Kenia: Safaris & traumhafte Strände


In der Mitte der Welt, direkt am Äquator im östlichen Afrika, liegt das Land Kenia. Dieses Reiseziel ist ein echter Geheimtipp. Hier findet ihr beinahe menschenleere Traumstrände und ein Land voller Möglichkeiten abseits des Massentourismus. Und was dabei keinesfalls fehlen darf, ist natürlich eine Safari. Was also könnt ihr in Kenia erleben?

Überblick

Rund 40 Millionen Menschen nennen Kenia ihre Heimat, wovon rund drei Millionen in der Hauptstadt Nairobi leben. Das Land grenzt an Tansania, Äthiopien und Uganda. Vor allem aber liegt im Osten der Indische Ozean mit traumhaften Stränden wie aus einem Bilderbuch. Aus diesem Grund gab es in den 1990er Jahren einen regelrechten Boom und zahlreiche Touristen strömten nach Kenia. Mittlerweile hat sich dieser wieder gelegt. Stattdessen findet ihr hier wieder kaum besuchte Strände vor sowie eine Menge unberührte Naturlandschaften und Nationalparks, die zur Safari einladen.

Elefanten in Kenia
Elefanten in Kenia

Dass die Touristen in den vergangenen Jahren weniger geworden sind, liegt vor allem an Sicherheitsbedenken. Dabei gilt Kenia alles in allem als sicheres Reiseland und der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Einheimischen. Dementsprechend gastfreundlich sind sie gegenüber den Besuchern aus aller Welt und begleiten euch gerne bei euren Abenteuern, sei es die Safari, das Bergsteigen, das Tauchen & Co. Langweilig wird euch hier keinesfalls, denn in den pulsierenden Großstädten, beschaulichen Hafenstädten, weißen Sandstränden und einer atemberaubenden Natur könnt ihr eine unvergessliche Zeit verbringen – je nach individuellem Geschmack.

Städte

Wer mit dem Flugzeug nach Kenia reist, landet meist in der Hauptstadt Nairobi. Sie ist daher ein toller Ausgangspunkt für eure Zeit in dem einzigartigen Land und ihr solltet gerne einige Tage bleiben. Aber Nairobi ist natürlich nicht die einzige sehenswerte Stadt in dem faszinierenden afrikanischen Land.

Nairobi

Die Hauptstadt von Kenia ist lebhaft und ein beliebtes Touristenziel. Auf den zahlreichen Märkten könnt ihr in die Kultur der Einheimischen eintauchen oder das Stadtzentrum zu Fuß erkunden. Die örtlichen Museen informieren euch über die Geschichte der Stadt und des Landes sowie die Natur in den umliegenden Regionen. Ihr könnt in gemütlichen Cafés eine Rast einlegen oder in einem der Parks entspannen.

Nairobi, Hauptstadt von Kenia
Nairobi, Hauptstadt von Kenia

Bomas of Kenya

Bei Bomas of Kenya handelt es sich weniger um eine Stadt als um ein Dorf, welches speziell für Touristen errichtet wurde. Es gehört zum Großraum Nairobi und soll Besuchern einen Einblick in die ursprüngliche Kultur des Landes geben. Dementsprechend wurde das Dorf traditionell aufgebaut und spiegelt die Dörfer unterschiedlicher kenianischer Völker wider. Hier könnt ihr also eine Menge über deren traditionelle Lebensweise erfahren, ohne das Leben in den „echten“ Dörfern stören zu müssen. Zudem werden euch hier im größten Theater von Afrika mit 3.500 Sitzplätzen spannende Shows präsentiert.

Mombasa

Die Hafenstadt ist mit ihren 915.000 Einwohnern nach Nairobi die zweitgrößte Stadt des Landes. Der Hafen von Mombasa zählt zu den wichtigsten Seehäfen im ostafrikanischen Raum und fungiert als wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt. Doch auch im Zentrum hat Mombasa einiges zu bieten: Die „Moi Avenue“ heißt euch mit den „Tusks“ willkommen: das Wahrzeichen der Stadt in Form von vier Stoßzähnen aus Aluminium. Die alte Hafeneinfahrt umfasst das ehemalige „Fort Jesus“, einen portugiesischen Festungsbau, welcher heutzutage zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Der Stadtteil „Old Town“ macht seinem Namen alle Ehre: Hier befindet sich das historische Ortszentrum mit einzigartigem Flair. Da Mombasa auf einer vom Festland umringten Insel liegt, findet ihr hier auch einige schöne Strände wie den Nyali Beach – welche allerdings mit den paradiesischen Flecken am Indischen Ozean in Kenia nicht ganz mithalten können. Doch dazu später mehr…

Safari & Natur

Wenn ihr euch für die Reise nach Kenia entscheidet, möchtet ihr gewiss noch mehr sehen als nur die Großstädte. Stattdessen ist das Land vor allem für seine atemberaubende Natur berühmt. In Kenia gibt es zahlreiche Nationalparks und Naturschutzgebiete – und sie alle sind absolut sehenswert.

