Malediven: Das Inselparadies im Indischen Ozean

Die Malediven sind Sehnsuchtsziel vieler Reisender, bieten sie doch alles was uns paradiesisch erscheint: kilometerlange weiße Strände, glasklares Wasser und romantische Sonnenuntergänge. Knapp 90 der mehr als 1000 Inseln werden touristisch genutzt – eine davon ist 2018 bestimmt auch für euch dabei.

Auf den Malediven werden die Gäste üblicherweise auf privaten Hotelinseln untergebracht, Luxus ist hier das Stichwort. Etwa neun bis zehn Flugstunden muss man zurücklegen, ehe die Hauptinsel Malé mit der gleichnamigen Hauptstadt zu sehen ist. Dann geht es meist per Wasserflugzeug weiter auf eine der touristischen Inseln, wie etwa Kuramathi, Bandos, Vabbinfaru oder Meerufenfushi. Hier begegnet man niemandem, außer anderen Urlaubern und den Angestellten der Resorts. Ein wenig Lust auf Ruhe solltet ihr also haben, wenn ihr euch für einen Urlaub auf den Malediven entscheiden.

Inselparadies Malediven

Inselparadies Malediven

Malediven sind ein gefährdetes Inselparadies

Die Inseln der Malediven, westlich von Sri Lanka, liegen nur einen Meter über dem Meeresspiegel des Indischen Ozeans und sind damit besonders anfällig für Überschwemmungen. Unter Wasser bietet sich jedoch wohl eines der aufregendsten Naturschauspiele weltweit. Die lebendige Meereswelt mit Mantarochen, Clownfischen (die Stars aus „Findet Nemo“), Haien und vielen anderen Riffbewohnern ist ein Paradies für Schnorchler und Taucher. 2015 waren die Malediven, wie auch andere Anrainerstaaten im Indischen Ozean, erneut von der Korallenbleiche betroffen. Das Sterben der Korallen passiert immer dann, wenn die Wassertemperatur steigt. Wer dort taucht, sollte sich daher umso mehr darum bemühen, die noch intakten Korallen nicht zu beschädigen, damit diese sich weiter vermehren können. Im Übrigen empfiehlt es sich immer, Flossen und Badeschuhe zu tragen. Das schützt nicht nur vor den messerscharfen Kanten der Korallen, auch im heißen Sand sind zumindest Badelatschen sinnvoll.

Luxusurlaub auf den Atollen der Malediven

Egal ob ihr auf dem Ari Atoll, auf dem Malé Atoll, dem Baa Atoll, dem Lhaviyani Atoll oder dem Raa Atoll Ihr Hotel auf den Malediven finden, eines haben die Resorts alle gemein: die gehobene Ausstattung. Bettenburgen sucht man hier vergebens – Gäste wohnen meist in kleinen, privaten Bungalows mit direktem Strandzugang, Terrasse und halboffenem Bad mit Regendusche. Wer will, kann ganz unter sich bleiben und wird durch die geschickte Verteilung der einzelnen nicht von anderen Urlaubern gestört – eine eigene Welt im Kleinen. Geselliger wird es dann wieder in den Restaurants der Hotelinseln, in denen Speisen meist in Buffetform angeboten werden. Asiatisch angehaucht und immer frisch kommen hier Fisch, Fleisch, Gemüse und exotische Früchte auf den Teller. Je nach Hotelangebot lohnt es sich meist, All inclusive als Verpflegung zu wählen, zahlt man für ein Glas Cola an der Bar schon schnell mal fünf Euro. Von Insel zu Insel kann aber variieren, was im All Inclusive Angebot der Reise wirklich enthalten.

Bild Dschungel auf den Malediven

Türkisblaues Wasser soweit das Auge reicht

Für Reisehungrige: Malé-Atoll auf den Malediven

Wer auf das Malé-Atoll reisen will, hat die Wahl zwischen Nord-Malé und Süd-Male, die vom Vaadhu-Kanal getrennt werden. Touristisch besonders erschlossen ist der nördliche Teil des Atolls, während im Süden mit der Inselhauptstadt Malé das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum besteht. So oder so ist Malé ohnehin der Startpunkt eines jeden Traumurlaubs auf den Malediven, weil internationale Flüge auf der Insel Hulhule ein- und abgehen. Für alle, die sich für ein Hotel oder Resort auf Malé entschieden haben, gilt es, die Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Im Sultan Park ist es etwa das Nationalmuseum, das mehr über Kultur und Geschichte der Malediven verrät. Aber auch die Freitagsmoschee in der Hauptstadt sollte man gesehen haben. Auf der Hauptinsel darf laut Bauvorschriften kein Gebäude höher sein als der Turm dieser wichtigsten Moschee auf den Malediven. Neben dem betriebsamen Leben, das im Kontrast zu den anderen Inseln der Gruppe steht, kann man aber auch auf Malé herrlich tauchen und schnorcheln. Zahlreiche Tauchschulen vor Ort unterstützen Urlauber dabei, die Unterwasserwelt der Malediven kennenzulernen.

