Einreisebestimmungen Tunesien

Die wichtigsten Hinweise für Ihren Aufenthalt

Filter:
Reiseziele werden gesucht
Hotels werden gesucht
Deutschland - alle Flughäfen
Früheste Anreise
Späteste Abreise
Sie sind hier: Home Urlaub Urlaub Afrika Urlaub Tunesien Einreisebestimmungen Tunesien

Einreisebestimmungen für Tunesien

Das nordafrikanische Land lockt jedes Jahr zahlreiche Sonnenanbeter an. Vor allem das nördliche Tunesien mit seiner Mittelmeerküste ist bei Urlaubern ein beliebtes Reiseziel.

Die Einreise nach Tunesien von Deutschland aus ist auf direktem Weg nur mit dem Flugzeug möglich. Nach etwa zwei bis drei Stunden Flug sollte nach der Landung zuerst ein Blick auf die Uhr gewagt werden. Zwar liegt Tunesien in derselben Zeitzone wie Deutschland, die Uhr wird hier jedoch nicht auf Sommerzeit umgestellt. Urlauber, die zwischen Mai und Oktober reisen, müssen ihre Uhren also gegebenenfalls eine Stunde zurückstellen. Wer mit dem eigenen Auto nach Tunesien einreisen möchte, kann eine der Fähren von Frankreich oder Italien aus nutzen. Für das Fahrzeug müssen hierbei die Fahrzeugpapiere und eine internationale Versicherungskarte vorgelegt werden. Der europäische Führerschein ist auch in Tunesien gültig. Der Impfschutz sollte vor Antritt der Reise überprüft und vervollständigt werden. Neben den in Deutschland üblichen Impfungen wird für Tunesien vor allem ein Schutz gegen Hepatitis A und bei längeren Aufenthalten auch gegen Hepatitis B sowie Tollwut empfohlen. Zudem gehören für eine Reise nach Tunesien ausreichend Sonnen- und Insektenschutzmittel ins Gepäck.

Visum- und Zollvorschriften

Deutsche Urlauber müssen zur Einreise nach Tunesien kein Visum beantragen. Nach der Vorlage eines noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepasses wird an der Grenze ein Einreisenachweis ausgegeben. Der sogenannte "Carte de visiteur non-résident" sollte während des Aufenthalts gut aufbewahrt werden, um ihn bei der Ausreise wieder vorlegen zu können. Deutsche Staatsbürger, die eine Pauschalreise gebucht haben, können nach Vorlage ihrer Reiseunterlagen auch nur mit dem Personalausweis einreisen. Das Mitführen eines Reisepasses ist dennoch zu empfehlen, um unkomplizierter einreisen zu können. Kinder benötigen einen eigenen Kinderreisepass. Die Zollvorschriften für eine Einreise nach Tunesien sind zahlreich: Die üblichen Mengen an Gegenständen zum persönlichen Gebrauch sind in der Regel unproblematisch. Jedoch gibt es vor allem bei Elektrogeräten genaue Bestimmungen, welche Menge zollfrei eingeführt werden darf. Es empfiehlt sich daher, sich vor Antritt der Reise über aktuelle Zollbestimmungen zu informieren. Zahlungsmittel dürfen unbegrenzt eingeführt werden, müssen aber bereits ab einem Gegenwert von 25.000 Dinar bei Ankunft deklariert werden. Medikamente sind für den Eigenbedarf erlaubt. Zigaretten und hochprozentiger Alkohol dürfen in kleineren Mengen mitgebracht werden.

Worauf man sich vor Ort einstellen muss

Tunesien ist ein islamisches Land. Reisende sollten sich daher vorab über die kulturellen Unterschiede informieren und diese respektieren - vor allem sollte außerhalb der Hotelanlage auf eine angemessene Kleidung geachtet werden. Während des Fastenmonats Ramadan ist zudem tagsüber mit geschlossenen Restaurants zu rechnen. Die bunten tunesischen Märkte laden vielerorts zum Einkaufen ein. Das Handeln und Feilschen gehört dort zur Kultur, sollte jedoch nicht übertrieben werden. Am besten macht man sich vor Beginn der Reise mit den Regeln des Handelns vertraut. Bezahlt wird anschließend mit dem Tunesischen Dinar. Wer gut vorbereitet in den Urlaub starten will, tauscht bereits zu Hause Euro in Dinar um, vor Ort ist der Geldwechsel in jeder größeren Bank möglich. Viele Hotels bieten ihren Gästen diesen Service jedoch auch an der Rezeption an. Das Abheben von Bargeld ist an den meisten Automaten mit Kredit- oder EC-Karte möglich. Die Landessprache ist Tunesisch, viele Schilder sind aber auch auf Französisch beschriftet. Da es zahlreiche deutsche Touristen in das nordafrikanische Land zieht, wird in vielen Hotels und auch an touristischen Orten neben Englisch zumindest teilweise auch Deutsch gesprochen. Als Pauschalurlauber werden daher keine speziellen Sprachkenntnisse benötigt. Wer jedoch eine Individualreise oder Ausflüge in entlegenere Gebiete plant, sollte sich zumindest einige Floskeln auf Französisch oder Tunesisch aneignen.