Masai Mara

Die Masai Mara ist der berühmteste Nationalpark von Kenia. Was auch daran liegt, dass sie schon als Kulisse für den Film „Jenseits von Afrika“ gedient hat. Vor allem aber ist die Masai Mare im Südwesten von Kenia eines der besten Gebiete der Welt, um auf Safari zu gehen. Sie gehört zum großen Serengeti-Ökosystem und beherbergt somit eine große Vielfalt an Tierarten, welche hier die Weideflächen und Wasserstellen aufsuchen. Bei der großen Herdenwanderung könnt ihr dort Millionen von Huftieren auf ihrem Weg begleiten und dabei natürlich auch allerhand Raubtiere beobachten, welche ihnen folgend auf Beute lauern.

Masai Mara Nationalpark
Masai Mara Nationalpark

Nach wie vor ziehen hier noch die Nomaden „Massai“ durch die Steppe, die traditionellen Krieger dieser Region. Zeitgleich ist die Masai Mara die Heimat von Geparden, Flusspferden, Löwen, Elefanten, Krokodilen, Giraffen, Gnus und vielen weiteren Tieren. Da der Nationalpark als eines der artenreichsten Reservate der Welt gilt, könnt ihr hier die „Big Five“ hautnah beobachten – und noch viel mehr. Sie sollte deshalb ganz oben auf der Liste in Kenia stehen!

Als  „The Big Five“ oder „Die Großen Fünf“ werden fünf afrikanische Tierarten bezeichnet:

  • Elefant
  • Nashorn
  • Büffel
  • Löwe
  • Leopard

Aberdare

Der Nationalpark liegt rund 100 Kilometer nördlich von Nairobi und gilt als eine besondere Landschaftsform. Denn das Aberdare-Gebirge bietet eine abwechslungsreiche Topographie mit zahlreichen Highlights wie dem mystischen Bergnebelwald, der alpinen Heidelandschaft und unheimlichen Moorgebieten. Diese Vielfalt und die unterschiedlichen Höhenlagen von 2.100 bis 4.000 Meter bieten also auch verschiedensten Tier- und Pflanzenarten Lebensräume. Von Elefanten über das Riesenwildschwein und den schwarzen Leoparden bis hin zur seltenen Bongo-Antilope könnt ihr hier allerhand exotische Bewohner beobachten. Den besten Platz zur Sichtung stellt das Wasserloch „The Ark Lodge“ dar.

Kakamega Rainforest

Spannende Tier- und Pflanzenwelten könnt ihr zudem im Kakamega Rainforest begutachten. Hierbei handelt es sich um den kleinsten Regenwald der Welt. Zu entdecken gibt es dennoch viel. Ihr könnt in grasgedeckten Häusern übernachten und somit eine unvergessliche Nacht im Regenwald verbringen. Tagsüber lasst ihr euch von der bunten Vielfalt der Pflanzen begeistern, lauscht den Stimmen der Vögel oder beobachtet die zahlreichen Primaten, welche hier frei auf den Bäumen klettern. Ein besonderes Highlight ist zudem die sogenannte „Sunrise Tour“. Dabei könnt ihr auf einem Hügel den atemberaubenden Sonnenaufgang über der Baumdecke genießen. Oder ihr begebt euch in die Fledermaushöhle, wo die kleinen Tiere beinahe unsichtbar an euch vorbeirauschen.

Samburu

Das Reservat des Volkes Samburu umfasst ein 165 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet. Zwar ist diese Region sehr trocken und heiß, dennoch aber einen Besuch wert. Denn im Samburu Nationalreservat gibt es Elefanten, Netzgiraffen, Grevyzebras, Giraffengazellen und viele weitere exotische Tierarten, welche nah an den Unterkünften zu dem Wasserbecken kommen. Ihr könnt sie somit aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten – beim Trinken, Fressen und Baden.

Bogoriasee

Der Bogoriasee liegt im Herzen von Kenia und gilt als größte Geysir-Konzentration von ganz Afrika. Er gehört zu den salzhaltigen Seen im Ostafrikanischen Grabenbruch und bietet euch ein einmaliges Spektakel. Da es hier keine Raubtiere gibt, könnt ihr die Gegend zu Fuß erkunden und stoßt dabei auf eine der größten Flamingo-Kolonien der Welt.

