Handgepäck: Einchecken bei Ryanair dauert länger

Heute ist es soweit: Am 15. Januar treten bei Ryanair die neuen Handgepäckregelungen in Kraft. Künftig dürfen Passagiere des Billigfliegers nicht mehr mit dem Trolley in die Kabine, sondern müssen diesen aufgeben. Ursprünglich sollte die Regelung schon im vergangenen November eingeführt werden.

Ob das neue System zur Handgepäckmitnahme den Flugablauf nun verzögert oder beschleunigt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass Rollkoffer ab dem heutigen Montag nur dann noch als Handgepäck in der Kabine mitfliegen dürfen, wenn ihr Besitzer die Option „Priority Boarding“ gebucht haben.

Trolleys nur noch gegen Gebühr in die Kabine mitnehmen

Für mindestens fünf Euro mehr dürfen Trolleys dann weiterhin mit in die Kabine. Völlig kostenfrei fliegen größere Handgepäckstücke ab dem 15. Januar 2018 nur noch im Frachtraum mit und müssen entsprechend vor dem Flug aufgegeben werden. Mit am Mann oder an der Frau bleiben dürfen nur noch kleinere Taschen mit maximalen Maßen von 35 x 20 x 20 Zentimetern. Diese können wie gewohnt in den Gepäckfächern über den Sitzen verstaut werden. Wer ein größeres Gepäckstück als Handgepäck mitführt und sich die Extra-Gebühr sparen will, sollte für das Einchecken und vor allem für die Gepäckabholung nach der Landung einen Zeitpuffer einplanen.

Zeitersparnis durch neue Regelung für das Handgepäck

Der Faktor Zeit ist auch Begründung der Airline dafür, die neue Handgepäckregelung einzuführen. Bisher waren für jeden Passagier und kleines und ein größeres Stück als Handgepäck in der Kabine erlaubt. Je nach Gepäckaufkommen entschied die Billigairline am Gate, ob einzelne Trolleys in den Frachtraum müssen, denn die Anzahl für Rollkoffer in der Kabine war auf 90 Stück beschränkt. Im Vorteil waren hier Reisende, die ihre Plätze zuerst eingenommen und ihre Trolleys bereits verstaut hatten. War die Kabine jedoch voll, mussten Ryanair-Mitarbeiter durch die Wartenden gehen und sie davon überzeugen, das eigentliche Handgepäckstück doch in den Frachtraum zu geben. Diese zeit- und nervenaufwendige Prozedur soll mit der aktuellen Regelung für das Handgepäck umgangen werden. Und in der Tat wird der Zeitfaktor geschickt auf den Fluggast umgelegt: Die Flugzeit bleibt gleich, nur der Passagier muss sich entsprechend eher am Flughafen einfinden und braucht gegebenenfalls länger bei der Gepäckausgabe. Wer diesen Zeitaufwand nicht leisten will, entschädigt Ryanair mit der Gebühr für das „Priority Boarding“.

Koffer im Frachtraum werden günstiger

Bei allem Mehraufwand für Passagiere macht der irische Billigflieger seinen Kunden jedoch auch ein echtes Zugeständnis: Statt bisher 35 Euro kostet regulär aufgegebenes Gepäck jetzt nur noch 25 Euro pro Stück. Zudem erhöht sich das zulässige Höchstgewicht auf 20 statt bisher 15 Kilogramm. Diese Neuerung könnte für all jene Reisende eine Option sein, die sich bisher nur schwer auf ein Handgepäckstück beschränken konnten. Zusätzliches Einsparpotenzial für Ryanair-Flüge besteht freilich durch den Flugpreisvergleich von ab-in-den-urlaub.de.

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