffe erkunden, sondern auch Surffreunde. Der Sandstrand bietet konstante Wellen in verschiedenen Stärken und ist daher ideal für Einsteiger und Surfer, die etwas mehr Widerstand suchen.

12. Byron Bay (Australien)

Am anderen Ende der Welt, im fernen Australien, ist Surfen in vielen Regionen so etwas wie der Nationalsport. Kein Wunder also, dass es hier massenweise tolle Surfreviere gibt. Eines davon befindet sich in der eigentlich eher beschaulichen Stadt Byron Bay im Bundesstaat New South Wales, 200 Kilometer südlich von Brisbane. Dessen Strand wurde allerdings einst vom Forbes Traveller Magazine zum Worlds Sexiest Beach erkoren. Für viele Surfer ist der Strand wohl deshalb auch der Worlds Sexiest Surfspot.

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Surfer an der australischen Byron Bay

Da auf der Südhalbkugel die Jahreszeiten andersherum als bei uns sind, müssen Anfänger unbedingt im europäischen Winter nach Byron Bay. Das Wasser hat dann etwa 26 Grad und die Wellen sind kleiner. Zwischen März und August ist Hauptsurf-Saison mit richtig dicken Swells und Offshore-Winden. Das Wasser ist dann kühler, aber versierte Surfer finden dann optimale Bedingungen. Allerdings sind die Spots dann auch höher frequentiert und die Unterkünfte mitunter etwas kostspieliger.

13. Nosara (Costa Rica)

Die Westküste des mittelamerikanischen Costa Rica quillt vor tollen Surfspots für Wellenreiter und Windsurfer nur so über. Hier findet jeder das passende Revier, egal auf welcher Schwierigkeitsstufe. Zum Surfen lernen ist Costa Rica ebenso geeignet wie für professionelles Wellenreiten. Ihr surft hier vor einer Kulisse aus traumhaften Regenwäldern und palmengesäumten Sandstränden – sei es auf sanfte Beachbreaks oder anspruchsvollere Break Points.

Unser besonderer Tipp ist Nosara in der Provinz Guanacaste. Der Strand hier ist nicht so erschlossen wie die in Tamarindo, Jaco oder Dominical. Es gibt keine asphaltierten Straßen oder Gebäude am Strand – was es aber gibt, sind unglaubliche Wellen der Spitzenklasse. Am besten reist ihr zwischen März und Oktober an, wenn die Hauptsaison vorbei ist. Dann ist es an den Surfspots von Nosara oft fast menschenleer.

14. Waikiki Beach (Honolulu, Hawaii)

Inmitten des mächtigen Pazifik, viele tausend Kilometer vom Festland entfernt, befinden sich die Hawaii-Inseln und mit dem Waikiki Beach auf O’ahu der vielleicht bekannteste Strand der Welt. Waikiki ist eigentlich ein Stadtteil von Honolulu, der magischen Hauptstadt des US-Bundesstaats Hawaii. Vor einem Panorama aus Großstadt-Hotels und Hochhäusern treffen sich am Waikiki Beach Surfer aus aller Welt und machen das kleine Eiland zum Mittelpunkt der Surf-Welt.

Jeder, der es mit dem Surfen ernst meint, muss mindestens einmal in seinem Leben am Waikiki Beach gesurft sein. Das liegt nicht nur an den tollen Wellen, die es hier gibt. Am Waikiki wurde das Surfen erfunden – und zwar vor vielen Hunderten von Jahren! Heute könnt ihr in den ruhigen Wellen von erfahrenen Trainern das Wellenreiten erlernen. Wenn ihr im Winter anreist, erlebt ihr schöne Wellen mit ordentlich Swell von den Pazifikstürmen. Im nicht weit entfernten North Beach sind Big Waves von zehn Metern dann nicht selten.

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