Tsavo

Der Tsavo Nationalpark ist in zwei Teile untergliedert: Tsavo-Ost und Tsavo-West. Damit ist er der größte Nationalpark von Kenia und vor allem für seine Elefanten- und Löwenpopulation berühmt. Im Inneren erwarten euch zudem weitere Highlights wie der Galana Fluss oder eine einmalige Sicht auf den Kilimandscharo. Die Tsavo Nationalparks sind somit optimale Anlaufstellen für eine Safari und haben auch landschaftlich eine Menge zu bieten: Savannen, Oasen, Vulkane oder die wunderschönen Mzima Springs.

Tsavo Nationalpark
Tsavo Nationalpark

Insel Lamu

Das Besondere an der Insel ist, dass hier keinerlei Autos fahren dürfen. Lamu liegt an der Nordküste von Kenia und erfreut sich vor allem unter Backpackern großer Beliebtheit. Anstelle von Autos sind hier Esel unterwegs und die schmalen Gassen sowie alten Häuser haben ihren ursprünglichen Charme bewahrt. Aus diesem Grund zählt die Insel mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe. Sie ist sozusagen die Wiege der Swahilikultur. Somit könnt ihr einen einmaligen Einblick in die Kultur, Lebensart, Küche und weiteren Besonderheiten der traditionellen Bewohner erhalten.

Taita Hills

Die Savannenlandschaft im Naturschutzgebiet Taita Hills umfasst eine Fläche von etwa 114 Quadratkilometern. Die tierische Vielfalt erstreckt sich über mehr als 300 Vogelarten und 50 verschiedene Säugetiere. Dazu gehören natürlich auch die „Big Five“. Empfehlenswert ist es, dass ihr hier zumindest eine Nacht verbringt, denn die Bungalows auf meterhohen Pfählen bieten euch einen tollen Blick auf das nächtliche Treiben am Wasserloch und sind über Hängebrücken miteinander verbunden. Wer ein Faible für die Fotografie hat, kann zudem einen Bunker direkt am Wasserloch für spektakuläre Aufnahmen aus nächster Nähe nutzen.

Savanne in Taita Hills
Savanne in Taita Hills

Kaya Kinondo

In der Nähe von Gazi liegt Kaya Kinondo – der heilige Wald. Hierbei handelt es sich um einen Korallenwald mit Farnen, die mehrere Jahrtausende alt sind. Der Regenwald steht unter strengem Schutz und wird von den Einheimischen als heilige Stätte betrachtet. Ihr erhaltet somit einen einmaligen Einblick in die Kultur. Jedoch dürft ihr hier nur mit einem Guide sowie einem umgebundenen schwarzen Tuch unterwegs sein und die Opferstätte darf weder betreten noch fotografiert werden. Dennoch ist dieses Erlebnis die Erfahrung wert und garantiert unvergesslich!

Lake Nakuru

Der See namens Nakuru und der zugehörige Nationalpark stellen ein echtes Naturschauspiel dar, welches ihr euch unbedingt ansehen müsst. Bis zu zwei Millionen Flamingos tummeln sich um den alkalischen Sodasee, um darin nach Algen zu fischen. Somit erscheint der ganze See pink und natürlich leben hier auch noch zahlreiche andere Tierarten wie die extrem seltenen Spitzmaulnashörner. Dieses Spektakel ist ein einmaliges Erlebnis, vor allem im bunten Licht des Sonnenuntergangs.

Lake Nakuru
Lake Nakuru

Rift Valley

Der Große Afrikanische Grabenbruch ist eine weltberühmte Sehenswürdigkeit, welche sich quer durch Kenia zieht. Dieser sogenannte Rift Valley erstreckt sich von Syrien im Norden durch eine 100 Kilometer breite Stelle von Kenia bis nach Mosambik im Süden und kommt so auf eine Länge von insgesamt 6.000 Kilometern. Dieses Naturwunder ist schon mehrere Millionen Jahre alt und verhindert in Kenia den natürlichen Wasserabfluss. Dadurch haben sich rundherum zahlreiche mineralhaltige Seen gebildet, welche den optimalen Lebensraum für unzählige Fisch- und Vogelarten, aber auch andere Tiere und natürlich Pflanzen darstellt.