Visum für Tunesien

Damit die Urlaubsreise ins sonnige und warme Tunesien ein erholsamer Aufenthalt wird, sollten Reisende sich im Voraus mit den Einreisebestimmungen des Landes vertraut machen. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle zur Einreise nötigen Dokumente vorhanden sind und man nicht an der Landesgrenze abgewiesen wird.

Generell wird für die Einreise nach Tunesien ein Visum benötigt. Für bestimmte Szenarien und die Staatsbürger einiger Staaten gibt es jedoch Ausnahmen von der Visumspflicht. So können deutsche Staatsangehörige unter Umständen auch ohne Visum nach Tunesien einreisen. Bedingung hierfür ist, dass ihr geplanter Aufenthalt dort nicht länger als drei Monate andauern soll und ausschließlich touristischen Zwecken dient oder im Rahmen einer Geschäftsreise stattfindet. Auch darf bisher kein Visumsantrag oder die Einreise abgelehnt worden sein. Bei der Einreise muss den tunesischen Grenzbeamten ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass vorgelegt werden. Für Kinder wird ein Kinderausweis oder ein eigener Kinderreisepass benötigt. Außerdem muss eine Hotelbuchung für die Dauer des Aufenthalts sowie ein Hin- und Rückflugticket vorhanden sein. Wer für seine Zeit in Tunesien bei Freunden oder Verwandten unterkommt, muss deren Adresse angeben. Sind alle Unterlagen komplett und auf ihre Richtigkeit geprüft, bekommt man einen Einreisenachweis mit dem Titel „Carte des visiteur non-résident″ ausgestellt. Diese muss während des gesamten Aufenthalts jederzeit vorgezeigt werden können und bei der Ausreise wieder vorgelegt und abgegeben werden. Die Grenzbeamten prüfen dann, ob die bewilligte Aufenthaltsdauer eingehalten wurde. Ist dies nicht der Fall und die drei Monate wurden überschritten, wird eine Strafgebühr pro angefangener überschrittener Woche fällig. Diese ist zu zahlen, ansonsten kann die Ausreise verweigert werden. Außerdem kann das Überschreiten der Aufenthaltsdauer, je nach Schwere des Vergehens, zur Inhaftierung oder einem Einreiseverbot führen.
In Ausnahmefällen kann das bei Einreise ausgestellte Touristenvisum bei der örtlichen Polizeistelle verlängert werden. Die Gebühr hierfür wird auch pro Woche fällig und entspricht der bei Überschreiten des Visums verlangten Strafgebühr. Allerdings bewegt man sich mit dieser Vorgehensweise im legalen Bereich, was üblicherweise zu weniger Problemen führt. Die Verlängerung des Visums ist bis zu einer maximalen Aufenthaltsdauer von sechs Monaten möglich. Danach reicht eine kurze Ausreise aus dem Land, damit man bei der Einreise eine neue Aufenthaltsgenehmigung von drei Monaten erteilt bekommt. Die gesamte jährliche maximale Aufenthaltsdauer liegt jedoch bei sechs Monaten, sodass man auch mit diesem Vorgehen nicht durchgehend im Land bleiben kann.

Dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Tunesien

Während das bei der Einreise ausgestellte Touristenvisum völlig ausreicht, um einen kurzen Urlaub oder auch den ganzen Winter in Tunesien zu verbringen, liegt die Höchstdauer des Aufenthalts doch bei sechs Monaten, bevor man das Land wieder für mindestens ein halbes Jahr verlassen muss. Auch von der tunesischen Botschaft ausgestellte Visa sind stets auf eine Aufenthaltsdauer von drei Monaten beschränkt. Wer länger im Land bleiben möchte, benötigt dafür entweder Wohneigentum oder einen gültigen Mietvertrag. Dann kann eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von einem Jahr ausgestellt werden, die immer wieder um ein weiteres Jahr verlängert werden kann. Hierfür ist außerdem der Nachweis eines gesicherten Einkommens erforderlich. Auch die eingetragene Ehe mit einem tunesischen Staatsbürger oder einer tunesischen Staatsbürgerin kann ein Grund für die Ausstellung einer länger dauernden Aufenthaltserlaubnis sein. Wer in Tunesien eine Arbeit aufnehmen möchte, benötigt dafür zuerst die Aufenthaltserlaubnis. Die meisten Jobs werden allerdings vorrangig an Einheimische vergeben. Ausländer sollen sich nach den Vorgaben der Regierung auf Stellen beschränken, für die keine Fachkräfte im Land vorhanden sind.