Für Genießer: Ari-Atoll auf den Malediven

Etwas ruhiger, aber nicht weniger schön ist das Ari-Atoll westlich der Hauptinsel. Als eines der größten Atolle sind ihm gleich 105 Inseln zugeordnet. Nur 30 Minuten mit dem Wasserflugzeug dauert der Transfer vom Internationalen Flughafen aus. Malerische Strände, luxuriöse Resorts und Hotels machen Ari zu einem der Reiseziele auf den Malediven, die sich vor allem an Ruhesuchende richten. Eine Reise hierher verspricht Genuss für Auge und alle anderen Sinnesorgane. Während das leuchtende Türkisblau vom Indischen Ozean mit dem weißen Sandstrand kontrastiert, kann sich die Haut von der Sonne streicheln lassen. Der Gaumen wird mit exotischen Köstlichkeiten verwöhnt, die in den Hotels auf den Touristeninseln aufs Feinste zubereitet werden. Tauchen oder Schnorcheln sollte man auf Ari in jedem Fall, um die farbenfrohe Meereswelt zu erforschen.

Für Naturliebhaber: Baa-Atoll und Raa-Atoll

So grün wie auf Raa und Baa ist es nirgendwo auf den Inseln der Malediven. Wer hier Urlaub macht, sollte deshalb nicht nur seinen Blick ins Wasser richten, sondern auch eine Tour in die Mangrovenwälder unternehmen. Auf diesen Atollen gibt es nur wenige touristisch erschlossene Inseln, ein traumhaftes Resort auf Baa oder Raa kann freilich jeder finden, der eher die Abgeschiedenheit sucht. Die Inselbewohner leben zum großen Teil vom Fischfang und der Herstellung von Handwerkskunst. Bei einem Ausflug in die kleinen Fischerdörfer kann man auch als Reisender einen schönen Einblick in das Inselleben gewinnen.


Quelle: YouTube / ebs Video

Aktiv auf den Malediven

Freilich sind die Inseln der Malediven ein Ort der Ruhe. Dennoch kann man seine Freizeit während der Reise durchaus aktiv gestalten. Für Interessierte, die etwas Neues kennenlernen wollen, stehen folgende Aktivitäten und Attraktionen zur Verfügung:

• Schnorcheln und Tauchen
• Angeln
• Wassersport: Wasserski, Stand Up Paddling, Kitesurfen, Segeln und vieles mehr
• Golf
• Bootsausflüge zu anderen Inseln

Tipps für Reisen auf die Malediven

Die beste Reisezeit für die Malediven ist von Dezember bis Mai, wenn es eher wenig regnet. Die Temperaturen bewegen sich konstant um die 30 Grad, das Wasser ist nur unwesentlich kälter. Für Taucher und Badeurlauber sind die Monate Januar, Februar und vor allem März ideal, weil der Ozean dann am klarsten und relativ ruhig ist. Auch der Wind hält sich dann in Grenzen – ideal für Schiffsausflüge und Reisen rund um die Inselgruppe.

Einer der vielen Traumstrände auf den Malediven

Einer der vielen Traumstrände auf den Malediven

Von Deutschland aus sind es etwa zehn Stunden reine Flugzeit auf die Malediven. Direktflüge werden ab Frankfurt etwa von Condor und Lufthansa angeboten. Andere Airlines wie Emirates und Etihad bieten die Verbindung mit mindestens einem Zwischenstopp an. Für den Hin- und Rückflug müssen Reisende im Jahr 2018 mit mindestens 650 Euro rechnen. Die Malediven als Pauschalreise zu buchen, ist deshalb günstiger.

Bestens untergebracht ist man als Urlauber auf den Malediven in den gehobenen Hotels, die meist als Resort mit direktem Zugang zum Strand daherkommen. Eine eigene gehobene Welt erwartet jene, die auf ihrer Reise wirklich für sich sein wollen. Wer will, bucht sich in einem Resort ein, das Häuser auf Pfählen im Wasser anbietet – ein echter Trend für 2018. Unsere Tipps für Hotel und Resort auf den Malediven:

Summer Island Maldives (Nord Malé)
Hotel Baros Maldives (Nord Malé)
Hotel Constance Moofushi Maldives (Ari Atoll)
Hotel Conrad Maldives Rangali Island (Ari Atoll)
Hotel Velaa Private Island Maldives (Noonu Atoll)

Die Malediven und die Welt

Vom 9. bis 13. März 2016 präsentierten sich die Malediven als Partnerland der Reisemesse ITB in Berlin. Wer wollte, konnte sich hier bereits über die Inselgruppe informieren und Kontakt zu Inselexperten knüpfen. Anfang 2018 verhängte die Regierung auf den Malediven den Ausnahmezustand. Das Auswärtige Amt empfahl daher Urlaubern, große Menschenansammlungen und Demonstrationen in der Hauptstadt zu meiden. Alle, die auf die Malediven reisen wollen, können sich regelmäßig auf der Internetpräsenz der Behörde, aber auch beim Reiseveranstalter über die aktuelle Lage informieren.

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