Wandern Oberwiesenthal

Das Erzgebirge auf eigene Faust entdecken.

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Wandern in Oberwiesenthal

Der bekannte Kurort Oberwiesenthal liegt an der Grenze zur Tschechischen Republik, im Naturpark Erzgebirge. Hier herrscht das ganze Jahr über Saison für Wanderfreunde – ob nun das Schmelzwasser zu Tal rauscht, der Sommer mit bunten Waldwiesen lockt, im Herbst knallrote Vogelbeeren aufleuchten oder die Schneeflocken den Winter ankündigen.

Fichtelberg – die Natur erholt sich

Die Bilder von einst haben ihre Gültigkeit verloren. Traurige Bekanntheit erlangte das Erzgebirge durch seine vom sauren Regen zerstörten Wälder und Berghänge. Aber die Natur stellt ihre Selbstbehauptungskräfte eindrucksvoll unter Beweis: Allerorten hat ein junger, naturnaher Bergwald die alten Monokulturen ersetzt, in den urtümlichen Quell- und Hochmooren finden selbst Relikte aus der Eiszeit eine Zuflucht und die Bergwiesen betören durch ihre bunte Blumenpracht.
Es gibt viele Möglichkeiten, den Kurort am Fuße des Fichtelberges und dessen Umgebung zu erkunden. Zahlreiche Wanderwege stehen zur Auswahl.
Einen guten Einblick in den Naturzustand des Erzgebirges gibt das nahe gelegene Naturschutzgebiet Zechengrund südwestlich von Oberwiesenthal. In dem idyllischen Kerbtal dominieren Bergwiesen, Quellfluren und Waldflächen mit Fichten und Ebereschen, zwei typische Baumarten für das hohe Fichtelgebirge. Auf einem 2,4 km langen Weg informieren 17 Schautafeln über Wissenswertes zur Natur und Naturschutz. Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Hotel Am Fichtelberg“ an der B 95.

Lohnenswert ist vor allem auch die Besteigung des Großen Fichtelberges. Er ist mit 1214 m Höhe nicht nur der höchste Berg Sachsens, sondern auch das beliebteste Ausflugsziel im Erzgebirge. Jedes Jahr strömen tausende Wanderer auf den Gipfel. Ausgangspunkt ist die Talstation der Gondelseilbahn. Auch wenn diese Tour zu den einfacheren zählt, sollte die Distanz von 9 km trotzdem nicht unterschätzt werden. Ein festes Schuhwerk und die entsprechende Kleidung sind eine Selbstverständlichkeit. Plant man 5 bis 7 Stunden ein, kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Auf dem Weg nach oben passiert man immer wieder einige verkrüppelte Nadelbäume, die den Industrieabgasen trotzen. Oben am Ziel angekommen, wandelt sich das Bild. Junger Bergwald wächst nach und wenn der Mensch seine Eingriffe klug beschränkt, wird in wenigen Jahrzehnten wieder ein dichter Hochwald den Gipfel umkränzen. Wer es bequemer mag, dem bietet sich die Fahrt mit der Seilbahn bis hinauf zum Gipfel.

Den schönsten Blick auf den Fichtelberg und die weitläufige Gebirgslandschaft mit dem Cranzahler Stausee hat man vom etwa 10 km nördlich gelegenen Bärenstein. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des fast 900 m hohen Tafelberges erlangt man einen wunderschönen Einblick in die dort herrschende biologische Vielfalt. Bedingt durch die klimatischen und geologischen Verhältnisse weist die hier häufige Eberesche ungewöhnliche Wuchsformen auf. Außerdem erblickt man Farne, Goldnesseln und Alpenmilchlattich, Kreuzottern und Waldeidechsen sowie Turmfalken und Raufußkäuze.

Ganz in der Nähe liegt die Gemeinde Königswalde im schönen Pöhlatal. Ein Kulturlandschaftspfad führt auf verschiedenen, 5 bis 12 km langen Themenrouten über alte Steinbrücken, vorbei an klappernden Mühlen und betagten Bauernhöfen. Ausgangspunkt ist der Parkplatz „Brettmühle“.
Empfehlenswert ist auch die Wanderung zum südöstlich gelegenen Hirtstein. Dort trifft man auf eine einzigartige Basaltformation – den Palmwedel, einen riesigen Fächer. Dieses Zeugnis des Vulkanismus im Erzgebirge befindet sich gleich unterhalb von Parkplatz und Gaststätte am Hirtsteingipfel.

Westlich von Oberwiesenthal lädt der Auersberg zu weiteren Wandererlebnissen ein. Eine der schönsten Wanderungen führt in das Steinbachtal. Der Rundwanderweg ist als Naturlehrpfad angelegt und beginnt in Steinbach (Parkmöglichkeit), westlich von Johanngeorgenstadt. Schon nach 2 km erreicht man die Teufelssteine; die 30 m hohen Granitfelsen rücken dicht an das Bachbett heran. Südlich von Steinbach erreicht man nach 2 km Weg den Kleinen Kranichsee, ein völlig intaktes Hochmoor auf über 930 m Höhe.
Die Region rings um Oberwiesenthal hat viel zu bieten. Es ist ein Ort, an dem man Erholung und Entspannung genießen und den Alltag hinter sich lassen kann.