Kilimandscharo

Mit seinen 5.895 Metern gehört der Kilimandscharo zu den höchsten Bergen der Welt und ist die höchste Erhebung von ganz Afrika. Gemeinsam mit dem ihn umgebenden Nationalpark gehört er zum UNESCO Weltnaturerbe. Wer sich dessen Besteigung nicht zutraut, kann also auch rund um den erloschenen Vulkan eine wunderschöne Landschaft mit großem Artenreichtum vor imposanter Kulisse entdecken. Wer jedoch das entsprechende Training hat, sollte sich die Besteigung des Gipfels nicht entgehen lassen, welcher zu den „Seven Summits“ gehört, den jeweils höchsten Bergen eines Kontinents. Für seine Höhe ist der Kilimandscharo vergleichsweise einfach zu bezwingen und führt direkt von der tropischen Hitze ins ewige Eis.

Mount Kenya

Der Kilimandscharo mag die bekannteste, keinesfalls aber einzige Attraktion für Bergsteiger sein. Stattdessen zählt der Mount Kenya zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Er kommt ebenfalls auf beeindruckende 5.199 Meter Höhe und ist nur rund 150 Kilometer von Nairobi entfernt. Auch in den tieferen Gefilden findet ihr tolle Wanderwege durch den gleichnamigen Naturpark, welcher ebenfalls zum UNESCO Weltnaturerbe zählt – gemeinsam mit dem gesamten Mount-Kenya-Massiv und seinen 715 Quadratkilometern voller Tier- und Pflanzenreichtum zwischen Hochland, Trockensavanne und der schneebedeckten Spitze.

Strände

Was viele Menschen nicht wissen: Kenia hat auch echte Traumstrände zu bieten! Wer also nach Abwechslung von der Safari oder einen entspannten Badeurlaub sucht, findet am Indischen Ozean dafür beste Bedingungen – und die Unterwasserwelten laden zum Tauchen ein.

Diani Beach

Der wohl schönste Strand von Kenia ist der Diani Beach. Er liegt im Süden und zählt 20 Kilometer Länge. Hier findet ihr karibischen Flair mit weißen Sandstränden und glasklarem Wasser in kräftigem Türkis. Allerdings ist der Strand ein touristischer Sammelpunkt und daher zur Hochsaison gut besucht.

Traumstrand Diani Beach in Kenia
Traumstrand Diani Beach in Kenia

Galu Beach

Deutlich ruhiger geht es am Galu Beach zu, welcher nur zehn Kilometer südlich des Diani Beach liegt, aber weniger bekannt ist. In seiner Schönheit steht er dem großen Nachbarn hingegen kaum nach. Auch hier bietet der weiße Sand an kristallklarem Wasser beste Badebedingungen und pure Erholung.

Bamburi Beach

Viele kleine und beinahe menschenleere Strände findet ihr zudem nördlich von Mombasa in den Küstendörfern. Dazu gehört beispielsweise der Bamburi Beach, welcher zwölf Kilometer von der Großstadt entfernt am Indischen Ozean liegt. Das kleine Paradies umfasst einen kilometerlangen Sandstrand und zahlreiche Möglichkeiten zum Wassersport. Hier ist zudem ein toller Spot für Taucher, denn das glasklare Wasser eröffnet den faszinierenden Blick auf bunte Unterwasserwelten.

Kisite-Mpunguti-Meeres-Nationalpark

Eigentlich bietet quasi jeder schöne Strand in Kenia beste Tauchbedingungen. Neben dem Diani Beach und Bamburi Beach kann dabei vor allem das Tauchrevier des Kisite-Mpunguti-Meeres-Nationalparks punkten. Mehrere Inseln schmücken das Meeresgebiet und sind von zahlreichen Korallenriffen umgeben, wobei eines schöner ist als das andere. Sie bieten exotischen Tieren wie Meeresschildkröten und Rochen einen Lebensraum und mit einem Funken Glück stoßt ihr sogar auf Buckelwale oder Walhaie.

Wasini Island

Im Süden von Kenia, kurz vor der Grenze zu Tansania, liegt ein wahres Paradies für Schnorchler. Die kleine Insel lässt sich am besten mit einem Segelschiff erreichen und eröffnet eine Unterwasserwelt mit Korallenriffen, Walen und sogar Delfinen.

Perfekter Strand zum Baden in Kenia
Perfekter Strand zum Baden in Kenia

Reise-Infos

Wenn ihr die Reise in dieses faszinierende Land antreten möchtet, müsst ihr einige Vorbereitungen treffen. Sicherheitsbedenken sind zwar unbegründet, dennoch gilt es so manche Grundregel zu beachten. Es folgen daher die wichtigsten Informationen zum organisatorischen Teil eurer Urlaubsreise nach Kenia.