Währung in Tunesien

Bizarre Bergmassive, Salzwüsten und die Lage am Mittelmeer machen das nordafrikanische Land Tunesien zu einem beliebten Reiseziel für viele Urlauber. Vor dem Aufenthalt ist es ratsam, zu wissen, wie man die Reisekasse bestückt und welche Zahlungsmittel in dem Land akzeptiert werden.

Der Dinar ist in Tunesien das offizielle Zahlungsmittel und zugleich die Landeswährung. Im Finanzverkehr wird die Währung abgekürzt mit TND. 1000 Millimes ergeben einen Dinar. Im Umlauf befinden sich Scheine und Münzen. Die Münzen der tunesischen Währung gibt es in folgender Form: 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Millimes sowie 0.5, 1 und 5 Dinar. Banknoten sind in folgender Unterteilung erhältlich: 5, 10, 20, 30 und 50 Dinar.

Informationen zur Sicherheit der Zahlungsmittel, Kreditkarten und Umtausch von Geld

Bei der Einfuhr von Devisen gibt es in Tunesien strenge Bestimmungen. Die Landeswährung Dinar darf weder in das Land ein- noch ausgeführt werden. Ausländische Währungen unterliegen keiner gesetzlichen Beschränkung. Ab einer Höhe von 25.000 Dinar müssen diese jedoch bei der Einreise auf einem Formular deklariert werden. Dieselbe Regelung gilt, wenn man bei der Ausreise Beträge über 5.000 Dinar wieder ausführt. Das heißt, wenn man einen Betrag von etwa 2.500 Euro bei der Ausreise dabei hat, sollte man bereits bei der Einreise die Höhe seines mitgeführten Bargeldes angeben, auch wenn sie den Gegenwert von 25.000 Dinar nicht erreicht. Wer einen Einzug der Gelder durch die Zollbehörde vermeiden möchte, sollte sich strikt an diese Regelung halten.
Der Tausch von Geld auf der Straße ist in Tunesien gesetzlich verboten. Bei der Einreise findet man bereit am Flughafen Wechselstuben und Schalter verschiedener Banken, an denen sich die gängigen Währungen, wie zum Beispiel Dollar, Euro und Pfund, in Tunesische Dinar wechseln lassen. Den günstigsten Umrechnungskurs bieten erfahrungsgemäß die Wechselstuben an. Auch in großen Hotels ist es oft möglich, sein Geld zu tauschen. Sinnvoll ist es, die Quittungen für den Wechsel für einen eventuellen Rücktausch gut aufzubewahren. Wechselt man sein Geld außerhalb des Urlaubshotels, benötigt man meist seinen Reisepass. Der Personalausweis ist hier nicht ausreichend.
Mit den gängigen Kreditkarten, wie VISA, Mastercard oder auch Maestro, lässt sich an den Geldautomaten in den Touristenzentren ohne Probleme Geld abheben. Da Tunesien kein Land der Europäischen Währungsunion ist, werden in dem Land V-Pay-Karten nicht akzeptiert. Auch mit der EC-Karte können an den Geldautomaten in den touristisch erschlossenen Gebieten tunesische Dinar abgehoben werden. Vor dem Urlaub ist es sinnvoll, sich über die Gebühren bei dem Einsatz der Karte im Ausland zu informieren. In der Regel wird hier ein Fixbetrag von 5 bis 10 Euro berechnet, unabhängig von der abgehobenen Summe. Tunesische Geldautomaten haben häufig ein Verfügungslimit, sodass man während der Reise häufiger Geld abholen muss. Selbstverständlich ist es auch in Tunesien möglich, bargeldlos zu bezahlen. Akzeptiert werden zur Zahlung hauptsächlich die Kreditkarten von VISA und Mastercard. Vielerorts ist auch der Einsatz der Maestro-Karte als Zahlungsmittel möglich. Hauptsächlich Restaurants, Einkaufsläden und große Hotels nehmen diese Form der Bezahlung an. Möchte man einen Basar besuchen und dort feilschen oder einen Ausflug ins Landesinnere unternehmen, empfiehlt es sich jedoch, sich vorher mit ausreichend Bargeld einzudecken.
Um den Urlaub in Tunesien zu einem erholsamen und unvergesslichen Erlebnis zu machen, sollten beim Umgang mit Geld in dem Land einige Sicherheitshinweise beachtet werden. Wie in vielen Reiseländern auch, sollte man zur Vermeidung von Überfällen Bargeld und Wertsachen nicht öffentlich zur Schau stellen. Bei Ausflügen ist zu empfehlen, nur wirklich benötigtes Bargeld mitzunehmen und andere Dinge, die auf Reichtum deuten, im Hotelsafe aufzubewahren.