Anreise

Empfehlenswert ist die Anreise nach Kenia mit dem Flugzeug, denn dieser ist der schnellste und sicherste Weg. Sowohl der Flug nach Nairobi als auch nach Mombasa ist dank internationaler Flughäfen möglich. Dabei habt ihr je nach Abflughafen die Wahl zwischen Direktverbindungen oder einem Zwischenstopp in Amsterdam beziehungsweise Dubai.

Einreise

So oder so, benötigt ihr einen Reisepass um ins Land zu kommen. Dieser muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Weiterhin ist für den Aufenthalt in Kenia ein Visum notwendig. Das beantragt ihr im Voraus bei der kenianischen Botschaft. Seit dem Jahr 2015 werden an den Grenzen und Flughäfen von Kenia keine Visa mehr ausgesellt. Weitere Informationen hierzu stehen beim Auswärtigen Amt zur Verfügung.

Fortbewegung

Um zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und Stränden von Kenia zu gelangen, habt ihr verschiedene Möglichkeiten: Viele Hotels stellen euch Fahrer mit Jeeps zur Verfügung, welche euch zur Unterkunft oder einem Tageausflug bringen. Die großen Städte sind hingegen auch per Zug verbunden, wobei Passagiere in der Regel nur nachts befördert werden. Einfacher ist daher die Nutzung von Sammeltaxis oder eines Mietwagens. In letzterem Fall ist jedoch zu beachten, dass in Kenia Linksverkehr herrscht.

Unterkunft

Der Service der Hotels in Kenia geht also meist weit über Kost und Logis hinaus. Stattdessen bieten sie euch auch Safaris, Touren und vieles mehr an. Prinzipiell habt ihr dabei eine große Auswahl. In den Städten sowie an den Stränden herrschen die klassischen Hotels vor. Rund um die Nationalparks als Ausgangspunkt für eine Safari erfreuen sich hingegen Lodges großer Beliebtheit. Diese gibt es je nach Geschmack und Geldbeutel in unterschiedlicher Ausstattung. Wer nach der Extraportion Luxus sucht, wird rund um Mombasa an den Stränden fündig.

Klima und Reisezeit

Da Kenia direkt am Äquator liegt, herrscht hier ein tropisches Klima. Die Küstenregionen werden dabei durch den Indischen Ozean beeinflusst, während es im Landesinneren schon teilweise eher subtropisch zugeht. Von März bis Mai ist aber im gesamten Land Regenzeit, ebenso zwischen November und Dezember. Die beste Reisezeit liegt daher in den Trockenzeiten, denn dann sind die Tiere auf Wassersuche und können bestmöglich beobachtet werden.

Besonders beeindruckend ist die „Big Migration“ von Juli bis September, die größte Tierwanderung der Welt. Millionen von Elefanten, Gnus, Gazellen und Herdentieren durchqueren dann die Flüsse in Richtung Tansania. Der perfekte Zeitpunkt also, um sie zu beobachten und beeindruckende Schnappschüsse für das Fotoalbum zu machen.

Giraffen vor dem Kilimandscharo
Giraffen vor dem Kilimandscharo

Sicherheit

Aufgrund politischer Auseinandersetzungen befürchten einige Urlauber in Kenia Unicherheiten. Allerdings gilt das Land seit der Vereidigung des Präsidenten Uhuru Kenyatta im Jahr 2017 als befriedet. Das Auswärtige Amt hat somit keine Reisewarnung herausgegeben, allerdings den Hinweis, politische Veranstaltungen sowie die Grenzregion zu Somalia zu meiden. Zudem solltet ihr vor allem in der Nacht vorsichtig und möglichst nicht alleine unterwegs sein. Mit dem richtigen Verhalten ist das Thema Sicherheit in Kenia also – zumindest momentan – glücklicherweise kein Problem. Wer sich an die Empfehlungen der lokalen Behörden und Hotels hält, kann beruhigt die Schönheit der Strände und Nationalparks in Ruhe genießen.

Zuletzt braucht ihr für den Urlaub in Kenia neben den üblichen Tropenreiseimpfungen auch einen Schutz gegen Malaria. Lasst euch dafür vorab von eurem Hausarzt beraten. In einigen Fällen ist eine Malariaprophylaxe sinnvoll, in anderen reichen die richtige Kleidung und ein Moskitonetz für die Nacht vollkommen aus. Nicht fehlen sollte in eurer Reiseapotheke in jedem Fall ein gutes Schutzmittel gegen die Moskitos.

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